"Was jetzt in puncto Euro-Krise passiert, ist nicht überraschend"


Bochum. Als „Wirtschaftsweiser“ kümmert sich Peter Bofinger in der Regel um die ganz großen Themen: Konjunktur, Arbeitslosigkeit, Euro-Krise. Trotzdem hat der Star-Ökonom sich den Blick für die vermeintlichen Niederungen des Professoren-Daseins bewahrt, wie er im Interview mit der Hochschulzeitschrift UNICUM (7/2012) verrät.
 
In UNICUM plädiert Bofinger, seit 2004 Mitglied des Sachverständigenrates zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung, für mehr Anstrengungen in der Lehre. Die Wissensvermittlung an der Universität sei nichts, für das man wissenschaftliche Anerkennung erlangen könne, sagt der 57-Jährige. „Sie können froh sein, wenn Sie sich nicht dafür schämen müssen, (…) ein Lehrbuch geschrieben zu haben.“

Es sei daher kein Wunder, dass manche Kollegen die Wissensvermittlung an der Universität als Stiefkind betrachteten. Bofinger fordert, die Lehre schon bei der Berufung von Professoren stärker zu berücksichtigen. 

"Alles, was jetzt in puncto Euro-Krise passiert, ist nicht überraschend. Dass keiner zuhört, wenn man versucht, darauf hinzuweisen, ist schon frustrierend" sagt er im Interview.



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