Bombastus-Werke AG

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Der Anfang der Bombastus-Werke (1904 - 1906)
Am 01. April 1904 wurden die Bombastus-Werke als Kommanditgesellschaft gegründet und am 23.04.1904 ins Handelsregister eingetragen. Gründer waren die Herren Emil Bergmann, Max Däbritz und Otto Braune. Der Betrieb begann als Manufaktur im Erdgeschoss des Grundstückes Burgwartstraße 16 in Freital-Potschappel. Zunächst wurden nur kosmetische Präparate zur Mund-, Zahn-, Haar- und Hautpflege hergestellt. Das auch heute noch produzierte Bombastus-Mundwasser mit seinen ausschließlich natürlichen Wirkstoffen wurde bereits im Gründungsjahr auf einer Ausstellung in Bonn mit einer Silbermedaille ausgezeichnet; weitere Auszeichnungen erfolgten auf Ausstellungen in Berlin (1905), Reutlingen (1906), Leipzig (1906) und Hamburg (1907).

Der sich rasch vergrößernde Produktionsumfang zwang zum Übergang von der Manufaktur zur industriemäßigen Produktion und damit zum Bau eines Fabrikgebäudes. Auf Zauckeroder Flur (bei Freital) wurde im März 1906 der Grundstein des Betriebes "im Grünen" gelegt und im Oktober 1906 das neue Fabrikgebäude bezogen, das - mehrfach umgebaut- noch heute das Stammhaus der Bombastus-Werke ist, in dem die Firmenleitung und vorwiegend Büroräume untergebracht sind. 1906 wurde der "Fabrik für kosmetische Erzeugnisse" eine "Abteilung für pharmazeutische Präparate" angegliedert, die unter der Kontrolle eines Arztes stand.


Der Ausbau der Bombastus-Werke (1906 - 1939)
Die Produktionspalette erweiterte sich danach kontinuierlich und umfaßte 1922 neben mehr als einem Dutzend kosmetischer auch nahezu 20 pharmazeutische Präparate. Besonderes Augenmerk bei den genutzten Heilpflanzen wurde auf die Salbei (Salvia officinalis) gelegt, von der im Laufe der Zeit neben Blüten und Blättern auch die Wurzeln verarbeitet wurden. Nach entsprechenden Feldversuchen kam es um 1920 zum mehrjährigen Salbeianbau auf mehreren Feldern am Werk und in dessen näherer Umgebung.

Im Laufe von ca. 10 Jahren wurde die Anbaufläche auf 30 ha erweitert. Die Bombastus-Werke entwickelten sich zum größten und einzigen Anbauer von mehrjähriger Salbei in Europa und sind es noch heute. Nach Ausbruch des I. Weltkrieges 1914 traten Produktions- und Absatzschwierigkeiten auf. Mit der Herstellung von Waschmitteln konnte der Betrieb erhalten bleiben. Die Inflationszeit 1920 - 1923 zwang die Bombastus-Werke zu äußerster Sparsamkeit; Inhaber und Angestellte verzichteten auf die Hälfte ihres Gehalts. Erst ab 1924 ist ein langsamer Aufstieg zu verzeichnen, der trotz Umsatzschwankungen bis zum Ausbruch des II. Weltkrieges 1939 gut voran kam.


Die Bombastus-Werke und die Kriegs- und Nachkriegszeit (1939 - 1948)
Kriegs- und Nachkriegsjahre führten zu erheblichen Produktions- und Absatzschwierigkeiten, auch durch den Mangel an Rohstoffen. der Währungsverfall 1945 und die Währungsreform 1948 brachten empfindliche finanzielle Verluste. Die Produktionspalette erlitt gravierende Einbußen auch durch bürokratische Hemmnisse bei Zulassungen und den nach der Spaltung Deutschlands erforderlichen Export von Bombastus-Produkten in die damalige Bundesrepublik.


Die Bombastus-Werke in der DDR (1948 - 1990)
Es konnten Vertriebsfirmen aufgebaut werden, welche die Einfuhr und Vertrieb von Erzeugnissen der Bombastus-Werke in der BRD übernahmen. Dem zunehmenden Druck von Staat und SED in der DDR konnte der Privatbetrieb bis Mai 1972 widerstehen, dann wurde auch er verstaatlicht.

Die Unterstellung der Bombastus-Werke erfolgte zuerst dem Rat des Bezirkes Dresden, dann dem VEB Pharmazeutisches Werk Halle und schließlich unter dem Gesichtspunkt der sogenannten "Konsumgüterproduktion" dem VEB Arzneimittelwerk Dresden, Betriebsteil Li-il Arzneibäder.

Als Hersteller von Arznei-, Gesundheitspflege- und Lebensmitteln sowie Kosmetika konnte das Unternehmen bis 1990 seine Position im Herstellungs- und Präparatebereich ausbauen.

Ein Neubeginn wurde mit der Reprivatisierung und Gründung der Bombastus-Werke GmbH am 01. Juli 1990 gesetzt. In den folgenden Jahren schlossen sich umfangreiche Investitionen in allen Unternehmensbereichen an.


Die Bombastus-Werke heute (1990 - 2007)
Seit 22.08.2000 sind die Bombastus-Werke eine kleine Aktiengesellschaft.

Unter dem Motto HEILEN - PFLEGEN - LEBEN erfolgte die Erweiterung des Produktsortimentes.

Im 100. Jahr ihres Bestehens umfasst das Sortiment der Bombastus-Werke unter anderen Nahrungsergänzungsmittel, Fertigarzneimittel, homöopathische/biochemische Präparate, Kosmetika, ätherische Öle, Duft- und Komplexkompositionen, Monotees und Teemischungen sowie Früchte- und Lebensmitteltees.

Die Firma ist nach wie vor weltweit einziger Nutzer der Salbeipflanze von der Wurzel bis zur Blüte. Daraus leiten sich die Firmenfarben hellbraun (Wurzeln), grün (Blätter und Stengel) sowie lila (Blüten) ab. Außerdem ist die Bombastus-Werke AG einer der bedeutendsten Teeproduzenten in Deutschland. Salbei wird ökologisch zertifiziert, vom Unternehmen selbst angebaut und zu hochwertigen Erzeugnissen verarbeitet.

Sitz des Unternehmens

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Branche
  • Chemie, Gummi, Kunststoff und Glas
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