Dialog mit einem Oberstudienrat - abends in der Kneipe.


Der Lehrer (im Folgenden mit L abgekürzt): Alles was die in unserem Land in der Schule machen, ist sparen, sparen, sparen. Wir sollen wie ein Wirtschaftsunternehmen geführt werden!
L: Da haben die z.B. aktuell einen Lehrer, den bieten sie an. Viele der Schulen suchen Lehrer genau in der Fachrichtung, wie sie der Kollege bietet. Nur, wenn dann gefragt wird, wer denn Bedarf hat, werden alle ruhig, jeder schaut nach unten und keiner meldet sich.Ich (im Folgenden mit I abgekürzt): Warum?L: Die Schule, die sich meldet, bekommt ihn zugeteilt, und wird ihn dann nicht mehr los. Der Kollege steht im Ruf, schlecht zu sein, und den bekommt man dann als Schule nie mehr los. So lange dieser Lehrer angeboten wird, lassen die Schulleiter dann lieber die Fächer ausfallen und versuchen dies zu kaschieren, anstatt dass sie diesen Lehrer nehmen.L: Ich habe übrigens die Lateinzwischenprüfung geschafft. Zwanzig Kollegen machen die Ausbildung mit, vier haben die Zwischenprüfung nicht geschafft.I: Habe ich das falsch verstanden? Welche Prüfung? Ich denke, Du bist Lehrer, da bist Du doch der, der prüft.L: Ich mache eine Zusatzausbildung als Lateinlehrer.I: Wie das?L: Dann kann ich auch dieses Fach zusätzlich unterrichten. Macht mir Spaß. Hätte ich früher gewusst, wie gut mir Latein gefällt, hätte ich dies gleich studiert. Ich bräuchte die Zusatzausbildung zwar nicht zu machen, mache sie aber freiwillig, um dann auch Latein unterrichten zu können.I: Find ich stark, klasse!L: Viele von denen, die die Ausbildung mitmachen, unterrichten schon lange Latein, obwohl sie es nicht dürften. Sind halt sonst keine Lehrer da. Es ist schon schwer heute. Im Fach Ethik beispielsweise: Da sind einige Schüler, die sagen, sie glauben sowieso an nichts. Dann sind da türkische Kinder, die Islamisten sind und hier einseitig vorgeprägt. Das darf man aber so nicht sagen, dann hat man direkt eine Klage. Wenn man sie fragt, ob sie
Alewiten oder Schiiten sind, wissen sie dies zwar nicht, aber Parolen kennen sie. Türken sind allermeistens Alewiten. Dann habe ich ein kurdisches Mädchen, hochintelligent. Da gibt es auch schon mal Spannungen mit den türkischen Jungs.I: Und, wie löst ihr dies?L: Bekommen wir gut in den Griff, wir reden und lösen die Probleme, meist Missverständnisse, Vorurteile. Das zu lösen, klappt gut bei uns.I: Sehr schön, klasse, dies gefällt mir, halte ich für wichtig und gut.L: Dann haben wir Ukrainer, dann Weißrussen, Iraker. Ich muss ganz generell vorsichtig sein mit irgendwelchen Aussagen, die dann als religiöse Beeinflussung missverstanden werden könnten. Ich hätte dann schnell Ärger.I: Nun ja, ist aber auch interessant.L: Ja, und eigentlich besser als früher. Wenn ich an meine Schulzeit denke. Mit Mädchen hatten wir gar nichts zu tun, streng getrennt, auch nicht mit evangelischen, ich bin katholisch. Ich kannte in dem Viertel, in dem ich aufwuchs, nur katholische Kinder und Jugendliche. In der Schule und im Kindergarten waren wir von den evangelischen Kindern streng getrennt. Da ist es heute doch viel besser.L: Da gibt es aber auch Kollegen, die machen gar nichts. Die geben den Kindern z. B.  Unterlagen zum Lesen, ohne weitere Erklärung. Die Kinder verstehen dann nichts. Von der Formulierung und den Fachbegriffen und den Inhalten generell. Aber dies interessiert die Kollegen dann nicht weiter. Wenn ich das und Anderes sehe, möchte ich ab und zu den ganzen Mist hinwerfen. Vielleicht bekomme ich ja auch einmal einen Herzinfarkt. Wenn solche Kollegen, nichts, rein gar nichts machen, kannst Du dagegen nichts machen. Es ist frustrierend.I: Hm, ich habe ein System, welches zur Leistungssteigerung der Schule führen würde. Was für alle gut wäre, für Schüler, für Lehrer, für die Eltern, für die Gesellschaft.L: Es regiert nur der Rotstift. Die Politiker sagen den Leuten, wir gingen individuell auf jeden Schüler ein. Die Realität ist ganz anders.I: Selbstmarketing nennt man dies, glaube ich. Marketing für die politische Partei, für die amtierende Regierung, Augenpulver für die Leute.L: Wir haben Zertifizierungsprogramme. Da wird sich dann vorbereitet auf das, was zertifiziert wird. Und wenn wir die Zertifizierung hinter uns haben, wird genau wie vorher weitergearbeitet.I: Ist ’ne Showveranstaltung, Selbstberuhigung. Neulich habe ich von einem Kollegen, der Schulen zertifiziert hat, Erstaunliches gehört. U. a. bei gleichen Aufgabenlösungen in Klassenarbeiten - das passiert, wenn z. B. einer beim anderen abschreibt - sind trotzdem gravierend unterschiedliche Benotungen erfolgt. So was hat er festgestellt. Er schilderte
viele Sachen, die skandalös sind und nach Veränderungen schreien.I: Insgesamt habe ich den Eindruck, das System wird seit Jahrzenten verschlimmbessert. Aus meiner Sicht müsste die Schule so sein, dass jeder, der seine Schullaufbahn beendet, oder vielleicht 95 % jedenfalls, die Berechtigung haben, den Weg ihrer Wahl zu gehen. Z. B studieren, was man möchte, oder eine Lehre machen oder was auch immer. Heute werden die Schüler in diesem System von Beamten für Beamte ausselektiert statt ausgebildet. Ca. 70 % unserer Studenten sind Kinder von Beamten.L: Das glaube ich nicht, das kann nicht stimmen.I: Ich habe dies aus einer Grafik, die in den VDI Nachrichten publiziert wurde. Die Grafik habe ich eingescannt und in einen Artikel in unserer Homepage eingefügt. Er ist in www.scwt.de dort unter Publikationen in dem Artikel: „Mitteleuropa, Beginn des 21. Jahrhunderts – noch ein wenig Dunkel am Ende des Tunnels“, dort auf der Seite 2.L: In den USA haben sie ein anderes System, da kann ja jeder studieren.I: Ich kenne das System in den USA nicht, man könnte aber das hiesige System mit einigen Modifizierungen so ausrichten, das es sich selbst verbessert und quasi per System aus sich selbst interessiert wird, möglichst viele Schüler möglichst gut auszubilden. Und von „Unten“, von Seiten der Lehrer, würde Druck auf Verbesserungen aufgebaut. Heute dürfte es eher so sein, dass Lehrer, die besonders engagiert sind, von Kollegen oder von irgendwelchen vorgeschobenen Vorschriften ausgebremst und ruhig gestellt werden.L: Unser Rektor ärgert sich über Kollegen, die faul sind. Und über einige Lehrerkollegen, die alles Andere machen und nur wenig als Lehrer arbeiten. Z.B. ist ein Kollege Oberstleutnant der Reserve und möchte Oberst werden. Er ist oft auf Reserveübungen. Ein anderer ist Springreiter und ständig auf irgendwelchen Turnieren. Die können das machen
und fehlen dann in der Schule.I: Sorry, ich will ja nicht lästern, tue es nun aber doch ein wenig. Wenn die Kollegen ihre sonstigen Verpflichtungen in den Schulferien wahrnehmen würden, die ja durchaus beachtlich sind, würde dies den Rektor wohl kaum stören. – Die Kollegen arbeiten in Schulen, die von der Gesellschaft, anscheinend ohne direkten Leistungsbezug der dort Beschäftigten, aus unseren Steuern und Abgaben gut bezahlt werden. Wenn sie stattdessen in kleineren Firmen arbeiten würden, wäre dies anders. Sie würden schnell merken, wenn sie für Kunden – in diesem Fall Schüler - keine guten Leistungen mehr brächten, wäre ihr Job und ihre gutes Einkommen schnell in Frage gestellt. Dieses Regulativ fehlt in der steuerfinanzierten Schullandschaft.L.: In Finnland suchen sie die Lehrkräfte intensiv aus. Nur die Besten werden dort Lehrer.I: Kann sein, weiß ich nicht, die haben jedenfalls in den 70iger Jahren ihr System reformiert, was im Endeffekt auch nun zu einem nachhaltigen Wirtschaftsaufschwung in diesem Land führte. Aber wir sind hier in unserem gewurschtelten System und müssen dieses nun reformieren. Wenn Du willst, kann ich Dir die Ansätze dazu nennen.L: Die arbeiten hier nur mit dem Rotstift, wollen die Schule wie ein Wirtschaftsunternehmen führen.I: Wir können ja lustig weiterjammern. Willst du nicht einmal das System von mir hören, wie man die Schule nachhaltig verbessern könnte, dauert nur zwei Minuten, bis ich Dir die Grundzüge erklärt habe.L: Zwei Minuten, dann erzähl mal.I: In dem System erhält jeder Schüler aktuell, dies kann sich alle paar Monate auch ändern, einen individuellen Punktewert, je nach Schwierigkeitsgrad für die Schule. Ein Lehrer erhält dann den entsprechenden Punktewert auf ein individuelles Punktekonto, wenn der Schüler in seinem Fach das Klassenziel erreicht hat, also in seinen Noten mindestens eine Note 4 erhält. So wird jeder Schüler mit seinem individuellen Erfolg wichtig für den Lehrer.L: Dann schreibt der Lehrer Gefälligkeitsnoten.I: Selbstverständlich kann es notwendig werden, dass man Qualitätskontrollen einführt. Z.B. können die Klassenarbeiten anonymisiert werden und so anderen Lehrern, die ebenfalls das Fach unterrichten und die Arbeiten beurteilen können, zur Überprüfung der Benotung angeboten werden. Für diese Prüfung können sich die Lehrer dann Zusatzpunkte erarbeiten.L: In Hamburg haben die ein System, da bekommen Lehrer oder Schulen besonders hohe Punkte, wenn sie in einem sozialen Brennpunkt sind. Das ist dann solch ein System.I: Nein, das hat so mit dem von mir vorgeschlagenen System nichts zu tun. Das ist wie ein Auto ohne Räder. Bei mir gibt es Punkte für Leistung der Lehrer und Schulen, nicht für die Schwierigkeit des Jobs. Nur für das Ergebnis, d.h. für Schüler, die das Klassenziel erfolgreich geschafft haben. Leistung und Ergebnis zählen, aber nicht Dokumentation, wie schwer man es hat.L: Die Eltern sind aber oft auch ganz schwierig und benehmen sich falsch. Die müssen mehr machen.I: Papperlapapp, ich weiß, dies wird in der allgemeinen Lufthoheit in den Pressemedien von
Lehrern und selbst ernannten Fachleuten so oft zum Besten gegeben und wiedergekäut.  Deswegen ist es aber trotzdem so nicht richtig. Das ist im übertragenden Sinne so, als wenn die Verkäufer eines Einzelhandelsgeschäfts z.B. sagen würden, bevor die Kunden bei uns kaufen dürfen, müssen sie sich erst gut kleiden, müssen wissen, wo bei uns die Waren stehen, wir zeichnen diese nicht selbst aus, sie müssen ihre Rechnung selbst  zusammenrechnen, etc. Dieser Händler wäre sofort weg, pleite. Die Kunden würden wegbleiben. Nein, die Lehrer werden für die Ausbildung der Kinder bezahlt, sie sind dafür ausgebildet, sie sollten es zumindest sein. Die schulische Bildung ist der Auftrag und liegt in der Verantwortung der dafür beschäftigten Lehrer und Schulen. Und wenn in einem Land Schüler vergleichsweise schlecht gebildet werden, ist dies eindeutig das Versagen von Lehrern und Schulen, nicht von Eltern oder sonst jemandem. Ihre eigenen Kinder bekommen
die Lehrer meistens gut durch. Die anderen Eltern sind Krankenschwestern, Bauarbeiter, Kraftfahrer, Ärzte, Manager, Hausfrauen und –männer, Elektriker, Sozialarbeiter, Pförtner, Programmierer, Polizisten, Redakteure, Verkäufer, Handwerker, Architekten, etc. Sie haben einen Job und andere Fähigkeiten. Sie sind keine Lehrer/ Pädagogen, die sich mit den in den Schulen unterrichteten Fächern auskennen. Nein, diese Last auf die Eltern zu  übertragen ist ein zu billiges Ablenkungsmanöver. Wenn die Lehrer motiviert sind und Vorteile haben, wenn Kinder die Klasse schaffen, wie mit dem genannten System, werden sie von sich aus auch einmal auf Eltern zugehen. Ich habe beispielsweise noch nie erlebt, dass einer der vielen Lehrer meiner Kinder mich einmal besuchen wollte, um sich vielleicht ein Bild über mich und meine Situation zu machen, um so vielleicht besser auf die Kinder einzuwirken zu können. Das haben sie heute nicht nötig. Sich in der Schule darauf zu reduzieren, Sachen einfach vorzutragen, und die Kinder und deren Eltern sollen halt schauen, wie sie es dann lernen, dies ist bei weitem zu wenig. Dazu brauchen wir die teuren
Schulen nicht, dies ginge mit modernen Medien viel, viel preiswerter.L: Das System, das Du vorschlägst, klappt nur, wenn die Punkte mit Geld verknüpft werden.I: Ich denke, dies ist falsch. Vielleicht später einmal, und dann auch nur in einer indirekten Form. Keinesfalls zu Beginn. Generell denke ich, inzentive Systeme sind Misstrauenserklärungen den Mitarbeitern gegenüber. Man unterstellt ihnen damit, dass diese nicht von sich aus motiviert und gut arbeiten wollen. Lehrer sind in unserem Land nicht die Unterbezahltesten, dies lebenslang, im Gegensatz zu vielen anderen Berufen. Hier sollte erst mal nichts mit Geld gemacht werden.L: Dann macht keiner was. Die Faulen sind weiter faul.I: Nun ja, aber dann wird deren Faulheit klar und transparent. Und für die, die sich erfolgreich um ihre Schüler kümmern, wird dies auch transparent. Und dass ein Schulleiter gar keinen Einfluss auf das Verhalten und die Arbeitsweise eines Lehrers hat, kann ich mir eigentlich nicht vorstellen. Es könnte ja durchaus sein, dass ein Lehrer einmal eine interessante Weiterbildung machen möchte, oder vielleicht nach Sonderurlaub nachfragt. Ich weiß nicht, was es sonst noch so Wohltaten in der Schule gibt, und da könnte doch Ermessensspielraum beim Schulleiter sein. Und wenn ein Lehrer in seinem Punkteergebnis
z.B. im unteren Drittel im Vergleich zu seinen Kollegen ist, bekommt er halt die gewünschten
Vergünstigungen nicht.L: Erst müssten wir mal Anderes verbessern, wir brauchen mehr Mittel und mehr Lehrer.
I: Komm, verwässere nicht. Wenn das System eingeführt würde, würden die Lehrer von sich
aus aktiv an Verbesserungen arbeiten. Der Druck nach Verbesserungen, echten  Verbesserungen, die den Lehrern helfen, möglichst hohe Punkte zu erzielen, d.h. möglichst viele Kinder zum Erfolg zu führen, würde dramatisch und zielgerichtet steigen und Erfolg haben. Der Wunsch nach kleineren Klassen würde vermutlich schnell verschwinden, denn dies bedeutet weniger potentielle Punkte zu verdienen. Nein, mehr Kinder und nach Möglichkeit alle durchbringen, dies wäre die oberste Prämisse jeden Lehrers. Das wird dann etwas ganz Anderes und viel qualifizierter als solches allgemeine Lamentieren, wie gerade wieder. Und jeder engagierte Lehrer bekommt dann von Kollegen Zustimmung und Unterstützung anstatt Misstrauen, dass er ein Streber sei. Nämlich jegliche Verbesserung des Systems hilft dann auch den Kollegen, mehr Punkte zu erreichen. D.h. mehr Kinder besser zu unterrichten.L: Wie willst du denn die Kinder werten, dies ist doch wahnsinnig schwer.I: Glaub ich nicht, man könnte z.B. Noten des Vorjahres als Maßstab nehmen, oder/ und das Alter, den familiäre Hintergrund, das Geschlecht, etc. Aber ich glaube, selbst wenn man keine Nivellierung vornähme, wenn jeder Schüler, gleich ob schwer oder einfach handhabbar, gleich gewertet wäre, so würde das System auch greifen. Denn auf einmal führt jeder Schüler, den man durchbringt, zur Erhöhung des eigenen Punktekontos des Lehrers. Der Spieltrieb, Jagdtrieb, die Jagd auf Punkte wird hier geweckt. D.h. die Arbeit macht jedem Lehrer auch wieder mehr Spaß, man zielt auf Erfolge und kann sie quantifiziert sehen und präsentieren, wenn man denn möchte. Man kann seine Erfolge qualifiziert messen und
vergleichen, objektiv. Lehrer sind dann kein verwaltetes Glied in einem Moloch von Behörde, nein, sie können sich aktiv mit ihrem Engagement Punkte verdienen. Und, um keinen bloßzustellen, bräuchte man die Punkte noch nicht einmal offen zu legen. Nur dann, wenn einer etwas Besonderes will, sollte er sie seinem Vorgesetzten zeigen, der die  Vergleichswerte kennt.I: Und ein Klassenlehrer, was macht der eigentlich, wenn ich mit ihm über mein Kind rede? Er kann nur von sich und seinem eigenen Fach reden, von den anderen Fächern weiß er nichts.L: Das stimmt, zum Teil arbeiten Kollegen jahrelang an einer Schule und kennen sich nicht untereinander, dies gibt es. Die arbeiten nur für sich.I: Und dies würde bei dem System anders. Der Klassenlehrer bekommt natürlich auch Punkte für alle Kinder seiner Klasse, die das Klassenziel erreichen, nicht nur für die Kinder in seinem Fach. Und damit hat er ein Interesse, dass seine Lehrerkollegen ihre Schüler besser unterrichten. Und der Schulleiter ebenso, der ebenso dann am Erfolg aller Schüler der Schule partizipiert. Heute verwaltet er eher, teilt Lehrer ein, so dass er nach Möglichkeit
die vorgeschriebenen Fächer und Stunden mit Lehrern abdecken kann. Reine Verwaltung. Mit den Punkten würde er auch drauf achten, dass sich die Lehrer Mühe geben, ihre Kinder durchzubekommen gut und zu unterrichten. Schulleiter, Klassenlehrer, Lehrer haben dann das gleiche Ziel, Kinder erfolgreich zu unterrichten. Der Erfolg wird transparent und dokumentiert. Von Kollegen, die noch besseren Erfolg haben, kann man dann abschauen und lernen, was diese besser gemacht haben.L: Vielleicht funktioniert das System ja.I: Klar, Du würdest erleben, wenn das System eingeführt würde und die ersten Wehwehchen, die bei so was auftreten, durchgestanden sind, werden gänzlich neue Töne kommen. Wie gesagt, u.a. würden Lehrer verstärkt Interesse an mehr Schülern statt an weniger haben.L: Das geht in einigen Fächern gar nicht.I: Kann sein, du bist der Lehrer, vielleicht geht es in einigen Fächern nicht, in anderen geht es dann dafür. Wir sollten generell aufpassen. Wenn wir so etwas Neues hören, wie Du nun dieses System, so sind wir alle meist schnell dabei zu überlegen und zu suchen, warum es denn nicht geht. Nein, wir müssen überlegen, warum es geht und was wir machen müssen, dass es geht. Sonst kommen wir nie weiter.L: Und wer soll es einführen?I: Tja, das ist die erste zu lösende Aufgabe. In den Ministerien sind die leitenden Beamten wohl ständig mit vielen Sachen beschäftigt und möglicherweise mit Sonstigem zu überfordert, um sich mit befreienden Konzepten für die Zukunft zu beschäftigen. Die politischen Spitzen machen Politik und Selbstmarketing und sind für die Implementierung eines solchen Konzeptes wohl nicht zuständig. Die Lehrer hängen als verwaltetes Glied in dem System und haben sonst wenig zu melden. Sie wirken in Richtungen, die ihnen ihren Job leichter machen sollen, wie z.B. die Eltern sollen mehr machen, die Klassen sollen kleiner werden, es soll bessere Vorschulen geben, etc. Sie wirken aber nicht in eine Richtung, die ihre eigene Leistung fordern und fördern und transparent machen würde. Dies ist tabu, sonst wäre man ja ein Nestbeschmutzer. Ich hoffe aber, dass man vielleicht den einen oder anderen Schulleiter oder Ministerialbeamten oder Minister findet, der den Nutzen des eben beschrieben Modells erkennt und der echt etwas verbessern möchte und es für einen überschaubaren Test beauftragt. So einfach das System auch erscheint - ich habe
das Konzept im Zuge meiner Promotion entwickelt und kenne es gut – so viele Fallstricke gibt es bei einer Realisierung. Insbesondere, wenn man es nicht in all seinen wesentlichen Eckpunkten verstanden und verinnerlicht hat. Und ich glaube, bin fest überzeugt, wenn man es richtig testet, wird es den ganzen Apparat dazu führen, sich aus sich heraus zu hoher Leitungsfähigkeit auszurichten. Wenn Du mehr zu der Idee erfahren möchtest, schaue in die Homepage www.scwt.de - dort sind unter der Rubrik „Publikationen“ und dann  "Auftragsbörse“ oder z.T. in „Diskussionsforum Schule und Ausbildung“ und auch in verschiedenen der archivierten Newslettern weitere umfangreiche Informationen.



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