Blogs / 2012 / Mai

Ideologische Weltbilder - Plädoyer für eine freie und soziale Gesellschaft Nr. 13/35


Ideologische Weltbilder

Die Frage, warum von einer sogenannten Umweltschutzbewegung die Erderwärmung als die größte Katastrophe in der Geschichte der Menschheit propagiert wird, lässt sich eindeutig beantworten: Kohlendioxid ist ein Produkt der Industriegesellschaft und diese wiederum in ihren Augen eine Ausgeburt des Kapitalismus. Das Thema des von Menschen verursachten Klimawandels wird daher nicht mit der erforderlichen Sachlichkeit, Toleranz und der nötigen Kompetenz behandelt, wie man es eigentlich erwarten sollte. Warum das so ist, da finden wir Antworten bei den selbst ernannten Weltverbesserern, ebenso den rechten und linken Ideologen. Insbesondere die Linken sind sehr darauf versessen, zumindest glauben sie daran, sie müssten die Welt vor einem Kapitalismus retten, der ursächlich für die Erderwärmung sei. Jutta Ditfurth brachte es aufschlussreich auf den Punkt: „Der kapitalistische Norden sorgt durch seine Produktionsweise dafür, dass die Atmosphäre und die Meere verseucht werden. Die Klimakatastrophe stammt aus den kapitalistischen Zentren, nirgendwoher sonst.“  Es wird die These vertreten, auch als bewiesen betrachtet, dass die anthropogene, auf Kohlenstoff basierende Erderwärmung eine absolute Tatsache sei. Fällt der Klimawandel weg oder lässt sich eine politische Pseudowissenschaft nicht mehr auf eine singuläre Ursachenforschung reduzieren, verlieren die vor einer Klimakatastrophe warnenden Missionare ihre Existenzberechtigung.Daher wird die Grundposition, CO²  wäre die einzige Ursache für einen Klimawandel, auch von fast allen Linken, auch Anarchisten, vertreten und unkritisch von den Umweltschutzverbänden übernommen. Sie dient dazu, gegen den umweltfeindlichen Kapitalismus zu Felde zu ziehen und für eine ökologische Gesellschaft zu kämpfen, ohne dass man merkt, geschweige ein Feeling dafür hat, dass die Existenz einer umweltfreundlichen Gesellschaft gerade von dem sogenannten Ökoimperialismus bedroht wird. Auf bestimmte Schlagworte werde ich noch näher eingehen. Zunächst sollten wir uns die Ursachen vergegenwärtigen, woraus diese Hassreaktionen resultieren.Der gescheiterte Kommunismus bewirkte bei den Protagonisten Wut, Enttäuschung, Frustrationen, und die Entwicklungen in den westlichen Industriestaaten verliefen in den vergangenen Jahrzehnten völlig anders, als von den Linken erwartet oder auch im Stillen erhofft. Zwar sah es mit dem Umweltschutz im realen Sozialismus alles andere als berauschend aus, doch dass der Kapitalismus die Existenz einer menschlichen Gesellschaft bedroht, gar vernichtet, wurde Konsens einer linken Umweltbewegung. Und mit der Kultur der 68er (der „Außerparlamentarischen Opposition“) kam die Verteufelung der Naturwissenschaften und der Technik auf und damit wurde auch jeder technologische Fortschritt als höchst schädlich abgelehnt. Als in den Betrieben EDV (Elektronische Datenverarbeitung) und CAD (Computer unterstütztes Konstruieren) eingeführt wurde, stieß diese Nutzung bei den Gewerkschaften und sogar bei den Belegschaften zunächst auf Misstrauen und Ablehnung. Dass Techniker und Ingenieure nicht das Ansehen besaßen, das sie ver-dienten, bekam ich selbst zu spüren, und ich kann mich an manches mitleidige Lächeln erinnern, wenn ich erwähnte, womit ich mir meinen Lebensunterhalt verdiente. In jenen Jahren waren die beliebtesten Studienfächer Politologie, Soziologie, Philosophie oder Kunstwissenschaften. Man reduzierte den Menschen auf ein animalisches Wesen, das in seiner Existenz die Natur ausraubte und die Welt zerstörte. In diesen Jahren waren die USA das Feindbild Nr. 1. Das resultierte nicht allein aus den Protesten gegen den Vietnam-Krieg, vielmehr gehörte der Antiamerikanismus zum Prinzip der klassenkämpferischen Sozialisten, insbesondere der marxistischen Kommunisten. Es ist gar nicht zu bestreiten, auch bei den Intellektuellen besaß die DDR mehr Sympathie als die verhasste USA. Nicht wenige, auch Gregor Gysi, trauern der DDR nach, bot sie doch Wärme, Geborgenheit, soziale Sicherheit.In jenen Jahren waren auch Zehntausende Sympathisanten von der RAF (Rote Armee Fraktion) völlig unkritisch fasziniert, verkörperte sie doch Sehnsüchte im Kampf gegen den verhassten Imperialismus. Obwohl die Globalisierung den Völkern mehr Vorteile als Nachteile bringt, Handel und Wandel Fortschritt bedeutet, münzten die Linken den Kampf gegen den Imperialismus um in eine demonstrative Ablehnung der Globalisierung. Aus dieser Geisteshaltung resultiert auch die einseitige pauschale Verdammung der Genforschung und auch die These, genetischer Mais sei per se schädlich für den Menschen. Weltweit werden auf ca. 114 Millionen Hektar gentechnisch veränderte Pflanzen wie Soja, Mais, Raps und Baumwolle angebaut, ohne dass damit Menschen geschädigt oder gefährdet würden. Obwohl die US-Amerikaner seit Jahren gentechnisch veränderten Mais ohne jeden Schaden konsumieren, was auch allgemein bekannt ist, lassen Greenpeace, Friends of the Earth und andere Organisationen im Namen ihrer Ideologie zig Millionen Afrikaner lieber verhungern und dieses mit der These, es handelt sich bei diesem Mais schlicht um „Gift“. So waren in Sambia fast 2,5 Millionen Menschen vor dem Verhungern, und ihr Präsident Levey Mwanawasa beugte sich dem Druck der Nichtregierungsorganisationen und verweigerte die Annahme einer Lieferung von 26 000 Tonnen modifizierten Mais.Der Friedensnobelpreisträger Norman Borlaug, einer der Väter der Grünen Revolution, antwortete auf die Frage, was könnte die Europäer überzeugen, das Grüne Gentechnik keine sonderliche Gefahr darstellt? „Der unnötige Kampf gegen Grüne Gentechnik in Europa hätte vielleicht vermieden werden können, wenn mehr Menschen besseren Biologieunterricht gehabt hätten. Es gibt eine große Bildungslücke, eine wachsende und beunruhigende Ignoranz über die Zusammenhänge und Probleme der Landwirtschaft und der Lebensmittelerzeugung. Dieser Bildungsmangel sollte unverzüglich behoben werden.“  Daraus dürfte so schnell nichts werden, sind doch besonders in Deutschland dem Schwachsinn keine Grenzen mehr gesetzt. So kam auch der Begriff „Klimagerechtigkeit“ auf, danach sollte auf dieser Welt für jeden Men-schen nur die gleiche Menge an Kohlendioxidausstoß gestattet sein. Nur ist das dem Klima ziemlich egal, es könnte ja als ungerecht empfunden werden, wenn es in Hamburg im November kühl und nass ist, aber auf den Kanaren die Sonne scheint. Mit einem ungerechten Klima werden wir wohl weiter leben müssen, so haben wir im Sommer auf Mallorca tropische Hitze, bei uns einen regnerischen August und auf der Insel Teneriffa angenehme 25 Grad. In Mexiko erreichen Temperaturen mehr als 30 Grad Celsius, aber das taten sie vor 100 Jahren auch. Und wie sagte Renate Künast: „Ich will eine CO²-freie Gesellschaft.“ Wäre sie konsequent, müsste sie Suizid begehen. Schließlich atmet jeder Mensch täglich ein halbes Kilo CO² aus und belastet damit seine Umwelt, neben seinen sonstigen Aktivitäten.http://www.kompetenznetz-mittelstand.de/veroeffentlichung/uwe-timm-gegen-das-geschaeft-mit-dem-klimawandelhttp://www.espero-versand.net/index.htmBezugsmöglichkeit: espero-redaktion@web.de Zurück zu Teil 1Zurück zu Teil 12Vor zu Teil 14



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