Die Volksseele kocht
Es war kaum anders zu erwarten. Der Proteststurm reißt nicht ab und findet in den Medien bedauerlicherweise kaum noch Beachtung.
Warum auch?
Mit „GAUCK“ scheint man bei allen atlantischen Netzwerkern voll zufrieden zu sein.
Nach der Nominierung von Joachim Gauck brodeln die Gefühle in unserer Heimat. Das Thema „neuer Bundespräsident“ scheint eine Spaltung der Meinungen herbeizuführen, denn Joachim Gauck scheint nach der Ansicht vieler Menschen in unserer Heimat ein ungeeignetes Angebot an die Mitglieder der Bundesversammlung zu sein.
Einige Publizisten sprechen sogar von einem
>vergifteten Angebot<
und überhöhen dadurch vollkommen unnötig das ablaufende Szenario.
Das könnte zweifellos dem Amt des Bundespräsidenten erneut Schaden zufügen. Wäre man auf Seiten der SPD und den GRÜNEN >den Spielregeln der Demokratie folgend< glaubwürdig geblieben, so hätte man gemeinsam mit allen demokratischen Parteien im Berliner Parlament nach einer völlig unbelasteten Lösung gesucht.
Vielleicht eine charakterstarke, kompetente weibliche Persönlichkeit?
Diese einmalige Chance hat man mit der fragwürdigen und unsäglichen Hilfe der FDP verspielt. Antidemokratischer kann man sich als sterbende Partei nicht mehr verhalten. Die Personalie GAUCK ist so gesehen das Ergebnis einer Erpressung. Denn CDU / CSU und auch die LINKEN hätten GAUCK nicht zum Kandidaten gekrönt. Bei Joachim Gauck fehlt - ohne wenn und aber - der Mehrheit die eindeutige volksnahe Haltung zu den Themenkreisen: Agenda 2010, ALG II, prekäre Leiharbeit, Aufstockertum und der untauglichen Riester - Rente. Selbst zu der ansteigenden sozialen Ausgrenzung und Segregation und der absinkenden Chancengleichheit, besonders in der Unterklasse, ist von Joachim Gauck >wenig oder gar nichts< zu hören.
Der DRSB könnte seitenweise ablehnende Stimmen zur Personalie „GAUCK“ ins Netz stellen, denn nur rund 36% sind für „GAUCK“ im Amt des BP. Stellvertretend für gleichlautende Mehrheitsmeinungen aus unserem Land lässt der DRSB erneut wieder
Ewald Eden,
den sehr kritischen Publizisten von der Waterkant zu Wort kommen. Ewald Eden mag vielen zu „grantelig“, zu „einseitig“ oder zu „deftig“ erscheinen, doch den meisten Menschen in unserer Heimat gibt er eine Stimme. Mehr zum Themenkreis „GAUCK“ können Sie [ wer möchte ] auch auf der Hompage von „EE“ nachlesen.
„Gauck for President“ ……
Transparente dieser Art hätten in der verfahrenen Gemengelage nach Beendigung des Wulff - Desasters noch gefehlt im Konzert der bundesdeutschen parteilichen Flachpfeifen - Orchester. Banner und Wimpel mit dieser Forderung als Aufdruck brauchen nun, nach dem wütendkindlichen „mit dem Fuß aufstampfen“ des 2% Bringeversprechers Rösler Blau/Gelb nicht mehr gedruckt, geschrieben oder gepinselt zu werden.
Des Kasners Tochter hat in ihrer Kasserolle der Selbstherrlichkeit wieder einmal eine Rolle rückwärts zustande gebracht. Solche Wendungen sind für Teflon - Angie - wie ihre US-amerikanischen Freunde sie ja liebevoll nennen - seit der 1989er Wende in der damals noch DDR eine scheinbar in Fleisch und Blut übergegangene Fertigkeit geworden, die sie ja immer einmal wieder präsentiert.
Jetzt hat sie ganz sicher zitternd vor zorniger innerlicher Erregung und zähneknirschend der [ neuerlichen ] Benennung des pastoralen Kollegen ihres Vaters Horst Kasner, des Joachim Gauck, zugestimmt.
Verschiedentlich wurde ich in den letzten Stunden danach gefragt, was ich denn dazu sagen würde.
Vor dem Wahlprozedere in 2010 hat man mich Ähnliches gefragt. Meiner damaligen Antwort habe ich im Grunde nichts hinzuzufügen - außer vielleicht die Bemerkung, dass Gauck in 2010 eine wirkliche Alternative zur Luftnummer Wulff war. Gegenwärtig ist er dagegen nur noch eine Notlösung, weil alle potentiellen „nach diesem Amt Schieler“ zweifellos eine Wahnsinnsangst vor dem öffentlichen Zwangsstriptease haben, der nach der Wulff’schen Generalprobe unweigerlich per Internet erfolgt wäre.
Ein wacher Bundesbürger schrieb mir in 2010 in mein Forum:
… übertreibe es nicht mit der „Spitze“, sonst erklärt man Dich noch zum Deutschhasser! Joachim Gauck wird jetzt sowieso am Ball bleiben und mitmischen, bis ein kompetentes Ziel erreicht ist.
Mir scheint, er hat Blut geleckt.
Er ist für mich ein aufrichtiger Diplomat mit einer umwerfenden Selbstsicherheit und Ausstrahlung!
Meine Antwort darauf lautete:
Es wäre besser er wäre nicht soviel Diplomat - dann hätte er sicherlich nicht so viele Schwachpunkte in seiner Biographie. Es ist nämlich nicht alles unhaltbar und aus der Luft gegriffen, was die Vertreter der „LINKEN“ gegen ihn - Joachim Gauck - als Vorbehalt ins Feld führen. In etwa ähnelt seine Vita der Merkelschen - oder besser der des Merkelschen Vaters - die Merkel ist ja nur ein Produkt dieser Kasnerschen Vita. Obwohl diese beiden [ Kasner und Gauck ] auch wohl nicht einfach miteinander zu vergleichen sind, da der Merkelsche Vater ja erst im Jahre 1953 als fertiger Seelsorger und überzeugter und glühender Anhänger der Stalinisten von Hamburg aus in den SED Staat übergewechselt ist [ auch DAS könnte als eine Art „Rolle rückwärts“ verstanden werden. Das würde vielleicht die Fertigkeit der Tochter in dieser ‚Disziplin’ erklären ] - Joachim Gauck hingegen seine Heimat, seine Wurzeln dort hatte.
Ich bin geneigt, Joachim Gauck nach dem Verbleib der Merkelschen Stasiakten zu fragen - oder zumindest um die Offenlegung des Inhalts. Wenn ich ein Deutschhasser wäre, dann müßte ich mich ja selber auch hassen - trotz intensiver Nachschau hab ich davon aber nichts bei mir entdecken können.
