Ja, das schaffen wir! - Und immer wieder aufstehen! Teil 15


Freitag, 21. Dezember 2001 Um 6.30 Uhr verließ ich das Haus. Als die ersten Reporter um 7 Uhr auftauchten, hatten sie wieder Pech: Jürgen Höller zeigte sich nicht… Wieder hatte ich nur etwa zwei Stunden geschlafen, aber ich war total aufgedreht, mein Puls raste. Würde ich es tatsächlich noch schaffen, alles zu retten? Um 9.30 Uhr rief ich bei Rödl & Partner an und fragte, ob alle anderen ihre Änderungen schon durchgegeben hätten. Bis auf eine einzige Ausnahme monierten die VCs nur Kleinigkeiten. Doch dieser eine stellte nun vollkommen neue Bedingungen. Ich war fassungslos. Was waren das nur für Menschen?! Wir hatten stundenlang verhandelt, das Unternehmen schien gerettet. Bei einer Insolvenz würden sämtliche Altinvestoren ihre Anteile komplett verlieren. Doch nun gab es die Möglichkeit, das Unternehmen zu retten und damit auch die Anteile – und da stellte doch tatsächlich jemand vollkommen neue Bedingungen, die vorher nicht vereinbart waren! Ich tobte vor Wut. Zunächst im Halbstunden-Takt, später im Viertelstunden-Takt und schließlich alle fünf Minuten rief ich bei den verschiedenen Altinvestoren und bei Rödl & Partner an. Um 11.50 Uhr bekam ich am Telefon einen Tobsuchtsanfall, weil der eine Altinvestor immer noch nicht durchgegeben hatte, welche Änderungen er genau wollte. Ich hatte mittlerweile mehrmals mit den neuen Investoren gesprochen, diese reagierten äußerst verärgert.Um 12.35 Uhr das letzte Gespräch mit den neuen Investoren: Sie sagten endgültig ab! Ihnen erschien die ganze Angelegenheit unseriös und sie hatten kein Vertrauen mehr. Um 12.48 Uhr reichten mein Vorstandskollege Norbert Beck und ich per Fax schließlich den Antrag auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens beim Amtsgericht Schweinfurt ein. Ich hatte den Kampf verloren! Ein kleines »Bonmot« am Rande: Um 15.48 Uhr landete das neue Vertragswerk endlich auf meinem Schreibtisch. Allerdings mit der »kleinen« Änderung, dass 250000 Euro von den 1,75 Millionen Euro, die insgesamt von den neuen Investoren fließen sollten, auf ein Extrakonto überwiesen werden sollten. Doch selbst wenn die neuen Investoren mit dieser »Variante« einverstanden gewesen wären, wäre es zu spät gewesen, denn die Weihnachtsfeiertage standen vor der Tür. Es war aus!Ich berief eine Mitarbeiterversammlung ein und teilte meinen treuen Mitarbeitern die verheerende Botschaft mit. Zu diesem Zeitpunkt war ich noch relativ stark und gefasst. Ich konnte doch jetzt nicht zusammenbrechen! Irgendwie musste es ja im neuen Jahr weitergehen. Ich musste stark bleiben. Ich musste der Fels in der Brandung sein, an dem sich meine Mitarbeiter aufrichten konnten. Die Mitarbeiter fielen sich in die Arme und es flossen viele Tränen. Auch mir selber stiegen Tränen in die Augen, aber irgendwie gelang es mir, nicht zusammenzubrechen, sondern Stärke zu zeigen. Schließlich verabschiedeten sich alle und um etwa 19 Uhr schloss ich das Firmengebäude zu. Wie würde es weitergehen? Was würde die Zukunft bringen? Ich hatte verloren! Meine schlimmste Niederlage war perfekt. Kerstin war bereits seit Mittag im Unternehmen gewesen und hatte mitgefiebert. Auch sie hatte viele Tränen vergossen, doch nun sprach sie mir gemeinsam mit Axel Mut zu. Wir würden es schaffen, wir wussten zwar nicht wie, aber irgendwie würde es weitergehen. Und irgendwie schafften wir auch den Weg nach Hause. Zu Hause klingelte das Telefon, Paul Underberg war dran. Paul, mein alter treuer Freund, hatte die ganze Geschichte durch die Presse mitbekommen, und nun sagte er mir seine volle Unterstützung zu. »Egal, was passiert, Jürgen«, versicherte er, »ich stehe zu dir! Du kannst dich fest auf mich verlassen. Du hast ebenfalls stets zu mir gestanden, auch in so manch kritischer Situation. Ich werde immer für euch da sein, euch helfen und dafür sorgen, dass ihr nicht ins Bodenlose stürzt.« Oh, wie gut taten diese Worte! Noch am selben Abend riefen ein paar weitere gute Freunde an, um sich nach meinem Befinden zu erkundigen und mir ihre Loyalität und Freundschaft zu versichern. Zu diesem Zeitpunkt fühlte ich mich noch immer sehr standhaft.Samstag, 22. Dezember 2001 Ausgerechnet in der Nacht zu Samstag erkrankte unser einjähriger Maximilian so stark, dass Kerstin irgendwann nachts zu ihm ins Zimmer umzog, da er mit über 40 Grad fieberte. Vielleicht hatte er ja unsere Seelenlage mitbekommen und trauerte mit? Wer weiß? Auch für mich war es eine unruhige Nacht mit schrecklichen Alpträumen. Alles drehte sich in meinem Kopf. Wie im Fieberrausch wurde ich alle paar Minuten wach und hatte Halluzinationen. Wie würde es wohl weitergehen? Würden meine Kunden mir in Zukunft noch glauben, wenn ich über Motivation und Erfolg redete? Würden diese überhaupt noch zu meinen Seminaren kommen? Würde ich noch von Firmen und Kongressveranstaltern zu Vorträgen eingeladen werden? Würden meine Mitarbeiter weiterhin bei mir arbeiten wollen? Frühmorgens schlich ich mich leise zu Kerstin und Maximilian ins Nebenzimmer und kuschelte mich an sie. Sie war noch schlaftrunken und mir tat es Leid, sie aufzuwecken. Aber ich brauchte jetzt einfach ihre Wärme, ihren Trost. Mein ganzer Körper wurde geschüttelt, jetzt hatte ich einen kompletten Zusammenbruch. Der Samstagvormittag war schrecklich.Immer wieder übermannten mich meine Emotionen und ich war vollkommen verzweifelt. Unfähig, einen klaren Gedanken zu fassen, unfähig, irgendwie zu agieren. Bereits seit Freitagabend hatte es stark geschneit und mittlerweile lag gut und gerne ein halber Meter Schnee – so viel wie seit Jahren nicht mehr. Unser fünfjähriger Sohn Alexander war zwar betroffen von der Situation, die er durchaus realisierte, aber er wollte mittags unbedingt mit mir in den Garten, um einen Schneemann zu bauen. Ich willigte schließlich ein und begann die großen Kugeln für einen Schneemann zu rollen. Immer wieder lief Alexander durch den Schnee, warf sich jauchzend hinein und freute sich einfach an so etwas Banalem wie Schnee. Und da ging es mir etwas besser. Doch nur kurz.Als ich erneut schluchzend am Esszimmertisch saß, den Kopf auf meine Hände gestützt, unfähig, einen klaren Gedanken zu fassen, kam Kerstin, meine geliebte, wunderbare Kerstin, zu mir und sagte: »Sieh mal, was heute für ein herrlicher Tag ist!« Ich unterbrach meine »Selbstverzweiflungsphase«, hob den Kopf und starrte sie ungläubig und verständnislos an: »Wieso, was ist denn für ein Tag?« Und schluchzte sofort wieder los. »Nun, es schneit immer noch. Wir werden endlich mal wieder eine richtig weiße Weihnacht erleben. Dein Sohn Alexander möchte morgen mit dir Schlitten fahren.« Ich brach wieder in Tränen aus. »Was soll an diesem Tag wunderbar sein, wir haben alles, wirklich alles verloren!« »Haben wir für Weihnachten eigentlich genügend zu essen eingekauft?«, fragte sie mich. »Ja, natürlich, du hast ja alles besorgt«, antwortete ich. »Siehst du, also haben wir doch nicht alles verloren, sondern über die  Weihnachtsfeiertage noch genügend zu essen, wir können mit der Familie feiern.« Ich musste wider Willen lächeln, denn bei allem, was passiert war, hatten wir immerhin noch genügend zu essen – und damit ging es uns womöglich besser als 80 Prozent der Weltbevölkerung!»Und ich habe gerade eine Flasche Wein aus dem Keller geholt. Dort stehen noch ein paar mehr. Du liebst doch deinen Wein. Haben wir also wirklich alles verloren?« Ich musste noch mehr lächeln, denn für die nächsten paar Wochen würde der Weinvorrat natürlich noch reichen. »Schau mal, Alexander ist wieder im Garten. Sieh mal, wie er im Schnee tobt, wie glücklich er ist. Haben wir nicht zwei wundervolle Kinder? So gesund, so vital, so hübsch, so intelligent.« Ja, weiß Gott, das haben wir. »Soll ich eigentlich den Notarzt rufen?«, fragte mich Kerstin. Ich starrte sie an, unfähig zu verstehen, was sie meinte. »Nein, wieso denn? Natürlich bin ich gesund, ich fühle mich einfach nur besch…« »Siehst du, du bist gesund, ich bin gesund, unsere Kinder sind gesund. Damit geht es uns doch eigentlich gar nicht so schlecht. Wenn wir gesund sind, können wir doch morgen irgendetwas tun, wir können arbeiten, damit wir weiterhin unseren Lebensunterhalt bestreiten können. Du sagst, wir haben alles verloren, was meinst du mit ›alles verloren‹? Wem geht es wohl besser: dem Mann, der Millionen auf dem Konto hat, aber gerade eben erfahren musste, dass er an Krebs erkrankt ist und nur noch wenige Monate zu leben hat. Oder dir, der zwar all sein Geld verloren hat, aber gesund ist, intelligent ist, über unglaubliches Wissen verfügt und zudem eine Frau und tolle Kinder hat?«

Ich verstand, was sie meinte. Wir hatten nicht alles verloren. Wir hatten einen Teil verloren, aber eben nicht alles. Und wir waren durchaus in der Lage, alles wieder zu gewinnen.Die Mitte der schwarzen Nacht ist auch der Anfang des hellen Tages!Sonntag, 23. Dezember 2001 Am Nachmittag stand ein Besuch bei meinen Eltern auf dem Programm. Meine Mutter feierte nachträglich ihren 60. Geburtstag und hatte meinen Bruder, dessen Lebenspartnerin sowie meine Familie und mich zu Kaffee und Kuchen eingeladen. Zum ersten Mal hatte ich mich wieder aus dem Haus getraut, und die Stimmung war natürlich gedrückt. Ja, ich gebe es zu: Ich fühlte mich dermaßen schlecht, dass ich mich fast 48 Stunden verkrochen hatte, weil ich es nicht ertragen konnte, irgendjemandem in die Augen zu blicken. Mein Selbstwertgefühl, mein Selbstbewusstsein war auf dem Nullpunkt angelangt. Ich hatte die größte Niederlage meines Lebens erlitten und wusste nicht, wie es weitergehen sollte. Deshalb war der Besuch bei meinen Eltern ein wichtiger Schritt, denn es bedeutete für mich, meine »Komfortzone« zu verlassen. Es bedeutete, dass ich mir zum ersten Mal seit dem Zusammenbruch wieder ein Ziel gesetzt hatte. Und du weißt ja, dass man zur Realisierung seine Bequemlichkeitszone verlassen muss. Ich war so tief gefallen, ich war so angeschlagen, so verletzt, so verstört, dass ich es als Erfolg ansah, an diesem Sonntagnachmittag mein Haus verlassen zu haben…Und wenn ich wüsste, dass ich morgen diese Welt verlassen müsste, so würde ich heute noch ein Apfelbäumchen pflanzen.
MARTIN LUTHERDas Familientreffen verlief übrigens sehr harmonisch. Irgendwie schien diese Krise uns als Familie enger zusammenzuschweißen. Mein Bruder, der acht Jahre jünger ist als ich und zu dem ich viele Jahre lang keinen besonders innigen Kontakt mehr hatte, erwies sich in dieser Situation als echter Bruder. Denn alle Barrieren waren wie weggeblasen, wir waren wieder Brüder, wo einer für den anderen einsteht.Montag, 24. Dezember 2001, Heiligabend Kerstin und ich hatten in diesem Jahr geplant, Heiligabend gemeinsam mit der ganzen Familie bei uns zu Hause zu feiern. Kurzfristig hatte Kerstin noch überlegt, ob wir das Ganze absagen sollten, aber ich war dagegen. Ich wollte mir von dieser schwierigen Situation nicht vorschreiben lassen, wie wir Weihnachten verbringen sollten. Und es wurde tatsächlich ein wunderschönes Weihnachtsfest. Das schönste Geschenk aber hatte ich von meinem Sohn Alexander bereits vor dem Fest erhalten. Er war zu Kerstin gegangen und hatte sie gefragt: »Mutti, kannst du was für mich aufschreiben, das ich Papa geben möchte?« »Natürlich«, antwortete Kerstin und besorgte sich ein Blatt Papier und einen Stift. »Alles Gute für Papa! Ich habe dich so lieb! Ich glaub an dich so sehr, dass alles wieder gut wird. Ich werde dich niemals verlassen. Du bist der beste Papa der Welt. Dein Alexander.« Seinen Namen konnte er bereits selbst auf den Zettel schreiben. Als er mir sein Geschenk übergab, war ich zutiefst gerührt. Von all den wunderbaren Dingen, die ich in der Vergangenheit erhalten hatte, war dies das schönste Geschenk. Ich nahm Alexander ganz fest in die Arme und sagte: »Alexander, das ist das Wunderbarste, was du mir jemals in deinem Leben geschenkt hast und schenken kannst. Weißt du, wir haben so viel verloren. Vielleicht müssen wir sogar aus unserem Haus in eine winzig kleine Wohnung ziehen. Papa wird darum kämpfen, dass es nicht so weit kommt, aber das könnte passieren. Aber wenn Papa weiß, dass du ihn trotzdem lieb haben wirst, wenn wir alle zusammen aus diesem Haus ausziehen müssen und du trotzdem noch zu mir stehst, dann wird Papa es schaffen, eines Tages ein neues Haus zu bauen. Kann ich mich auf dich verlassen?« Alexander nickte mit fest entschlossenem Gesicht und sagte: »Ja, Papa, auf mich kannst du dich verlassen, ich hab dich sehr lieb, wir schaffen es!« Den ersten und den zweiten Weihnachtsfeiertag verlebten wir ruhig zu Hause und ich sammelte wieder etwas Kraft. Das Schlimmste lag hinter mir, dachte ich, und langsam baute sich neue Energie auf.Ich würde weiterkämpfen, das wurde mir immer mehr klar. Hatte ich nicht immer von der Bühne »gepredigt«, dass Aufgeben nicht infrage kommt? Nach dem Motto: Geht nicht, gibt’s nicht! Und wenn’s nicht mehr geht? Dann muss es eben! Manchmal muss man sich einfach dafür entscheiden, etwas zu tun, etwas zu vollbringen – auch wenn es absolut unmöglich erscheint. Für dieses Unmögliche stand in meinen Seminaren der Gang über den Scherbenteppich oder über glühende Kohlen. Wenn eine zierliche Frau mit einem einzigen Schlag ihrer Hand ein dickes Brett zerschlug, war das ein Symbol dafür, dass das unmöglich Erscheinende trotz allem möglich ist. Daran musste ich jetzt denken. Und ich erinnerte mich daran, wie ich selbst Anfang Januar 1995 barfuß und zitternd auf  einem Stuhl gestanden hatte und über 30 Minuten benötigte, ehe ich schließlich in den Scherbenhaufen sprang – und keinerlei Schnitte davontrug! Ich hatte etwas Unmögliches möglich gemacht! Und jetzt würde ich wiederum eine Grenze durchstoßen: Wenn es nicht mehr geht, dann muss es eben gehen!

Am 11. Januar 2002 wollte ich um 19.30 Uhr gerade mein Büro verlassen, da sah ich drei meiner Mitarbeiter, Kerstin, Andreas und Axel, die immer noch arbeiteten. Allerdings ohne großen Elan, ohne Energie. Wie denn auch! Hatten sie doch ebenfalls monatelang gekämpft, gehofft, gebetet und das Letzte gegeben, um dann dennoch die Niederlage hinnehmen zu müssen. In den Tagen nach dem 21. Dezember 2001 hatte ich zwar waschkörbeweise Post von meinen Kunden und Fans bekommen, die mich aufmunterten, mir ihr Mitgefühl ausdrückten und mich dabei unterstützten, weiterzumachen, kurz: die Parole ausgaben: »Gib niemals auf!«All dies hatte meinen Mitarbeitern und mir viel Kraft gegeben, aber dennoch war die Unsicherheit groß, ob und, wenn ja, wie wir es schaffen könnten. Am 14. Februar 2002 sollte das erste Seminar in Österreich und am 22. Februar das erste deutsche Seminar in Mannheim stattfinden. Für Mannheim hatten wir 283 Plätze reserviert und bis zu diesem Zeitpunkt erst 31 Karten verkauft. Die Zukunft sah also nicht besonders rosig aus. Und das spiegelte sich in den Gesichtern meiner drei Mitarbeiter wider. Ich schnappte mir die drei, sah ihnen direkt in die Augen und begann – vollkommen ungeplant aus dem Bauch heraus – auf sie einzureden: »Es muss jetzt aufhören, dass wir uns ständig selber bemitleiden. Wir müssen uns ein neues Ziel setzen, wir müssen dieses erreichen und uns damit beweisen, dass wir es wieder schaffen können. Für Mannheim haben wir erst 31 Karten verkauft.Jetzt machen wir etwas Verrücktes, etwas vollkommen Verrücktes: Ich möchte, dass ihr morgen dort anruft und einen größeren Saal mit 500 Plätzen bucht. Und ich möchte, dass wir ab morgen so Gas geben, dass wir dieses Ziel erreichen.« Die drei schauten mich entgeistert an. Bisher hatten wir 31 Karten verkauft – und nun sollten wir innerhalb von etwa sieben Wochen fast 500 Karten verkaufen? War der Chef jetzt vollkommen verrückt geworden? »Ich weiß, was ihr denkt, aber erinnert euch an das, was ich euch beigebracht habe: Wenn man sich ein hohes Ziel setzt, erscheint es einem oft so weit entfernt, dass man nicht glauben kann, es erreichen zu können. Wer kann sich schon vorstellen, zu Fuß von Schweinfurt nach Moskau zu laufen, 2000 Kilometer? Wenn wir uns aber 100 Tage Zeit lassen, sind das pro Tag gemütliche 20 Kilometer, das schafft fast jeder. Und genauso ist es mit dem 22. Februar. Wir haben noch 35 Arbeitstage. Wenn wir täglich 14 Karten verkaufen, ist der Saal voll. Bei zehn Verkaufsmitarbeitern sind das nur 1,4 verkaufte Powernight-Karten pro Tag. Traut ihr euch das zu?« Die drei hatten jetzt begriffen und nickten begeistert. 1,4 Karten am Tag, das dürfte doch wohl kein Problem sein! »Seht ihr. Und wenn wir das geschafft haben, dann stellt euch einmal vor, was das für ein Zeichen ist! Ein Zeichen für unsere Kunden, ein Zeichen für unser Unternehmen, ein Zeichen für die Journalisten und den gesamten Markt: Jürgen Höller ist zurück! Könnt ihr euch vorstellen, wie wir uns fühlen, wenn wir auf der Bühne stehen und die 500 Leute anschauen können, die gekommen sind? Spürt ihr auch das Kribbeln in eurem Bauch, genauso wie ich?«, fragte ich sie.Ihre Gesichter strahlten, ihre Körper strafften sich und wie aus einem Mund antworteten sie: »Ja, das schaffen wir!« Am 14. Februar 2002 fanden sich fast 1100 Teilnehmer im österreichischen Klagenfurt zum allerersten Seminar nach der Krise ein. Unser Ziel für den 22. Februar in Mannheim, nämlich 500 Teilnehmer vor uns sitzen zu haben, verfehlten wir dann allerdings, und zwar sehr deutlich, nämlich um mehr als 30 Prozent: 650 Teilnehmer hatten sich angemeldet!Zurück zu Teil 1Zurück zu Teil 14Vor zu Teil 16



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