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Ein Mittelständler gibt „Gas“
„LINDENAU Fahrzeugbau GmbH“ investiert 2,5 Millionen Euro in Europas modernste Produktions- und Wartungsstätte für Gefahrgutfahrzeuge –
Zehn neue Arbeitsplätze, denn das bisherige Werk bleibt parallel bestehen.
Oberhausen, 15.01.2010. Einen Meilenstein in der fast 30-jährigen Firmenhistorie feierte Diplom-Wirtschafts-Ingenieur Heinz Lindenau, Geschäftsführer und alleiniger Gesellschafter der Oberhausener „LINDENAU Fahrzeugbau GmbH“, am Freitag im Beisein zahlreicher Vertreter aus Politik, Verwaltung und Wirtschaft mit der Einweihung seiner neuen Produktions- und Wartungsstätte für Gefahrgutfahrzeuge vornehmlich der chemischen Industrie im Holtener Gewerbegebiet „Im Waldteich“. Auf dem rund 12.000 Quadratmeter großen Areal errichtete der auch international erfolgreich operierende „Daniel Düsentrieb“ seiner Branche in nur sechs Monaten Bauzeit mit einem Investitionsvolumen von (nur) 2,5 Millionen Euro Europas modernste und multifunktionalste Anlaufstelle, wenn es um den Bau bzw. die Wartung und Reparatur von Containern, Aufbauten, Tankfahrzeugen und Sattelzugmaschinen geht. Besonders bemerkenswert: Die bisherige Werkstätte an der Pfälzer Straße in Königshardt bleibt parallel bestehen. So erhöhte sich die Zahl der Arbeitsplätze in dem familiengeführten mittelständischen Unternehmen um zehn auf jetzt 30 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter (darunter sieben Auszubildende).
Ein Schritt, den Heinz Lindenau, der sein Unternehmen Anfang 1981 als Ein-Mann-GmbH in Oberhausen an der Matzenbergstraße gründete, trotz der gegenwärtigen Wirtschafts- und Finanzkrise nicht bereut: „Unsere Auftragsbücher sind gut gefüllt. Die großen Container-Vermietungsgesellschaften der Welt zählen ebenso zu unseren Geschäftspartnern wie unser langjähriger Großkunde und Partner in einem gemeinsamen Joint-Venture der „GES-Gas-Equipment-Service-Gesellschaft“, das Hamburger Speditionsunternehmen HOYER.
Mein Ziel war es, diesen und vielen weiteren Auftraggebern künftig einen optimalen Rundum-Service bieten zu können. Mit dem heute offiziell eingeweihten neuen Werk ist uns dies, wie mir viele Kunden bestätigten, auf eindrucksvolle Art und Weise gelungen.“
Der Faktor für den Erfolg hört auf einen kurzen, prägnanten Namen: Zeit ! Wie im zivilen Luftverkehr gilt auch für Gefahrgut-Container eine eiserne Regel: Sind die Fahrzeuge und Tanks nicht auf der Straße, fallen Kosten an. Gleichwohl sind regelmäßige Wartungen bzw. Reinigungen zwingend erforderlich. „Deren Intervalle gilt es, für die Unternehmen auf ein Minimum zu reduzieren – und dafür sind wir ab sofort noch besser denn je aufgestellt“, so Heinz Lindenau, dessen Ehefrau Sybille in der Buchhaltung, dessen Sohn Tim als Karosserie- und Fahrzeugbaumeister in der Werkstatt und dessen Tochter Caroline in der Lohn- und Finanzbuchhaltung den Firmengründer tatkräftig unterstützen. Gleiches gilt natürlich auch für Detlef Bergmann (24 Jahre bei LINDENAU), Mit-Geschäftsführer und kaufmännischer Leiter des Oberhausener Traditionsunternehmens.
Von seinen Dimensionen, vor allem aber technisch präsentiert sich der Neubau mehr als zukunftsweisend: Die hochmoderne Produktions- und Werkstatt-Halle ist mit 1.800 m2 fast doppelt so groß wie das Pendant an der Pfälzer Straße. Ob Container-Reparaturen, Karosserie- und Fahrzeugbau, ein Kfz-Reparturbereich, ein von jedwedem Schmutz abgetrennter Cryo-Gas-Bereich (z.B. für die Reparatur von Tanks mit hochreinem Argon, Sauerstoff oder Stickstoff), die separate Schleif- und Finish-Halle, die vollautomatische Strahlerei oder die Doppelraum-Lackiererei mit integrierter Wärmerückgewinnung mit einer Gesamt-Länge von 40 Metern: Hier ist restlos alles vorhanden, um den Kundenwünschen zentral an einem Ort umfassend gerecht zu werden.
Die hohen und sehr breiten Sektionaltore der Spezial-Werkstatthalle ermöglichen das erheblich schnellere Umsetzen der zu reparierenden Tankcontainer vom anliefernden Lkw mit einem eigenen 60-Tonnen-Stapler direkt an den Arbeitsplatz. Eine ausgeklügelte Trägerkonstruktion machten störende Beton- und Stahlstützen darunter überflüssig und verringern damit zeitaufwändige Rangiermanöver. Zudem stehen für das Anheben und Umsetzen der bis zu 13 Tonnen schweren Container bzw. Fahrzeuge zwei große Krananlagen zur Verfügung. Vom hochgelegten 400
Quadratmeter großen Lager können die bei der Wartung erforderlichen Materialien punktgenau aus der Höhe angesteuert werden. „Kurzum: Dank dieser und vieler weiterer Innovationen ist es uns gelungen, die Handlingzeiten auf ein Minimum zu reduzieren. Die gesteigerte Produktivität rechnet sich für unsere Kunden: Die Fahrzeuge bzw. Container sind wieder schneller auf der Straße“, betont Heinz Lindenau.
Auf Wunsch können die Kunden übrigens auch Büroräume mit eigenen Dusch- und Waschräumen gleich „vor Ort“ anmieten. Diese sind in den 900 Quadratmeter großen Büro- und Sozialtrakt mit seinem markanten Polygonvorbau nebst Empfangsraum integriert. Rund um die Halle ist Platz für über 40 Lkw sowie eine große Zahl von Containern. Aber die Liebe zum Detail geht noch weiter: Ein Regenrückhalte- und Pflanzenklärbecken im hinteren Bereich des Firmenareals regelt die komplette Regenwasser-Entwässerung. Unterirdische frostsichere Edelstahltanks dienen dem Auffang des Dachflächenwassers und der Löschwasserversorgung. Ein moderner Waschplatz mit Koaleszenzabscheider (z.B. für Öl) ermöglicht das rasche Reinigen der Fahrzeuge vor der Reparatur. Heizplätze an der Halle mit eigenen Stromzählern sorgen für die exakte Abrechnung aufzuheizender Tankcontainer. Solartechnik auf dem Dach des neuen Firmendomizils in Kombination mit einer Niedertemperatur-Fußbodenheizung in allen Büros und auch im gesamten Werkstattbereich trägt zusätzlich zur Energieeinsparung und zum angenehmen Betriebsklima bei.
Im Stammwerk an der Pfälzer Straße in Oberhausen-Königshardt verbleiben die Fertigung von Kunststofftanks, Spezialaufbauten und deren Untergestellen sowie allgemeine Kfz-, Stahlbau-, kleinere Lackier- und spezielle (geheime) Entwicklungsarbeiten. Und – nicht zu vergessen – die firmeneigene Kindertagesstätte, wo die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ihren Nachwuchs während der Arbeitszeiten gut aufgehoben wissen.
Beeindruckende Zahlen, Daten und Fakten, die für ein mittelständisches Oberhausener Unternehmen ohne Zweifel nicht eben alltäglich sind. Doch Heinz Lindenau, Gründer und Chef der „LINDENAU Fahrzeugbau GmbH“, wusste schon immer mit seinem Gespür und Faible für das Außergewöhnliche zu beeindrucken: Bereits zwei Jahre nach seinem Start wurde er dafür 1983 vom „Zentralverband Karosserie- und Fahrzeugtechnik“ (ZKF) mit dem „Goldenen Rad“
ausgezeichnet. Wenige Jahre später entwickelte er zudem ein System für Tankfahrzeuge, das die umweltgerechte Unterwegs-Reinigung leerer Innenbehälter während der Fahrt ermöglichte. 1989 ließ er seine höchst erfolgreiche Erfindung, die das Ansteuern stationärer Reinigungs-Anlagen sprichwörtlich „überflüssig“ machte, patentieren.
Und jetzt ? „Jetzt sind wir frühzeitig genug vor unserem 30-jährigen Firmenjubiläum und vor dem zu erwartenden wirtschaftlichen Aufschwung bestens aufgestellt, um die Aufgaben der Zukunft ganz im Sinne unserer Kunden und Mitarbeiter zu meistern“, so Heinz Lindenau. Doch eines ist schon heute gewiss: Fortsetzung folgt !

