Glaube und Vertrauen - Und immer wieder aufstehen! Teil 22/22


Glaube ist Vertrauen und Vertrauen ist Liebe.
KERSTIN HÖLLERGlaube und VertrauenAm 23. Juni 1940 wurde ein kleines schwarzes Mädchen in Clarksville/Tennessee geboren. Zum damaligen Zeitpunkt waren die farbigen Menschen Amerikas noch lange nicht anerkannt, schon gar nicht in den Südstaaten. Im Alter von vier Jahren erkrankte das kleine Mädchen an Kinderlähmung. Der Arzt erklärte ihrer Mutter, sie würde nie wieder ohne Krücken laufen können. Doch die Mutter hatte einen Glauben, der tatsächlich Berge versetzen konnte. Sie massierte immer wieder die Beine ihrer kleinen Tochter, rieb diese mit Heilkräutern Ihrer Vorfahren ein, betete mit ihrem Kind zu Gott und glaubte fest daran, dass ihr Mädchen wieder würde laufen können. Jahrelang setzte sie ihre Tochter in einen Bollerwagen und zog sie alle paar Tage 25 Kilometer in die nächstgrößere Stadt zu einem Arzt. Doch die Diagnose war niederschmetternd: keinerlei Besserung!Die Mutter und ihre Tochter gaben nicht auf – gegen jede Vernunft! Irgendwann  verspürten sie die erste kleine Besserung. Sie begannen, noch härter an ihr zu arbeiten. Mit acht Jahren konnte die Tochter mithilfe von Krücken laufen; eines Tages konnte sie die Krücken wegwerfen und sich humpelnd fortbewegen. Mit jedem Tag lief sie besser und besser. Und als sie sich schließlich wieder normal bewegen konnte, lief sie voller Freude den ganzen Tag. Mit elf Jahren spielte sie wieder mit ihren Brüdern Basketball. Sie lief so lange und so viel und so schnell – bis sie schließlich 1960 bei den Olympischen Spielen in Rom alle drei Goldmedaillen in den Sprint-Wettbewerben gewann.Ihr Name: Wilma Rudolph – oder wie sie auch genannt wurde: Die schwarze Gazelle! 1974 wurde sie als erste schwarze Leichtathletin in die »Hall of Fame« aufgenommen. Glaubst du nicht auch, wenn Menschen wie Wilma Rudolph ihre Lebenskrise so fantastisch meistern, dass das Gleiche dir gelingen kann? Wie sagte schon Johann Wolfgang von Goethe:

Das Unmögliche behandeln, als ob es möglich wäre.LebensgesetzeMeine drei Hauptseminare laufen unter der Bezeichnung »Lifing® – die Kunst zu leben!« In den Lifing®-Seminaren vermittle ich den Teilnehmern die Gesetze des Lebens. Lebensgesetze bestimmen das gesamte Universum. Ist es nicht unglaublich, mit welcher Präzision sich unsere Erde und andere Gestirne genau um die Sonne drehen, so genau, dass die Astronomen exakt voraussagen können, wo genau die Erde zu jedem beliebigen Zeitpunkt in der Zukunft stehen wird? Zur Verdeutlichung ein Lebensgesetz aus der Physik, das du kennst: das Gesetz der Schwerkraft. Es besagt, dass ein x-beliebiger Gegenstand, gleich an welchem Ort auf der Erde man ihn loslässt, durch die Erdanziehungskraft zu Boden gezogen wird. Ob wir dies für gut halten oder nicht – das Gesetz wirkt. Ob wir es glauben oder nicht glauben – lassen wir einen Gegenstand fallen, fällt er zur Erde. Genauso ist es mit zahlreichen anderen physischen und metaphysischen Lebensgesetzen: Ob wir sie gut oder schlecht bewerten, ob wir an sie glauben oder nicht – sie wirken und beeinflussen unser Leben.Eines der Lebensgesetze, die ich meinen Seminarteilnehmern vermittle, ist das Gesetz des Glaubens! Es besagt, dass alles, was wir häufig und intensiv genug glauben, auch Wirklichkeit wird. Dieses Gesetz wirkt immer und überall und unterliegt nur zwei Einschränkungen:1. Wir glauben etwas, das nicht unserer Bestimmung entspricht.
2. Wir verletzen wesentliche andere Lebensgesetze!Doch wenn diese beiden Einschränkungen nicht gegeben sind, werden wir das sein, was wir glauben zu sein.Das, was jemand von sich selbst denkt, bestimmt sein Schicksal.
MARK TWAINUnd so wirkt das Gesetz des Glaubens auch im Bereich von Ängsten, Sorgen, 1Problemen und Krisen: Schon Henry Ford erkannte: »Wenn ein Mensch glaubt, ich kann es, hat er Recht. Wenn er jedoch glaubt, ich kann es nicht, hat er ebenfalls Recht.« Glaubst du, du kannst deine Probleme lösen – dann hast du Recht! Glaubst du, du kannst es nicht – dann hast du ebenfalls Recht! Ich kann mit dir oder anderen Menschen nicht darüber diskutieren, ob dieses Buch funktioniert oder nicht. Wenn du nach dem Lesen glaubst, dass es funktioniert, du dich an die Umsetzung machst und aktiv wirst – dann wirst du all deine Ängste, Sorgen, Probleme und Krisen fabelhaft meistern. Wenn du es nicht glaubst, hast du ebenfalls Recht, denn du wirst das Buch in die Ecke werfen und genauso weitermachen wie bisher.Doch damit sind wir bereits bei einem zweiten wichtigen Lebensgesetz. Das Gesetz der Logik. Es besagt, dass, wenn wir etwas gleich ausführen, auch gleiche Ergebnisse erzielen. Wer also das tut, was er schon immer gemacht hat, wird auch das gleiche Ergebnis bekommen, das er schon immer bekommen hat. Wenn also ein Bereich deines Lebens – Beruf, Finanzen, Gesundheit, Beziehungen oder deine Persönlichkeit – derzeit nicht funktioniert oder nicht optimal ist und du veränderst nichts, wird sich deine Situation noch mehr verschlechtern. Wenn du Rot und Gelb im Verhältnis 50:50 mischst, erhältst du Orange. Wenn du Gelb und Rot in Japan mischst, erhältst du Orange. Wenn du Gelb und Rot in Frankreich mischst, erhältst du ebenfalls Orange. Wenn du vor 200 Jahren Rot und Gelb gemischt hättest, hättest du Orange erhalten. Wenn du in 200 Jahren Rot und Gelb mischen würdest, wäre das Ergebnis ebenfalls Orange. Wenn dir nun Orange als Ergebnis nicht gefällt und du änderst nichts an deinen Grundfarben, wirst du auch weiterhin ein negatives Ergebnis erzielen. Bei einer Farbmischung wären wir natürlich niemals so bescheuert, weiter die alten Farben zu mischen.Auch bei einer schlecht schmeckenden Mahlzeit würden wir sicherlich das Rezept beim nächsten Mal abändern. Doch wenn wir uns die Bereiche Beruf/Geschäft, Finanzen, Gesundheit, Beziehungen und unsere Persönlichkeit ansehen, stellen wir erstaunt fest, dass wir Menschen genau das meistens tun: Wir machen weiter wie bisher und hoffen auf bessere Ergebnisse. Mit Verlaub: Aber ein solches Verhalten ist pervers…Das Leben eines Menschen ist das, was seine Gedanken daraus machen!
MARC AURELWie stark Erwartungen und Glaube das Ergebnis beeinflussen, hat 1968 der in Gießen geborene Prof. Dr. Rosenthal von der Universität von Kalifornien (LA) mit seinem Experiment »Pygmalion in the classroom« bewiesen. An zwei Schulen, der Oak School und der Crest School, teilte man den Lehrern mit, dass man ein Experiment durchfuhren würde. Man wolle alle besonders intelligenten Kinder eines Jahrgangs in einer Klasse zusammenfassen (20 Prozent der Kinder), da man erwartet, dass diese Klasse dann deutlich bessere Leistungen erzielen und ihren IQ stärker steigern könne als alle anderen Klassen. Die Schüler und ihre Eltern wurden über das Experiment nicht informiert. Ein Jahr später wurde das Ziel nicht nur erreicht, sondern sogar übertroffen. Den Lehrern teilte man daraufhin mit, dass sie ganz »normale« Schüler unterrichtet hätten, die nach dem Zufallsprinzip ausgelost worden waren. Die überraschten Lehrer erklärten sich das außergewöhnliche Ergebnis damit, dass sie vielleicht besonders gute Lehrer seien. Doch auch diesen »Zahn« zog man ihnen, denn auch die Lehrer wurden zufällig ausgelost.Nochmals zusammengefasst: Ganz normale Lehrer unterrichteten ganz normale Schüler. Die Lehrer glaubten jedoch, ihre Schüler seien besonders intelligent, woraufhin sich diese tatsächlich besser entwickelten. Und genauso verfahre ich seit vielen Jahren bei meinen Seminaren: Ich glaube einfach daran, dass jeder Mensch ein besseres, erfolgreicheres, glücklicheres Leben führen kann als bisher. Und ich glaube daran, dass jeder Mensch seine Probleme, seine Ängste, Sorgen und Krisen lösen kann. Doch es ist nicht wichtig, ob ich es glaube, entscheidend ist, dass du es glaubst!Alles Denkbare ist auch machbar.
ALBERT EINSTEINEin weiteres wichtiges Lebensgesetz, das ich dir sehr ans Herz legen möchte, ist das Gesetz der Freude. Bei diesem Gesetz geht es darum, dass wir bei allem, was wir tun, niemals unsere Freude, den Spaß, unseren Humor verlieren. Lachen ist ein Vitamin für die Seele!Der weltberühmte Neurologe und Psychologe Prof. Viktor E. Frankl (von 1938 bis 1945 war er Inhaftierter in verschiedenen Konzentrationslagern, seine gesamte Familie und viele Freunde wurden von den Nazis ermordet, nach dem 2. Weltkrieg wurde er Professor an zahlreichen Universitäten wie Harvard, Stanford, Dallas, Pittsburgh, National University in Kalifornien) veröffentlichte 1945, unmittelbar nach seiner Befreiung, das legendäre Buch »… trotzdem Ja zum Leben sagen«. Er beschreibt in seinem Buch zum einen den Alltag im KZ, darüber hinaus jedoch die Überlebensstrategien, die es ihm ermöglichten, den Holocaust zu überleben.Wir werden zu einem späteren Zeitpunkt noch einmal auf Prof. Frankl zu sprechen kommen, doch vorab geht es mir um einen Absatz in seinem Buch, in dem er über »Lagerhumor« schreibt. Er sagt aus, dass es selbst im Todeslager noch Humor gab. Dass Humor »eine Waffe der Seele« im Kampf um ihre Selbsterhaltung ist. Er ist überzeugt davon, dass man »ohne Humor« wohl kaum in der Lage ist, Distanz zu schaffen und sich über die Situation zu stellen, wenn auch nur, wie gesagt, für Sekunden. Er gibt zu, dass Humor lediglich einen Trick des Geistes darstellt, schrecklichen Dingen eine witzige Perspektive zu geben. Doch dieser Trick sei eine richtige Lebenskunst. Auch während meiner 18-monatigen Phase der Inhaftierung erlebte ich Humor, stellte ich fest, dass man auch in der dunkelsten Stunde seines Lebens noch Spaß haben und lachen kann. Hier nur eine kleine Episode: Während meiner Zeit der U-Haft war auf meinem »Gang« (ca. 50 Inhaftierte) auch ein Schwede. Zusammen mit zwei anderen »Kollegen« erzählten wir ihm wenige Tage vor Weihnachten, dass am Sonntag (dem 22. Dezember) abends Disco in der Kirche sei. Dort würden auch – ausnahmsweise und auch nur einmal im ganzen Jahr – die weiblichen Inhaftierten dabei sein (in der JVA Würzburg gibt es auch eine Frauenabteilung, die normalerweise streng von den Männern getrennt ist).Daraufhin war der Schwede sehr überrascht, weil wir ihm aber voller Ernst und Nachdruck erzählten, dass er schleunigst ein Antragsformular ausfüllen und beim wachhabenden Beamten einreichen müsse (in JVA’s muss praktisch für alles immer ein Antragsformular ausgefüllt werden, ohne dieses wird nichts entschieden), füllte er voller Panik in der letzten Minute vor dem Wiedereinschließen nach dem Hofgang seinen Antragszettel aus und überreichte ihn dem wachhabenden Beamten. Wir drei versteckten uns und beobachteten das Ganze. Als der verdutzte Beamte das Antragsformular las, dann ratlos den Schweden anstarrte, ihm den Vogel zeigte und sein Antragsformular wieder zurückgab, machten wir uns vor Lachen fast in die Hose…Ich möchte dich deshalb auffordern, das Leben ab sofort auch von der humorvollen Seite zu sehen. Nichts wird besser, wenn du leidest oder depressiv bist. Im Gegenteil: Lachen, Spaß und Humor setzen neue Kräfte frei, helfen uns, mit den Widrigkeiten des Lebens besser fertig zu werden. Ein Pessimist kann einen großen Raum voller Menschen in Sekunden mit Freude füllen, nämlich dann, wenn er ihn verlässt…Sicherlich kennst du folgende Metapher schon aus anderen »Lebenshilfe- oder Positiv-Denken-Büchern«:Die Hummel hat eine Flügelfläche von 0,7 cm2, bei einem Körpergewicht von 1,2 g. Nach den heute uns bekannten Gesetzen der Aerodynamik kann sie unmöglich fliegen. Nur: Die Hummel weiß das nicht, sie fliegt einfach… Ich will!Diese Metapher soll folgende Grundlage haben: Als der junge amerikanische Präsident John F. Kennedy in einer Ansprache an die Nation davon sprach, dass er noch einen großen Traum habe, nämlich Ende der 60er-Jahre den ersten Amerikaner auf dem Mond spazieren gehen zu sehen, gerieten seine NASA-Manager in Panik. Sie wurden bei ihm vorstellig und teilten ihm mit, dass sie zwar durchaus dieses Ziel erreichen könnten, aber unmöglich in dieser kurzen Zeit. Kennedy hörte sich alles geduldig an und antwortete: »Nun, Sie sind die Fachleute, ich habe ja nicht Ihr Wissen. Ich habe nur ein Problem: Ich sehe trotzdem Ende der 60er-Jahre den ersten Amerikaner auf dem Mond spazieren gehen.« Daraufhin mussten die NASA-Fachleute ihre zahlreichen Mitarbeiter davon überzeugen, etwas Unmögliches möglich zu machen. Und dies unterstützten sie, indem sie in allen Büros Plakate mit der oben aufgeführten Metapher aufhängten.Frage niemals, ob du es schaffst, sondern immer, wie!Vielleicht mag es dir momentan noch vollkommen unmöglich erscheinen, deine Ängste, deine Probleme oder auch deine Lebenskrisen zu lösen. Doch auch vor dir haben schon viele Menschen etwas Unmögliches geschafft. Warum nicht auch du?Der Wissenschaftler Simon Newcombe, der Astronom, der den Neptun entdeckte, bewies seinerzeit mathematisch, dass ein Körper, der schwerer ist als Luft, unmöglich fliegen könne. Doch am 17. Dezember 1903 wurden er und alle anderen Wissenschaftler weltweit eines Besseren belehrt: Orville und Wilbur Wright (»die Gebrüder Wright«) benötigten in Kitty Hawk 59 Sekunden, um 300 Meter weit zu fliegen. Heute steigen wir in Frankfurt in den Flieger ein, um acht Stunden später 7000 km entfernt in New York wieder auszusteigen – entspannt, ohne uns groß Gedanken zu machen, dass dies vor etwa mehr als 100 Jahren vollkommen unmöglich war.Das Wort »Ich will« ist mächtig, sagt’s einer leis und still.
Die Sterne reißt’s vom Himmel, das kleine Wort »Ich will!«
JOHANN WOLFGANG VON GOETHEDu kannst natürlich nun alles, was ich schreibe, ablehnen mit der Begründung, bei dir treffe dies nicht zu, bei dir sei alles ganz anders, so leicht sei dies bei dir nicht ich hätte ja gut reden, usw. Doch dann würdest du dich genauso verhalten wie die Frau, die nach dem Gottesdienst den Pfarrer lobt: »Sie haben heute eine tolle Predigt gehalten, Herr Pfarrer. Alles was Sie sagten, trifft auf den einen oder anderen meiner Bekannten zu 100 Prozent zu!« Im ersten Kapitel, in dem ich ganz offen (und mit Schmerzen!) meine eigene Lebenskrise beschrieb, um dich dazu zu motivieren, deine eigenen Ängste, Probleme und Krisen anzupacken, erklärte ich dir, dass ich fast alles in meinem Leben verloren hatte, das ich besaß. Doch drei Dinge kann dir niemand nehmen:1. Deinen Glauben und dein Vertrauen!
2. Dein Wissen und deine Weisheit!
3. Deinen Fleiß und deine Ausdauer!Glaube ist Gewissheit ohne Beweis!
HENRI -FRÉDÉRIC AMIELGlauben und Vertrauen hatten wir im Mai 2004. Aufgrund der Tatsache, dass ich meine erste Lebenskrise, die ich mit 21 Jahren hatte, meisterte und anschließend 13 Jahre lang meinen Erfolg in ungeahnte Höhen steigerte, relativierte ich meine zweite Lebenskrise: Wenn ich schon einmal so eine Krise meisterte, kann ich es auch diesmal schaffen. Und genauso dachte auch Kerstin! Denk doch einmal über dein bisheriges Leben nach: Gab es nicht so manche Probleme und Krisen, die du schon gemeistert hast? Und wurdest du dadurch nicht stärker und ausdauernder? Und warum sollte es diesmal anders sein? In einiger Zeit, wenn du deine Ängste und Probleme gelöst hast und auf die jetzige Zeit zurückschaust, wirst du sagen können, dass auch diese Lebenssituation dich weiterbrachte, du daran gewachsen bist, du stärker wurdest Wissen und Weisheit.Das zweite, was mir niemand nehmen konnte, waren mein Wissen und meine Weisheit. Wissen ist immer Theorie. Wir nehmen ständig Wissen auf. Das machen wir, solange wir leben, ganz automatisch. Ich jedoch habe seit 1985 ganz bewusst Wissen aufgenommen, indem ich Bücher las, CDs hörte und Seminare besuchte. All dieses Wissen war jedoch erst einmal Theorie, also intellektuell angelegt. Eine meiner (wenigen) Fähigkeiten besteht darin, gelerntes Wissen schnell in die Tat umzusetzen. Und in dem Moment, in dem ich Wissen in die Praxis umsetze, mache ich Erfahrungen: Ich erkenne, was funktioniert und was nicht. Und diese Erfahrungen nennt man Weisheit. Weisheit ist gelebtes Wissen!Und mein Wissen und meine Weisheit wurden durch meine Lebenskrise ja nicht geringer. Im Gegenteil: Ich erhielt neue Erkenntnisse, machte neue, weitreichende Erfahrungen, von denen ich sicher war, dass sie mir bei meinem Neustart helfen würden, noch erfolgreicher zu sein, als ich es vorher war. Doch nun lege ich mal ganz bewusst meinen Finger in deine Wunde: Wie viel Wissen hast du in den letzten Jahren neu aufgenommen? Wie viele Bücher hast du gelesen? Wie viele CDs im Auto angehört und wie viele Seminare besucht? Die meisten Menschen investieren Abertausende von Euro in ihre Autos, Urlaubsreisen oder in ihren Schmuck. Wenn es aber darum geht, in das Wichtigste zu investieren, nämlich sich selbst, sind sie plötzlich geizig. Ich kann diese Einstellung und dieses Verhalten niemals verstehen. Ich habe einmal addiert, wie viel ich in meine Weiterbildung investiert habe (der Arbeitsausfall dabei nicht berücksichtigt) und komme zum jetzigen Zeitpunkt (in 23 Jahren) auf eine Summe von über 300000 Euro. Wie viel hast du bisher in die Weiterentwicklung deiner Persönlichkeit, in dein Expertenwissen investiert und wie viel in Autos, Schmuck und Urlaub?Interessanterweise haben erfolglose Menschen immer die Einstellung: »Ich kann mir das nicht leisten«, während die Erfolgreichen sagen: »Ich kann es mir nicht leisten, nicht in meine Weiterbildung zu investieren.« Ein wichtiger Aspekt ist also: Fang an und investiere in deine eigene Persönlichkeit, in dein Fachwissen, in deine Zukunft. Schon Benjamin Franklin erkannte, dass »eine Investition in Wissen immer noch die höchste Rendite bringt«.Fleiß und AusdauerUnd das dritte, was uns keiner nehmen konnte, waren Fleiß und Ausdauer. Wir waren bereit, mit höchstem Einsatz, wie schon oft vorher in unserem Leben, uns für die erfolgreiche Neugestaltung unserer Zukunft zu engagieren. Ich persönlich liebte schon immer die 35-Stunden-Woche – darum machte ich sie in dieser Phase meines Lebens gleich zwei Mal…In Indien geht ein Schüler ein letztes Mal zu seinem Guru, ehe er ihn verlässt, um sein Leben selbstbestimmt führen zu können. Er fragt ihn: »Sag mir Meister, wo ist der Weg zu Glück und Erfolg?« Der Guru, der gerade meditiert, öffnet seine Augen, zeigt mit seiner Hand einen bestimmten Weg und nickt dabei lächelnd seinem Schüler zu. Der Schüler bedankt sich und geht voller Hoffnung und Mut diesen Weg entlang. Nach einiger Zeit bekommt er einen »Riesenschlag« vom Leben, der ihn zu Boden wirft. Er hat Schmerzen und wütend läuft er zurück zu seinem Guru. »Meister, ich wollte von dir den Weg zu Glück und Erfolg wissen und du hast mir den falschen Weg gezeigt. Ich habe dir vertraut. Doch warum hast du mir den falschen Weg gewiesen?« Da öffnet der meditierende Guru die Augen, zeigt mit seiner Hand wieder in die gleiche Richtung und nickt dem Schüler noch stärker zu als beim ersten Mal. Der Schüler vertraut seinem langjährigen Guru und läuft den gleichen Weg entlang. Etwas vorsichtiger begeht er die Stelle, an der ihn der Schlag des Lebens ereilte, dann wird er wieder schneller, ehe ihn nach einiger Zeit plötzlich der nächste »Riesenschlag« des Lebens niederstreckt. Er ist bewusstlos, und als er aufwacht, hat er große Schmerzen. Voller Zorn geht er zurück zu seinem Guru und schreit ihn an: »Meister, ich habe dir vertraut, doch du hast mich belogen und betrogen. Warum hast du mir schon wieder den falschen Weg gezeigt?« Diesmal öffnet der Guru nicht nur die Augen, sondern antwortet ihm: »Ich habe dir doch den richtigen Weg gezeigt. Gleich hinter dem zweiten Schlag, den du vom Leben bekommen hast, warten das Glück und der Erfolg auf dich!«Viele Menschen begreifen nicht, dass so manche Tiefschläge, die wir auf unserem Lebensweg einstecken müssen, letztendlich unumgänglich sind, um unsere Ziele zu erreichen. Damit meine ich nicht, dass man immer weiter seinen eingeschlagenen Weg gehen soll – auch wenn man ständig »Schläge vom Leben bekommt«. Es geht mir ums Grundsätzliche: Dass wir manchmal erst nach Niederlagen das wahre Glück finden. Und viele Menschen sind nicht bereit, den Preis dafür zu bezahlen, der unter anderem im Fleiß besteht – und das bedeutet Ausdauer und Disziplin. Ausdauer ist die Mutter und Disziplin ist der Vater des Erfolgs.Bei amerikanischen Untersuchungen darüber, was die erfolgreicheren von den erfolgloseren Menschen unterscheidet, stellte man fest, dass 20 Prozent aller Menschen 80 Prozent des gesamten Erfolgs erzielen. Auch 20 Prozent der Unternehmen einer Branche erzielen ca. 80 Prozent des gesamten Umsatzes. Oder 20 Prozent der Verkäufer eines großen Unternehmens erzielen 80 Prozent des gesamten Umsatzes. Und als man untersuchte, worin denn der wesentliche Unterschied zwischen diesen 20 Prozent der Erfolgreichen gegenüber den 8o Prozent der weniger Erfolgreichen besteht, kam man auf … den Fleiß!Nicht irgendwelche komplizierten Strategien oder Techniken waren es, die den Unterschied ausmachten, sondern einfach nur Fleiß! Erfolgreiche Menschen sind einfach bereit, mehr Einsatz zu bringen, härter zu arbeiten, länger zu arbeiten, intensiver zu arbeiten, sich weniger abzulenken, auf vieles zu verzichten – in dem Bestreben, ihr Ziel zu erreichen.Und ich frage dich jetzt: Bist du bereit, alles zu geben, alles zu unternehmen, alles zu investieren, um deine Probleme oder Krisen zu bewältigen?

»Geht nicht«, gibt’s nicht!Du bekommst in diesem Buch eine genaue Anleitung dafür, »wie« es geht. Doch umsetzen musst du es selbst. Ich hoffe und bin mir sicher, dass ich dich mit diesem Buch dazu bringen kann, wieder an dich, die Lösung deiner Probleme, ja, sogar zum Glauben an deine Träume bewegen kann. Deine Gedanken gestalten deine Realität. Das, woran du denkst, wirst du erleben. Welche Werte, Überzeugungen und inneren Glaubenssätze später dein »inneres Betriebssystem« bilden, entscheidest du. Das Gesetz funktioniert ganz einfach: Glaube etwas tief und fest – und es ist! Vorausgesetzt, es ist »stimmig« mit dem, was du in dieses Leben an Aufgaben, Talenten und Begabungen mitgenommen hast. Und du verstößt nicht gleichzeitig gegen wesentliche andere Lebensgesetze. Egal also, welche Schwierigkeiten und Probleme du momentan auch haben magst: Als Erstes glaube tief, fest und unerschütterlich daran, dass es nur eine momentane Situation ist und du ganz sicher alles lösen und bessern kannst!Glaube an dich!Zum Schluss dieses Kapitels möchte ich dir noch eine Geschichte von Sir Winston Churchill, der britischen Legende, erzählen. Churchills Mutter war Amerikanerin mit Indianerblut. Schon mit sieben Jahren musste der kleine Winston ins Internat. Er hatte einen leichten Sprachfehler, übte jedoch beständig und ausdauernd das Reden, da er die Bedeutung seines Redetalents frühzeitig erkannte. Außerdem verlor er 1899 seine erste Wahl zum Abgeordneten des Unterhauses. In einer Überlieferung heißt es, dass Winston Churchill schon sehr alt war und noch einmal eine Rede an der Universität halten sollte, es gab so viele Kartenanfragen, dass man die Veranstaltung ins Freie verlegte. Churchill ging nach mehreren Vorrednern langsam auf die Bühne, legte seinen Stock und die obligatorische Zigarre beiseite, blickte in die riesige Menschenmenge und sagte:
»Never, never, never, never – never give up!«Er schaute noch einige Augenblicke in die Menge, nahm Zigarre und Stock … und verließ wieder die Bühne. Die Zuhörer waren zuerst sprachlos – das konnte doch wohl noch nicht alles gewesen sein, oder? Doch dann erinnerten sie sich, worum es ihm ging: Als er am 10. Mai 1940 zum neuen Premierminister Englands gewählt wurde, tobte bereits der grausame 2. Weltkrieg. Churchills Militärberater baten ihn,  Waffenstillstandsverhandlungen mit den deutschen Nazis zu führen, um einer Niederlage Englands vorzubeugen und die Unabhängigkeit Englands zu retten. Aber Churchill bat sich Bedenkzeit aus. Als es abends wieder Bombenalarm gab, ging er nicht in den Luftschutzkeller seines Hauses, das am Stadtrand von London lag, sondern schenkte sich einen Brandy ein und stellte sich in seinem Bademantel auf die Veranda. Er sah betrübt zu, wie die deutschen Bomber Richtung London flogen und ihre tödliche Fracht auf seine geliebte Stadt warfen. Und schließlich sah er aus der Entfernung London lichterloh brennen. Da, so beschreibt es die Überlieferung, schleuderte er sein Brandyglas auf den Terrassenboden, ballte seine Fäuste zum Himmel und schrie: »Ihr Krauts, mich schafft ihr nie, denn ich, Winston Churchill, gebe nie, nie, nie, nie, ich gebe niemals auf!«Und so erhoben sich immer mehr Zuhörer und belohnten ihn mit Standing Ovations. Denn mehr, so wurde ihnen klar, bedurfte es nicht, außer diesem einen Satz: Gib nie, nie, nie, nie – gib niemals auf!

Einige Worte zum SchlussWas sagst du nun, nach dem Lesen dieses Buches? Mein innigster Wunsch ist, dass ich dir helfen kann, nicht die gleichen Fehler zu machen, wie ich sie gemacht habe, und aus meinen Erfahrungen zu lernen. Ich hoffe sehr, dass du angeregt wurdest, nicht nur deine derzeit eventuellen oder eher sicher bestehenden Probleme anzugehen, sondern darüber hinaus dein ganzes restliches Leben zu einem Meisterstück zu machen. Ich möchte allen Menschen ein Vorbild dafür sein, dass man wieder aufstehen und jederzeit wieder alles verlassen kann. Wenn du mir übrigens schreiben möchtest, würde ich mich sehr darüber freuen. Schicke deinen Brief einfach an:
Life Learning e. K.
Carl-Benz-Straße 13
97424 Schweinfurt
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Telefax +49-(0)9721-4758850
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Oder besuche mich im Internet unter: www.juergenhoeller.comDort gibt es gratis – und ergänzend zum Buch – weiteres Know-how zum Herunterladen. Weitere Informationen darüber erhältst du bei der Firma Life Learning Seminare:Zum Schluss habe ich noch eine Bitte an dich:Falls dir dieses Buch geholfen hat (oder helfen wird), dann bitte ich dich darum, auch andere Menschen, die dieses Wissen vielleicht benötigen, auf dieses Buch aufmerksam zu machen. Du hilfst damit diesen Menschen. Ich fing ganz von vorne an. Aber alles, was man schon einmal geschafft hat, kann man auch ein zweites Mal schaffen und was man zweimal geschafft hat, schafft man immer. Und wenn ich dir mit diesem Buch helfen konnte, dann bitte ich dich darum, auch mir zu helfen:Empfehle möglichst vielen Menschen dieses Buch. Wenn sich jeder Leser an diesem Prinzip beteiligt, wird es sich schnellstens ausbreiten. Und genau das möchte ich: Dass in möglichst kurzer Zeit eine Vielzahl von Menschen dieses Buch lesen und bewusster leben. Die Zeit, in der wir leben, ist eine chaotische, schwierige, problematische Zeit. Ich glaube, es ist Zeit aufzubrechen, gemeinsam aufzubrechen und etwas auf dieser Welt zu verändern. Es reicht nicht aus, wenn nur ein paar Menschen dieses neue Bewusstsein haben – es muss eine große Gruppe sein. Hilfst du mir bitte bei diesem Plan? Ich danke dir und ich hoffe, wir sehen uns bald! Jede Internetseite kann das Buch kostenfrei herunter laden unter:
www.und-immer-wieder-aufstehen.deZurück zu Teil 1Zurück zu Teil 21



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