Deutsche Wirtschaft auf Erholungskurs

28. Mai 2010 - 18:57

Fortsetzung der stabilen Geschäftsentwicklung bei WMF

Das neue Kommunikationszentrum, 2002 erbaut

Die Signale für eine konjunkturelle Erholung werden stärker. Nach Ansicht der führenden Wirtschaftsinstitute soll die deutsche Wirtschaft in diesem Jahr um 1,5 Prozent wachsen. Für die Entwicklung des Bruttoinlandsprodukts im 1. Quartal 2010 wird aufgrund des ungewöhnlich langen Winters zwar noch von einem leichten Rückgang ausgegangen, in der Grundtendenz ist die
Konjunktur jedoch weiter aufwärts gerichtet.

Getragen wird die Frühjahrsbelebung vor allem durch die Erholung der Industrie. Der deutsche Export ist im März kräftig gewachsen. Gestiegene Auftragseingänge bei den Industrieunternehmen führten zu einem Abbau von Kurzarbeit, die aktuell unerwartet günstigen Arbeitsmarktdaten stabilisieren das Vertrauen der Verbraucher. Der Abwärtstrend des Konsumklimas ist laut GfK im Frühjahr 2010 gestoppt.

Die weitere Entwicklung ist indes nicht ohne Risiken. Diese liegen vor allem in der Konsolidierung der teilweise dramatisch instabilen Staatsfinanzen einzelner Länder der Euro-Zone.

Im 1. Quartal leichtes Wachstum trotz Umsatzverschiebung im Spezialkundengeschäft

Der Umsatz des WMF Konzerns lag zum 31.03.2010 mit 197,4 Mio. EUR um 2 Prozent über Vorjahr.
Der im Konsumgeschäft erzielte Umsatz liegt - einschließlich der zum 01.01.2010 erworbenen Princess Holding B.V., Breda, Niederlande - mit 121,2 Mio. EUR auf Vorjahreshöhe. Ohne Princess wurde der Vorjahresumsatz um 7 Prozent unterschritten. Der Umsatzrückgang resultiert aus einer geplanten
Verschiebung im Spezialkundengeschäft, die auf der Grundlage bestehender Aufträge im Herbst ausgeglichen wird; bereinigt um diese Verschiebung wurde ein Wachstum von 2 Prozent erzielt.

Im Objektgeschäft konnte der Umsatz gegenüber Vorjahr um 7 Prozent auf 76,1 Mio. EUR gesteigert werden, vor allem durch eine deutliche Belebung des im Vorjahr aufgrund der Wirtschaftskrise stärker zurückgefallenen Hotelgeschäfts.

Das im 1. Quartal 2010 im WMF Konzern realisierte EBIT lag mit 9,3 Mio. EUR um 20 Prozent unter Vorjahr (11,6 Mio. EUR). Die Stand März erreichte Umsatzrendite beträgt 4,7 Prozent (Vorjahr 6,0 Prozent). Ohne Princess wurde ein EBIT von 11,0 Mio. EUR und eine Umsatzrendite von 5,8 Prozent
erzielt.

Die Zahl der Mitarbeiter im WMF Konzern ist zum 31.3.2010 insbesondere durch den Erwerb von Princess gegenüber Vorjahr um 74 auf 5967 angestiegen.

Erwartete Gesamtjahresentwicklung im Zielkorridor

Die Geschäftsentwicklung des WMF Konzerns ist in den ersten Monaten 2010 neben dem Erwerb von Princess vor allem durch die gegenüber Vorjahr erfolgte Verschiebung von Spezialkundenumsätzen beeinflusst. Bereinigt um die beiden Effekte liegen sowohl Umsatz als auch EBIT über Vorjahr; wir
erwarten, dass sich diese Entwicklung im verbleibenden Jahr - auch unterstützt durch eine weitere konjunkturelle Erholung - fortsetzt.

Der im ersten Quartal noch negative Ergebnisbeitrag von Princess entspricht dem üblichen saisonalen Verlauf in diesem Geschäft und wird sich zum Jahresende drehen. Der auch in den Folgemonaten im Vergleich zum Vorjahr noch fehlende Umsatz aus Spezialkundengeschäften wird im Herbst ausgeglichen.

Für das Gesamtjahr 2010 halten wir vor diesem Hintergrund an unserer bisherigen Zielsetzung fest, im WMF Konzern (ohne Princess) ein Umsatzwachstum und eine EBIT-Rendite von mindestens 5 Prozent zu erreichen. Einschließlich der zu Jahresbeginn erworbenen Gesellschaft Princess erwarten wir einen Umsatzanstieg um 10 Prozent.