Landkreis Weißenburg Gunzenhausen

Verbergen

Der Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen ist geographisch der südlichste Landkreis Mittelfrankens. Er zählt mit seinen 92.217 Einwohnern (Stand: 30.06.2013) und einer Gesamtfläche von 971 qkm zu den eher kleineren Landkreisen Bayerns. Er verfügt mit den Städten Weißenburg (17.741 EW) und Gunzenhausen (16.143 EW) über zwei Mittelzentren. Der Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen ist Mitglied in der Europäischen Metropolregion Nürnberg sowie im Verkehrsverbund Großraum Nürnberg und bildet die südlichste Ausdehnung der Metropolregion. Durch die zentrale Lage in Bayern zwischen den Wirtschaftszentren Augsburg, Ingolstadt und Nürnberg verfügt der Landkreis über eine räumliche Nähe zu den großen bayerischen Wirtschaftsstandorten.

Der Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen verfügt über keinen eigenen Autobahnanschluss, was zunächst als Standortnachteil zu werten ist. Allerdings ist die hiesige Region über das vorhandene Bundesstraßennetz in Form der B2, B13 und B466 sowie über den bestehenden ICE-Umsteigebahnhof Treuchtlingen gut an die großen Wirtschaftszentren und Ballungsräume in Bayern angebunden und von dort aus - bedingt durch die zentrale Lage in Bayern - auch schnell erreichbar. Durch die gestiegene Verkehrsbelastung, insbesondere durch den Lkw-Verkehr, gibt es allerdings im Bereich des regionalen Bundesstraßennetzes einen weiteren Bedarf für einen bedarfsgerechten mehrstreifigen Ausbau. In dem Zusammenhang wird deshalb zur Verbesserung der Verkehrsanbindung konkret der weitere Ausbau der B2 als unverzichtbare Strukturverbesserungsmaßnahme ebenso wie eine bessere Anbindung des Landkreises an die Autobahn A9, von Landkreisseite nach wie vor hartnäckig eingefordert und weiterverfolgt.

Die Geschichte des Landkreises Weißenburg-Gunzenhausen ist eigentlich eine recht junge: 1972 wurden im Rahmen der Gebietsreform in Bayern die Altlandkreise Weißenburg in Bayern und Gunzenhausen sowie die bis dato kreisfreie Stadt Weißenburg in Bayern zu einem neuen Landkreis vereinigt, der zunächst Landkreis Weißenburg hieß und 1973 in den Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen umbenannt wurde. Die Geschichte der Region beginnt aber natürlich bereits viel früher. Die Region war in früher Zeit von Kelten besiedelt und auch die Römer haben hier ihre Spuren hinterlassen, wovon der ehemalige Grenzwall „Limes“, mehrere Villen und Kastelle, wie das Birciana in Weißenburg, bezeugen.

Als ländlich geprägte Region hatte der Landkreis in der Vergangenheit einen nicht unerheblichen Strukturwandel zu vollziehen. Ursprünglich stand die agrarwirtschaftliche Nutzung im Vordergrund. Jetzt sind Wirtschaftsdaten und infrastrukturelle Rahmenbedingungen maßgebend, die sich aus einer vom Mittelstand geprägten Gewerbe- und Industrieansiedlung sowie aus der überregional bedeutsamen Urlaubslandschaft des Fränkischen Seenlandes und des Naturparks Altmühltal ergeben.

Rund die Hälfte der Arbeitsplätze verteilen sich auf das produzierende Gewerbe, die andere Hälfte auf den Dienstleistungssektor. Die Branchenschwerpunkte des Landkreises liegen im Tourismus, in der Sozial- und Gesundheitswirtschaft (mit allein ca. 3.800 sozialversicherungspflichtig Beschäftigten im Kernbereich des Gesundheitswesens), der kunststoffverarbeitenden Industrie (mit ca. 4.500 Arbeitsplätzen), einschließlich Formenbau und Spritzguss, sowie der Automobilzulieferindustrie. Aber auch in den Bereichen Elektrotechnik, Maschinenbau, erneuerbare Energien, Metallverarbeitung, Kesselbau, den unternehmensnahen Dienstleistungen und der Steinindustrie verfügt die Region über leistungsfähige Betriebe, die oftmals in ihren Bereichen zur nationalen und internationalen Spitze gehören. Gerade mit der Juramarmor- und Solnhofer Natursteinindustrie verfügt die Region zudem über ein weiteres wichtiges Alleinstellungsmerkmal. Auch im Bereich der erneuerbaren Energien werden im Landkreis noch große Wachstumschancen gesehen. Im Landkreis sind fast 3.900 kleinere und mittlere Unternehmen angesiedelt, ein Großteil von ihnen gehört zu den sogenannten Hidden Champions.

Generell sind im Landkreis in den vergangenen Jahren die sogenannten weichen Standortfaktoren zunehmend ins Blickfeld der Kommunen, des Landkreises sowie der Unternehmen geraten. Denn diese entscheiden letztendlich darüber, ob die Beschäftigten eines Unternehmens sich am Unternehmensstandort auch wohlfühlen.

Eine wichtige Rolle sowohl für die Lebensqualität als auch für die Wirtschaftsstruktur spielt in der Region ohne Zweifel der Tourismus. Der Naturpark Altmühltal, mit fast 3.000 Quadratkilometern der drittgrößte Naturpark Deutschlands, und das aus der größten Wasserbaumaßnahme der Bundesrepublik entstandene Fränkische Seenland prägen die Tourismusstruktur des Landkreises Weißenburg-Gunzenhausen. Sowohl in kultureller als auch in touristischer Hinsicht besonders bedeutend für den Landkreis war die Anerkennung des obergermanisch-raetischen Limes, der durch den Landkreis verläuft, als Welterbe durch die UNESCO im Jahr 2005. An den Seen stehen Fahrradverleihbetriebe, Surf- und Segelschulen, Minigolfplätze, Spielplätze und vieles mehr zur Verfügung. Dieses Freizeitangebot im Fränkischen Seenland und Naturpark Altmühltal steht jedoch nicht nur den zahlreichen Urlaubsgästen zur Verfügung, sondern wird auch von der heimischen Bevölkerung intensiv genutzt und macht einen Großteil der hohen Lebensqualität aus, die man hier genießen kann. Als Wirtschaftsstandort mit seiner zentralen Lage in Bayern hebt sich der Landkreis gerade mit seiner hohen Lebensqualität gegenüber anderen Regionen ab. In der jüngst erschienen Lebenswertstudie des Nachrichtenmagazins FOCUS zählt der Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen im Bereich der Lebensqualität zu den Spitzenregionen in Deutschland. Unternehmen haben auf Grund dieser attraktiven Rahmenbedingungen die Möglichkeit, qualifizierte Fachkräfte durch den hohen Lebensstandard sowie durch die vielfältigen Freizeit- und Kulturangebote des Fränkischen Seenlandes sowie des Naturparks Altmühltal anzuwerben.

Im Bereich des Bildungswesens bestreitet der Landkreis den laufenden Schulaufwand für elf weiterführende und berufsbildende Schulen (zwei Gymnasien, zwei Berufsschulen, eine Wirtschaftsschule, eine Realschule, eine Fachoberschule, eine Berufsoberschule, eine Fachschule für Schreiner (Meisterschule), eine Landwirtschaftsschule sowie ein Sonderpädagogisches Förderzentrum) und ist Rahmen eines Zweckverbandes an einer kooperativen Gesamtschule beteiligt. Insbesondere die berufliche Bildung leistet einen wichtigen Beitrag für die Verbesserung der Wirtschaftsstruktur und zur Steigerung der Innovationsbereitschaft der kleinen und mittleren Unternehmen.

Sitz des Unternehmens

Kategorien

Branche
  • Kommunen
  • Wirtschaftsförderungen
  • Öffentliche Einrichtungen und Kammern
  • Landkreise und Regierungsvertretungen
Einstellungen




Ihre Sicherheit und Privatsphäre im Internet sind uns wichtig! Es werden mittels des Einsatzes von Cookies keinerlei persönliche Daten gespeichert oder mit Dritten getauscht. Dennoch verwendet diese Website Cookies zur Steigerung von Funktionalität und Leistungsfähigkeit. Falls Sie weiter lesen und unsere Website verwenden, stimmen Sie dem Gebrauch von Cookies zu.

Schließen