Causarum enim cognitio cognitionem eventorum facit
Die Kenntnis der Ursachen bewirkt die Erkenntnis der Ergebnisse. Es liegt mir fern, darauf herumzureiten mit den DRSB - Prognosen richtig zu liegen, doch die Aussagen zu den Befindlichkeiten in den demokratischen Parteien entsprachen den Tatsachen. Tritt am 18. März 2012 der Kandidat Joachim Gauck alleine an, so wird er möglicherweise mit einer knappen Mehrheit der Stimmen gewählt. Tritt aber noch ein Gegenkandidat / in an, dann wird es vermutlich für den vermeintlichen „Kandidaten der Herzen“ sehr eng werden. Denn selbst an der SPD - Basis und bei den GRÜNEN regt sich heftiger Widerstand. Ohnehin ist damit zu rechnen, dass viele aus dem Lager der CDU / CSU dem Theologen ihre Stimme verweigern werden. Auch in der unter 2% - Partei hat das kritische Nachdenken nach der Betäubungsaktion von Rösler und Brüderle wieder eingesetzt. Will man nicht noch den Rest der Sympathien verlieren, dann wird man zu einer Umkehr gezwungen sein. Mir sagte dazu ein echter Liberaler:
Lieber Rösler und Brüderle weg - als die ganze Partei.
Diese Grundstimmung greift bei der FDP um sich. Rösler, Brüderle und die FDP - Führungs - Clique kennen das Problem. Geht man rein rechnerisch davon aus, dass die gesamte LINKE und große Teile von CDU / CSU, SPD und GRÜNE nicht für GAUCK stimmen würden, dann macht plötzlich auch ein Gegenkandidat / in wieder Sinn. Auch hier bleibe ich bei meiner Meinung:
Eine charakterstarke und engagierte Frau würde unserem Land gut tun.
Und davon haben wir auch außerhalb und innerhalb der politischen Netze genügend zur Auswahl. Mit ein klein wenig gutem Willen sollte auch mit den LINKEN ein Konsens zu finden sein, dies gebietet der politische Anstand und ein guter Umgangsstil, denn das Thema GAUCK führt alle Parteien - und hier besonders die SPD - sofort nach der Wahl ad absurdum.
Für die FDP das sofortige AUS und für die SPD der beginnende totale Abstieg.
Vielen Infobrieflesern geht Ewald Eden mit seinen Aussagen zu weit, weil er vermeintlich zu drastisch formuliert, zu einseitig und subjektiv argumentiert, doch dem Großteil spricht er aus dem Herzen. Deshalb noch einmal stellvertretend für tausend gleichlautende Stimmen lässt der DRSB
Ewald Eden,
den sehr gesellschaftskritischen Publizisten von der Waterkant zu Wort kommen. Auch heute nimmt er perfekt den Mainstream auf, wenn er die Frage stellt:
Ein Rätsel ….?
Das Ende des unwürdigen Geschwirbels der letzten Wochen um die Person und das Amt des meßdienernden Bundespräsidenten aus Großburgwedel hatte mich bewogen, mich ein wenig zurückzulehnen und gelassen abzuwarten, bis in das ehrwürdige Gemäuer von Bellevue wieder Respekt, Aufrichtigkeit und Geradlinigkeit Einzug gehalten haben. Noch während des schmählichen Abgangs des 560 Tage Amtsinhabers begann ich mir die Kür potenzieller Nachfolgekandidaten in den buntesten Farben auszumalen.
Wie sehr bereit ich auch die Kreiden hielt, es bildete sich an der Spree keine Schlange von auf das Amt erpichten Bewerbern - ja, nicht ein einiger ernsthafter Interessent war innerhalb der Bannmeile auszumachen.
Plötzlich witterten die ständig im Regierungsviertel kreisenden Geier die Schwäche der schwarzen Mamba in der Kanzlei, und griffen sie an. Sie witterten das Siegfriedsmal aus ihrer und ihres Vaters DDR Vergangenheit - den in 2010 dem Wulff unterlegenen und in den 2010er Wahlgängen von ihr vehement bekämpften Vaterkollegen und auch Theologen Joachim Gauck. Angela Merkels [ bis zu letzt ] Verbissenheit in der Verhinderung des Knall auf Fall nun auch von der FDP favorisierten „Freiheitskämpfers“ aus SED Tagen - Joachim Gauck - muß eine tiefere Bewandtnis haben. Was hat da ein jeder der Beiden an Wissen um irgendwelche Geheimnisse oder Vorgänge über oder gegen den anderen aus der gemeinsamen DDR Vergangenheit in der (Hinter)Hand? Und warum war plötzlich die Position des „ehemals Predigers in der roten Hölle“ so erstarkt, dass er einer Berufung ins Bellevue nur folgen wollte, WENN ihn der Ruf nur direkt und persönlich aus dem Munde der Kasnertochter erreichte?
Warum hat sie nahe der Weißglut dann aus dem Stand heraus
eine Rolle rückwärts hingelegt und folgte gegen ihren absoluten Machtwillen dem Verlangen des Gauck?
Die Furcht vor dem, mit seinem Spielzeugsäbel rasselnden blaugelben Vizekanzler kann es nicht gewesen sein. Vor solchen Pappfiguren hat des Kohls Mädchen keine Angst - da hat sie schon andere Tanzbären gezüchtigt oder aufs Kreuz gelegt. Beispiele dafür gibt es ja reichlich und immer auch noch in ihrer nächsten Nähe zu besichtigen. Gauck MUSS einfach ein Ass im Ärmel versteckt halten, das so gewichtig ist, dass Angela Merkel aus Angst vor diesem Trumpf sogar - wenn auch mit gefrorenen Gesichtszügen und zähneknirschend - eine weitere Entwertung des Präsidentenamtes schweigend hinnimmt.
Wie sonst ist es zu erklären, dass dem zuerst ehebrechenden und dann geschieden und wiederverehelichten Osnabrücker Katholen Wulff ein verheirateter, von seiner Familie getrennt und mit einer anderen Frau in „wilder Ehe“ lebender evangelischer Gottesdiener als Gallionsfigur des Staates und als erster Bürger des Volkes in das Schloss der Ehre, in Bellevue, nachfolgt.
Vielleicht werden wir in nächster Kürze des Rätsels Lösung erfahren.
