„Energiewende“ – nach Art der „Vogel-Strauß-Politik“



Seit dem Altertum sagt man dem Vogel Strauß nach, dass er seinen Kopf in den Sand stecke, um so flugs einer Gefahr zu entgehen. Diese Art Vogel-Strauß-Politik zeigte die deutsche Politik angesichts des durch ein Erdbeben ausgelösten Tsunami im fernen Japan. Zur Abwendung dieser Gefahr konstruierte man flugs andere Gefahrenpotentiale, die durch das Abschalten deutscher Kernkraftwerke gebannt werden sollen. Dies ist zwar irrational gedacht, aber dadurch ergab sich für die Politik spontan die Möglichkeit, den kulturrevolutionär geforderten „Umbau der Industriegesellschaften“ anzugehen und die „große Transformation“ einzuläuten, die mit so vielen Unglücken behaftete industrieelle Konsum- und Ellbogengesellschaft abzuschaffen und so das lang ersehnte postindustrielle Zeitalter einzuleiten.

Es war die Bundeskanzlerin Angela Merkel, die die Initiative ergriff und angesichts des Reaktorunglücks in Fukushima eine radikale „Energiewende“ proklamierte und dem Bundesumweltminister Norbert Röttgen die Weisung erteilte, schnell ein entsprechendes „Energiewendepaket“ zu schnüren. Der Deutsche Bundestag brachte es am 30. Juni 2011 auf den Weg. Fast 86 Prozent der Bundestagsabgeordneten stimmten zu. Eine wahrhaft satte Mehrheit, doch ist dieses Ereignis als historisch zu werten? Der Bundesrat hat nun auch dem „Atomausstieg“ zugestimmt. Noch schwelgen alle Parteien in dem Siegesgefühl, endlich der verfluchten „Atomenergie“ den Garaus gemacht zu haben und nun frei von „Atomängsten“ leben zu können. Doch wie wird die Stromversorgung in Deutschland nach dem 31. Dezember 2022 aussehen? Wird mit der Industriegesellschaft auch gleich die gänzlich stromabhängige Kommunikationsgesellschaft abgeschafft? Wird die Politik, die das grelle Scheinwerferlicht liebt, sich nun auf dunkler Bühne abspielen?

Historisch war die Rede des US-Präsidenten Dwight D. Eisenhower 1953 vor den Vereinten Nationen, mit der er unter dem Motto „Atome für den Frieden“ die friedliche Nutzung der Kernenergie propagierte. Der Kernenergie sollte der Schrecken von Hiroshima und Nagasaki genommen, sie sollte gebändigt, zum Segen der Menschheit eingesetzt werden. Im Jahre 1951 war in den USA der erste stromerzeugende Reaktor mit nur 200 Kilowatt elektrischer Leistung hergestellt worden. Es war ein Natriumbrüter. 1962 folgten vier große Leichtwasserreaktoren. Im Godesberger Programm drückte die SPD 1959 euphorisch die Hoffnung aus, „dass der Mensch im atomaren Zeitalter sein Leben erleichtern, von Sorgen befreien und Wohlstand für alle schaffen kann“. In seinem Buch „Die Atombombe und die Zukunft der Menschheit“ 1958 schrieb Karl Jaspers: „Die Chance ist ungeheuer: Während die Atombombe verschwindet, wird die Atomenergie ein neues Zeitalter der Arbeit und Wirtschaft herbeiführen,… wenn das Atom nicht die Vernichtung bringt, stellt es das gesamte Dasein auf neuen Grund.“ Ernst Bloch schwärmte geradezu in seinem Buch „Prinzip Hoffnung“ von der Atomenergie, die „aus Wüste Fruchtland, aus Eis Frühling machen kann. Einige Pfund Uranium und Thorium reichen aus, die Sahara und die Wüste Gobi verschwinden zu lassen, Grönland und die Antarktis zur Riviera zu verwandeln.“ Es kam kurzfristig zu einer weltweite Atomeuphorie, die zahlreiche utopische Wunschträume aufblühen ließ. Der Stromversorger RWE bestellte 1969 das erste 1.200 Megawatt Kernkraftwerk Biblis A. Es ging 1975 in Betrieb und kostete circa 850 Millionen DM. Das 1982 bestellte und 1989 in Betrieb gegangene KKW Neckar 2 kostete 5 Milliarden DM.

Drohen uns nun mit der „Energiewende“ und dem Ausstieg aus der Kernenergie harte Zeiten? Dieser Verdacht drängt sich auf, wenn man an das Buch von Helmut Schelsky aus 1975 zur Hand nimmt: „Die Arbeit tun die anderen – Klassenkampf und Priesterherrschaft der Intellektuellen“. Der Begriff „Energiewende“ ist solch ein hohles intellektuelles Konstrukt. Jeder weiß: Energie kann weder geschaffen noch zerstört werden. Es gilt der Energieerhaltungssatz. Energie ist für alles irdische Leben unverzichtbar, ja Energie ist Leben. Was besagt also die Politfloskel „Energiewende“? Physikalisch sind die Begriffe Arbeit und Energie aufs engste miteinander verbunden. Unter der Energie eines Systems versteht man dessen Fähigkeit zur Verrichtung von Arbeit. Durch Kraftaufwand wird Arbeit in Energie, in Arbeitsfähigkeit umgewandelt. Will die Bundesregierung Arbeitsfähigkeit vernichten? Es scheint, als ob die 68er Kulturrevolution bei der bürgerlichen christlich-liberalen Koalition angekommen ist.

Wenn das Potsdam Institut für Klimafolgenforschung aufgrund windiger Abschätzungen behauptet, „der Atomausstieg ist bezahlbar, die Energiewende aber braucht einen Kraftakt“, dann ist Misstrauen angesagt. Schon heute bezahlen wir Stromverbraucher im Jahr gut 7 Milliarden infolge des Stromeinspeisungsgesetzes an Zwangsvergütung an die Besitzer von Solaranlagen. Zum Jahresbeginn 2011 wurde die EEG-Umlage zur Förderung des „Ökostroms“ um 70 Prozent auf 3,53 Cent pro Kilowattstunde erhöht. In wenigen Jahren soll sich allein der Anteil an Solarstrom verdreifachen. Bis 2020 sollen 35 Prozent und bis 2050 sollen 100 Prozent des Stromes aus „erneuerbaren Energien“ kommen. Der dadurch ausgelöste Kostentsunami wird zwangsläufig zu sozialen Verwerfungen führen. Doch, so ist die vom Gestaltungs- und Machbarkeitswahn befalle Politik zu fragen: wer erneuert Wind und Sonne? Der Begriff „erneuerbare Energien“ setzt die Macht über das Wetter voraus. Doch diese Macht haben mit Sicherheit weder die Kanzlerin noch ihr Umweltminister! Der Wind weht, wann er will und die Sonne scheint zwar immer, doch immer nur auf eine Halbkugel. Die Erde dreht sich und bei Nacht ist der Beitrag der Sonne Null. Dies gilt praktisch auch im Winter bei tief stehender Sonne, kurzem Tagesbogen, langen Nächten und starker Bewölkung. Solaranlagen erreichen in unseren Breiten nur an maximal 1500 der 8760 Stunden Volllast. Beim Wind ist die Ausbeute auch kaum besser. Eine Kommunikationsgesellschaft ohne Strom? Sie braucht Strom kontinuierlich rund um die Uhr, das ganze Jahr über.

Die Sonne schickt zwar der Erde ein Vielfaches an Energie zum Leben zu, aber der deutsche Traum, mit der Gewinnung von Strom aus Sonne und Wind Autarkie bei der Versorgung mit Strom erringen zu können, ist eine sehr teure Illusion, die die Arbeitsfähigkeit und Existenz der Industrienation Deutschland in Frage stellt. Es scheint, als ob die Kanzlerin wild entschlossen ist, die „Große Transformation“ über die „Suffizienzrevolution“, eine „Revolution der Genügsamkeit“, hinein in eine Postwachstumsökonomie voranzutreiben. Zwangsläufig müssen wir alle den Gürtel enger schnallen, uns auf Verzicht einstellen. Das Gehäuse „Treibhaus“ als „Haus politischer Hörigkeit“ haben wir Deutsche widerspruchslos akzeptiert, wenngleich der „Treibhauseffekt“ ebenso eine Illusion ist. Er ist ein Artefakt, eine theoretische Behauptung ohne experimentellen physikalischen Nachweis!

Die von Wissenschaftlern mit finanzieller Unterstützung durch die Politik und mit Hilfe bestimmter Wirtschaftszweige, den Kernkraftwerkbetreibern wie den Rückversicherern, seit Jahrzehnten über die Medien geschürte, aber absolut unbegründete Angst vor der „Klimakatastrophe“ bestimmt all unser Denken und Tun. Wie können wir den drohenden und selbstverschuldeten Weltuntergang abwenden? Da wirkt das politische Versprechen „Schutz des Globalklimas“ wie eine Beruhigungsdroge. Blind werfen wir uns den Rettern in die Arme ohne die Konsequenzen des politischen Tuns zu beachten. Zum Feind des Klimas wurde das Kohlenstoffdioxid CO2 erhoben. Es werden Scheinkorrelationen präsentiert und Kausalbeziehungen behauptet, die gar nicht existieren. Gefragt werden darf nicht, es muss geglaubt werden, was als „Konsensmeinung“ der Klimaexperten präsentiert wird.

Wenn der CO2-Gehalt der Luft einen Einfluss auf die „Globaltemperatur“, auf das „Globalklima“ haben soll, so müsste jeder denkende Mensch automatisch fragen, warum hat er keinen Einfluss auf die Lufttemperatur, auf das Wetter? Die Klimaverteilung auf der Erde ist ja nur ein Abbild der verschiedenen Wetterregime. Wenn, wie von den IPCC-Klimaexperten behauptet wird, dass der CO2-Gehalt der Luft überall auf der Erde gleich ist, warum sind dann nicht überall die Temperaturen gleich? Sie ändern sich mit den Tages- und Jahreszeiten, der geographischen Breite, mit der Höhe wie der Topographie, der Luftdruckverteilung wie den Windströmungen, der Bewölkung. Es gibt nirgends auf der Welt einen Zusammenhang zwischen CO2 und Lufttemperatur. Wenn die Sonne keinen Einfluss auf das Klima haben soll, warum haben wir Sommer wie Winter? Wenn nach dem 21. Dezember sich die Sonne vom südlichen Wendekreis zum nördlichen am 21. Juni bewegt, dann steigt der Azimutwinkel der Sonnenstrahlen in 50 Grad nördlicher Breite von 16,5 auf 63,5 Grad, werden die Tage länger, wird es wärmer. Auf der Südhemisphäre kehrt mit der Nordwanderung der Sonne der Winter ein. Der Wechsel der vier Jahreszeiten, tropische wie polare Temperaturen hängen ursächlich mit der Sonne zusammen und nicht mit dem CO2-Gehalt der Luft.

Wenn die Bundesregierung mit gigantischem Energie- und Geldaufwand das bei der Verbrennung fossiler Rohstoffe zwangsläufig frei gesetzte CO2 tief unter der Erde vergraben will, dann hat das keinen Einfluss auf das Wetter, auch nicht auf das vom Wetter statistisch abgeleitete Klima als „mittlerem Wettergeschehen“. Diese Maßnahme kann aber sehr wohl einen gefährlichen Einfluss auf die Vegetation und damit das gesamte Leben haben. Jeder lernt in der Schule die Photosynthese-Gleichung kennen. Sie zeigt auf, wie grüne Pflanzen mit Hilfe des Sonnenlichtes aus zwei anorganischen Stoffen, dem CO2 der Luft wie dem Wasser im Boden, organische Nahrung für Tier und Mensch herstellen und zugleich den Sauerstoff liefern, der zur Nahrungsverbrennung notwendig ist. Die Pflanzen haben nicht ohne Grund die Bezeichnung Primärproduzenten. Mensch und Tier sind auf die Existenz von Pflanzen angewiesene Konsumenten. Wenn wir Menschen den Pflanzen das Grundnahrungsmittel entziehen, politische Kreise streben aus Angst vor der Klimakatastrophe das CO2-freie Europa an, dann schädigen wir uns selbst! Wer das CO2 als „Umweltgift“ oder „Klimakiller“ diffamiert, dessen biologisch-ökologisches Grundwissen ist nicht nur Null, der muss als gemeingefährlich für die Menschheit eingestuft werden. Entzieht man der Erdatmosphäre das CO2, dann vernichtet man Gottes Schöpfung, löscht alles irdische Leben aus.

Haben sich die politisch verantwortlichen Staatenlenker der Welt, die bei den vielen internationalen Klimakonferenzen die Gefahr des Kohlenstoffdioxid für das Weltklima heraufbeschwören und die Verbannung des CO2 fordern, eigentlich schon einmal darüber nachgedacht, dass das von ihnen präsentierte Weltrettungsprogramm im Grunde ein Vernichtungsprogramm ist? Aus welchem Grund steht eigentlich am Eingang des Botanischen Gartens in Berlin der Satz? „Hab Ehrfurcht vor der Pflanze, alles lebt durch sie!“ Das CO2 gehört in die Luft, damit die Erde überall ein „grünes Kleid“ tragen kann, damit wir Menschen leben können. Wer das CO2 abfängt und in unterirdische CCS-Särge einsperrt, der vernichtet in letzter Konsequenz die Existenzbasis menschlichen Lebens!

Dieser Folge ihres Handels sollten alle Klima- und Umweltschützer bewusst sein!



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