Social Web - Interaktion ist nicht alles. Infos lesen bleibt Hauptaktivität



In den Regalen der Buchhandlungen und bei E-Book-Anbietern im Netz haben Anleitungen und EInstiegshilfen für sozialen Netzwerke Hochkonjunktur.

Häufig wird Auftritt in diesen Netzwerken danach bewertet, wieviel Follower und Interaktionen man erreicht. Eine Studie von Bitkom machte bereits darauf aufmerksam, dass viele Leser/Nutzer gar keine Interaktion wollen, sondern ihr Informationsbedürfnis, ihre Neugier, durch einfaches Lesen stillen wollen.

Auf http://www.gplus-marketingbuch.de/2012/06/24/wie-wichtig-ist-interaktion-wirklich-in-sozialen-netzwerken/ wird das Beispiel DRadio Wissen beleuchtet. Diese seite sollte geschlossen werden, weil die Macher ihre Kräfte konzentrieren wollten. Auf Google+ gab es einfach zu wenig Rückmeldung, zu wenig Interaktion für die viele Arbeit, die man ins Portal gesteckt hatte.

Als diese Nachricht veröffentlicht wurde, bettelten insgesamt 438 Kommentare, dass die Google+ Seite doch bitte bestehen bleiben sollte. Einen Tag später waren rund 2.000 neue Follower dazu gekommen. Daraufhin informierte DRadio, nun doch bei Google+ zu bleiben und konstrultive Kritiken Schritt für Schritt umsetzen zu wollen. Dieser - neue - Beitrag erhielt über Tausend +1 Angaben, wurde 62 mal geteilt und rund 230 mal kommentiert. Ein Szenario, welches uns nachdenklich gestimmt hat.

Offenbar sind hohe Interaktionsraten nicht das Non Plus Ultra sind in Sachen Relevanz, Reichweite & Co. von Social Websites. Es geht hier - wie eigentlich überall - um Inhalte. Und es geht um Rezipienten dieser Inhalte. Man kann auf die Wirkung eines Postings im Netz nicht nur schließen, indem man die Reaktionen zählt. Das ist so, als würde man die Wirkung eines Fernsehbeitrags nur nach den anschließenden E-Mails und Telefonaten beurteilen wollen. Die allermeisten User interagieren einfach nicht, sie wollen einfach “nur” lesen.

"Also: Qualität steht auch in Zeiten von Social Media vor Quantität. Nicht verrückt machen lassen und dem Beispiel von DRMedia folgen. Denn auch Seiten mit nicht so hohen Interaktionsraten können durchaus eine hohe Relevanz besitzen. Insofern freuen wir uns, dass DRadio nun doch bei Google+ bleiben wird." schließt der Blogbeitrag ab.



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