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Soziale Netzwerke als Spionagefalle
22. Februar 2012 - 16:00
(Becker von Buch) Ihr Unternehmen ist in Facebook aktiv, Sie selber und Ihre leitenden Mitarbeiter lassen sich außerdem in Xing und LinkedIn finden? Sehr gut! Denn die Präsenz in sozialen Netzwerken zeugt nicht nur von Modernität, sie wirkt auch positiv in der Rekrutierung gesuchter Fach- und Nachwuchskräfte. Doch das Web 2.0 hat Schattenseiten, die in den vergangenen Monaten rasant gewachsen sind: das Ausspionieren sensibler Firmendaten.
Social Engineering
Seitdem es möglich ist, mit Datenbanken über Telefonleitungen Informationen auszutauschen, entwickelt sich das so genannte Social Engineering. Ziel: Über persönliche Kontakte technische Hintergründe zur eingesetzten Software und damit Details zu Know-how und Kundenbeziehungen zu ergattern. Früher mussten sich Hacker dafür noch in das Umfeld des auszuspähenden Unternehmens begeben, beispielsweise in die Kantine oder in nahe liegende Treffpunkte zur Mittagspause. Flexibilität, Zeit, Charme, Cleverness und Unverfrorenheit waren die Voraussetzungen. Erst wenn der avisierte „Geheimnisträger“ Vertrauen gefasst hatte, ließen sich ihm die wichtigen Informationen entlocken. Heute ist Social Enginieering bedeutend einfacher, dank Internet und vor allem Web 2.0.
Hacker auf dem Sofa
Ohne seine eigenen vier Wände verlassen zu müssen, kontaktieren die „Spione 2.0“ ihre Zielpersonen, in erster Linie über Facebook, Xing und LinkedIn, soziale Netzwerke mit vielen Millionen Nutzern weltweit. „Da alle diese Dienste auf Datenbanken basieren, lässt sich über deren Online-Suchfunktion beispielsweise jemand finden, der im anvisierten Unternehmen arbeitet“, erklärt Dr. Sebastian Dominic von Buch von der Unternehmensberatung Becker von Buch in Hannover. Stelle sich das potenzielle Opfer dann noch als sehr kontaktfreudig heraus – zu erkennen an der Anzahl der Freunde – werde diesem eine Anfrage geschickt. Beliebt sind laut von Buch Aufhänger, die sich aus den persönlichen Daten der Zielperson herauslesen lassen, beispielsweise besuchte Schulen oder Universitäten. „Der Spion gibt sich dann einfach als ehemaliger Mitschüler oder Kommilitone aus, der auf der Suche nach alten Freunden ist“, so der Experte.
Recht häufig werde auch das Vertrauensverhältnis „von Kollege zu Kollege“ missbraucht, sagt von Buch. „Mit ein bisschen Internet-Recherche lässt sich einiges zum ausgewählten Unternehmen herausfinden, von der Produkt- oder Dienstleistungspalette bis zu den Namen leitendender Mitarbeiter. „Der Spion behauptet dann einfach, vor etlichen Jahren dort gearbeitet zu haben, fragt nach der aktuellen Entwicklung der Firma und nach Problemen, besonders im IT-Umfeld“, erklärt von Buch. „Hilfreich sind dann manchmal schon die Namen der Herstellerfirmen oder der eingesetzten Software.“ Immer öfter nachgefragt würden aber auch Kundennamen, Informationen zu Bestellungen und Lieferungen. „In Zeiten harten Wettbewerbs haben sich einige Firmen eine härtere Gangart angeeignet“, so von Buch. Was zählt, sei letztlich nur das Ergebnis. Habe sich das Vertrauensverhältnis schließlich gefestigt, biete der Spion in der Regel seine „freundschaftliche“ Hilfe an. „Dazu müsse er allerdings den Zugang zur Datenbank haben, und schon wechseln Passwörter den Besitzer.“ Know-how und Kundendaten nicht in falsche Hände geraten Als vorbeugende Maßnahme gegen Angriffe per Social Engineering gibt es laut von Buch nur eines: Aufklärung. „Jeder Mitarbeiter mit Zugang zu sensiblen Informationen in Datenbanken muss die Gefahr kennen, die von allzu großer Offenheit in sozialen Netzwerken ausgeht. Anfragen Unbekannter, in der sicherheitsrelevante Dinge angesprochen werden, seien sofort der Geschäftsleitung zu melden, so von Buch. „Nur so lässt sich verhindern, dass die beiden wichtigsten Säulen eines Unternehmens – Know-how und Kundendaten – nicht in falsche Hände geraten.“
Hacker auf dem Sofa
Ohne seine eigenen vier Wände verlassen zu müssen, kontaktieren die „Spione 2.0“ ihre Zielpersonen, in erster Linie über Facebook, Xing und LinkedIn, soziale Netzwerke mit vielen Millionen Nutzern weltweit. „Da alle diese Dienste auf Datenbanken basieren, lässt sich über deren Online-Suchfunktion beispielsweise jemand finden, der im anvisierten Unternehmen arbeitet“, erklärt Dr. Sebastian Dominic von Buch von der Unternehmensberatung Becker von Buch in Hannover. Stelle sich das potenzielle Opfer dann noch als sehr kontaktfreudig heraus – zu erkennen an der Anzahl der Freunde – werde diesem eine Anfrage geschickt. Beliebt sind laut von Buch Aufhänger, die sich aus den persönlichen Daten der Zielperson herauslesen lassen, beispielsweise besuchte Schulen oder Universitäten. „Der Spion gibt sich dann einfach als ehemaliger Mitschüler oder Kommilitone aus, der auf der Suche nach alten Freunden ist“, so der Experte.
Recht häufig werde auch das Vertrauensverhältnis „von Kollege zu Kollege“ missbraucht, sagt von Buch. „Mit ein bisschen Internet-Recherche lässt sich einiges zum ausgewählten Unternehmen herausfinden, von der Produkt- oder Dienstleistungspalette bis zu den Namen leitendender Mitarbeiter. „Der Spion behauptet dann einfach, vor etlichen Jahren dort gearbeitet zu haben, fragt nach der aktuellen Entwicklung der Firma und nach Problemen, besonders im IT-Umfeld“, erklärt von Buch. „Hilfreich sind dann manchmal schon die Namen der Herstellerfirmen oder der eingesetzten Software.“ Immer öfter nachgefragt würden aber auch Kundennamen, Informationen zu Bestellungen und Lieferungen. „In Zeiten harten Wettbewerbs haben sich einige Firmen eine härtere Gangart angeeignet“, so von Buch. Was zählt, sei letztlich nur das Ergebnis. Habe sich das Vertrauensverhältnis schließlich gefestigt, biete der Spion in der Regel seine „freundschaftliche“ Hilfe an. „Dazu müsse er allerdings den Zugang zur Datenbank haben, und schon wechseln Passwörter den Besitzer.“ Know-how und Kundendaten nicht in falsche Hände geraten Als vorbeugende Maßnahme gegen Angriffe per Social Engineering gibt es laut von Buch nur eines: Aufklärung. „Jeder Mitarbeiter mit Zugang zu sensiblen Informationen in Datenbanken muss die Gefahr kennen, die von allzu großer Offenheit in sozialen Netzwerken ausgeht. Anfragen Unbekannter, in der sicherheitsrelevante Dinge angesprochen werden, seien sofort der Geschäftsleitung zu melden, so von Buch. „Nur so lässt sich verhindern, dass die beiden wichtigsten Säulen eines Unternehmens – Know-how und Kundendaten – nicht in falsche Hände geraten.“
Wer es selber macht, zahlt drauf
22. Februar 2012 - 14:00
(Carsale24) Putzen, inserieren und die Probefahrt begleiten: Das eigene Auto zu verkaufen, bereitet selten Spaß und kann nicht nur in Arbeit und Stress ausarten, sondern auch richtig ins Geld gehen. Denn wer seinen alten Gebrauchtwagen im gängigen Inseratsverfahren zu veräußern versucht, hat mit Kosten von bis zu 400 Euro zu rechnen. Darauf macht carsale24, die Plattform für den schnellen, bequemen und sicheren Verkauf des eigenen Gebrauchtwagen, aufmerksam.
Reinigung, Benzin, neue TÜV-Plakette
Die Rechnung ist denkbar einfach. Neben tatsächlichen Ausgaben zwischen 70 und 200 Euro, beispielsweise für die Reinigung des Wagens, Benzin für Probefahrten und gegebenenfalls einer neuen TÜV-Plakette, dauern Vorbereitung und Verkauf insgesamt etwa elf Stunden. Auch dieser Zeitaufwand lässt sich in Zahlen messen: Legt man der Dauer des Verkaufsprozesses den durchschnittlichen Stundenlohn in Deutschland zugrunde, ergibt sich ein Gegenwert von rund 220 Euro. Zusammengenommen können so Kosten von über 400 Euro entstehen.
Zwar muss kein Erwerbstätiger mit Lohneinbußen rechnen, wenn er das Auto nach Feierabend, am Wochenende oder in seinen Ferien verkauft – zulasten der kostbaren Freizeit geht es aber in jedem Fall. Außerdem besteht bei jedem Privatverkauf das Risiko, während der Preisverhandlungen weitere Geldeinbußen hinnehmen zu müssen.
„Viele Menschen haben großes Interesse daran, den Autoverkauf in die Hände von Profis zu legen und auf den nervenaufreibenden Prozess mit all seinen Tücken zu verzichten“, sagt Nikolai Roth, Gründer und Geschäftsführer von carsale24. „Diesem Kundenwunsch tragen wir gerne Rechnung.“
Die Online-Plattform carsale24 bietet allen privaten Autoverkäufern seinen Service kostenlos an und übernimmt die komplette Abwicklung des Fahrzeugverkaufs. Dafür kann auf www.carsale24.de der Wert des Wagens ermittelt und daraufhin ein unabhängiger Sachverständiger eingeladen werden. Dieser fotografiert das Auto und unterzieht es einer Inspektion, auf deren Grundlage ein Inserat auf dem Online-Portal erscheint. In einem dreitägigen Gebotsverfahren können dann hunderte Händler aus ganz Deutschland auf den Wagen bieten. Der Vorteil: Da das Fahrzeug überregional angeboten wird, kann bei einem Verkauf über carsale24 in der Regel mit einem höheren Erlös gerechnet werden als beim Händler um die Ecke.
Zwar muss kein Erwerbstätiger mit Lohneinbußen rechnen, wenn er das Auto nach Feierabend, am Wochenende oder in seinen Ferien verkauft – zulasten der kostbaren Freizeit geht es aber in jedem Fall. Außerdem besteht bei jedem Privatverkauf das Risiko, während der Preisverhandlungen weitere Geldeinbußen hinnehmen zu müssen.
„Viele Menschen haben großes Interesse daran, den Autoverkauf in die Hände von Profis zu legen und auf den nervenaufreibenden Prozess mit all seinen Tücken zu verzichten“, sagt Nikolai Roth, Gründer und Geschäftsführer von carsale24. „Diesem Kundenwunsch tragen wir gerne Rechnung.“
Die Online-Plattform carsale24 bietet allen privaten Autoverkäufern seinen Service kostenlos an und übernimmt die komplette Abwicklung des Fahrzeugverkaufs. Dafür kann auf www.carsale24.de der Wert des Wagens ermittelt und daraufhin ein unabhängiger Sachverständiger eingeladen werden. Dieser fotografiert das Auto und unterzieht es einer Inspektion, auf deren Grundlage ein Inserat auf dem Online-Portal erscheint. In einem dreitägigen Gebotsverfahren können dann hunderte Händler aus ganz Deutschland auf den Wagen bieten. Der Vorteil: Da das Fahrzeug überregional angeboten wird, kann bei einem Verkauf über carsale24 in der Regel mit einem höheren Erlös gerechnet werden als beim Händler um die Ecke.
Private-Equity hat eine geringere Auswirkung auf den Stellenabbau als angenommen
22. Februar 2012 - 12:00
(Chicago Booth) Bis vor kurzem waren Studien zur Auswirkung von Private Equity auf die Arbeitsplatzsituation nicht wissenschaftlich fundiert. Die zum Teil von Private Equity-Gesellschaften in Auftrag gegebenen und finanzierten Studien haben zumeist ergeben, dass durch den Erwerb anderer Unternehmen eher neue Arbeitsplätze geschaffen werden. Diese Studien basierten allerdings hauptsächlich auf Daten von den Private Equity-Firmen selbst, die offenbar nicht unbedingt an objektiven Ergebnissen interessiert waren. Daher wurden bisherige Studienergebnisse stark in Frage gestellt und entsprechend ein sehr hoher Einfluss von Private Equity auf den Stellenabbau vermutet.
Objektivere Studie
Eine neue Studie von Steven J. Davis, Professor an der Chicago Booth School of Business, ist vertrauenswürdiger, da sie weitaus objektiver vorgeht. Sie versteht von Private Equity-Firmen aufgekaufte Unternehmen als die hauptsächlichen Verursacher für Stellenschaffung und –abbau. Eine eigens für die Studie erstellte Datenbank, die sämtliche amerikanische Privat-Equity-Transaktionen zwischen 1980 und 2005 erfasst, wurde eingehend analysiert.
Insgesamt wurden 3.200 amerikanische Gesellschaften und deren 150.000 Niederlassungen im Hinblick auf das vorherige Wachstum - vor und nach der Akquisition - untersucht. Im Ergebnis nahm die Beschäftigung im Laufe von zwei Jahren nach dem Firmenaufkauf um 3%, bzw. über fünf Jahre um 6% ab. Der Stellenabbau betrifft besonders jene Übernahmen, bei denen Firmen von staatlicher in private Hand übergehen sowie Übernahmen von Unternehmen im Service- und Einzelhandelsbereich.
Und doch schufen die untersuchten Gesellschaften auch mehr Arbeitsplätze in neuen Niederlassungen, die sie schneller erwerben und derer sie sich schneller entledigen als Public Equity-Gesellschaften. Wird diese zusätzliche Margenanpassung berücksichtigt, liegt der relative Arbeitsplatzabbau der untersuchten Firmen 1% unterhalb des ursprünglichen Beschäftigungsniveaus. Im Gegensatz dazu übersteigt die Zahl der geschaffenen und wieder abgebauten Arbeitsplätze 13% bei einer Beschäftigung von mehr als zwei Jahren.
Schöpferische Zerstörung Kurz gesagt, Firmenübernahmen durch Private Equity beschleunigen den Creative Destruction-Prozess im Arbeitsmarkt bei geringfügigen Auswirkungen auf den Stellenabbau. Die Ursache der „Schöpferischen Zerstörung“ liegt hauptsächlich in einer schnelleren Umverteilung von Arbeitsplätzen innerhalb der Niederlassungen der untersuchten Unternehmen.
„Dass wir es mit Extremen auf beiden Seiten zu tun haben – stärkerer Abbau von Altem und mehr Schaffung von Neuem - liegt im Wesen von Private Equity“, erläutert Steven J. Davis.
Insgesamt wurden 3.200 amerikanische Gesellschaften und deren 150.000 Niederlassungen im Hinblick auf das vorherige Wachstum - vor und nach der Akquisition - untersucht. Im Ergebnis nahm die Beschäftigung im Laufe von zwei Jahren nach dem Firmenaufkauf um 3%, bzw. über fünf Jahre um 6% ab. Der Stellenabbau betrifft besonders jene Übernahmen, bei denen Firmen von staatlicher in private Hand übergehen sowie Übernahmen von Unternehmen im Service- und Einzelhandelsbereich.
Und doch schufen die untersuchten Gesellschaften auch mehr Arbeitsplätze in neuen Niederlassungen, die sie schneller erwerben und derer sie sich schneller entledigen als Public Equity-Gesellschaften. Wird diese zusätzliche Margenanpassung berücksichtigt, liegt der relative Arbeitsplatzabbau der untersuchten Firmen 1% unterhalb des ursprünglichen Beschäftigungsniveaus. Im Gegensatz dazu übersteigt die Zahl der geschaffenen und wieder abgebauten Arbeitsplätze 13% bei einer Beschäftigung von mehr als zwei Jahren.
Schöpferische Zerstörung Kurz gesagt, Firmenübernahmen durch Private Equity beschleunigen den Creative Destruction-Prozess im Arbeitsmarkt bei geringfügigen Auswirkungen auf den Stellenabbau. Die Ursache der „Schöpferischen Zerstörung“ liegt hauptsächlich in einer schnelleren Umverteilung von Arbeitsplätzen innerhalb der Niederlassungen der untersuchten Unternehmen.
„Dass wir es mit Extremen auf beiden Seiten zu tun haben – stärkerer Abbau von Altem und mehr Schaffung von Neuem - liegt im Wesen von Private Equity“, erläutert Steven J. Davis.
Löhne wie im Schlaraffenland
22. Februar 2012 - 10:00
(VUMV) Die Nachricht von der Unterstützung der Landesregierung für den Antrag mehrerer Länder im Bundesrat auf Einführung eines flächendeckenden, gesetzlichen Mindestlohns überrascht uns nicht. Die Zustimmung entspricht der Koalitionsvereinbarung. Widersprüchlich bleiben allerdings Denken und Handeln der Regierungsparteien in Mecklenburg-Vorpommern. Während sie aller Welt erklären, dass die Einkommen sich aus dem notwendigen Lebensunterhalt errechnen müssten, beantragen angehende Lehrer in Mecklenburg-Vorpommern als Aufstocker zusätzlich Hartz IV-Leistungen, kritisierte Hans- Dieter Bremer, Präsident der Vereinigung der Unternehmensverbände die angekündigte Haltung der Landesregierung zum Mindestlohn-Gesetzesantrag im Bundesrat.
Wohlstand lässt sich nicht per Gesetz verordnen
"Dass, wer Vollzeit arbeitet, von seiner Arbeit auch leben können muss, ist ein durchaus nachvollziehbarer Wunsch. Aber er entspricht leider nicht wirtschaftlicher Vernunft. Die von Ministerpräsident Sellering beschworene soziale Gerechtigkeit bei der Entlohnungsfrage kann allein nur auf Basis wirtschaftlicher Leistungsfähigkeit erfüllt werden. Die aktuelle Debatte um europäische Staatsverschuldung führt doch jedem vor Augen, wohin Wunschdenken und ungedeckte Schecks auf die Zukunft führen. Wohlstand lässt sich nicht per Gesetz verordnen. Einkommen muss aus Wertschöpfung resultieren. Betriebe können nur das ausgeben, was zuvor verdient wurde. Und die Entscheidung über die Mindestlohnhöhe ist allein eine Frage, über die die Tarifpartner zu entscheiden haben“, erklärte Bremer.
Tourismusunternehmen wird es warm ums Herz
22. Februar 2012 - 8:30
(IHK Schwaben) Die IHK Schwaben wollte von ihren Tourismusunternehmen wissen, wie sie ins neue Jahr gestartet sind. Die Umfrageergebnisse sind erfreulich, da die Unternehmen zum Großteil an die gute Sommer- und Herbstsaison des letzten Jahres anknüpfen konnten. Angesichts der tollen Schneeverhältnisse wird es derzeit vor allem den Allgäuer Gastbetrieben warm ums Herz, da sich aufgrund der Kälte der Schnee länger halten wird und so das Geschäft ankurbelt.
Gute Laune in schwäbischen Hotels und Gaststätten Die schwäbischen Hotels und Gaststätten sind gut aufgelegt ins neue Jahr 2012 gestartet. Allerdings hat die Dynamik der Konjunkturentwicklung etwas abgenommen. Gerade die Allgäuer Betriebe mussten diesmal länger auf den Start der Wintersaison aufgrund des fehlenden Schneefalls warten. 46 Prozent der befragten Gastbetriebe berichten zum Jahreswechsel von einer sehr guten bis guten Geschäftslage, 44 Prozent waren relativ zufrieden. Der Umsatz hat allerdings im Vergleich zur Sommersaison etwas abgenommen. Erfreulich ist, dass die Aussagen zu einer negativen Umsatzentwicklung moderat abgenommen haben und derzeit lediglich bei einer Quote von 18 Prozent liegen. Zuwachs konnten die schwäbischen Betriebe v.a. bei der Gruppe der Geschäftsreisenden feststellen. Hiervon profitierten die Städte Augsburg und Neu-Ulm am meisten.
Optimale Bedingungen auch für die kommenden Monate
Der Großteil der schwäbischen Unternehmen geht von einer stabilen Konjunkturentwicklung aus. 22 Prozent erwarten eine deutliche Verbesserung ihrer Geschäftslage in den kommenden Monaten, gerade auch angesichts der herrlichen Schneebedingungen. Robert Frank, IHK-Vizepräsident und Chef des Parkhotel Frank in Oberstdorf ist hoch erfreut: „Die Wintersportmöglichkeiten im Allgäu sind derzeit optimal, dies wird noch länger so sein. Kurzentschlossene Urlauber brauchen also nicht weit zu fahren. Für die Faschingsferien ist die Nachfrage im Allgäu deutlich gestiegen.“
Von der verstärkten Nachfrage profitieren vor allem die Betriebe, die zuletzt stark investiert haben. Die Investitionsneigung in der Branche ist nach Auskunft der IHK-Tourismusexpertin Karina Gruhler-Hirsch insgesamt als recht hoch zu bezeichnen: „Das Geld geht vorwiegend in Ersatzbeschaffungsmaßnahmen, Umweltschutz und Produktinnovationen.“ Derzeit beabsichtigen 43 Prozent ihr Investitionsbudget zu erhöhen, 29 Prozent investieren genauso viel wie in der letzten Sommersaison.
Auf dem Arbeitsmarkt wird es etwas Bewegung geben, immerhin streben 16 Prozent der Betriebe eine Erhöhung ihrer Personalkapazitäten an, wenn auch die Rekrutierung von gutem Fachpersonal immer schwieriger wird. „Gerade in unserer Dienstleistungsbranche lassen sich kaum Arbeitsplätze einsparen, der Gast würde dies sofort zu spüren bekommen. Daher ist die gute berufliche Qualifizierung für das Gewerbe unverzichtbar.“
Reisebranche bleibt insgesamt verhalten optimistisch
Die äußerst guten Konjunkturergebnisse aus der Sommersaison 2011 konnte die Reisebranche leider nicht eins zu eins ins neue Jahr mitnehmen. Der Großteil verweist auf eine stabile Geschäftslage und 40 Prozent sind sehr zufrieden. Stabil zeigen sich die Ergebnisse bei der Anzahl der gebuchten Reisen im Vergleich zum Sommer 2011. Das Segment der Geschäftsreisen hat seit der Wirtschaftskrise 2008 wieder deutlich zugenommen. Der Bustourismus konnte überwiegend bei Reisen innerhalb Deutschlands eine positive Entwicklung verzeichnen. Hinsichtlich der Erwartungen für die kommenden Monate bleiben die schwäbischen Reisebüros, Reiseveranstalter und Reisebusunternehmen verhalten optimistisch. Die Branche hadert mit ihren Investitionsplanungen. 22 Prozent wollen diese in den kommenden Monaten sogar ganz auf Eis legen. Bei den Beschäftigungsplanungen will man zum Großteil mit dem vorhandenen Personal auskommen.
Gute Laune in schwäbischen Hotels und Gaststätten Die schwäbischen Hotels und Gaststätten sind gut aufgelegt ins neue Jahr 2012 gestartet. Allerdings hat die Dynamik der Konjunkturentwicklung etwas abgenommen. Gerade die Allgäuer Betriebe mussten diesmal länger auf den Start der Wintersaison aufgrund des fehlenden Schneefalls warten. 46 Prozent der befragten Gastbetriebe berichten zum Jahreswechsel von einer sehr guten bis guten Geschäftslage, 44 Prozent waren relativ zufrieden. Der Umsatz hat allerdings im Vergleich zur Sommersaison etwas abgenommen. Erfreulich ist, dass die Aussagen zu einer negativen Umsatzentwicklung moderat abgenommen haben und derzeit lediglich bei einer Quote von 18 Prozent liegen. Zuwachs konnten die schwäbischen Betriebe v.a. bei der Gruppe der Geschäftsreisenden feststellen. Hiervon profitierten die Städte Augsburg und Neu-Ulm am meisten.
Optimale Bedingungen auch für die kommenden Monate
Der Großteil der schwäbischen Unternehmen geht von einer stabilen Konjunkturentwicklung aus. 22 Prozent erwarten eine deutliche Verbesserung ihrer Geschäftslage in den kommenden Monaten, gerade auch angesichts der herrlichen Schneebedingungen. Robert Frank, IHK-Vizepräsident und Chef des Parkhotel Frank in Oberstdorf ist hoch erfreut: „Die Wintersportmöglichkeiten im Allgäu sind derzeit optimal, dies wird noch länger so sein. Kurzentschlossene Urlauber brauchen also nicht weit zu fahren. Für die Faschingsferien ist die Nachfrage im Allgäu deutlich gestiegen.“
Von der verstärkten Nachfrage profitieren vor allem die Betriebe, die zuletzt stark investiert haben. Die Investitionsneigung in der Branche ist nach Auskunft der IHK-Tourismusexpertin Karina Gruhler-Hirsch insgesamt als recht hoch zu bezeichnen: „Das Geld geht vorwiegend in Ersatzbeschaffungsmaßnahmen, Umweltschutz und Produktinnovationen.“ Derzeit beabsichtigen 43 Prozent ihr Investitionsbudget zu erhöhen, 29 Prozent investieren genauso viel wie in der letzten Sommersaison.
Auf dem Arbeitsmarkt wird es etwas Bewegung geben, immerhin streben 16 Prozent der Betriebe eine Erhöhung ihrer Personalkapazitäten an, wenn auch die Rekrutierung von gutem Fachpersonal immer schwieriger wird. „Gerade in unserer Dienstleistungsbranche lassen sich kaum Arbeitsplätze einsparen, der Gast würde dies sofort zu spüren bekommen. Daher ist die gute berufliche Qualifizierung für das Gewerbe unverzichtbar.“
Reisebranche bleibt insgesamt verhalten optimistisch
Die äußerst guten Konjunkturergebnisse aus der Sommersaison 2011 konnte die Reisebranche leider nicht eins zu eins ins neue Jahr mitnehmen. Der Großteil verweist auf eine stabile Geschäftslage und 40 Prozent sind sehr zufrieden. Stabil zeigen sich die Ergebnisse bei der Anzahl der gebuchten Reisen im Vergleich zum Sommer 2011. Das Segment der Geschäftsreisen hat seit der Wirtschaftskrise 2008 wieder deutlich zugenommen. Der Bustourismus konnte überwiegend bei Reisen innerhalb Deutschlands eine positive Entwicklung verzeichnen. Hinsichtlich der Erwartungen für die kommenden Monate bleiben die schwäbischen Reisebüros, Reiseveranstalter und Reisebusunternehmen verhalten optimistisch. Die Branche hadert mit ihren Investitionsplanungen. 22 Prozent wollen diese in den kommenden Monaten sogar ganz auf Eis legen. Bei den Beschäftigungsplanungen will man zum Großteil mit dem vorhandenen Personal auskommen.
Kampf gegen Filesharing
22. Februar 2012 - 7:30
(c't) Mit Megaupload wurde einer der größten Umschlagplätze illegal kopierter Musik und Filme vom Netz genommen. In den USA tobt ein Streit um Gesetzesverschärfungen im Urheberrecht: SOPA und PIPA könnten die die Freiheit im Internet erheblich einschränken. Und in Europa protestieren Bürger gegen den ACTA-Vertrag auf der Straße. Der Kampf um die Rechte am geistigen Eigentum spitzt sich zu, dies dokumentiert die Computerzeitschrift c't in ihrer Ausgabe 5/12.
Auswirkungen gering
Nach der erfolgreichen Razzia bei Megaupload reagierte die Szene mit einer regelrechten Massenpanik. Die Auswirkungen auf die Branche blieben jedoch verhältnismäßig gering, wenige Tage später waren viele Sharehoster wieder online. Das ist nichts Neues: Nach der Verhaftung der Betreiber von Kino.to im vergangenen Jahr standen mit Kinox.to und anderen Portalen sehr schnell vergleichbare Angebote als Alternativen bereit.
Inhaltsanbieter und -verwerter freuen sich daher nur bedingt über die Ermittlungserfolge. Ihr Druck auf die Politik wächst: "Die Lobby will gleich an mehreren Fronten auf neue Gesetze hinwirken, die den Konsum illegaler Musik-, Buch- und Filmkopien verhindern sollen", so c't-Redakteur Holger Bleich. In den USA dränge insbesondere die Hollywood-Filmindustrie zum Handeln. Sie drohe sogar Präsident Barack Obama unverblümt mit dem Entzug finanzieller Wahlkampfunterstützung. Die Gesetzentwürfe SOPA und PIPA sollen Provider dazu verdonnern, den Zugriff ihrer Kunden auf mutmaßlich geschützte Dateien zu unterbinden. Höchst konspirativ ausgehandelt In Europa steht die geplante Verabschiedung des ACTA-Vertrags zur weltweiten Vereinheitlichung des Urheberrechtsschutzes im Fokus.
Mittlerweile verweigern mehrere Staaten sogar die Unterzeichnung des Abkommens - vorerst auch Deutschland. "Viele Internetnutzer fürchten, dass ACTA als Baustein für weitere Verschärfungen gelten könnte", sagt Holger Bleich. Der Vertrag sei höchst konspirativ ausgehandelt worden und enthalte eine ganze Reihe unscharfer Formulierungen. "Bürgerrechtler gehen derzeit auf die Straße, weil sie das Gefühl haben, dass wegen drakonischen Maßnahmen zum Urheberrechtsschutz weltweit die Informationsfreiheit im Internet zunehmend unter die Räder gerät", erläutert Bleich.
Inhaltsanbieter und -verwerter freuen sich daher nur bedingt über die Ermittlungserfolge. Ihr Druck auf die Politik wächst: "Die Lobby will gleich an mehreren Fronten auf neue Gesetze hinwirken, die den Konsum illegaler Musik-, Buch- und Filmkopien verhindern sollen", so c't-Redakteur Holger Bleich. In den USA dränge insbesondere die Hollywood-Filmindustrie zum Handeln. Sie drohe sogar Präsident Barack Obama unverblümt mit dem Entzug finanzieller Wahlkampfunterstützung. Die Gesetzentwürfe SOPA und PIPA sollen Provider dazu verdonnern, den Zugriff ihrer Kunden auf mutmaßlich geschützte Dateien zu unterbinden. Höchst konspirativ ausgehandelt In Europa steht die geplante Verabschiedung des ACTA-Vertrags zur weltweiten Vereinheitlichung des Urheberrechtsschutzes im Fokus.
Mittlerweile verweigern mehrere Staaten sogar die Unterzeichnung des Abkommens - vorerst auch Deutschland. "Viele Internetnutzer fürchten, dass ACTA als Baustein für weitere Verschärfungen gelten könnte", sagt Holger Bleich. Der Vertrag sei höchst konspirativ ausgehandelt worden und enthalte eine ganze Reihe unscharfer Formulierungen. "Bürgerrechtler gehen derzeit auf die Straße, weil sie das Gefühl haben, dass wegen drakonischen Maßnahmen zum Urheberrechtsschutz weltweit die Informationsfreiheit im Internet zunehmend unter die Räder gerät", erläutert Bleich.
Verschnaufpause vor weiterem Anstieg?
21. Februar 2012 - 14:00
(Siccma) Wie in der vergangenen Woche bereits befürchtet, gelang es dem Goldpreis nicht, den charttechnischen Widerstand im Bereich 1.750 US-Dollar nachhaltig zu überwinden. Die darauf einsetzende Korrektur ist indes nicht weiter tragisch, sondern in solchen Fällen alltäglich. Hier dürfte es eher eine Verschnaufpause vor einem weiteren Preisanstieg sein, sofern die Unterstützung bei 1.715 Dollar hält. Falls nicht, sorgen weitere – robust anmutende – charttechnische Barrieren bei 1.680 und 1.650 Dollar für vergleichsweise viel Halt. Nach dem möglichen Überwinden der Widerstandszone bei 1.750/1.760 Dollar warten die nächsten Hürden bei 1.775 und 1.815 Dollar. Fundamental betrachtet wundert es sowieso ein wenig, dass sich der Goldpreis auf diesem recht hohen Niveau halten kann. Denn von Krise wollen die weltweiten Aktien- und Kapitalmärkte momentan, so scheint es jedenfalls, nicht viel wissen. Dax, Dow & Co. haussieren seit Jahresbeginn. Die Staatsanleihen-Renditen der Krisenländer Spanien und Italien, aber auch des EU-Kernstaates Frankreich sind spürbar zurückgekommen. Griechenland ist sowieso pleite. Das wissen längst alle. Was die wenigsten stört, weil fast alle dies akzeptiert haben. Und fast jeder wieder „mehr Risiko hinnimmt“, wie es in der Börsensprache so schön heißt. Zugleich aber steht zu befürchten, dass noch nicht aller Tage Abend ist. Die jüngste Hausse an den Aktienmärkten schreit förmlich nach einer spürbaren Korrektur, sprich: nach Gewinnmitnahmen. Dadurch würde erfahrungsgemäß Liquidität freigesetzt, die – vielleicht vorübergehend, mag sein längerfristig – in andere Anlageformen investiert wird. Und wer weiß … falls Griechenland bald wirklich seine Staatspleite verkündet, es vielleicht sogar – was niemand hofft – zu sozialen Unruhen kommt, kann sich der Wind von hier auf jetzt drehen. Dann wäre das Krisenmetall Gold wieder gefragt. Vielleicht stärker als noch im vergangenen Jahr. Ernsthaft sollte man sich das allerdings nicht wünschen. Ein Goldpreis von 1.800 US-Dollar ist doch ganz kommod. Und – im Hinblick auf den Vermögenserhalt – im wahrsten Sinne Gold wert.
Goldpreis kurzfristig: seitwärts, aufwärts
Goldpreis längerfristig: aufwärts
Noch stabiler, um nicht zu sagen: positiver, zeigt sich der Silberpreis, der sich oberhalb der Marke von 34 US-Dollar etabliert hat. Ob sich der Aufwärtstrend auch in nächster Zeit fortsetzt, hängt – zumindest charttechnisch gesehen – davon ab, ob der vergleichsweise robuste Widerstand bei 34,50 US-Dollar nachhaltig überwunden werden kann. Wobei „nachhaltig“ nicht um einige wenige Cents oberhalb dieser Marke bedeutet, sondern schon in die Region von rund 34,80/35 Dollar führen sollte. Falls dieser Sprung gelingt, wäre der Weg frei zunächst bis in den Bereich von 35,50 Dollar, danach sogar bis knapp 37 Dollar. Erfahrungsgemäß wird dies wohl nicht im ersten Anlauf gelingen. Vergleichsweise robusten charttechnischen Halt hat der Silberpreis dank einer ersten Unterstützung bei 33,80. Die weiteren Haltebarrieren verlaufen bei 32,50 sowie 31,20 Dollar. Erfahrungsgemäß gibt die Charttechnik zwar Hinweise und Signale, doch letztlich ist das fundamentale Umfeld für die weitere Entwicklung auch des Silberpreises entscheidend. Und hier sieht es weitaus weniger düster aus als noch vor einigen Wochen. Steht doch die Weltkonjunktur offenbar – vielleicht sogar ein wenig früher als erwartet – vor einer spürbaren Erholung. Überraschend gute Zahlen kamen vor wenigen Tagen vom US-amerikanischen Arbeitsmarkt. Dort waren weit mehr als 200.000 neue Stellen geschaffen worden. Daran hatte kein Experte auch nur im Traum gedacht. Sollte sich dieser Trend verfestigen, wäre das nicht nur ein ordentlicher Schub für die Wiederwahl Barack Obamas als US-Präsident. Auch die Weltwirtschaft würde erheblich profitieren. Denn die USA sind bekanntlich, neben China und seinen größeren asiatischen Nachbarn, die Lokomotive fürs globale Wachstum. Für die weitere Entwicklung des Silberpreises gute Perspektiven. Ist doch dieses Edelmetall nicht nur ein beliebtes Investment bei Privatanlegern, sondern viel mehr noch ein begehrtes Industriemetall. Darauf hatte ich wiederholt an dieser Stelle hingewiesen. Nicht zuletzt meine Empfehlung kurz vor Weihnachten zum antizyklischen Einstieg, als der Silberpreis unter die 30-Dollar-Marke abtauchte, war auch vor diesem Hintergrund richtig. Wer meinen Hinweis beherzigte und – zugegeben, mit einer gewissen Risikobereitschaft – damals Silber kaufte, kann sich heute über weit mehr als zehn Prozent Wertzuwachs freuen. Nicht schlecht in diesen unsicheren Zeiten…
Silberpreis kurzfristig: seitwärts, aufwärts
Silberpreis längerfristig: aufwärts Der 321goldundsilbershop.de mit Sitz in Schweinfurt wurde im Jahr 2009 gegründet. Aufgrund der Finanzkrise und der daraus resultierenden zunehmenden Verunsicherung insbesondere privater Anleger hat sich die Kundenzahl seit Gründung des Unternehmens vervielfacht. Insbesondere bei Silbermünzen und Silberbarren zählt der 321goldundsilbershop.de zu den preisgünstigsten Online-Anbietern im deutschsprachigen Raum.
Goldpreis kurzfristig: seitwärts, aufwärts
Goldpreis längerfristig: aufwärts
Noch stabiler, um nicht zu sagen: positiver, zeigt sich der Silberpreis, der sich oberhalb der Marke von 34 US-Dollar etabliert hat. Ob sich der Aufwärtstrend auch in nächster Zeit fortsetzt, hängt – zumindest charttechnisch gesehen – davon ab, ob der vergleichsweise robuste Widerstand bei 34,50 US-Dollar nachhaltig überwunden werden kann. Wobei „nachhaltig“ nicht um einige wenige Cents oberhalb dieser Marke bedeutet, sondern schon in die Region von rund 34,80/35 Dollar führen sollte. Falls dieser Sprung gelingt, wäre der Weg frei zunächst bis in den Bereich von 35,50 Dollar, danach sogar bis knapp 37 Dollar. Erfahrungsgemäß wird dies wohl nicht im ersten Anlauf gelingen. Vergleichsweise robusten charttechnischen Halt hat der Silberpreis dank einer ersten Unterstützung bei 33,80. Die weiteren Haltebarrieren verlaufen bei 32,50 sowie 31,20 Dollar. Erfahrungsgemäß gibt die Charttechnik zwar Hinweise und Signale, doch letztlich ist das fundamentale Umfeld für die weitere Entwicklung auch des Silberpreises entscheidend. Und hier sieht es weitaus weniger düster aus als noch vor einigen Wochen. Steht doch die Weltkonjunktur offenbar – vielleicht sogar ein wenig früher als erwartet – vor einer spürbaren Erholung. Überraschend gute Zahlen kamen vor wenigen Tagen vom US-amerikanischen Arbeitsmarkt. Dort waren weit mehr als 200.000 neue Stellen geschaffen worden. Daran hatte kein Experte auch nur im Traum gedacht. Sollte sich dieser Trend verfestigen, wäre das nicht nur ein ordentlicher Schub für die Wiederwahl Barack Obamas als US-Präsident. Auch die Weltwirtschaft würde erheblich profitieren. Denn die USA sind bekanntlich, neben China und seinen größeren asiatischen Nachbarn, die Lokomotive fürs globale Wachstum. Für die weitere Entwicklung des Silberpreises gute Perspektiven. Ist doch dieses Edelmetall nicht nur ein beliebtes Investment bei Privatanlegern, sondern viel mehr noch ein begehrtes Industriemetall. Darauf hatte ich wiederholt an dieser Stelle hingewiesen. Nicht zuletzt meine Empfehlung kurz vor Weihnachten zum antizyklischen Einstieg, als der Silberpreis unter die 30-Dollar-Marke abtauchte, war auch vor diesem Hintergrund richtig. Wer meinen Hinweis beherzigte und – zugegeben, mit einer gewissen Risikobereitschaft – damals Silber kaufte, kann sich heute über weit mehr als zehn Prozent Wertzuwachs freuen. Nicht schlecht in diesen unsicheren Zeiten…
Silberpreis kurzfristig: seitwärts, aufwärts
Silberpreis längerfristig: aufwärts Der 321goldundsilbershop.de mit Sitz in Schweinfurt wurde im Jahr 2009 gegründet. Aufgrund der Finanzkrise und der daraus resultierenden zunehmenden Verunsicherung insbesondere privater Anleger hat sich die Kundenzahl seit Gründung des Unternehmens vervielfacht. Insbesondere bei Silbermünzen und Silberbarren zählt der 321goldundsilbershop.de zu den preisgünstigsten Online-Anbietern im deutschsprachigen Raum.
Beratungsalltag von Anlageberatern
21. Februar 2012 - 12:00
(EBS/PFI) Im Zuge der Finanzmarktkrise waren Banker im Privatkundengeschäft in den Fokus breiter Bevölkerungsschichten und der Politik geraten. Das PFI Private Finance Institute der EBS Business School hat deshalb erstmals deutschlandweit den Beratungsalltag von Bankern untersucht. Die Ergebnisse der Studie mit dem Titel "Anlageberatung in Deutschland – The Bankers' View" sind heute veröffentlicht worden. Die Studie, durchgeführt unter der wissen-schaftlichen Leitung von Prof. Dr. Rolf Tilmes und Dr. Ralph Jakob, beleuchtet erstmalig den Beratungsalltag von Bankberatern aller Institutsgruppen und Kundensegmente und befragt sie zu ihrer Meinung über aktuelle Regulierungsbemühungen. Insgesamt haben sich 1.400 Berater an der Befragung im ersten Halbjahr 2011 beteiligt.
Anlageberater im Fokus des Regulierungsinteresses
Die Finanzmarktkrise hat die Qualität der Anlageberatung in Deutschland, Vertriebs- und Provisionsinteressen der Kreditinstitute, unberücksichtigte Kundeninteressen und eine produkt- statt bedarfsorientierte Beratung in den Blickpunkt öffentlicher Kritik gebracht.
Seit 2010 reagiert der Gesetzgeber auf die offengelegten Mängel mit regulatorischen Maßnahmen, die vor allem die kontrollierende Rolle der BaFin stärken und die Anlageberatung noch stärker reglementieren: Neben der Einführung des Beratungsprotokolls zum 1. Januar 2010 sieht das im April 2011 verabschiedete Anlegerschutz- und Funktionsverbesserungsgesetz (AnsFuG) unter anderem die Einführung eines BaFin-Registers für Anlageberater, Vertriebs- und Compliance-Beauftragte vor. Zudem wurden zum 1. Juli 2011 Produktinformationsblätter verpflichtend eingeführt. Falschberatung bzw. der Verstoß gegen anlegerschützende Vorschriften können als Ordnungswidrigkeitstatbestand geahndet und mit Bußgeldern bis zu 200.000 EUR sanktioniert werden. Die zwingende Weitergabe von Kundenbeschwerden an die BaFin soll für zusätzliche Transparenz bei der Überwachung sorgen. Und mit der jüngst veröffentlichten WpHG-Mitarbeiteranzeigeverordnung konkretisiert die BaFin darüber hinaus die inhaltlichen Anforderungen an die erforderliche Sachkunde von Anlageberatern.
Nach Branchenangaben sind ca. 300.000 Anlageberater unmittelbar selbst von den Regulierungsbemühungen betroffen. Diesen Beratern in der aktuellen Diskussion Gehör zu verschaffen und Einblicke in den Beratungsalltag von Anlageberatern zu geben, war das Ziel der vom PFI Private Finance Institute der EBS Business School 2011 durchgeführten Studie „Anlageberatung in Deutschland – The Bankers‘ View“.
Berater müssen zwischen Interessen von Kunden und Kreditinstitut navigieren
Die Studie zeigt, dass sich Anlageberater vermehrt in einem Zwiespalt befinden: Auf der einen Seite steht der Kunde, der im Zuge der Finanzmarktkrise zunehmend risikoaverser und aufgrund besserer Informiertheit kritischer, misstrauischer und kostenbewusster geworden ist, zudem zunehmend einfache und transparente Produkte bevorzugt. Auf der anderen Seite stehen die Interessen der Kreditinstitute, die auf Basis eines in der Regel auf Provisionen abstellenden Geschäfts- und Beratungsmodells diese Interessen durch entsprechende Vertriebsvorgaben an ihre Berater weitergeben. Der von Beratern vielfach kritisierte Vertriebsdruck konnte im Rahmen der Studie in unterschiedlicher Ausprägung nachgewiesen werden. Dabei fühlen sich Berater umso stärker belastet, je häufiger es zu Interessenkollisionen zwischen geäußerten Kundeninteressen und Vertriebsvorgaben kommt. Zwischen diesen teilweise konfligierenden Interessen müssen Anlageberater navigieren und ihre Beratungsleistung nachvollziehbar dokumentieren. Mit steigenden regulatorischen Anforderungen wird die Finanzmarktaufsicht zur dritten Dimension, der sich Berater gegenüber sehen. Dabei stehen die Berater dem Beratungsprotokoll oder dem Produktinformationsblatt durchaus positiv gegenüber. Im Idealfall unterstützen diese Instrumente das Beratungsgespräch und garantieren Kunden zusätzliche Transparenz. In allen anderen Fällen bietet der durch Beratungsprotokoll und Beraterregister bis zum einzelnen Berater reichende Arm der BaFin die Möglichkeit, Fehlverhalten oder systemische Fehler aufzudecken. Für die befragten Berater steht demnach das Kundeninteresse im Prozess der Anlageempfehlung trotz aller Interessenkonflikte deutlich an erster Stelle. Erst mit zunehmendem Vertriebsdruck steigt die Relevanz von Bruttoertrag und Vertriebsvorgaben. Auf Ebene der Kundensegmente wird dieses Konfliktpotenzial insbesondere im Retail Banking konstatiert. So können die neuen Möglichkeiten der Finanzmarktaufsicht zum Kristallisationspunkt von Fehlentwicklungen werden – sei es im beraterbezogenen Einzelfall oder aufgrund fehlgeleiteter Beratungs- und Vertriebsansätze.
Studienergebnisse jetzt verfügbar
Die genannten Ergebnisse sind Teil der durch das PFI Private Finance Institute der EBS Business School unter der wissenschaftlichen Leitung von Prof. Dr. Rolf Tilmes und Dr. Ralph Jakob durchgeführten Studie "Anlageberatung in Deutschland - The Bankers' View". Mit der Studie wurden im ersten Halbjahr 2011 erstmalig Bankberater aller Institutsgruppen und Kundensegmente zu ihrem Beratungsalltag und ihrer Meinung über aktuelle Regulierungsbemühungen befragt. Insgesamt haben sich 1.400 Berater beteiligt. Die Studiendokumentation sowie der ausführliche Studiendokumentationsband können ab sofort beim PFI Private Finance Institute unter pfi@ebs.edu bestellt werden.
Die Studie wurde von zahlreichen Branchen- und Medienpartnern, wie Elaxy, Gschwind Software, vwd group, Die Bank, Banken+Partner, Bankingclub, Bankingsnews, Bankmagazin, Börse Online, Cash, Finance Forum Germany, finanztreff.de, Handelsblatt, Das Investment, Onvista, Portfolio International, Scoach und Der Zertifikateberater aktiv unterstützt. So stieß sie nicht nur bei den teilnehmenden Beratern sondern auch in der Branche insgesamt auf sehr große Resonanz.
Weitere Hintergrundinformationen zur Studie finden sich auf www.ebs-umfrage.de
Anlageberater im Fokus des Regulierungsinteresses
Die Finanzmarktkrise hat die Qualität der Anlageberatung in Deutschland, Vertriebs- und Provisionsinteressen der Kreditinstitute, unberücksichtigte Kundeninteressen und eine produkt- statt bedarfsorientierte Beratung in den Blickpunkt öffentlicher Kritik gebracht.
Seit 2010 reagiert der Gesetzgeber auf die offengelegten Mängel mit regulatorischen Maßnahmen, die vor allem die kontrollierende Rolle der BaFin stärken und die Anlageberatung noch stärker reglementieren: Neben der Einführung des Beratungsprotokolls zum 1. Januar 2010 sieht das im April 2011 verabschiedete Anlegerschutz- und Funktionsverbesserungsgesetz (AnsFuG) unter anderem die Einführung eines BaFin-Registers für Anlageberater, Vertriebs- und Compliance-Beauftragte vor. Zudem wurden zum 1. Juli 2011 Produktinformationsblätter verpflichtend eingeführt. Falschberatung bzw. der Verstoß gegen anlegerschützende Vorschriften können als Ordnungswidrigkeitstatbestand geahndet und mit Bußgeldern bis zu 200.000 EUR sanktioniert werden. Die zwingende Weitergabe von Kundenbeschwerden an die BaFin soll für zusätzliche Transparenz bei der Überwachung sorgen. Und mit der jüngst veröffentlichten WpHG-Mitarbeiteranzeigeverordnung konkretisiert die BaFin darüber hinaus die inhaltlichen Anforderungen an die erforderliche Sachkunde von Anlageberatern.
Nach Branchenangaben sind ca. 300.000 Anlageberater unmittelbar selbst von den Regulierungsbemühungen betroffen. Diesen Beratern in der aktuellen Diskussion Gehör zu verschaffen und Einblicke in den Beratungsalltag von Anlageberatern zu geben, war das Ziel der vom PFI Private Finance Institute der EBS Business School 2011 durchgeführten Studie „Anlageberatung in Deutschland – The Bankers‘ View“.
Berater müssen zwischen Interessen von Kunden und Kreditinstitut navigieren
Die Studie zeigt, dass sich Anlageberater vermehrt in einem Zwiespalt befinden: Auf der einen Seite steht der Kunde, der im Zuge der Finanzmarktkrise zunehmend risikoaverser und aufgrund besserer Informiertheit kritischer, misstrauischer und kostenbewusster geworden ist, zudem zunehmend einfache und transparente Produkte bevorzugt. Auf der anderen Seite stehen die Interessen der Kreditinstitute, die auf Basis eines in der Regel auf Provisionen abstellenden Geschäfts- und Beratungsmodells diese Interessen durch entsprechende Vertriebsvorgaben an ihre Berater weitergeben. Der von Beratern vielfach kritisierte Vertriebsdruck konnte im Rahmen der Studie in unterschiedlicher Ausprägung nachgewiesen werden. Dabei fühlen sich Berater umso stärker belastet, je häufiger es zu Interessenkollisionen zwischen geäußerten Kundeninteressen und Vertriebsvorgaben kommt. Zwischen diesen teilweise konfligierenden Interessen müssen Anlageberater navigieren und ihre Beratungsleistung nachvollziehbar dokumentieren. Mit steigenden regulatorischen Anforderungen wird die Finanzmarktaufsicht zur dritten Dimension, der sich Berater gegenüber sehen. Dabei stehen die Berater dem Beratungsprotokoll oder dem Produktinformationsblatt durchaus positiv gegenüber. Im Idealfall unterstützen diese Instrumente das Beratungsgespräch und garantieren Kunden zusätzliche Transparenz. In allen anderen Fällen bietet der durch Beratungsprotokoll und Beraterregister bis zum einzelnen Berater reichende Arm der BaFin die Möglichkeit, Fehlverhalten oder systemische Fehler aufzudecken. Für die befragten Berater steht demnach das Kundeninteresse im Prozess der Anlageempfehlung trotz aller Interessenkonflikte deutlich an erster Stelle. Erst mit zunehmendem Vertriebsdruck steigt die Relevanz von Bruttoertrag und Vertriebsvorgaben. Auf Ebene der Kundensegmente wird dieses Konfliktpotenzial insbesondere im Retail Banking konstatiert. So können die neuen Möglichkeiten der Finanzmarktaufsicht zum Kristallisationspunkt von Fehlentwicklungen werden – sei es im beraterbezogenen Einzelfall oder aufgrund fehlgeleiteter Beratungs- und Vertriebsansätze.
Studienergebnisse jetzt verfügbar
Die genannten Ergebnisse sind Teil der durch das PFI Private Finance Institute der EBS Business School unter der wissenschaftlichen Leitung von Prof. Dr. Rolf Tilmes und Dr. Ralph Jakob durchgeführten Studie "Anlageberatung in Deutschland - The Bankers' View". Mit der Studie wurden im ersten Halbjahr 2011 erstmalig Bankberater aller Institutsgruppen und Kundensegmente zu ihrem Beratungsalltag und ihrer Meinung über aktuelle Regulierungsbemühungen befragt. Insgesamt haben sich 1.400 Berater beteiligt. Die Studiendokumentation sowie der ausführliche Studiendokumentationsband können ab sofort beim PFI Private Finance Institute unter pfi@ebs.edu bestellt werden.
Die Studie wurde von zahlreichen Branchen- und Medienpartnern, wie Elaxy, Gschwind Software, vwd group, Die Bank, Banken+Partner, Bankingclub, Bankingsnews, Bankmagazin, Börse Online, Cash, Finance Forum Germany, finanztreff.de, Handelsblatt, Das Investment, Onvista, Portfolio International, Scoach und Der Zertifikateberater aktiv unterstützt. So stieß sie nicht nur bei den teilnehmenden Beratern sondern auch in der Branche insgesamt auf sehr große Resonanz.
Weitere Hintergrundinformationen zur Studie finden sich auf www.ebs-umfrage.de
Öko-Verwaltung
21. Februar 2012 - 10:00
(Öko Institut) Durch den Einkauf von umweltfreundlichen Produkten und Dienstleistungen kann die öffentliche Hand in erheblichem Maß die Umwelt entlasten und dazu beitragen, nicht-nachhaltige Produktions- und Konsummuster zu verändern. In vielen Fällen werden so auch mittelfristig Kosten gespart.
Wissensdefizite beklagt Doch die vorgenannten Ziele zu erreichen, scheitert häufig daran, dass in den Beschaffungsstellen nicht ausreichend Wissen zu Möglichkeiten und Vorgehensweisen vorhanden ist. Vor Ort werden Wissensdefizite beklagt, die sich auf die rechtlichen Rahmenbedingungen, die Berücksichtigung von Lebenszykluskosten und Umweltkriterien in den Ausschreibungsunterlagen und auf die Angebotswertung beziehen.
Dieses Ergebnis zeigte das gemeinsam von Öko-Institut e.V. und ICLEI – Local Governments for Sustainability durchgeführte Projekt „Umweltfreundliche öffentliche Beschaffung: Bewusstsein schärfen, Möglichkeiten kennen - Schulungsangebote zur Sensibilisierung und Stärkung der Fähigkeiten der öffentlichen Verwaltung“. In diesem Projekt wurde in 20 Vor-Ort-Schulungen in Kommunalverwaltungen das für eine umweltfreundliche, insbesondere energieeffiziente Beschaffung notwendige Wissen und die Handhabung entsprechender praxisorientierter Instrumente vermittelt.
NEU: Train-the-Trainer Schulungen
Um das Wissen für die umweltfreundliche Beschaffung den Beschaffungsstellen näher zu bringen, führen ICLEI und Öko-Institut im Auftrag des Umweltbundesamtes nun das Folgeprojekt „Landmarken setzen“ durch. Darin wird ein maßgeschneidertes und nutzerorientiertes Schulungskonzept für Lehrkräfte und Lehrplanverantwortliche von Aus- und Fortbildungsstätten (Train-the-trainer-Seminare) angeboten. Es werden Entwicklungstendenzen in der öffentlichen Beschaffung mit dem Fokus auf Ökologie und Ökonomie vermittelt. Kernbestandteil der Schulungen sind aktuelle Methoden zur integrierten Lebenszykluskosten- und Emissionsberechnung, die vermitteln, wie Kosten eingespart werden können.
Wissensdefizite beklagt Doch die vorgenannten Ziele zu erreichen, scheitert häufig daran, dass in den Beschaffungsstellen nicht ausreichend Wissen zu Möglichkeiten und Vorgehensweisen vorhanden ist. Vor Ort werden Wissensdefizite beklagt, die sich auf die rechtlichen Rahmenbedingungen, die Berücksichtigung von Lebenszykluskosten und Umweltkriterien in den Ausschreibungsunterlagen und auf die Angebotswertung beziehen.
Dieses Ergebnis zeigte das gemeinsam von Öko-Institut e.V. und ICLEI – Local Governments for Sustainability durchgeführte Projekt „Umweltfreundliche öffentliche Beschaffung: Bewusstsein schärfen, Möglichkeiten kennen - Schulungsangebote zur Sensibilisierung und Stärkung der Fähigkeiten der öffentlichen Verwaltung“. In diesem Projekt wurde in 20 Vor-Ort-Schulungen in Kommunalverwaltungen das für eine umweltfreundliche, insbesondere energieeffiziente Beschaffung notwendige Wissen und die Handhabung entsprechender praxisorientierter Instrumente vermittelt.
NEU: Train-the-Trainer Schulungen
Um das Wissen für die umweltfreundliche Beschaffung den Beschaffungsstellen näher zu bringen, führen ICLEI und Öko-Institut im Auftrag des Umweltbundesamtes nun das Folgeprojekt „Landmarken setzen“ durch. Darin wird ein maßgeschneidertes und nutzerorientiertes Schulungskonzept für Lehrkräfte und Lehrplanverantwortliche von Aus- und Fortbildungsstätten (Train-the-trainer-Seminare) angeboten. Es werden Entwicklungstendenzen in der öffentlichen Beschaffung mit dem Fokus auf Ökologie und Ökonomie vermittelt. Kernbestandteil der Schulungen sind aktuelle Methoden zur integrierten Lebenszykluskosten- und Emissionsberechnung, die vermitteln, wie Kosten eingespart werden können.
Wandel der Hochschulbildung in Deutschland und Professionalisierung
21. Februar 2012 - 10:00
(HoF Uni Halle) Das Institut für Hochschulforschung an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg hat das Verhältnis von Bildung und Gesellschaft anhand des relativen Gewichts der Studienfächer in der Zeitspanne von 1950 bis 2002 untersucht. Die Studie zeigt, dass im Zuge der Hochschulexpansion das Gewicht von Fächern mit beruflichem Anwendungsbezug zunimmt. Diese Verschiebung wird als Ausdruck einer Professionalisierung interpretiert. Mehr und mehr werden die Standards und Kriterien angemessenen beruflichen Handelns in den Hochschulen hervorgebracht, und sie stoßen in den Arbeitsorganisationen auf Resonanz. Es wird gezeigt, über welche sozialen Mechanismen sich diese Kopplung vollzieht.
Wandel der Fächerstruktur
Untersucht wird der Wandel der Hochschulbildung in Deutschland anhand von Verschiebungen des relativen Gewichtes der Studienfächer in der Zeitspanne von 1950 bis 2001. Dieser Wandel der Fächerstruktur nach dem Zweiten Weltkrieg wird im Zusammenhang der deutschen Hochschulgeschichte interpretiert. Mit dem Übergang zur modernen Universität wird die Hochschulbildung auf eine wissenschaftliche Grundlage gestellt. Diese Verwissenschaftlichung findet zunächst unter dem Dach der sich ausdifferenzierenden Philosophischen Fakultät statt. Damit ändert sich auch die Wissensgrundlage der bis dahin oberen Fakultäten der Universität zur Ausbildung der klassischen Professionen. Sie ruhen nun auch auf der Wissenschaft und den kognitiven Innovationen, die diese hervorbringt. Zugleich wird die Philosophische Fakultät mit ihren modernen Disziplinen zur Berufsfakultät zunächst der höheren Lehrämter. Dies setzte die Dynamik eines „Eigenausbaus“ des höheren Bildungssystems in Gang, in der sich unterschiedliche Expansionsbewegungen des höheren Schul- und des Hochschulbereiches gegenseitig bedingen. Nach dem Zweiten Weltkrieg dehnte sich die Akademisierung auch auf das bis dahin niedere Schulwesen und dessen Lehrämter aus. Ebenfalls setzte sich die bereits mit Gründung und Expansion der Technischen Hochschulen und der Handelshochschulen eingeleitete Entwicklung fort, mit der Studiengänge an Bedeutung gewannen, die – wie die klassischen Professionsfächer – auf berufliche Anwendungsfelder in anderen Bereichen der Gesellschaft, jenseits von Wissenschaft sowie von Bildung und Erziehung, zugeschnitten waren. Die Wissenschaft wird mehr und mehr als Grundlage einer Ausbildung für weitere Berufs- und Handlungsfelder in Anspruch genommen. Das relative Gewicht der Fächer dieser (neuen) Professionen nimmt zu. Dem entspricht ein Prozess der Professionalisierung, mit dem neue Kriterien und Standards der Angemessenheit des beruflichen Handelns institutionalisiert werden. Diese treffen in den Arbeitsorganisationen auf Resonanz.
Wirtschaftliches Klima in der Weiterbildung stabil
21. Februar 2012 - 8:30
(DIE) Das wirtschaftliche Klima bei den Weiterbildungsanbietern ist durchweg positiv. Im Vergleich zum Vorjahr ist der Wert 2011 nahezu unverändert. Damit ist der Abwärtstrend der Vorjahre gestoppt. Das ist ein zentrales Ergebnis der letzten wbmonitor-Umfrage. wbmonitor ist eine gemeinsame Initiative des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB) und des Deutschen Instituts für Erwachsenenbildung – Leibniz-Zentrum für Lebenslanges Lernen e.V. (DIE). Neben dem Wirtschaftsklima der Weiterbildung standen bei der aktuellen Befragung Auswirkungen des demografischen Wandels auf die Weiterbildung im Zentrum.
Weiterbildungsbranche kann dem Aufschwung nicht folgen
Der Klimawert der Weiterbildungsanbieter liegt bei +22 und ist damit 2011 im Vergleich zum Vorjahr (+23) fast unverändert positiv. Trotz dieses positiven Ergebnisses kann die Weiterbildungsbranche dem gesamtwirtschaftlichen Aufschwung nicht folgen: Erstmals ist das Wirtschaftsklima in der Weiterbildung schlechter als in der gesamten Dienstleistungsbranche. Dieses hat sich 2011 gegenüber dem Vorjahr um zwölf Punkte auf +27 verbessert hat.
Auch die Unterschiede bei den Weiterbildungsanbietern sind groß: Während überwiegend betrieblich finanzierte Anbieter mit einem Klimawert von +66 von einer hervorragenden Geschäftsentwicklung berichten, ist der Klimawert der hauptsächlich Arbeitsagentur-finanzierten Anbieter erstmals negativ. Die Diskrepanz zwischen den Klimawerten der betrieblich finanzierten und Arbeitsagentur-finanzierten Anbieter beträgt 2011 somit fast 90 Punkte auf der Skala von -100 bis +100. Das ist ein seit Einführung des wbmonitor Klimawertes noch nicht gemessener Unterschied zwischen Teilmärkten der Weiterbildung.
Der zweite Schwerpunkt der Umfrage des wbmonitor galt dem demografischen Wandel. Die Anbieter von Weiterbildung sehen hierin vor allem mit Blick auf ihre betrieblichen Kunden einen Zukunftsmarkt. Viele beabsichtigen daher, innerhalb der nächsten fünf Jahre entsprechende Maßnahmen einzuführen. Nähere Informationen hierzu entnehmen Sie bitte der Pressemeldung des BIBB (http://www.bibb.de/pressemitteilungen).
Alle Ergebnisse des wbmonitor im Detail finden Sie unter www.wbmonitor.de.
Auch die Unterschiede bei den Weiterbildungsanbietern sind groß: Während überwiegend betrieblich finanzierte Anbieter mit einem Klimawert von +66 von einer hervorragenden Geschäftsentwicklung berichten, ist der Klimawert der hauptsächlich Arbeitsagentur-finanzierten Anbieter erstmals negativ. Die Diskrepanz zwischen den Klimawerten der betrieblich finanzierten und Arbeitsagentur-finanzierten Anbieter beträgt 2011 somit fast 90 Punkte auf der Skala von -100 bis +100. Das ist ein seit Einführung des wbmonitor Klimawertes noch nicht gemessener Unterschied zwischen Teilmärkten der Weiterbildung.
Der zweite Schwerpunkt der Umfrage des wbmonitor galt dem demografischen Wandel. Die Anbieter von Weiterbildung sehen hierin vor allem mit Blick auf ihre betrieblichen Kunden einen Zukunftsmarkt. Viele beabsichtigen daher, innerhalb der nächsten fünf Jahre entsprechende Maßnahmen einzuführen. Nähere Informationen hierzu entnehmen Sie bitte der Pressemeldung des BIBB (http://www.bibb.de/pressemitteilungen).
Alle Ergebnisse des wbmonitor im Detail finden Sie unter www.wbmonitor.de.
Autos wachsen
21. Februar 2012 - 7:31
(FH Zwickau) Jetzt ist es belegt: Die Pkw auf deutschen Straßen sind in den letzten Jahren deutlich länger, breiter und höher geworden. Eine Untersuchung des Instituts für Verkehrssystemtechnik der Westsächsischen Hochschule Zwickau und des Zentrums für Verkehr und Stadtbauwesen der Technischen Universität Braunschweig kam zu dem Ergebnis, dass ein Pkw zwischen 2000 und 2010 um 19 cm länger, um 15 cm breiter und um 25 cm höher geworden ist.
Es handelt sich hierbei um die Maße eines sogenannten. Bemessungs-Pkw, wie er z. B. der Bemessung von Parkständen zugrunde zu legen ist. Dieses Fahrzeug besitzt Abmessungen, die nur noch von 15 % der Pkw in der Fahrzeugflotte überschritten werden. Für die meisten Verkehrsanlagen ist diese Vergrößerung kein Problem, da sie für die Befahrung von Lkw ausgelegt sind. Doch beispielsweise Abmessungen von Pkw-Parkständen, wie sie derzeit noch in den Garagenverordnungen vorgegeben werden, sind für die heutige und künftige Fahrzeugflotte eindeutig zu klein.
Veränderung der Fahrzeugflotte Ursache für die größeren Abmessungen ist eine deutliche Veränderung der deutschen Fahrzeugflotte. Es sind zwar auch Kleinst- und Kleinwagen unterwegs, zunehmend jedoch großformatige Vans und Sport Utility Vehicles (SUV). Wegen dieser Ausdifferenzierung wurden in der Untersuchung auch die Bemessungs-Pkw der einzelnen Fahrzeugsegmente Minis, Kleinwagen, Kompaktklasse, Mittelklasse obere Mittelklasse, Oberklasse, Geländewagen, Sportwagen, Minivans, Großraum-Vans und Utilities ermittelt. Bestimmt wurden neben Länge, Breite (sowohl mit als auch ohne Spiegel) und Höhe auch der Radstand, die Überhänge vorne und hinten sowie der Wendekreisdurchmesser außen.
Ausgewertet wurden die 2010 neu zugelassenen Fahrzeuge. Dabei wurde methodisch zweigleisig gefahren: Um die Untersuchung mit einer früheren Studie vergleichbar zu machen und so die o. g. Abmessungs-Veränderungen feststellen zu können, wurde zunächst einmal die gleiche Vorgehensweise wie in der Vorgängerstudie angewendet. Um besser die Häufigkeit des Auftretens einzelner Modelle in der Fahrzeugflotte zu berücksichtigen, wurden in einer zweiten Auswertung die gefundenen Modell-Abmessungen mit dieser Häufigkeit gewichtet. Als Basis für künftige Untersuchungen stehen somit zwei Vergleichswerte zur Verfügung.
Veränderung der Fahrzeugflotte Ursache für die größeren Abmessungen ist eine deutliche Veränderung der deutschen Fahrzeugflotte. Es sind zwar auch Kleinst- und Kleinwagen unterwegs, zunehmend jedoch großformatige Vans und Sport Utility Vehicles (SUV). Wegen dieser Ausdifferenzierung wurden in der Untersuchung auch die Bemessungs-Pkw der einzelnen Fahrzeugsegmente Minis, Kleinwagen, Kompaktklasse, Mittelklasse obere Mittelklasse, Oberklasse, Geländewagen, Sportwagen, Minivans, Großraum-Vans und Utilities ermittelt. Bestimmt wurden neben Länge, Breite (sowohl mit als auch ohne Spiegel) und Höhe auch der Radstand, die Überhänge vorne und hinten sowie der Wendekreisdurchmesser außen.
Ausgewertet wurden die 2010 neu zugelassenen Fahrzeuge. Dabei wurde methodisch zweigleisig gefahren: Um die Untersuchung mit einer früheren Studie vergleichbar zu machen und so die o. g. Abmessungs-Veränderungen feststellen zu können, wurde zunächst einmal die gleiche Vorgehensweise wie in der Vorgängerstudie angewendet. Um besser die Häufigkeit des Auftretens einzelner Modelle in der Fahrzeugflotte zu berücksichtigen, wurden in einer zweiten Auswertung die gefundenen Modell-Abmessungen mit dieser Häufigkeit gewichtet. Als Basis für künftige Untersuchungen stehen somit zwei Vergleichswerte zur Verfügung.
Maßgeschneiderte Personalarbeit für veränderte Lebenswelt
20. Februar 2012 - 16:00
(Wiwi Uni Halle) Vier Tendenzen hat Becker mit seinem Team an der halleschen Universität untersucht und dazu 87 Experten - vor allem Personalverantwortliche - aus unterschiedlichen Branchen befragt. „Die Menschen ziehen sich zunehmend aus gemeinschaftlichen Bezügen zurück, ihre Lebensverhältnisse vervielfachen sich, Lebensentwürfe zersplittern und lustvolle Erlebnisse unter Vermeidung von Belastendem stehen im Vordergrund", sagt Becker. „Wir haben es sozusagen mit der Quadriga der Postmoderne zu tun: Individualisierung, Temporalisierung, Fragmentierung, Ästhetisierung." Diese Tendenzen seien in den Unternehmen nachweisbar. „Und sie werden das Miteinander weiterhin stark verändern."
Wirksame Gegenmittel Der Trend zur Individualisierung wird von den Befragten positiv erlebt, die Fragmentierung hingegen negativ. „Wenn Wandel das einzig Beständige ist, kann das zu Orientierungslosigkeit führen. Dann sinkt die Bindung an den Arbeitgeber - und die Eigeninitiative gleich mit", führt Manfred Becker aus. Doch es gibt wirksame Gegenmittel: „Wir konnten nachweisen, dass bestimmte personalwirtschaftliche Maßnahmen die positiven Effekte der Individualisierung stärken und die negativen Effekte von Fragmentierung und Temporalisierung mildern", sagt Anja Beck, Mitarbeiterin am Lehrstuhl Organisation und Personalwirtschaft, den Manfred Becker bis zu seiner Emeritierung im vergangenen Jahr innehatte.
Die Lösung heißt individualisierte Personalarbeit. Dazu gehört laut Studie die Duldung und Förderung von Vielfalt, die systematische Personalentwicklung, das Anregen zu innovativem Denken und das Erzeugen von Begeisterung (Stichwort „transformationale Führung"). Darüber hinaus sollte es demnach angemessene Arbeitsbedingungen und eine in Grenzen praktizierte Flexibilität der Beschäftigungsverhältnisse geben. „Wichtig ist, dass die Instrumente so gestaltet sind, dass die individuellen Bedürfnisse und Leistungsvoraussetzungen der Mitarbeiter bestmöglich mit den durch die Organisation geschaffenen Situationsbedingungen übereinstimmen", erklärt Anja Beck. „Diversity Management ist ein entscheidendes Instrument, spezifische Weiterbildungen, Einzelcoachings und Mentoring-Projekte sind weitere gute Beispiele."
Wirksame Gegenmittel Der Trend zur Individualisierung wird von den Befragten positiv erlebt, die Fragmentierung hingegen negativ. „Wenn Wandel das einzig Beständige ist, kann das zu Orientierungslosigkeit führen. Dann sinkt die Bindung an den Arbeitgeber - und die Eigeninitiative gleich mit", führt Manfred Becker aus. Doch es gibt wirksame Gegenmittel: „Wir konnten nachweisen, dass bestimmte personalwirtschaftliche Maßnahmen die positiven Effekte der Individualisierung stärken und die negativen Effekte von Fragmentierung und Temporalisierung mildern", sagt Anja Beck, Mitarbeiterin am Lehrstuhl Organisation und Personalwirtschaft, den Manfred Becker bis zu seiner Emeritierung im vergangenen Jahr innehatte.
Die Lösung heißt individualisierte Personalarbeit. Dazu gehört laut Studie die Duldung und Förderung von Vielfalt, die systematische Personalentwicklung, das Anregen zu innovativem Denken und das Erzeugen von Begeisterung (Stichwort „transformationale Führung"). Darüber hinaus sollte es demnach angemessene Arbeitsbedingungen und eine in Grenzen praktizierte Flexibilität der Beschäftigungsverhältnisse geben. „Wichtig ist, dass die Instrumente so gestaltet sind, dass die individuellen Bedürfnisse und Leistungsvoraussetzungen der Mitarbeiter bestmöglich mit den durch die Organisation geschaffenen Situationsbedingungen übereinstimmen", erklärt Anja Beck. „Diversity Management ist ein entscheidendes Instrument, spezifische Weiterbildungen, Einzelcoachings und Mentoring-Projekte sind weitere gute Beispiele."
cph nimmt an Forschungsprojekt der Hochschule Niederrhein teil
20. Februar 2012 - 14:48
(cph) Die Hochschule Niederrhein hat die Finanzierungszusage für ihr bislang größtes Forschungsprojekt erhalten. In den Jahren 2011 bis 2015 steht sie an der Spitze eines Deutsch-Niederländischen Forschungsprojekts, das sich mit funktionalen Oberflächen beschäftigt. Insgesamt beträgt das Finanzvolumen des Projekts 7,48 Millionen Euro.
Binational, hochschulübergreifend, interdisziplinär
Das Forschungsprojekt "Funktionale Oberflächen" ist binational, hochschulübergreifend, interdisziplinär - und vor allem anwendungsorientiert und praxisnah. Beteiligt sind die Fachhochschulen Münster und Gelsenkirchen, zwei weitere Forschungseinrichtungen, Technologiedienstleister und 34 Unternehmen aus der Region. Inhaltlich geht es bei dem Großprojekt um ressourcenschonende und kostensparende technische Weiterentwicklungen im Bereich der funktionalen Oberflächen.
Ein Projekt befasst sich mit der Entwicklung innovativer Klebetechnologien. Diese sollen mit 50 Prozent weniger Lösemittel auskommen als konventionelle Klebetechnologien. Dabei geht es beispielsweise um Klebstofflösungen für Flaschenetiketten, die einerseits bei hoher Luftfeuchte in tropischen Gegenden (Kondenswasserbeständigkeit) haften bleiben, andererseits aber auch beim Recyclingprozess gut ablösbar sind. cph arbeitet in diesem Projekt eng mit der Stauder Brauerei zusammen.
Ein Projekt befasst sich mit der Entwicklung innovativer Klebetechnologien. Diese sollen mit 50 Prozent weniger Lösemittel auskommen als konventionelle Klebetechnologien. Dabei geht es beispielsweise um Klebstofflösungen für Flaschenetiketten, die einerseits bei hoher Luftfeuchte in tropischen Gegenden (Kondenswasserbeständigkeit) haften bleiben, andererseits aber auch beim Recyclingprozess gut ablösbar sind. cph arbeitet in diesem Projekt eng mit der Stauder Brauerei zusammen.
Elektroauto als Firmenwagen
20. Februar 2012 - 14:00
(ISOE) Das ISOE hat circa 300 Testfahrerinnen und Testfahrer, allesamt Mitarbeiter der SAP-AG, zur Akzeptanz und Attraktivität von Elektrofahrzeugen befragt. Die SAP-Mitarbeiter hatten die Fahrzeuge über ein halbes Jahr für dienstliche und private Fahrten genutzt und dabei über 90.000 Kilometer zurückgelegt. Für die Studie arbeitete das ISOE mit dem Öko-Institut e.V. zusammen. 78 Prozent der Teilnehmenden am Feldversuch sagten, dass sie mit den Elektroautos sehr zufrieden oder zufrieden sind. Dass die Elektrofahrzeuge zukunftsweisend sind, steht dabei für 85 Prozent der Fahrerinnen und Fahrer im Vordergrund. „Insgesamt haben die Elektro-Dienstwagen ein positives Image“, sagt Mobilitätsexperte Konrad Götz vom ISOE, „für fast 90 Prozent ist es toll, mit einem Elektroauto vorzufahren, auch wenn es sich bei dem Testmodell um einen Kleinwagen handelt.“
Elektro-Dienstwagen als Teil eines Mobilitätskonzepts „Viele hatten zu Beginn des Flottenversuchs kaum konkrete Vorstellungen über die realen Eigenschaften von Elektrofahrzeugen. Trotzdem kann sich rund ein Fünftel der Befragten heute vorstellen, ein solches Dienstfahrzeug in den nächsten drei Jahren anzuschaffen“, fasst Jutta Deffner vom Forschungsschwerpunkt Mobilität am ISOE die Ergebnisse der Teilnehmerbefragung zusammen. „Die größten Barrieren für die Nutzerinnen und Nutzer waren dabei die geringe Reichweite der Fahrzeuge und der deutlich höhere Anschaffungspreis.“ Kombinierte Verkehrsangebote können die Schwächen der E-Autos kompensieren: ein Fahrzeugpool mit sparsamen konventionellen Fahrzeugen für längere Strecken, Abonnements für den Öffentlichen Verkehr oder auch Services wie Ladestation-Finder als App. Ein Drittel der Befragten würde solche Angebote nutzen.
Ökologisches Potenzial der Elektromobilität
Bei den Neuzulassungen in Deutschland stellen gewerbliche Pkw das größte Segment dar. Das Öko-Institut hat im Projekt das ökologische Potenzial der Elektro-Firmenwagen untersucht und die Ergebnisse der SAP auf Elektro-Dienstfahrzeuge in Deutschland hochgerechnet. „Im Vergleich zu rein konventionell betriebenen Pkw-Flotten können diese beim Einsatz von Plug-In-Hybridfahrzeugen etwa 40 Prozent der entstehenden Treibhausgasemissionen von Dienstwagen bis 2030 vermeiden“, erläutert Peter Kasten, Experte für Elektromobilität am Öko-Institut. Entscheidend dafür ist jedoch, dass der Strom für die elektrisch betriebenen Dienstwagen aus zusätzlichen erneuerbaren Energien bereitgestellt wird.
Elektro-Dienstwagen als Teil eines Mobilitätskonzepts „Viele hatten zu Beginn des Flottenversuchs kaum konkrete Vorstellungen über die realen Eigenschaften von Elektrofahrzeugen. Trotzdem kann sich rund ein Fünftel der Befragten heute vorstellen, ein solches Dienstfahrzeug in den nächsten drei Jahren anzuschaffen“, fasst Jutta Deffner vom Forschungsschwerpunkt Mobilität am ISOE die Ergebnisse der Teilnehmerbefragung zusammen. „Die größten Barrieren für die Nutzerinnen und Nutzer waren dabei die geringe Reichweite der Fahrzeuge und der deutlich höhere Anschaffungspreis.“ Kombinierte Verkehrsangebote können die Schwächen der E-Autos kompensieren: ein Fahrzeugpool mit sparsamen konventionellen Fahrzeugen für längere Strecken, Abonnements für den Öffentlichen Verkehr oder auch Services wie Ladestation-Finder als App. Ein Drittel der Befragten würde solche Angebote nutzen.
Ökologisches Potenzial der Elektromobilität
Bei den Neuzulassungen in Deutschland stellen gewerbliche Pkw das größte Segment dar. Das Öko-Institut hat im Projekt das ökologische Potenzial der Elektro-Firmenwagen untersucht und die Ergebnisse der SAP auf Elektro-Dienstfahrzeuge in Deutschland hochgerechnet. „Im Vergleich zu rein konventionell betriebenen Pkw-Flotten können diese beim Einsatz von Plug-In-Hybridfahrzeugen etwa 40 Prozent der entstehenden Treibhausgasemissionen von Dienstwagen bis 2030 vermeiden“, erläutert Peter Kasten, Experte für Elektromobilität am Öko-Institut. Entscheidend dafür ist jedoch, dass der Strom für die elektrisch betriebenen Dienstwagen aus zusätzlichen erneuerbaren Energien bereitgestellt wird.
Einsatz von externem Kapital
20. Februar 2012 - 10:00
(WIFU) Im Februar 2012 ist der Praxisleitfaden „Familienunternehmen und Private Equity“ des Wittener Instituts für Familienunternehmen (WIFU) in Kooperation mit der DZ Equity Partner GmbH erschienen. Darin werden Möglichkeiten aufgezeigt, frisches Kapital über die Aufnahme neuer Gesellschafter zu beschaffen, eine sinnvolle Alternative zur klassischen Fremdkapitalfinanzierung über Banken oder dem Börsengang. Mit Private Equity verfügen Familienunternehmen über eine Finanzierungsalternative, die ihren Handlungsspielraum deutlich erweitern kann. „Es gibt erst wenige Private Equity-Gesellschaften, die Familienunternehmen richtig verstanden haben“, erläutert Dr. Tom A. Rüsen, geschäftsführender Direktor des WIFU. Der neue Partner sollte idealerweise spezifisches Wissen und Verständnis für die Besonderheiten von Familienunternehmen verfügen. „Wichtig ist dabei, dass das Unternehmen den potenziellen Finanzierungspartner vor Vertragsabschluss gut kennenlernt, dessen Erwartungen und Ziele genau prüft und sie gründlich mit den eigenen Vorstellungen abgleicht“, sagt Olivier Weddrien, Geschäftsführer der DZ Equity Partner GmbH. „Wichtig ist zudem, dass die Chemie zwischen den handelnden Personen stimmt. Dies kann einen großen Anteil am Erfolg des gemeinsamen Projekts haben.“
Passt der Investor zur Unternehmensphilosophie? Der Praxisleitfaden zeigt die Bedingungen auf, wann eine Private Equity-Finanzierung für ein Unternehmen wirklich sinnvoll ist und welche Kriterien bei der Auswahl eines geeigneten Partners berücksichtigt werden sollten. Wichtig vor Abschluss der Beteiligung ist, gemeinsam ein einheitliches Verständnis für die gewünschte Weiterentwicklung des Unternehmens zu entwickeln. Hierzu sollte sich die Gesellschafterfamilie Fragen beantworten, die die Auswahl eines geeigneten Partners und die zukünftige Zusammenarbeit erleichtern, wie z.B. gewährt uns die Private Equity-Gesellschaft genug Handlungsspielraum und Eigenständigkeit, passt der Investor wirklich zu unserer Unternehmensphilosophie. Alle wichtigen Elemente der Beteiligung sind in einem Beteiligungsvertrag zu erfassen, von Beginn der Partnerschaft bis zu den gewählten Ausstiegszenarien, damit Private Equity als aktives, intelligentes Kapital genutzt werden kann.
Der Praxisleitfaden kann bei www.wifu.de heruntergeladen werden.
Passt der Investor zur Unternehmensphilosophie? Der Praxisleitfaden zeigt die Bedingungen auf, wann eine Private Equity-Finanzierung für ein Unternehmen wirklich sinnvoll ist und welche Kriterien bei der Auswahl eines geeigneten Partners berücksichtigt werden sollten. Wichtig vor Abschluss der Beteiligung ist, gemeinsam ein einheitliches Verständnis für die gewünschte Weiterentwicklung des Unternehmens zu entwickeln. Hierzu sollte sich die Gesellschafterfamilie Fragen beantworten, die die Auswahl eines geeigneten Partners und die zukünftige Zusammenarbeit erleichtern, wie z.B. gewährt uns die Private Equity-Gesellschaft genug Handlungsspielraum und Eigenständigkeit, passt der Investor wirklich zu unserer Unternehmensphilosophie. Alle wichtigen Elemente der Beteiligung sind in einem Beteiligungsvertrag zu erfassen, von Beginn der Partnerschaft bis zu den gewählten Ausstiegszenarien, damit Private Equity als aktives, intelligentes Kapital genutzt werden kann.
Der Praxisleitfaden kann bei www.wifu.de heruntergeladen werden.
Lkw-Einsätze in Minutenschnelle geplant
20. Februar 2012 - 8:30
(KIT) Multicore-Systeme, die mehrere Prozessorkerne auf einem Chip vereinen, ermöglichen es, Aufgaben parallel zu bearbeiten. So lassen sich Rechenleistung und -geschwindigkeit deutlich steigern. Um dieses Potenzial voll auszuschöpfen, muss sequenzielle Software, die Aufgaben nacheinander auf einem Prozessorkern abarbeitet, allerdings umgeschrieben, das heißt parallelisiert werden. Die Parallelisierung einer kommerziellen SAP-Anwendung zur Speditionsplanung ist den Informatikern Markus Hossner, Dr. Victor Pankratius und Professor Walter F. Tichy am Karlsruher Institut für Technologie gelungen. In der Zeitschrift „it – Information Technology” stellen die Forscher die verschiedenen aktuellen Parallelisierungsansätze vor.
Bei der Software „Vehicle Scheduling and Routing Optimizer“ handelt es sich um ein Modul der SAP „Business Suite“. Sie dient dazu, die kostengünstigsten Routen zu berechnen, dabei Lieferungen zu Fahrzeugen zuzuweisen, Ladevorgaben zu berücksichtigen und Umladezeiten einzuplanen. Die Software basiert auf einem evolutionären Algorithmus, der die Prinzipien biologischer Evolution im Computer nachbildet. Dieser Algorithmus sollte nach einer Vorgabe von SAP nicht ersetzt, sondern von sequenziell auf parallel rechnend umgeschrieben werden. Dabei galt es, die einzelnen Aufgaben geschickt aufzuspalten und zu synchronisieren. „Wichtig war sicherzustellen, dass jeder Ausführungsstrang auf seine eigenen Daten zurückgreift“, erklärt Victor Pankratius, der am KIT die Young Investigator Group „Multicore Software Engineering“ leitet.
Die Forscher ermittelten den geeigneten Parallelisierungsansatz experimentell und arbeiteten dabei auch mit den realen Daten aus Speditionen. „Es hat sich herausgestellt, das zuvor theoretisch nach Lehrbuch entwickelte Ansätze in der Praxis nicht funktionieren, weil bei ihnen der Aufwand durch das Hin- und Herschieben der Daten letztlich den Gewinn der Parallelisierung übersteigt“, erläutert Pankratius.
Victor Pankratius, Walter F. Tichy: Truck Scheduling on Multicore. it – Information Technology; 53 (2011) 2/DOI 10.1524/itit.2011.0626.
www.oldenbourg-link.com/doi/pdf/10.1524/itit.2011.0626
IT am KIT: Die Jahreshighlights
Auf der CeBIT in Hannover präsentiert das KIT in diesem Jahr ab dem 6. März aktuelle Forschung aus seinen Schwerpunkten COMMputation sowie Anthropomatik und Robotik (Halle 9, Stand G33). Auch bei seinem Jahresempfang, zu dem das KIT am 22. März zahlreiche Partner aus Industrie und Wissenschaft erwartet, steht die Informationstechnologie im Fokus. Und im Herbst feiert am KIT die erste deutsche Fakultät für Informatik ihr 40-jähriges Bestehen.
Die Informationstechnologie am Karlsruher Institut für Technologie bündelt sich in zwei Schwerpunkten. Das Leitthema des KIT-Schwerpunkts COMMputation ist die Verflechtung von Kommunikation und Computertechnologie. Damit werden Geräte möglich, die ihre Umgebung wahrnehmen, mit ihr interagieren und sich anpassen. Um solche komplexen, technischen Geräte zu entwickeln, arbeiten Forscher aus den Bereichen Informatik, Elektrotechnik, Informationstechnik sowie Wirtschaftswissenschaften an neuen Konzepten, Architekturen, Verfahren, Werkzeugen und Anwendungen.
Ziel des KIT-Schwerpunktes Anthropomatik und Robotik ist die Verbesserung der Lebensqualität des Menschen. Mit Methoden aus Informatik, Maschinenbau, Elektro- und Informationstechnik sowie Geistes- und Sozialwissenschaften entwickelt er symbiotische Systeme. Als Leitbild dienen Anatomie, Motorik, Wahrnehmung und Verhalten des Menschen. Die Forschungsthemen erstrecken sich vom maschineller Intelligenz und menschenzentrierter Robotik, über multimodale Interaktion und Robotertechnologie bis hin zur Industrierobotik.
Das Karlsruher Institut für Technologie (KIT) ist eine Körperschaft des öffentlichen Rechts nach den Gesetzen des Landes Baden-Württemberg. Es nimmt sowohl die Mission einer Universität als auch die Mission eines nationalen Forschungszentrums in der Helmholtz-Gemeinschaft wahr. Das KIT verfolgt seine Aufgaben im Wissensdreieck Forschung – Lehre – Innovation.
Bei der Software „Vehicle Scheduling and Routing Optimizer“ handelt es sich um ein Modul der SAP „Business Suite“. Sie dient dazu, die kostengünstigsten Routen zu berechnen, dabei Lieferungen zu Fahrzeugen zuzuweisen, Ladevorgaben zu berücksichtigen und Umladezeiten einzuplanen. Die Software basiert auf einem evolutionären Algorithmus, der die Prinzipien biologischer Evolution im Computer nachbildet. Dieser Algorithmus sollte nach einer Vorgabe von SAP nicht ersetzt, sondern von sequenziell auf parallel rechnend umgeschrieben werden. Dabei galt es, die einzelnen Aufgaben geschickt aufzuspalten und zu synchronisieren. „Wichtig war sicherzustellen, dass jeder Ausführungsstrang auf seine eigenen Daten zurückgreift“, erklärt Victor Pankratius, der am KIT die Young Investigator Group „Multicore Software Engineering“ leitet.
Die Forscher ermittelten den geeigneten Parallelisierungsansatz experimentell und arbeiteten dabei auch mit den realen Daten aus Speditionen. „Es hat sich herausgestellt, das zuvor theoretisch nach Lehrbuch entwickelte Ansätze in der Praxis nicht funktionieren, weil bei ihnen der Aufwand durch das Hin- und Herschieben der Daten letztlich den Gewinn der Parallelisierung übersteigt“, erläutert Pankratius.
Victor Pankratius, Walter F. Tichy: Truck Scheduling on Multicore. it – Information Technology; 53 (2011) 2/DOI 10.1524/itit.2011.0626.
www.oldenbourg-link.com/doi/pdf/10.1524/itit.2011.0626
IT am KIT: Die Jahreshighlights
Auf der CeBIT in Hannover präsentiert das KIT in diesem Jahr ab dem 6. März aktuelle Forschung aus seinen Schwerpunkten COMMputation sowie Anthropomatik und Robotik (Halle 9, Stand G33). Auch bei seinem Jahresempfang, zu dem das KIT am 22. März zahlreiche Partner aus Industrie und Wissenschaft erwartet, steht die Informationstechnologie im Fokus. Und im Herbst feiert am KIT die erste deutsche Fakultät für Informatik ihr 40-jähriges Bestehen.
Die Informationstechnologie am Karlsruher Institut für Technologie bündelt sich in zwei Schwerpunkten. Das Leitthema des KIT-Schwerpunkts COMMputation ist die Verflechtung von Kommunikation und Computertechnologie. Damit werden Geräte möglich, die ihre Umgebung wahrnehmen, mit ihr interagieren und sich anpassen. Um solche komplexen, technischen Geräte zu entwickeln, arbeiten Forscher aus den Bereichen Informatik, Elektrotechnik, Informationstechnik sowie Wirtschaftswissenschaften an neuen Konzepten, Architekturen, Verfahren, Werkzeugen und Anwendungen.
Ziel des KIT-Schwerpunktes Anthropomatik und Robotik ist die Verbesserung der Lebensqualität des Menschen. Mit Methoden aus Informatik, Maschinenbau, Elektro- und Informationstechnik sowie Geistes- und Sozialwissenschaften entwickelt er symbiotische Systeme. Als Leitbild dienen Anatomie, Motorik, Wahrnehmung und Verhalten des Menschen. Die Forschungsthemen erstrecken sich vom maschineller Intelligenz und menschenzentrierter Robotik, über multimodale Interaktion und Robotertechnologie bis hin zur Industrierobotik.
Das Karlsruher Institut für Technologie (KIT) ist eine Körperschaft des öffentlichen Rechts nach den Gesetzen des Landes Baden-Württemberg. Es nimmt sowohl die Mission einer Universität als auch die Mission eines nationalen Forschungszentrums in der Helmholtz-Gemeinschaft wahr. Das KIT verfolgt seine Aufgaben im Wissensdreieck Forschung – Lehre – Innovation.
Afrika vor dem wirtschaftlichen Durchbruch?
20. Februar 2012 - 7:30
(GIGA) Die Länder des subsaharischen Afrika haben im letzten Jahrzehnt durchweg hohes Wirtschaftswachstum realisieren können. Die negativen Trends der 1980er und 1990er Jahre sind umgeschlagen. In einigen Ländern haben sich die Wachstumsraten und die Pro-Kopf-Einkommen verbessert. Zugleich wurde die Armut vermindert. Dennoch befinden sich viele Länder bestenfalls in einer Übergangsphase, die noch nicht auf einen Durchbruch hindeutet:
- Die hohen Wachstumsraten des BSP in fast allen Ländern haben auch zu einer Steigerung der Haushaltseinkommen geführt, dennoch bleiben die Armutsraten in Afrika hoch.
- Das Wachstum basiert im Wesentlichen auf Preissteigerungen in der Landwirtschaft und im Rohstoffsektor. Die industrielle Produktion und der Export von Fertigwaren erzielen nur geringes Wachstum.
- Ob die Wirtschaft Afrikas weiter wachsen wird, hängt von einer Vielzahl von Bedingungen ab, vor allem von steigenden in- und ausländischen Investitionen und von höherer Produktivität. Auch der Konjunkturverlauf in den OECD-Ländern und in China und die dortige Nachfrage nach afrikanischen Produkten werden immer bedeutendere Wachstumsfaktoren.
- Aufgrund von Bürgerkriegen, politischen Unruhen, Staatszerfall, bewaffneten Auseinandersetzungen und des sehr niedrigen Entwicklungsstandes bleibt mindestens ein Viertel der afrikanischen Länder vom Wirtschaftsaufschwung und von der Wohlstandsmehrung ausgeschlossen.
Pro Jahr wechseln drei Prozent der Beschäftigten ihr Berufsfeld
19. Februar 2012 - 9:00
(IAB) Zu den freiwilligen Wechslern zählen Personen, die selbst gekündigt haben, auf eigenen Wunsch versetzt worden sind oder befördert wurden und damit beispielsweise Managementfunktionen übernommen haben. Unfreiwillig sind Wechsel nach einer Kündigung durch den Arbeitgeber oder dem Auslaufen eines befristeten Vertrags und die Versetzung auf eine andere Position, die nicht vom Arbeitnehmer ausging.
Nach dem Wechsel steigen die Löhne Eine Analyse der Lohnentwicklung von Berufswechslern und Nichtwechslern im Zeitraum von 1994 bis 2008 ergibt: In der Regel gehen einem Berufswechsel in Deutschland Einbußen im Lohnwachstum voraus – gleichgültig, ob es sich um einen freiwilligen oder unfreiwilligen Wechsel handelt. Nach dem Wechsel steigen die Löhne zwar wieder, die Entwicklung bleibt aber hinter der bei den Nichtwechslern zurück.
Die Autorinnen der Studie haben die Zahlen für Deutschland mit denen für Großbritannien verglichen. Dabei zeigt sich: Für Großbritannien verzeichnet die Statistik dreimal mehr Berufswechsel als für Deutschland. Ein entscheidender Faktor in diesem Zusammenhang ist, dass das deutsche System der Berufsausbildung in Großbritannien keine Entsprechung hat. In Deutschland gibt es anders als in Großbritannien eine starke Orientierung an Berufszertifikaten. Die geringere Bedeutung von Berufszertifikaten führt in Großbritannien wiederum zu einer stärkeren Gewichtung von Arbeitsmarkterfahrung und erleichtert somit generell den Wechsel zwischen verschiedenen Tätigkeiten.
Die IAB-Studie beruht auf repräsentativen Befragungsdaten. In Deutschland werden im Rahmen des Sozio-oekonomischen Panels (SOEP) jedes Jahr rund 11.000 Haushalte befragt. Die Ergebnisse für Großbritannien basieren auf dem British Household Panel Survey (BHPS) mit rund 5.500 britischen Haushalten. Die IAB-Studie bezieht sich auf abhängig beschäftigte Personen, die zwischen 25 und 64 Jahre alt sind und ohne längere Arbeitslosigkeit zwischen den beiden Beschäftigungen den Beruf gewechselt haben. Unter „Beruf“ ist dabei eine Berufsgruppe zu verstehen wie „Wissenschaftliche Lehrkräfte“, „Technische Fachkräfte“ oder „Fachkräfte in der Landwirtschaft und Fischerei“.
Nach dem Wechsel steigen die Löhne Eine Analyse der Lohnentwicklung von Berufswechslern und Nichtwechslern im Zeitraum von 1994 bis 2008 ergibt: In der Regel gehen einem Berufswechsel in Deutschland Einbußen im Lohnwachstum voraus – gleichgültig, ob es sich um einen freiwilligen oder unfreiwilligen Wechsel handelt. Nach dem Wechsel steigen die Löhne zwar wieder, die Entwicklung bleibt aber hinter der bei den Nichtwechslern zurück.
Die Autorinnen der Studie haben die Zahlen für Deutschland mit denen für Großbritannien verglichen. Dabei zeigt sich: Für Großbritannien verzeichnet die Statistik dreimal mehr Berufswechsel als für Deutschland. Ein entscheidender Faktor in diesem Zusammenhang ist, dass das deutsche System der Berufsausbildung in Großbritannien keine Entsprechung hat. In Deutschland gibt es anders als in Großbritannien eine starke Orientierung an Berufszertifikaten. Die geringere Bedeutung von Berufszertifikaten führt in Großbritannien wiederum zu einer stärkeren Gewichtung von Arbeitsmarkterfahrung und erleichtert somit generell den Wechsel zwischen verschiedenen Tätigkeiten.
Die IAB-Studie beruht auf repräsentativen Befragungsdaten. In Deutschland werden im Rahmen des Sozio-oekonomischen Panels (SOEP) jedes Jahr rund 11.000 Haushalte befragt. Die Ergebnisse für Großbritannien basieren auf dem British Household Panel Survey (BHPS) mit rund 5.500 britischen Haushalten. Die IAB-Studie bezieht sich auf abhängig beschäftigte Personen, die zwischen 25 und 64 Jahre alt sind und ohne längere Arbeitslosigkeit zwischen den beiden Beschäftigungen den Beruf gewechselt haben. Unter „Beruf“ ist dabei eine Berufsgruppe zu verstehen wie „Wissenschaftliche Lehrkräfte“, „Technische Fachkräfte“ oder „Fachkräfte in der Landwirtschaft und Fischerei“.
Auf Wachstumskurs -Lateinamerikas Wirtschaft
18. Februar 2012 - 15:00
(GIGA) Nachdem sich Lateinamerika erstaunlich rasch von der weltweiten Finanzkrise 2008/2009 erholt hatte, setzte sich die positive wirtschaftliche Entwicklung auch 2011 fort. Negative Auswirkungen der Schuldenkrise in Europa sind in Lateinamerika bislang begrenzt geblieben. 2011 haben sich die Unterschiede in der wirtschaftlichen Dynamik innerhalb Lateinamerikas allerdings weiter verstärkt. Während vor allem in den Ländern Südamerikas die Wirtschaft boomte, waren in den meisten Ländern Zentralamerikas und der Karibik nur moderate Zuwächse ihrer gesamtwirtschaftlichen Wertschöpfung zu verzeichnen.
Importaufwendungen erheblich gestiegen Außenwirtschaftlich konnten Rohstoffe exportierende Länder von überdurchschnittlichen Exportzuwächsen profitieren; allerdings sind fast überall auch die Importaufwendungen erheblich gestiegen – mit der Folge sinkender Handelsbilanzüberschüsse.
Nur noch wenige Volkswirtschaften der Region weisen in ihren Leistungsbilanzen Überschüsse auf. Jedoch können die meisten Länder die Passivsalden ihrer Leistungsbilanzen problemlos mit externen Kapitalzuflüssen finanzieren, wenn auch mit unterschiedlich hohen Risikozuschlägen.
Für die kommenden Jahre werden die wirtschaftlichen Aussichten für Lateinamerika überwiegend positiv eingeschätzt. Um diese konjunkturell bedingte positive Entwicklung mittelfristig zu verstetigen, muss der erhebliche Produktivitätsrückstand der Region zu den Industrieländern und anderen Schwellenländern abgebaut werden.
Bei anhaltend positiver wirtschaftlicher Entwicklung sollten die finanziellen Spielräume der öffentlichen Haushalte genutzt werden, um Infrastruktur und Bildungssysteme zu verbessern sowie die soziale Ungleichheit abzubauen.
Importaufwendungen erheblich gestiegen Außenwirtschaftlich konnten Rohstoffe exportierende Länder von überdurchschnittlichen Exportzuwächsen profitieren; allerdings sind fast überall auch die Importaufwendungen erheblich gestiegen – mit der Folge sinkender Handelsbilanzüberschüsse.
Nur noch wenige Volkswirtschaften der Region weisen in ihren Leistungsbilanzen Überschüsse auf. Jedoch können die meisten Länder die Passivsalden ihrer Leistungsbilanzen problemlos mit externen Kapitalzuflüssen finanzieren, wenn auch mit unterschiedlich hohen Risikozuschlägen.
Für die kommenden Jahre werden die wirtschaftlichen Aussichten für Lateinamerika überwiegend positiv eingeschätzt. Um diese konjunkturell bedingte positive Entwicklung mittelfristig zu verstetigen, muss der erhebliche Produktivitätsrückstand der Region zu den Industrieländern und anderen Schwellenländern abgebaut werden.
Bei anhaltend positiver wirtschaftlicher Entwicklung sollten die finanziellen Spielräume der öffentlichen Haushalte genutzt werden, um Infrastruktur und Bildungssysteme zu verbessern sowie die soziale Ungleichheit abzubauen.
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