Der Mittelstand als Rückgrat für Unterfranken

4. September 2009 - 12:26
Der Mittelstand als Rückgrat für Unterfranken

Assoziiert man mit Unterfranken vor allem den hervorragenden Wein, der sich an der Weltspitze behauptet, weltbekannte Künstler wie Tilmann Riemenschneider oder Schlösser und Bauwerke, wie sie nur ein Balthasar Neumann erschaffen konnte, so ist dies nur eine Seite der Medaille. Unterfranken zeichnen noch viel mehr Dinge aus. Unterfranken ist ein Schmelztiegel aus Tradition und Innovation. Einerseits greifbare Geschichte, Heimat von Kulturstätten mit Weltgeltung, andererseits eine prosperierende Hochtechnologieregion, die auf die Anforderungen einer zunehmend technisierten Gesellschaft bestens vorbereitet ist.

Besonderes Augenmerk wird in Unterfranken auf Synergien von universitären und außeruniversitären Forschungseinrichtungen mit dem Mittelstand gelegt. Zum einen besitzt Unterfranken mit einer Forschungsinfrastruktur wie der Julius-Maximilians-Universität und zwei Fachhochschulen ein großes Potential von best ausgebildeten Fachleuten und Spezialisten. Zum anderen legen die mannigfaltigen Forschungsinstitute mit Ihrer Grundlagenforschung im Hochtechnologiebereich das Fundament für Produkt- und Dienstleistungsentwicklungen im Mittelstand. Unterfranken zählt mit zu den innovativsten Forschungsregionen Deutschlands.

Dabei ist keine andere Region so geprägt durch kleine und mittlere Unternehmen wie Unterfranken. Viele davon sind „Hidden Champions“, die das Rückgrat einer erfolgreichen und dynamischen Entwicklung von Wirtschaft und Gesellschaft in unserer Region sind. Sie stellen das Gros der Arbeits- und Ausbildungsplätze und sind ein Hort für Innovationen. Kurzum: Sie sind der Garant für Stabilität und Prosperität. So entfällt ein Großteil aller Beschäftigten in Unterfranken auf mittelständische Unternehmen. Ihr Anteil an den Auszubildenden beläuft sich sogar auf über 80 Prozent.

Hohe Innovationskraft, Flexibilität und dynamisches Unternehmertum waren und sind die entscheidenden Erfolgsfaktoren. Der unterfränkische Mittelstand hat viele Facetten. Daher profitiert Unterfranken in der aktuellen Situation durch seine reichhaltige und breit diversifizierte Mittelstandsstruktur.

Waren noch vor kurzer Zeit eher dienstleistungsorientierte Unternehmen in der Lage von dem Wirtschaftswachstum überdurchschnittlich profitieren zu können, zeigt sich nun, dass produzierende Unternehmen eine stabilisierende Wirkung aufweisen. Sie zeichnen sich durch einen hohen Innovationsgrad, konservative Planung und fest in der Region verankerten Unternehmern aus, die sich ihren Mitarbeitern verpflichtet fühlen.

Denn häufig sind es Mittelständler, die gesellschaftlich aktiv sind. Mehr als die Hälfte der mittelständischen Unternehmen engagiert sich dabei für wohltätige Zwecke. Sie legen Wert auf die Identifikation mit den Werten, auf die sie ihr Unternehmen gründen, und leben diese entsprechend vor.

Dr. Paul Beinhofer
Regierungspräsident von Unterfranken