Nachlese zum Hamburger Wetterexpertengipfel


Oppenheimer Werkstatt für Wetterkunde – Dr. Wolfgang ThüneEs ist wohl den meisten entgangen: Am 13. August 2011 veranstaltete die Bild am Sonntag ein Wetterexpertengipfel und berichtete unter der Überschrift „Sau-Wetter-Gipfel“ groß darüber am Sonntag, 14. August 2011. An einem Tisch unter zwei großen Regenschirmen präsentierten sich die vier geladenen Wetterexperten. 1. Prof. Dr. Jochem Marotzke, Chef des Max-Planck-Institutes für Meteorologie in Hamburg. 2. Prof. Dr. Mojib Latif, Klimaforscher am Leibniz-Institut für Meeres-Wissenschaften an der Universität Kiel. 3. Wolfgang Seifert, Leiter der Seewetterzentrale beim Deutschen Wetterdienst in Hamburg. 4. Dominik Jung, Diplom-Meteorologe von Wetter.net.Die von diesen Wetterexperten präsentierten Erkenntnisse waren so umwerfend und erheiternd, dass sie hier kurz dokumentiert und kommentiert werden sollen. Hier die Kernaussagen: Prof. Dr. Marotzke: „Wir wissen, dass es im Winter eher kalt und im Sommer eher warm wird.“ Prof. Dr. Latif: „Nicht das Wetter spielt verrückt, sondern wir Menschen.“ Wolfgang Seifert: „Dieser Sommer ist in der Tat schlecht.“ Dominik Jung: „Wetterextreme gibt es immer wieder.“Wenn Prof. Marotzke seine Aussage als aktuellen Wissensstand verstanden wissen möchte, dann irrt es ganz gewaltig. Das wussten nicht nur unsere Vorfahren vor tausenden von Jahren, das wussten vorher schon die Pflanzen. Bevor der Winter einbricht und Frost das Pflanzenleben gewaltsam beendet, werfen diese im Herbst ihr Laub ab, um dann im Frühjahr, wenn die Tagestemperaturen ein bestimmtes Maß überschritten haben, wieder von neuem zu ergrünen. Unsere Vorfahren wussten auch, das zur Zeit der Wintersonnenwende die Nächte circa 16 Stunden lang sind und die Sonne in Hamburg (53,55N) maximal 12,95 Grad über dem Horizont steht. Zur Sommersonnenwende sind die Tage 16 Stunden lang und die Sonne steht fast 60 Grad über dem Horizont.
Meteorologe Domink Jung hat zwar recht mit seiner Aussage von den immer wiederkehrenden Wetterextremen, doch sie ist so allgemein gehalten, dass ihre Aussagekraft wie ihr Aussagewert praktisch null sind. Wenn das die Quintessenz eines Meteorologie-Studiums ist, dann lässt das auf einen gewaltigen Verlust an Qualität bei der Hochschulausbildung schließen.Weichgespült und nichtssagend ist auch die Feststellung von Meteorologe Wolfgang Seifert. Doch was bedeutet seine Wertung, der Sommer ist schlecht? Das Wort Sommer ist eine Bezeichnung für eine Jahreszeit, sonst nichts. Dem Sommer auf der Nordhalbkugel entspricht der Winter auf der Südhemisphäre und umgekehrt. Der Sommer kann nicht gut oder schlecht sein. Es gibt auch kein gutes oder schlechtes Wetter, gleichgültig welche Jahreszeit man nimmt. Dies ist eine persönliche Ansichts- und Geschmacksache, die von persönlichen Wünschen geprägt ist. Außerdem steht es uns Menschen nicht zu, dem Wetter Schulnoten zu geben. Zum Glück können wir das Wetter auch mit der Beschimpfung „Sauwetter“ nicht beleidigen!Den Nagel auf den Kopf getroffen hat Prof. Latif mit seiner treffenden Bemerkung, dass nicht das Wetter, sondern der Mensch verrücktspiele. Nur hätte er dabei mit dem Finger auf sich zeigen sollen, denn er als Mensch spielt nicht nur besonders verrückt, er macht auch seit Jahrzehnten die Menschen mit Horrorbotschaften zunehmend verrückt. Er spielt das Superorakel, das aus dem hohlen Bauch heraus seit vielen Jahren die tollsten Wetter- und Jahreszeitenprognosen abgibt, am liebsten für die Zeit nach dem Jahr 2050. Heute füllt er gerne die Schlagzeilen und genießt das Rampenlicht der Medien, doch zur Stunde der Wahrheit ist er längst pensioniert und mit 95 Jahren aufwärts wird er wohl kaum noch zur Rechenschaft für seine Orakelsprüche, die absolut nichts mit Prognosen oder Vorhersagen zu tun haben, gezogen werden können.Man kann es auf dem Bild nicht erkennen, aber ist Prof. Latif nicht blass oder rot geworden bei den Worten seines Mitexperten Prof. Marotzke? Der sagte klipp und klar: „“Wir können sagen, wie das Wetter kommende Woche wird, mehr nicht. Langzeitprognosen funktionieren nicht.“ Hier wäre die Formulierung „voraussichtlich werden wird“ ehrlicher gewesen bei der hohen Fehlerhäufigkeit von Wochenvorhersagen. Doch Prof. Latif bleibt wie immer das Fähnchen im Winde und assistiert flugs: „Jahresvorhersagen in unseren Breiten funktionieren einfach nicht.“ Doch dieses sein Geschwätz interessiert ihn morgen nicht, wenn er zum wiederholten Mal droht, dass die Winter in Norddeutschland bald schneefrei bleiben werden und die Sommer heißer und trockener, aber mit erhöhtem Unwetterpotential, denn diese Floskel ist Mode und darf keinen Abend in den diversen Wetterberichten fehlen.Zum Schluss stellte Prof. Marotzke, dessen Institut in einem modernen Glaspalast untergebracht ist, fest, dass der verregnete Sommer für die Arbeitsmoral prima gewesen sei. Besser wäre der Ausdruck „Arbeitsklima“ gewesen, denn die Moral ist wetterunabhängig. Nur in geschlossenen Räume kann der Mensch das Raumklima so einstellen, wie es für ihn günstig ist. Das gilt auch für das Gewächshausklima zur Pflanzenzucht. Unter freiem Himmel macht das Wetter weiter, was es will, ohne auf den Menschen Rücksicht zu nehmen. Das Klima gehorcht auch nicht dem Menschen, sondern allein dem Wetter, denn von diesem ist es statistisch abgeleitet. Wie sagte Prof. Latif?: „Das Klima betrachtet einen Zeitraum von mindestens 30 Jahren. Das Wetter ist das, was aktuell passiert.“ 30 Jahre aktuelles und jederzeit dynamisches Wetter werden nach 30 Jahren vom Mensch in starre statische Werte umgerechnet. Und davor haben wir Angst?Warum lassen wir uns die „Klimakatastrophe“ einreden? Irgendetwas spielt wohl in uns allen verrückt!



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