Sammlung von Newsfeeds
Immer mehr Insolvenzen
Bessere Aussichten für 2013
Für 2013 erwartet Atradius ein deutlicheres Wachstum der deutschen Wirtschaftsleistung von 1,6 Prozent und eine Stabilisierung der Insolvenzzahlen. Die Eurozone werde frühestens Ende 2013 ihr Vorkrisenniveau erreichen. Länder wie Italien oder Portugal benötigen jedoch nach Ansicht der Experten mindestens zehn Jahre, um wieder an die alte Wirtschaftsleistung anzuknüpfen.
Risiko Ölpreis
Neben einer möglichen Eskalation der Eurokrise stellt die Entwicklung des Ölpreises ein beträchtliches Risiko für das weitere Wachstum der Weltwirtschaft dar. Vor allem die anhaltenden Unruhen im Nahen Osten und Nordafrika haben bereits für hohe Ölpreise in 2011 gesorgt. Und die aktuellen Spannungen im Hinblick auf das iranische Atomprogramm, aber auch in Syrien und dem Sudan führten zu weiteren Kapazitätsverknappungen. „Sollte es zu einem starken Anstieg des ohnehin schon hohen Ölpreises kommen, würde dies die
Einzelhandelspreise in die Höhe treiben und den Konsum damit weltweit bremsen“, so Karrenberg.
Türkei als wirtschaftliches Vorbild
Unternehmen im Wandel
Die Broschüre "Wandlungsfähigkeit messen und benchmarken" kann unter http://www.dywamed.de/dywamed/inhalte/projekt/veroeffentlichungen.php kostenfrei heruntergeladen werden.
Deindustrialisierung durch Energiewende?
Die Strompreise hierzulande gehören zu den höchsten in Europa. Mit der Energiewende wird ein Anstieg der Preise erwartet. Die Branche hofft zwar, dass mit dem Ausbau der Netze und dem damit steigendem Bedarf an Aluminium das Geschäft gestärkt wird, doch die Konkurrenz aus Nachbarländern und China bietet die Produkte deutlich günstiger an.
Die unbequeme Wahrheit über Röttgens Abgang
Norbert Röttgens Rauswurf ist nicht allein seine „Schuld“. Es ist die Spätfolge eines weit schwereren Fehlers. Und zwar von Angela Merkel: Der systematischen Demontage des Koalitionspartners FDP.
Gerade ein Jahr ist es her, dass FORSA-Chef Manfred Güllner im Stern dies als schweren strategischen Fehler bezeichnete: „Die Union muss daran interessiert sein, in der FDP einen starken Partner zu haben. Zu glauben, man habe doch mit den Grünen eine Alternative wäre leichtfertig und verfrüht.“ Genau das ist jetzt passiert. Normalerweise kann der kleine Partner einer Koalition enttäuschte Wähler des anderen auffangen. Dieser Austausch fand nicht mehr statt, als die FDP öffentlich solange düpiert wurde, bis Westerwelle als Vorsitzender einknickte. Peter Hahne hat es damals so formuliert: „Wenn Westerwelle übers Wasser ginge, würden seine Kritiker schreiben: Schwimmen kann er auch nicht.“
Die FDP hätte damals eine Chance gehabt, wenn die Kanzlerin deutlich zu ihrem Partner gestanden hätte oder wenn die FDP gesagt hätte: „So nicht!“ Sie hätte die Koalition notfalls platzen lassen müssen. Das hätte zwar die Regierungsbeteiligung gekostet, aber Wählerstimmen gerettet. Es wäre als Standhaftigkeit, als Zuverlässigkeit interpretiert worden.
Sogar auf der heutigen Titelseite der Zeit ist der generelle Linksruck in Deutschland keine Meinung mehr, sondern unbestrittene Tatsache. Konservative Stammwähler sind schwer enttäuscht und befürchten schon die Fusion zur neuen Grünsozialunions-Einheitspartei S E D - So Endet Deutschland -. Die Maillisten und Internetforen sind voll von Verärgerung über die Torpedierung der Sozialen Marktwirtschaft durch zwangswirtschaftliche Verordnung unwirtschaftlicher Stromerzeugungsmethoden.
Besonders dramatisch ist die Situation der CDU in Nordrhein-Westfalen. Der frühere Landesarbeitsminister Karl-Josef Laumann gilt als „ungehobelter Klotz“, der frühere Integrationsminister Armin Laschet gilt als „Weichei“ und Muslimenfreund. Blitzumfragen haben die CDU in NRW bereits bei 23% verortet. Es gibt "kein CDU-Profil mehr, sondern nur noch grünes und sozialdemokratisches Wischiwaschi“ werden Mitglieder in der „Welt“ zitiert.
Glaubt wirklich jemand allen Ernstes, die Kanzlerin hätte mit ihrem Umweltminister, der als Muttis Klügster für die Politkarriere im Jahr 2007 die stressfreiere und besser bezahlte Tätigkeit als Hauptgeschäftsführer beim Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) ablehnte, nicht über die Möglichkeit der Wahlniederlage gesprochen? Ausgerechnet die Kanzlerin, die instinktsichere und coole Machtpolitikerin soll sich nicht vorher Gedanken gemacht haben? Glaubt jemand wirklich, dass sie von Röttgen verlangt hätte, als Oppositionsführer nach NRW zu gehen, wo sie den mediensicheren und loyalen Röttgen doch in Berlin brauchte?
Nein. Die Absprache war: Verliert Röttgen, darf er in Berlin bleiben. Er war schließlich nach Trittin und Gabriel der beste Umweltminister, den sich Merkel auf dem Weg zur schwarzgrünen Zukunft vorstellen konnte. Nur deshalb wurde er NRW-Spitzenkandidat. Er konnte das aber nicht öffentlich sagen, ohne die NRW-Wähler zu frustrieren. Alle wussten es. Keiner, der es wusste, sagte es. Jetzt wissen es alle besser. Jetzt braucht die Partei wieder einmal ein Bauernopfer. Diesmal trifft es Norbert. In der Hoffnung auf eine spätere Rehabilitation und eine 2. Chance wird er still halten. CDU-Vize ist er ja noch.
Schmerzmedizin wird endlich Pflichtfach im Medizinstudium
Seit ihrer Gründung im Jahr 1984 hat sich die Deutsche Gesellschaft für Schmerztherapie für eine bessere Ausbildung der Ärzte auf dem Gebiet der Schmerzmedizin eingesetzt. »Bei allen Bundes-Gesundheitsministern seit 1984 und deren jeweiligen Staatssekretären sowie bei den Mitgliedern der Gesundheitsausschüsse sind wir immer wieder vorstellig geworden, um die Bedeutung der Schmerzmedizin für betroffene Menschen sowie unser Gesundheits- und Sozialsystem zu erläutern«, sagt Dr. Müller-Schwefe. »So belasten alleine Rückenschmerzen die Sozialsysteme jährlich mit 48,5 Milliarden Euro.«
Zwar seien die Forderungen der Schmerzmediziner zumeist auf Verständnis gestoßen, berichtet der DGS-Präsident rückblickend, doch politisch blieben die Einsichten bislang folgenlos. »Die modernen Konzepte der Schmerzmedizin waren zwar vorhanden«, so Müller-Schwefe, »aber dies änderte nichts daran, dass betroffene Patienten zumeist Ärzten gegenüber standen, die nie gelernt hatten, chronische Schmerzen zu diagnostizieren und zu behandeln, geschweige denn, der verhängnisvollen Chronifizierung von Schmerzen vorzubeugen.«
Die neue Approbationsordnung, die unter Gesundheitsminister Christian Bahr auf den Weg gebracht wurde, wird dies nun hoffentlich ändern: Angehende Ärztinnen und Ärzte, die sich am Ende ihres Studiums zum zweiten Abschnitt der ärztlichen Prüfung anmelden, müssen ab Oktober 2016 mit einem Leistungsnachweis belegen, dass sie Vorlesungen und Kurse in Schmerzmedizin besucht haben. Für Dr. Müller-Schwefe ist dies ein erster wichtiger Schritt, dem allerdings ein weiterer schnellstmöglich folgen muß. »Es gilt nun, die Schmerzmedizin in das Gesundheitssystem sowie in die Versorgungsstrukturen und in die Bedarfsplanung zu integrieren. Nur so können wir eine adäquate Versorgung der schätzungsweise 15 Millionen Menschen mit chronischen Schmerzen gewährleisten, von denen fünf bis sechs Millionen besonders schwer betroffen sind, weil sich ihr Schmerz verselbstständigt hat und zur chronischen Schmerzkrankheit geworden ist.« Dazu sei es zwingend erforderlich, die Schmerzmedizin als eigenständiges und gleichwertiges Fach mit entsprechenden Lehr- und Weiterbildungsinhalten an den Universitäten auf allen Ebenen der medizinischen Lehre und Forschung zu etablieren. »Es darf nicht sein«, so Müller-Schwefe, »dass die Schmerzmedizin in den verschiedenen medizinischen Fächern überall ein bisschen aber nirgends richtig repräsentiert ist.« Erforderlich sei darum der Facharzt für Schmerzmedizin, »der die komplexen Probleme der Menschen mit chronischer Schmerzkrankheit verstehen und adäquat behandeln kann«, betont der DGS-Präsident.
Dünn durch Schokolade?
Sollte es tatsächlich eine Kausalbeziehung geben, wäre die eher in umgekehrter Richtung zu vermuten: dicke Menschen versuchen, Kalorien da zu sparen, wo es ihnen eher leicht fällt, und essen deshalb weniger Schokolade.
Showtitan Gottschalk geht ohne Gram
Zu viel Zuneigung zu den Gästen Gottschalk über sich: "Mir fehlt die journalistische Neugier und die Chuzpe, Leute etwas zu fragen, was ich selber nicht gern beantworten würde." Seine Fragetechnik sei zu sehr von der Zuneigung zu seinen Gästen geprägt – er nehme in den Fragen die jeweilige Antwort gerne schon vorweg. Dieses Eingeständnis des beliebtesten Showmasters Deutschlands ist sympathisch. Denn viel zu häufig werden Zuschauer und Leser in Deutschland unter dem Vorwand investigativer Berichterstattung mit Spitzfindigkeiten, Unterstellungen und Gesprächs“fallen“ genervt, die Respekt und menschliche Zuneigung zu den Befragten vermissen lassen.
Eine der negativsten Sternstunden dieses „Journalismus“ war die niederländische öffentlich-rechtliche Boulevard-Sendung „Schakale“ im Jahr 2008, in der Johannes Heesters zu seinem Geburtstag gratuliert werden sollte. Der fast blinde 105-jährige fiel auf eine Satire herein, die er überhaupt nicht verstanden hatte und die vor allem in Deutschland hohe Wellen schlug. Zuerst brachten die Interviewer den greisen Star sichtlich durcheinander.
Hitler war kein guter Kerl Dann erhielt er die Fangfrage, ob Hitler "ein netter Bursche". Irritiert wie er war, bejahte er. Seine Frau Simone Rethel-Heesters will retten, was schon nicht mehr zu retten ist: "Jopie, was redest Du? Das war doch kein guter Kerl, der Hitler!" Darauf der 105-jährige Greis völlig verunsichert in einer Mischung aus Niederländisch und Deutsch: "Nun ja, das war er nicht, aber für mich war er nett." Darauf seine Frau voller Entrüstung, Angst und Zorn: "Hitler war der größte Verbrecher auf der ganzen Welt! Da kannst Du nicht sagen, er war ein feiner Kerl!" Und schließlich Jopie: "Naja, ich darf nicht mehr sagen, dann ist sie böse mit mir."
So was hat zwar weder mit gutem Journalismus noch mit guter Unterhaltung zu tun, doch es zieht Quote und macht die Sendung zum Gespräch. Thomas Gottschalk würde es nie einfallen, seine Gäste, die ihm vertrauen, so „zu schlachten“.
Ruf nicht geschädigt Christian Meier von Meedia ist zuzustimmen, wenn er schreibt: „Dass der ehemalige "Wetten, dass...?"-Moderator nun nicht nur seine Nischen-Show bis zum bitteren Ende durchzieht, sondern sich freimütig auch vielen unangenehmen Fragen stellt, beweist Größe. Aber Gottschalk nennt den Grund für seine zumindest nach außen überzeugende Gelassenheit selber: Sein Vorabend-Intermezzo wird an seinem Ruf langfristig kaum hängenbleiben.“
E-Autos für die Massen
Vernetzung für die eigene Karriere
„Die Umfrage zeige, so Georg Bachmaier, bei Microsoft Deutschland Leiter der Recruiting-Abteilung, wie wichtig das ‚Employer Branding‘ im Internet sei: ‚Unternehmen müssen dabei vor allem glaubwürdig sein‘. Jobbeschreibungen, die nicht zur Realität passten, würden über den Austausch mit anderen schnell als unrealistisch enttarnt und würden sich dementsprechend schnell als ‚negatives Echo im Internet‘ wiederfinden“, so das CIO-Magazin.
Schwacher Rücklauf bei klassischen Stellenanzeigen
„Auf Stellenanzeigen bekommen wir einen immer schwächeren Rücklauf. Viele Hochqualifizierte spielen zwar mit dem Gedanken, den Job zu wechseln, haben es aber nicht nötig, aktiv Bewerbungen zu schreiben. Dementsprechend verstärken wir bereits länger unsere Suche in sozialen Netzwerken und sprechen dort Kandidaten an“, bestätigt Maximilian Nobis vom IT-Personaldienstleister Harvey Nash den Netz-Trend.
Aber welcher Social Network-Kanal nützt wechselwilligen IT-Profis am meisten? „Xing ist out, Facebook wird zum In-Netzwerk“, prognostizierte die bekannte Karriere-Expertin Svenja Hofert noch vor kurzem. Ihre These: Xing-Mitglieder wollten nicht dauernd von Kontakt-Sammlern angesprochen werden, vor allem, wenn sie keinen neuen Job suchen. Sie würden ins internationalere Linkedin.com wechseln. Oder sie gehen zu Facebook und pflegen dort ihr Vitamin B. Wer allerdings – zumindest hin und wieder – mit dem Gedanken spielt, den Job zu wechseln, der sollte sowohl auf Xing als auch Linkedin bleiben, dort vor allem sein Profil professionell gestalten – und so die Anfragen kanalisieren. „Einfach nur 'neue Herausforderungen' oder 'neue Kontakte' ins Suchfeld schreiben, bringt nichts und den Chef nur auf falsche Gedanken“, sagt Nobis. Für IT-Experten heißt das: Basisarbeit am eigenen Profil. Fachkenntnisse wie Programmiersprachen, Branche, Arbeitsort und ein professionelles Foto sind ein Muss. Die eigenen Aufgabengebiete abseits der technischen Fähigkeiten sollten möglichst konkret beschrieben werden.
Facebook-Timeline als Tippgeber für Stellenanzeigen
Auf Facebook vermischt sich das private mit dem beruflichen Netzwerk immer mehr – auch ein Trend aus dem Vorjahr. Die eigene Facebook-Timeline verwandelt sich nicht nur in einen News-Kanal, sondern auch in einen kleinen Stellenanzeigen-Tippgeber. Headhunter fragen zum Beispiel, ob sie in kleinen „internen“ Gruppen, zum Beispiel Gruppen von befreundeten Angestellten eines Unternehmens, ein Jobangebot posten können. Allerdings trennt sich hier noch schneller die Spreu vom Weizen: „Aufdringlichkeit schätzt niemand in seinem privaten Netzwerk“, sagt Nobis. Umgekehrt müsse sich jeder User gut überlegen, was er auf Facebook veröffentlicht und was nicht.
Das private Netzwerk funktioniert Die eigenen Freunde spielen nicht nur online, sondern generell eine wichtige Rolle, wie eine Studie von Ökonomen aus Mailand und Bonn treffend gezeigt hat. Etwa bei einer Phase der Arbeitslosigkeit: Die Forscher konnten empirisch beweisen, dass mit jedem engen Freund, der beschäftigt war, die Chance stieg, ebenfalls schnell wieder einen Job zu bekommen. Das private Netzwerk funktioniert also. Wer das wieder etwas offener begreift, könne auch hier durchaus ausgewählte Headhunter mit ins Boot holen, wirbt Nobis für die eigene Branche. „Man kann sich zwei, drei Headhunter herauspicken. Allerdings nur, wenn man zu ihnen ein Vertrauensverhältnis aufgebaut hat und zum Beispiel weiß, dass der Lebenslauf nur nach Absprache weitergegeben wird. Will man dann wechseln, aktiviert man sein privates Netzwerk plus die Profis.“
Anonymität verboten!
Auf den ersten Blick etwas merkwürdig Die Anbieterkennzeichnung in dem zum Download bereitgehalten Dokument ersetzt nach Ansicht der Richter die zwingenden Angaben auf der Internetseite selbst nicht. „Sicherlich erscheint dieses Urteil auf den ersten Blick etwas merkwürdig. Dennoch zeigt es einmal mehr, dass jegliche Darstellung auf Internetseiten dem wirtschaftlichen Vorteil eines Unternehmens dienen kann. Umso wichtiger ist es die rechtlichen Vorgaben strikt einzuhalten, um Abmahnungen zu vermeiden“ so Rolf Albrecht, Rechtsanwalt, Fachanwalt für Gewerblichen Rechtsschutz und Informationstechnologierecht.
Die Zukunft der Liebe
„Polyamorie“ – Ein Partner ist nicht genug Die Komplexität in Liebesdingen war noch nie so groß wie heute: Der erotische Kosmos umfasst asexuelle Partnerschaften (ohne Sex) genauso wie polyamore Beziehungen zwischen mehreren Partnern. Letztere legen großen Wert auf Dauerhaftigkeit und grenzen sich dezidiert von hemmungsloser Promiskuität ab. In den USA hat „Polylove“ bereits den Charakter einer Bewegung. Und hierzulande: In einer repräsentativen Umfrage der Zeitschrift Neon gaben Ende 2008 acht Prozent der Befragten zwischen 20 und 35 an, „zurzeit sexuelle Beziehungen mit mehr als einer Person gleichzeitig zu haben“. Die klassische monogame Beziehung stirbt deswegen nicht aus. Doch sie ist längst nur noch eine von vielen Optionen im Zeitalter der pluralisierten Sexstyles.
„Scheduled Sex“ – Intimität nach Terminkalender
Die individuelle Selbstentfaltung rückt auch in Liebesdingen an die erste Stelle und ist ein Aspekt des gesellschaftlichen Wertewandels. Das erfordert von dem Einzelnen ein ständiges Aushandeln und Ausbalancieren persönlicher Wunschvorstellungen. Die große Herausforderung besteht darin, den Spagat aus „Freiheit voneinander und einer dauerhaften Verpflichtung füreinander“ zu bewältigen. Immer häufiger werden hierfür vertragsähnliche Regelungen vereinbart. Wann, wie, wo und wie oft man Sex haben will, wird schriftlich fixiert. Im Amerikanischen gibt es hierfür den Begriff des „Scheduled Sex“. Die Intimität nach Terminkalender ist eine Antwort auf die zunehmende sexuelle Asymmetrie von Paaren, die unter zeitlichen Stress, hoher Arbeitsbelastung und sonstigen Verpflichtungen leiden.
„Friends with Benefits“ – Freunde können DOCH Sex haben
Die Widrigkeiten des modernen Alltags machen es heutzutage vielen schwer, dauerhafte Beziehungen einzugehen. Gleichzeitig wachsen die Ansprüche auf Selbstverwirklichung im Erotischen. So entstehen neue, pragmatische Beziehungsmodelle in der Grauzone zwischen Freundschafts- und Liebespaar. „Friends with Benefits“ bezeichnen sich jene, die statt fester Partnerschaft freundschaftliche Vertrautheit mit gelegentlichem Sex pflegen. Noch eine Stufe unverbindlicher ist das „Casual Dating“ – unkomplizierter Gelegenheitssex ohne Verpflichtungen. Die Soziologin Eva Illouz schreibt in ihrem Buch ‚Warum Liebe weh tut’ treffend: „Wir bewegen uns weg von monogamer Liebe und hin zu Partnerschaften mit mehreren Personen, die in beiderseitigem Einverständnis und entlang gewisser moralischer Prinzipien organisiert werden.“
Sex der Zukunft – Pluralismus der Liebesweisen
Das Internet ist ein wesentlicher Motor für die neue Vielfalt der Liebesweisen. Zum einen erhalten kleine Bewegungen eine Öffentlichkeit, die sie wachsen lassen. Zum anderen finden auch Menschen mit ungewöhnlichen Neigungen leichter einen Partner, der diese Neigung teilt. Die expandierenden Dating-Portale im Netz erleichtern das Suchen und Finden entlang verschiedenster Vorlieben wie das Interesse für Rollenspiele, Materialien oder Personenkonstellationen. Der Sex der Zukunft wird experimenteller und von entspanntem Reden darüber begeleitet sein. Solange die sexuellen Arrangements auf Freiwilligkeit beruhen und keine Macht- oder Zwangsverhältnisse ausgenutzt werden, gibt es keinen Grund, die neue Vielfalt der sexuellen Praktiken, Vorlieben und Spielarten nicht als kulturelle Bereicherung zu interpretieren und auch offen auszuleben. Bahnbrechend war beispielsweise, dass Geständnis von Klaus Wowereit noch vor seiner Wahl zum Regierenden Bürgermeister Berlins im Jahr 2001. Er bekannte sich öffentlich zu seiner Homosexualität. Sein Satz: "Ich bin schwul - und das ist gut so" wurde zum geflügelten Wort und war Anstoß einer ganzen Reihe von öffentlichen Bekenntnissen.
Günstige Einspeisenetze möglich
Erdkabel für Akzeptanz der Bürger „Die Studie zeigt, dass die Windbranche selbst Einspeisenetze realisieren und betreiben kann. Durch den Wegfall des (n-1)-Kriteriums können wir das Einspeisenetz schnell und kostengünstig umsetzen. Zur Finanzierung der Einspeisenetze sollte jetzt ein Modell vergleichbar mit dem Netzentgelt entwickelt werden“, erörterte BWE-Präsident Hermann Albers in Hannover.
Laut Ecofys-Studie kann mit einem Einspeisenetz eine Kapazität von bis zu 1500 Megawatt an das Höchstspannungsnetz angeschlossen werden. Das entspricht bis zu 500 Windenergieanlagen der Drei-Megawatt-Klasse. „Dabei kommen vor allen Dingen Erdkabel zum Einsatz, die für Akzeptanz bei der Bevölkerung sorgen. Das beschleunigt den Netzausbau und damit die Energiewende. Klar ist aber auch, dass der Bau von Einspeisenetzen nur ein Mosaikstein im Gesamtbild Energiewende ist“, so Albers.
Auch Muhammad Yunus kritisiert westlichen Sozialstaat
Kardinal Meisner kritisiert Katholikentage
Die Fünf-Sterne-Hotel-Klinik
Immer weniger Personal, immer mehr Aufgaben Vor allem die Arbeitsbelastung nimmt ständig zu. „Weniger Personal, weniger Zeit, mehr Keime. Im Operationssaal kommt es auch auf kurze Wechselzeiten an“, schreibt ein Pfleger aus Berlin und räumt ein: „Eine vernünftige Zwischenreinigung und vor allem das Abwarten der Einwirkzeit des Desinfektionsmittels wird oft vernachlässigt. Man fährt schon den nächsten Patienten in den OP, obwohl der Boden noch nass ist.“ Zwei Krankenschwestern bestätigen das. „Immer weniger Personal, immer mehr Aufgaben. Bitte haben Sie Verständnis, wenn wir mal gestresst sind“, berichtet eine Pflegerin aus Hamburg. Und eine Kollegin fügt dazu: „Wir Schwestern sind gehalten, die Ärzte immer wieder daran zu erinnern, dass die Liegezeiten nicht zu lang werden.“ Vor diesem Hintergrund macht sich unter den Schwestern durchaus auch mal Sarkasmus breit: „Böse gesagt: Ein beatmeter, künstlich ernährter Patient ist ein guter Patient. Der ist still und macht kaum Arbeit“, so eine Krankenschwester, die seit vielen Jahren in München auf einer Intensivstation arbeitet.
Jammern ist okay, aber bitte nicht die ganze Zeit Wer ins Krankenhaus muss, darf zwar eine umfassende Betreuung erwarten, sollte sich aber dennoch im Klaren darüber sein, dass er nicht der Einzige ist, um den sich die Schwestern und Pfleger kümmern müssen. „Es gibt Patienten, die verwechseln das Krankenhaus mit einem Fünf-Sterne-Hotel“, merkt ein Pfleger aus Berlin an. Eine Krankenschwester aus Niedersachsen sieht das ähnlich: „Patienten, die hereinkommen, großspurig auftreten und sagen: ‚Ich bin privat’, mag ich gar nicht.“ Und eine ihrer Kolleginnen aus Hamburg mahnt: „Jammern ist okay, Sie sind krank und deshalb bei uns. Aber bitte nicht die ganze Zeit – wie soll ich sonst wissen, wann es ihnen wirklich schlecht geht?“
Eine Klinik ist kein Ausflugslokal Eine Schwester aus München berichtet über ein anderes Ärgernis mit Patienten, das leicht vermeidbar wäre: „Man gewöhnt sich an alles. Ekel gehört dazu. Wer einen Herzinfarkt erleidet, hat seine Ausscheidungen oft nicht unter Kontrolle. Daraus mache ich niemandem einen Vorwurf. Schlimmer finde ich, wenn jemand ungewaschen, mit ungeputzten Zähnen und in schmutziger Wäsche zur Untersuchung kommt.“ Auch die Anwesenheit von Angehörigen kann für das Klinikpersonal durchaus zur Last werden. „Wenn fünf, sechs Familienmitglieder zu Besuch kommen, die Patienten stundenlang umlagern und dann noch einen Picknickkorb mit geruchsintensiven Leckereien mitbringen – da krieg ich zu viel. Eine Klinik ist kein Ausflugslokal“, bemerkt eine Schwester, die in Berlin in der Geburtsmedizin arbeitet. Viele Schwestern und Krankenpfleger empfinden es ähnlich nervig, wenn Familienmitglieder meinen, sie wüssten alles besser: „Angehörige, die ständig an unserer Kompetenz zweifeln, finde ich ärgerlich. Viele rufen mehrmals am Tag im Stationszimmer an und kritisieren die Pflege. Wir tun wirklich unser Bestes, aber Sie rauben uns mit ihren Nervereien die Zeit, es auch zu machen“, sagt eine Betroffene aus Berlin.
14 Prozent der Pflegevollzeitstellen abgebaut Das größte Ärgernis bleibt aber ohne Zweifel die Arbeitsbelastung. Nach Berechnungen des Deutschen Berufsverbandes der Pflegeberufe wurde zwischen 1996 und 2008 in den deutschen Krankenhäusern rund 14 Prozent der Pflegevollzeitstellen abgebaut. Die Zahl der behandelten Patienten stieg im nahezu selben Zeitraum aber um zwölf Prozent. Immer wieder müssen die Pfleger dabei auch Aufgaben von Ärzten übernehmen. „Oft fehlen uns Anästhesisten im, OP. Dann werden selbstständige Anästhesisten zeitweise eingestellt. Bei manchen muss man als Pflegepersonal die Aufsicht übernehmen, weil sie sich nicht auskennen – oder man den Eindruck gewinnt, ihnen fehle die Qualifikation“, erzählt ein Pfleger aus Berlin. Persönliche Worte sind schöner als kleine Geschenke Dass die tägliche Belastung nicht ohne Folgen bleibt, beweist die Statistik: Im Schnitt geben Pfleger und Schwestern ihren Beruf nach etwa 14 Jahren auf. Da verwundert es nicht, dass sie ein Lob oder einen Dank für Ihren Einsatz besonders gerne registrieren. „Ich freue mich, wenn Patienten unsere Arbeit honorieren und sich auch mal mit einem Brief oder einer Karte bedanken“, sagt eine Schwester aus Berlin. „Persönliche Worte sind oft noch schöner als kleine Geschenke“, meint eine andere Krankenschwester aus Hamburg.
Konjunktur im ersten Quartal 2012
20,2 Punkten nach 8,2 Punkten im Vorquartal und 18,3 Punkten im Vorjahr einen sehr guten Wert. Die gute Stimmung wird allerdings hauptsächlich vom Großhandel getragen, während im Einzelhandel der Anteil der Unternehmen mit pessimistischen Geschäftserwartungen wächst. Verantwortlich hierfür könnten Zweifel an der Entwicklung des Konsumklimas angesichts hoher Inflationserwartungen und steigender Energiekosten, welche die Verbraucher belasten, sein. Das Verkehrsgewerbe hatte in den vergangenen beiden Quartalen einen deutlichen Stimmungseinbruch zu vermelden. Dieser Abwärtstrend ist vorerst gestoppt. Das Geschäftsklima stabilisiert sich, wenn auch mit 6,0 Punkte auf niedrigem Niveau. Die hohen Energie- und Kraftstoffpreise belasten die Stimmung im Verkehrsgewerbe ebenso wie der stockende Ausbau wichtiger Verkehrswege. Allerdings profitiert vor allem der Güterverkehr gegenwärtig von der guten Stimmung in anderen Branchen.
Seehofer spricht Klartext!
Über die Verunglimpfung der Netzöffentlichkeit
Droht die Gefahr einer Diskurspolizei?
Da spricht man sogar von der Macht der Namenlosen: „Die Angst vor dem Shitstorm lähmt die politische Debatte und hat den Ruf nach Kontrolle laut werden lassen. Es handelt sich um mehr als den Verstoß gegen Höflichkeitsregeln, wenn sich unter dem Deckmantel des Anonymen eine Diskurspolizei etabliert, die ihre Gegner mit Hass und Häme zum Schweigen bringt. Die ganze destruktive Qualität des Cybermobbing war jüngst zu erkennen, als in Emden ein aufgebrachter Netzmob zur Lynchjustiz gegen einen angeblichen jugendlichen Sexualmörder aufrief, dessen Unschuld sich später erwies“, schreibt etwa der FAZ-Autor Thomas Thiel. Welche Recherchekompetenz hat der FAZler? Man braucht nur „Emden“ und „Lynchjustiz“ in eine Suchmaschine eingeben und weiß, wer auf Facebook zu dieser perfiden Aktion aufgerufen hat. Die Polizei ermittelte recht schnell den Verursacher, der sich nun wegen des öffentlichen Aufrufs zu Straftaten vor Gericht verantworten muss. Und das ist auch gut so. Das Wissen von netzkritischen Autoren wie Thiel scheint sich auf dem Niveau von 2006 zu bewegen: „Twitter war frisch gestartet, Facebook öffnete sich eben erst für ausländische Studenten. Gerade in jenem Jahr setzte ein Wechsel ein: Die Spielphase endete, in der wir Identitäten erfanden und mit Geschlechtswechseln spielten. Das letzte Zucken war Second Life, das nie so groß war wie viele Medien es schrieben. Ende 2007 war auch dieser Wirbel vorbei“, schreibt Indiskretion Ehrensache-Blogger Thomas Knüwer.
Social Web ist alles andere als anonym
Mit Social Networks wurden aus Pseudonymen Identitäten: „Heute sind die wenigsten nicht identifizierbar. Denn nur wenn sie erkennbar sind, ist die Kommunikation in Social Media fruchtbar. Anonym oder nicht erkennbar Pseudonym wird praktisch nur noch in Foren oder auf Nachrichtenseiten kommuniziert. Dabei kennen sich die Teilnehmer in länger gewachsenen Foren durchaus zumindest digital – denn sie diskutieren ja häufig miteinander -, auch gibt es Hierarchien. Die aber sind für Außenstehende schwer zu durchblicken, man muss sich reinarbeiten“, erläutert Knüwer. Deshalb kommen mir nicht mehr die Tränen des Mitleids, wenn FAZ-Autor Thiel die Demontage der Meinungsfreiheit als Menetekel in die Zeitung kleistert, weil „Künstler aus Angst vor anonymer Hetze kaum wagen, ihr existenzsicherndes Urheberrecht einzuklagen“. Mein Kopf gehört mir Bislang kann ich in der Urheberrechtsdebatte keine verschämte Zurückhaltung der „Künstler“ erkennen. Das liegt vielleicht auch daran, dass sich unter die Exponenten der „Mein Kopf gehört mir“-Kampagne so viele Verleger geschmuggelt haben. Aber egal. Es geht den Sängerinnen und Sängern des Shitstorm-Anonymitäts-Klageliedes überhaupt nicht um Meinungsfreiheit. Sie können es nicht verkraften, dass sich im Internet ein herrschaftsfreier Diskurs im Sinne von Jürgen Habermas entfaltet – dezentral, unberechenbar und ohne Kontrollmöglichkeiten. Das ist für die Controlling-Freaks und früheren Gatekeeper der öffentlichen Meinung eine schwer verdauliche Kost. Die sollten lieber Magenbitter trinken und auf kollektive Schuldzuweisungen der Netzöffentlichkeit verzichten. Zudem kann ich noch mit einer Beruhigungspille aufwarten. Nach Analysen Business Intelligence Group in Berlin sind höchstens 20 Prozent aller Shitstorms, die so betitelt werden, wirklich Echte. Die anderen 80 Prozent sind schnell vergessen. Bei den Umweltsauereien in Nigeria wäre das allerdings traurig.
Wird Oskar Lafontaine zur Wagenknecht-Bremse?
Bundestagsvizepräsident Wolfgang Thierse gab der Linken sogar ungefragt Rat und warnte sie vor Lafontaine. Im Gespräch mit dem Tagesspiegel meinte er, die ostdeutschen Granden der Linkspartei müssten sich „veräppelt fühlen“, wenn Lafontaine sich ausgerechnet gegen den erfolgreichen Reformflügel der Partei stellt. Bei seinem Comeback müssten sich "die ostdeutschen Granden der Linkspartei veräppelt fühlen". Der SPD-Mann Thierse hätte gern ein positives Verhältnis von Linken und SPD, sieht das aber als unrealistisch an, "wenn Lafontaine sich die Linkspartei wieder unter den Nagel reißt". Als Mentor der Links-Aufsteigerin Sahra Wagenknecht, mit der nach der Trennung von seiner 3. Frau zusammen lebt, tut er seiner Schülerin keinen Gefallen. Die bloße Annahme, dass ein Pöstchen für sie zu Lafontaines Rückkehr-Bedingungen gehört, wird ihrer Parteikarriere schaden. Spiegel Online berichtete, Wagenknecht solle nach Oskars Rückkehr Fraktionsvorsitzende im Bundestag werden, Stellvertreterin ist sie ja schon. Sie wäre vielleicht sowieso gewählt geworden. Aber nun hat das Ganze so einen Geruch … Da mag sie dementieren, so viel sie will. Koalitionshindernis Lafontaine Im ZDF-Morgenmagazin beschwerte sie sich über innerparteilich Gegner, die ihren Lebensgefährten mit falschen Gerüchten "beschädigen" wollen. Für sie geht es um viel mehr. Der saarländische SPD-Vorsitzende Heiko Maas warf Lafontaines dritter Frau Christa Müller, der Eva Herrmann der Linken, im Jahr 2007 vor, ein „Koalitionshindernis“ zu sein. Die Liason zu Oskar und sein ungebremster Machtinstinkt könnten zum Karrierehindernis für Sahra Wagenknecht werden.
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