120 Jahre - Grund inne zu halten und zurück zu blicken


Vor einem Jahr, am 8. Juli 2011, feierte Keunecke Feinkost GmbH aus Ballenstedt in Sachsen-Anhalt 120-jähriges Jubiläum. Damals hielt der FDP-Landesvorsitzende Veit Wolpert folgendes Grußwort:
Grund inne zu halten und zurück zu blicken:


Was ist alles passiert?


Was hat es für Krisen und welche Erfolge gegeben?


Wie ist wer damit umgegangen?


Wie hat es angefangen?


 


Das alles gehört zu dem Erfahrungsschatz und damit auch zu dem Wissensvorsprung eines Traditionsunternehmens wie es Keunecke ist, letztlich ist das kein Betriebsgeheimnis, aber es ist Wissen, das sich insbesondere die Familie und die Mitarbeiter eingeprägt haben und das verbindet und zusammenschweißt. Auf neudeutsch heißt das corporate identity und ist unter Betriebswirten eine Größe die bewertbar ist und damit nicht nur  von menschlicher, sondern auch wirtschaftlicher Relevanz.


 


Kann man aus der Vergangenheit Hoffnung schöpfen für die Zukunft?


Gibt einem das Zuversicht für sein eigenes Handeln?


Wer als Unternehmen eine solche Geschichte aufweisen kann, der schafft auch Vertrauen und hat es auch verdient. Nicht nur bei Kunden und Lieferanten, auch bei Geldgebern der öffentlichen und privaten Hand. Auch wenn ich zugebe, dass im Zuge von Basel II und Basel III die Unternehmerpersönlichkeit immer zu gering geschätzt wird.

Das wirft die Frage auf, ob dies auch ein gesellschaftliches Problem ist. Werden Unternehmer hier zu Lande unterschätzt, falsch eingeschätzt oder gar gering geschätzt?  Von den Mitarbeitern? Begrenzt weil doch Ober/Unterverhältnis aus Weisungsbefugnis folgernd Spannungsfeld ergibt. Die Kollegen? Bedingt, weil Konkurrenten? Die Politiker? Jain, soweit sie Steuern zahlen ja, soweit sie Wählerstimmen bringen sollen geht der Blick eher zu anderen Quantitäten.

Was erntet der Unternehmer, wenn er großen Erfolg hat? Anerkennung im kleinen Kreis und meist Neid beim Rest der Gesellschaft. Was ist es aber dann, das einen Unternehmer antreibt? Die gesellschaftliche Anerkennung und Dank ist es wohl nicht.

Es ist vielmehr der unbändige Wille selbst zu gestalten, die Freiheit zu nutzen, eigenverantwortlich zu entscheiden sein Leben zu gestalten, seine Lebensträume zu verfolgen und Lebensqualität für sich und andere zu erreichen. Aber wie funktioniert das? Glück? Sicherlich braucht man das auch ab und zu.

Aber


 

Das Glück winkt dem Tüchtigen, d.h.: Der Unternehmer braucht all die Tugenden, die in Vergessenheit geraten sind und gar nicht so mit Unternehmen verbunden werden. Es sind die altmodischen Begriffe wie Fleiß, Disziplin, Ausdauer, Können.


Dazu braucht es Integrität, Seriosität und Verantwortungsbereitschaft und Verantwortungsgefühl. Wie geht man damit um, wenn ich weiß, dass von meiner Entscheidung mehrere Hundert Menschen, die Mitarbeiter und deren Familien und die eigene Familie abhängen? Nimmt man das wirklich auf die leichte Schulter, Hauptsache der Mercedes steht vor der Tür? Nein so ist das glaube ich nicht, schon gar nicht wenn man ein Unternehmen 120 Jahre durch die Stürme und Bedrängnisse des 19., 20. und den Anfang des 21. Jahrhundert gebracht hat. 


 


Unsere Unternehmer sind wesentlich besser als es die Gesellschaft ihnen zugestehen möchte. Sie tragen die Gesellschaft nicht nur wirtschaftlich und finanziell, sie sind auch Hort tradierter Werte und deshalb möchte ich nicht nur im Namen der FDP Sachsen-Anhalt, sondern ich denke, das kann ich auch im Namen aller Anwesenden sagen:


 


Danke Familie Heinemann und allen, die an dem Erfolg mitgearbeitet haben!




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