Preisfrage des Quartals: Placebo und Nocebo im Unternehmen?


Gerade habe ich ein Kapitel über die heutige Medizin und ihren Umgang mit Emotionen in meinem Buch beendet – da überholt mich die Wirklichkeit. Ich bin positiv überrascht, dass die Bundesärztekammer schon im Juni 2010 den Placebo-Effekt in der Medizin offiziell anerkannt hat. Sie empfiehlt, dass er in die Ausbildung der Mediziner einbezogen wird.Der Placebo-Effekt soll genutzt werden, um erwünschte Medikamentenwirkungen zu erhöhen, unerwünschte zu minimieren und Kosten zu optimieren. Der Placebo-Effekt spielt in der Medizin bei fast allen Behandlungen eine Rolle. Placebo bedeutet: ich werde gefallen – was gefällt uns denn da? Der Verum-Effekt ist der eigentliche Therapie-Effekt im Sinne der bisherigen Medizin.Der Placebo-Effekt entsteht aus positiven Erwartungen durch
> gute Gespräche mit dem Arzt,
> seiner Empathie und
> Ausstrahlung von Zuversicht.
> Der Patient fühlt sich ernst genommen und
> gut informiert.Beide Effekte zusammen ergeben den Behandlungserfolg. Dabei kann der Placebo-Effekt fast 50% ausmachen. Das wirkt auch in die negative Richtung: Fühlt sich ein Patient in der Kommunikation nicht aufgehoben, nicht verstanden und nicht ausreichend aufgeklärt oder spürt er das Vertrauen des Arztes nicht, kann eine Behandlung weniger erfolgreich sein, als das Verum es verspricht. Das nennt man Nocebo – ich werde nicht gefallen.Die Placebo-Forschung hat mehr Fragezeichen als Antworten. Die Befindlichkeit oder Einstellung eines Patienten spielt offenbar eine große Rolle. Der Placebo-Effekt ist hirnphysiologisch und anatomisch lokalisierbar. Er löst charakteristische neurophysiologische Muster aus. Eine vertrauensvolle Erwartung löst im Gehirn andere Assoziationsketten aus als eine kritische oder misstrauische. Gedanken und Gefühle lösen neuronale Muster aus, die wiederum Botenstoffe im Körper freisetzen, die auf den Körper einwirken.In einem Unternehmen, einem Projekt, einem Team kommunizieren wir täglich miteinander und verteilen dabei automatisch Placebo- und Nocebo-Effekte. Nicht als Arzt und Patient – aber als Mitarbeiter und Führungskraft, als Kollege, als Nachrichtenüberbringer.Denken Sie einmal nach, wie viele und welche Placebo-Effekte es bei Ihren Erfolgen und Teamleistungen gegeben hat? Und welche Nocebos gesetzt wurden, wenn etwas richtig daneben ging? Oder betrachten Sie einmal Ihren heutigen Tag. Haben Sie für sich selbst Placebos gesetzt? Welche? Oder haben Sie Nocebos aktiviert und welche?Es ist ja kein Wunder, dass diese Entdeckungen in der Medizin auf jeden Lebensbereich übertragbar sind. Denn was auch immer wir tun - unser Gehirn haben wir stets dabei.Preisfrage des Quartals:Wie viel Energie brauchen wir für Denken und Fühlen?
a) ca. 32% für Denken - 14% für Fühlen
b) ca. 22% für Denken - 25% für Fühlen
c) ca. 14% für Denken - 38% für FühlenSenden Sie mir einfach eine formlose Email an contact@kundermann-consult.de mit Ihrem Tipp. Aus allen richtigen Einsendungen verlose ist drei Inspirationskartensets mit je 33 Karten und Stehaufmännchen als Kartenhalter. Alle Einsender erhalten eine Checkliste mit Feedback-Regeln. Einsendeschluss ist der 31. März 2012.



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