Erreicht das globale Klima-Mobbing bald sein Klimax-Stadium?



Nach den kläglichen Misserfolgen der drei letzten Weltklimakonferenzen in Kopenhagen 2009, Cancún 2010 und Durban 2011 ist schon jetzt absehbar, dass auch Katar 2012 keine Rettung des 1997 in Kyoto festgeschriebenen Protokolls zur Rettung der Welt vor dem drohenden Klimakollaps bringen wird. Dabei hatte der Weltklimarat 2007 in einem Wahnzustand geistiger Umnachtung für 2020 bereits den klimatischen Weltuntergang vorhergesagt. Danach wäre alles, was jetzt noch passiert, sinnlos und purer Aktionismus, ein Tanz auf dem Vulkan.

Wie bitter ernst die Lage sei, rief in Durban Südafrikas Präsident Jacob Zuma bei der Eröffnung den Delegierten zu: Der Klimawandel sei „eine Frage von Leben und Tod“! Christiana Figueres, die Generalsekretärin der UNO-Klimarahmenkonvention, meinte pathetisch: Zur Debatte stehe „nichts Geringeres als die überwältigendste energietechnische, industrielle und verhaltensrelevante Revolution der Menschheitsgeschichte.“ Die „Große Transformation“, die der Wissenschaftliche Beirat für Globale Umweltveränderungen WBGU forderte, verlangt vor allem Indoktrination und Bewusstseinsveränderung. Die Bildung reduziert sich künftig auf Bewusstseinsbildung. Das Wissen um die Wirklichkeit bleibt dabei auf der Strecke. Auf das gefühlte Klima kommt es an, nicht das erlebte Wetter!

Der Weltklimarat mitsamt der Gemeinde an Klimaexperten, Klimapolitikern, Klimapropheten, alle werden demzufolge in einer konzertierten Großaktion alle Register der Massenpsychologie wie Massensuggestion ziehen müssen, um ihre Pfründe zu wahren und den düsteren Prophezeiungen den Anschein von Plausibilität zu geben. Die jährlichen Wallfahrten der Klimaapostel können als Ritual nicht geopfert werden. Dabei wird ihnen jedes propagandistische Mittel recht sein, können sie doch darauf vertrauen, dass dieses Spiel die überwiegende Mehrheit der Medien mitspielen wird. Auch können sie blind auf die Leichtgläubigkeit und Wissenschaftshörigkeit der Massen vertrauen, deren Dummheit nach Albert Einstein unendlich ist. Weil der Vorsitzende und Friedensnobelpreisträger 2007 des Weltklimarates, Rajendra Pachauri, nicht ganz sicher ist, denkt er schon mal daran, die „Klimaleugner“ im Weltall zu entsorgen: „Vielleicht könnte es ein Ticket ohne Rückfahrt sein, aber ich bin nicht sicher, ob der Weltraum sie verdient hat.“

Glaube nun gar keiner, dass es den Klimaschutzjüngern dabei an Phantasie mangeln würde. In dem 1799 von Friedrich Schiller (1759-1805) geschriebenen „Lied von der Glocke“ heißt es: „Gefährlich ists den Leu zu wecken, verderblich ist des Tigers Zahn, jedoch der Schrecklichste des Schrecken, das ist der Mensch in seinem Wahn.“ Ist der Mensch einmal von einem Wahn befallen, dazu zählt auch der Klimaschutzwahn, dann wird es höchstgefährlich. Dies ist besonders der Fall, wenn der Mensch vom Weltverbesserungswahn befallen ist. Wer sich als „Gutmensch“ sieht, hält sich für erleuchtet und fehlerfrei, ist sich in seiner missionarischen Besessenheit, die Welt zu verbessern und vom Unheil zu bewahren, keines Unrechts bewusst. Seine zu einem Weltbild gewordene Idee ist die einzig logische und damit wahre Idee. Sie muss umgesetzt werden, auch wenn dabei die Welt Schaden nimmt. „Wo gehobelt wird, fallen Späne“!

Auf der Klimabühne wimmelt es von solchen Figuren, die besessen sind von dem Glauben, berufen zu sein, die Welt vor dem Klimauntergang zu retten. Sie sehen in ihrem wahnhaften und blind machenden Eifer nicht, welche Konsequenzen ihr Handeln nach sich ziehen würde, kämen sie an ihr Ziel. Die Erdgeschichte zeigt, dass die Mitmenschen oder die Natur immer noch rechtzeitig korrigierend eingegriffen haben, um das Allerschlimmste zu verhindern. So richtig es ist, für eine atomwaffenfreie Welt zu demonstrieren, so unsinnig ist die Forderung nach einer atomfreien Welt. So blödsinnig dies auch ist, ständig kann man diesen Quatsch in den Medien lesen. Man mag durchaus für CO2-Reduktionen eintreten, aber CO2-freie Städte, eine CO2-freie Gesellschaft als Ziel zur Rettung des Globalklimas anzustreben, ist absoluter Schwachsinn und kann nur im Zustand geistiger Umnachtung erhoben werden. Dann sind mit einem die ideologischen Reitpferde durchgegangen, wird man die Geister, die man rief, nicht mehr los.

Längst sind die Zeiten, wo man mit Forderungen wie „weltweite CO2-Emission muss drastisch gesenkt werden“ Aufmerksamkeit erregte, vorbei. Das gesellschaftliche Klima bedarf speziellerer Reize. Die Meldung von Max-Planck-Forscher aus Rostock „Rentner sind mit Abstand die größten Klima-Killer“ ist da schon zugkräftiger. Sie spricht zudem mehrere Bewusstseinsebenen an, kann auch den Altersneid stimulieren und politisch als Aggressionsmehrzweckwaffe eingesetzt werden. Aussagen über „die Treibhausgas-Bilanz des Essens“ können Einfluss auf das Konsumverhalten nehmen und das Verbrauchsklima verändern. Mit der Bekämpfung des Klimawandels fördert man den Klimawandel, doch wer versteht schon die Ironie, die dahinter steckt? Wie tröstlich ist es doch, durch ökologische Modernisierung zu verhindern, dass das Klima umkippt.

Diese tröstliche Zuversicht wird abrupt zerstört durch Schlageilen wie „Das Klima lässt sich nicht reparieren“ (ZeitOnline v. 5.10.2011): „Zu teuer, zu riskant, zu umstritten: Wissenschaftler sehen kaum Chancen für das sogenannte Climate Engineering. Die Folgen der Klima-Manipulation seien nicht abzusehen.“ In Großbritannien laufen Vorbereitungen zum Spice-Projekt. An einem gigantische Helium-Ballon hängen mehr als 20 km lange Schläuche, über die Salzwasser und Schwefeldioxid in die Stratosphäre gepumpt und versprüht werden. Die feinen Schwebteilchen sollen die Sonnenstrahlung reflektieren und so die Luft kühlen. Kostenpunkt? 5 Milliarden Euro pro Jahr! Ähnliche Gedanken verfolgt Sabrina Schulz in Berlin bei der „Stiftung neue Verantwortung“. Ihr Ansatz heißt „Solar Radiation Management“. Auch ihr geht es darum, die Sonneneinstrahlung auf die Erdoberfläche zu reduzieren, um so den Treibhauseffekt zu verringern. Irgendwie unlogisch, oder? Es wurde uns immer wieder vorgerechnet, dass die Sonneneinstrahlung so schwach ist, dass sie nur die Erde auf -18° C erwärmen könne. Die Erde wäre ein Eisbrocken ohne Leben. Und nun soll die Sonneneinstrahlung nochmals reduziert werden? Gleichzeitig soll das „gefährliche Kohlenstoffdioxid (CO2) aus der Atmosphäre entfernt und in der Tiefsee oder in geologischen Formationen eingelagert werden (P.T.Magazin, Nr.1, 2012). In der Medizin wird solch ein Verhalten als schizophren bezeichnet. Wer das Rollenspiel beherrscht, der fährt gut!

Doch diese Beispiele sind harmlos gegenüber dem, was sich der Bundesumweltminister Norbert Röttgen als allerneuste Klimaschutzmaßnahme ausgedacht hat. Er glaubte ja in Südafrika beim Klimagipfel damit glänzen und Kyoto noch retten zu können, indem er im Gleichheits- und Gerechtigkeitswahn den Vorschlag unterbreitete, jedem Menschen sollte gleichermaßen ein gleicher „CO2-Fußabdruck“ von 4 Tonnen CO2 pro Jahr zugeteilt werden. Allein für die Flugreise dahin hätte er davon bereits 2,2 Tonnen verbraucht. Ist es einem „Vorzeigejuristen“ möglich auszurechnen, wie viel CO2 in kg ein Mensch, der in Ruhe bei einem Gewicht von 70 kg etwa 15 Liter CO2 pro Stunde produziert, im Jahr emittiert? Beim Joggen sind es, niedrig geschätzt, etwa 60 Liter pro Stunde. Müsste man da nicht sofort jeglichen Sport verbieten, alle Olympiaden und Weltmeisterschaften absagen, um das Klima zu retten? Wenn der Herr Minister gleichzeitig den Winter abschaffen würde, könnten enorme Mengen an Heizkosten eingespart werden. Dann müsste er auch den Sommer beseitigen, um die Kühlenergie einzusparen. Wie würde dann Welt als Eigenschöpfung aussehen?

Doch es wird noch lustiger, pardon ernster, trauriger. Umweltminister Röttgen schickte heute eine Pressemitteilung heraus, dass „er“ 10 Millionen bereitgestellt habe, um den „Kohlenstoff“ zu bekämpfen, aus der Welt zu schaffen. Ist er nun von allen guten Geistern verlassen? Zerfrisst ihn die Angst vor der CO2-bedingten Klimakatastrophe, dass er als schier letzten Ausweg zum Mittel des Harakiri greift? Normalerweise ist ein gebildeter Mensch auch ein wissender Mensch, doch wem es nur auf das politisch korrekte Bewusstsein ankommt, muss das Wissen als unnötigen Ballst über Bord werfen. Zum Wissen eines gebildeten Menschen gehört zu wissen, dass Kohlenstoff ein unverzichtbares, essentielles Element der Biosphäre ist. Alles lebende Gewebe ist aus organischen Kohlenstoffverbindungen aufgebaut. Aufgrund seiner besonderen Elektronenkonfiguration besitzt das chemische Element C mit der Ordnungszahl 6 die Fähigkeit zur Bildung von komplexen Molekülen. Kohlenstoffverbindungen bilden die molekulare Grundlage allen irdischen Lebens.

Man findet Kohlenstoff in der unbelebten Natur in reinster Form als Diamant, auch als Graphit oder in Form von Carbonat-Gesteinen. Der weitaus größte Teil des C ist in der Lithosphäre, der Gesteinshülle der Erde, gespeichert. In der Atmosphäre, speziell der Troposphäre, gibt es ca. 0,04 % in Form des Kohlenstoffdioxids. Diese werden dringend benötigt bei der Photosynthese zum Aufbau von Pflanzen-Masse. Wie will man die Stromversorgung mittels Biomasse sicherstellen, wenn man das CO2 aus der Atmosphäre verdammt und unterirdisch einsperrt? Was haben sich die Referenten im Umweltministerium oder im Umweltbundesamt gedacht, als sie ihren Minister derart peinlich in der Öffentlichkeit in „des Kaisers neuen Kleidern“ präsentierten? Nun steht er nackt da und weiß seine Blößen nicht zu verbergen. Hätte er nur in der Schule besser aufgepasst und gelernt, was Kohlenstoff ist und wie Pflanzen wachsen, diese Peinlichkeit hätte er vermeiden können. Er wäre nicht ins offene Messer gelaufen. Was soll er nun tun, wie sich rechtfertigen? Er sollte seine Unwissenheit bekennen und sein Haus in Ordnung bringen. Alle Fachreferenten, die ihm einen solchen Unsinn untergejubelt haben, sollte er in die Wüste schicken, bevor ihm das nächste Beinchen gestellt wird.

Hat der Bundesumweltminister nicht den Mut dazu, dann hätte er einen Orden verdient, den „Klimanarrenorden“, dies obgleich seine Klimaschutzpolitik alles andere als „lustig“ ist. Sie in der Endkonsequenz lebensbedrohlich, ja lebensgefährlich.

Dr. phil. Wolfgang Thüne, Dipl.-Met.
Oppenheim, den 25. Januar 2012



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