Kästner Präzisionswerkzeuge GmbH

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Die Doppelspitze Bianka und Jürgen Kästner hat mit dem Motto „Es geht nicht – gibt’s nicht“ in den letzten 18 Jahren Thüringer Wirtschaftsgeschichte geschrieben. Das Ehepaar aus Steinbach-Hallenberg hatte damals nie gedacht, dass sie einmal eine eigene Firma managen würde.„Mein Mann und ich waren arbeitslos, wir hatten die Wahl, entweder woanders einen Neuanfang zu wagen oder uns hier etwas aufzubauen“, fasst die Geschäftsführerin Bianka Kästner die damalige Situation nach der Wende zusammen. Aus einem Handelspartner für Standardwerkzeuge hat sich die Kästner Präzisionswerkzeuge GmbH zu einem Problemlöser für Spezial-Hightech entwickelt. Als Inhaber von Werkzeugpatenten und Entwickler von Weltneuheiten hat sich das Unternehmen in der Branche einen Namen gemacht.

Doch nicht nur der enge Schulterschluss mit den Forschungseinrichtungen der Region oder der Gesellschaft für Fertigungstechnik e. V. Schmalkalden hat diese Entwicklung ermöglicht oder allein die Überzeugungskraft bei den Banken für den Erwerb der ersten 250.000 DM teuren CNC-Schleifmaschine 1992. Zuallererst war es das Engagement für die eigenen Mitarbeiter. Ihre Philosophie zielt auf die Menschen. Der überdurchschnittliche Anteil der über 50-Jährigen ist ungewöhnlich, aber: „Das Know-how unserer ­Firma basiert auf ihren Erfahrungen“, betont Bianka Kästner. „Wir nutzen den Erfahrungsschatz…, um neue Mitarbeiter fortlaufend zu schulen und weiterzubilden.“ Diese Zusammenarbeit ist eines der Geheimnisse ihres großen Erfolges.

So haben sie die thüringische Werkzeugmacher-Tradition vor dem Aussterben bewahrt und die komplizierte Formfräser-Herstellung fortgeführt. Sie sind in neue Märkte vorgestoßen, indem sie das Sortiment von Sonderwerkzeugen durch Vielfalt mit modernster Technik ergänzt haben. Kunden aus Großbritannien, Niederlande, Tschechien, Türkei, Lettland und den USA bestellen bei der kleinen Firma.

Der internationale Durchbruch fing mit einem kleinen Problem an: Wie bohrt man ohne Späne in einem geschlossenen Behälter? Als eine amerikanische Firma wöchentlich nicht mehr 2.500 US-Dollar investieren wollte, um fallende Späne aus schwer zugänglichen Tanks zu entfernen, kam sie auf die Kästners. Die erfanden mit ihrem Team ein komplett neues Werkzeug, das einen einzigen Span erzeugt, der nach außen abgeleitet wird: ein neues Patent – gute Aufträge weltweit.

2005 erhielt das Unternehmen den Thüringer Staatspreis für Qualität. 2006 erfolgte die Re-Zertifizierung nach DIN EN ISO 9001:2000. 2008 erhielt die Firma den „Stift 2007“ von der Handwerkskammer Südthüringen für das Engagement in der Fachkräfteausbildung das zweite mal in Folge.

Die betriebliche Entwicklung und das regionale Engagement der Kästner Präzisionswerkzeuge GmbH wurden 2008 mit der Auszeichnung als Preisträger im Wettbewerb „Großer Preis des Mittelstandes“ gewürdigt.

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