Die Erde kennt keinen Gewächs- oder Treibhauseffekt



Als „nackter Affe“ könnte der Mensch auf der Erde unter freiem Himmel nicht überleben. Als mit Verstand ausgestatten Wesen lernte er sehr schnell, sich mit Kleidung vor nächtlicher Unterkühlung zu schützen und Häuser zu bauen. Gewächshäuser erfüllen dieselbe Funktion für Pflanzen. Mit ihnen kann man die Vegetationsperiode verlängern, im Frühjahr die „Eisheiligen“ unschädlich machen oder ganzjährig in kalten Klimazonen „Palmengärten“ betreiben.

Um einen Gewächs- oder Treibhauseffekt erzielen zu können, muss also zuerst ein Gewächshaus gebaut werden. In geschlossenen Gewächshäusern lässt sich wie in unseren Wohnhäusern Luft einsperren und erwärmen. Doch kaum öffnet man ein Fenster, so entweicht die erwärmte Luft. Doch auch bei geschlossenen Fenstern wird es im Gewächshaus kalt, wenn die Heizung ausfällt. Dies liegt einfach daran, dass alle Materie Wärme leitet, insbesondere Glas. Und Glas ist, im Gegensatz zu stillgestellter Luft, ein guter Wärmeleiter. So können Personen in einem Auto erfrieren, wenn es in Schneewehen stecken bleibt und die Heizung ausgeht.

Selbst in einer perfekt isolierten Kaffeekanne wird mit der Zeit der Kaffee kalt, denn es gibt drei Arten von Wärmetransport: den durch Strahlung, den durch Leitung und den als Massentransport durch Konvektion. Alle drei Arten treten immer gleichzeitig in der Natur auf. Bei der theoretischen Modell-Konstruktion von der Erde als „Treibhaus“ wird der Wärmetransport durch Leitung und der durch Konvektion, der allen Kumuluswolken zugrunde liegt, vernachlässigt.

Es kann von Natur aus keinen „natürlichen Treibhauseffekt“ geben. Unstrittig ist, dass die Erde durch ein „offenes Strahlungsfenster“ von der Sonne mit Energie in Form elektromagnetischer Strahlung versorgt wird. Diese wird von der Erdoberfläche absorbiert, was am Tage zu einer Erwärmung führt. Die Erde strahlt aber immer, bei Tag und bei Nacht, je nach Temperatur Energie als unsichtbare Wärme- oder Temperaturstrahlung ab. Der Tag-Nacht-Rhythmus spiegelt sich im Tagesgang der Temperatur wider. Bei wolkenlosem Himmel sind die Unterschiede zwischen den Maximum- und Minimumtemperaturen besonders groß.

Noch nie wurde bei windstillen Wetter und sternklarem Himmel eine Temperaturerhöhung durch „Gegenstrahlung“ beobachtet oder gemessen. Im Gegenteil, der ausstrahlende Erdboden kühlt sich ab und überträgt diese Abkühlung auf die aufliegenden Luftschichten, so dass eine Bodeninversion entsteht. Infolge der Sonnenstrahlung ist der Boden am Tage die „Heizfläche“ für die aufliegende Luft und in der Nacht ist er die „Kühlfläche“. Dies liegt an der physikalischen Tatsache, dass im Bereich der Infrarotstrahlung der Erde ein stets offenes Strahlungsfenster existiert, dass trotz der Absorption der „Treibhausgase“ nicht geschlossen werden kann.

Der Vergleich der Erde mit einem „Treibhaus“ ist unstatthaft, weil er zwei wesentliche natürliche Wärmeübertragungsprozesse unberücksichtigt lässt. Wie wichtig die Konvektion zur Kühlung der Erde ist, zeigt das Flimmern der Luft über heißen Asphaltflächen bei heißem Wetter. Bei solch einem Wetter müssen die Gewächshäuser geöffnet, belüftet und beschattet werden, damit die Pflanzen vor Hitze nicht absterben. Die Erde mit ihrer Atmosphäre ist ein „offenes Ökosystem“, kein „Treibhaus“.



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