Ich gebe niemals auf ! - Und immer wieder aufstehen! Teil 21


Strategie 8:Besiege deine Ängste!Angst ist wie Gift: Ein bisschen wirkt oft wie Medizin – zu viel jedoch kann tödlich sein!Zunächst einmal ist es wichtig zu verstehen, dass Angst normal ist. Wenn uns die Natur die Angst nicht mit auf den Weg gegeben hätte, wäre die gesamte Menschheit bereits ausgestorben. Denn nichts würde uns dann davon abhalten, lebensgefährliche Risiken einzugehen. Angst ist also ein Mechanismus, der uns zu überleben hilft. Allerdings ist die Angst bei vielen Menschen extrem ausgeprägt, ja, sie schlägt bei vielen in eine regelrechte Phobie um. In Phasen einer (Lebens-)Krise können sich Ängste bis ins Unendliche steigern. Die Wissenschaft weiß heute, dass die meisten Dinge, vor denen wir Angst haben, dann doch nicht eintreten, nur etwa fünf Prozent unserer Ängste sind realistisch. Es treten also nur fünf Prozent der von uns befürchteten Dinge tatsächlich ein. Das Ausmaß der Angst ist also in erster Linie ein mentales Problem.Ein Mittel, das rasch gegen Ängste hilft, sind Gespräche mit positiven und erfolgreichen Menschen. Denn positive und erfolgreiche Menschen werden dich auch entsprechend positiv und erfolgreich »besprechen«. Dieses »Besprechen« ist nichts anderes als eine Form der Suggestion, in diesem Fall eine Fremdsuggestion, also eine Fremdbeeinflussung. Sobald du mit einem Menschen in Kontakt trittst, beeinflusst dich dieser; ob dabei eine verbale Kommunikation stattfindet oder nicht, spielt keine Rolle. Auch die nonverbale Kommunikation, also die reine Körpersprache, beeinflusst uns bereits. Wenn aber jeder einzelne Kontakt mit einem anderen Menschen eine Beeinflussung darstellt, dann ist letztendlich doch nur entscheidend, mit welchen Menschen wir uns umgeben – positiv eingestellten oder negativ. Als weiteres Mittel gegen Ängste hilft das Handeln! Wenn du Angst hast und still in deinem Kämmerchen leidest, wirst du garantiert nichts verändern. Am meisten hilft mir immer, mich hinzusetzen und etwas zu tun: einen Plan zu entwerfen, eine Strategie zu finden, mit jemandem zu reden etc. Durch das Handeln lenke ich mich ab, durch das Handeln entstehen – zumindest bei mir – neue Hoffnung und oft auch die besten Ideen. Meine erfolgreichsten Strategien habe ich nicht entworfen, als es mir gut ging, sondern in den Zeiten größter Not. Die weiter vorn im Buch bereits vorgestellte Visualisierungstechnik hilft auch bei Ängsten: Reise in Gedanken in die Zukunft und stelle dir vor, du hättest deine Lebenskrise gemeistert. Betrachte diese positiven Bilder ausführlich, höre die Geräusche, die Stimmen, achte auf deine Gefühle angesichts des »Zukunftsbildes«, rieche die Düfte, die in der Luft liegen und, falls es gelingt, schmecke sogar etwas. Kurz: Konzentriere dich mit all deinen Sinnen auf die positiven Bilder, auf dein Happy End. Denke daran: Dein Unterbewusstsein kann nicht unterscheiden zwischen realen und imaginierten Bildern. Aber dein Unterbewusstsein wird auf die entsprechende Programmierung reagieren und dir helfen, die richtigen Entscheidungen zu treffen, die richtigen Schritte zu gehen, um aus der Krise herauszukommen.Strategie 9:Vergeben und VerzeihenHass wird nicht durch Hass besiegt, sondern durch Liebe.
GAUTAMA BUDDHAUm einen weisen Yogi in Indien versammeln sich jeden Nachmittag seine Schüler, um seinen Weisheiten zu lauschen und von ihm zu lernen. Eines Tages besuchte ein arroganter und aggressiver junger Mann die Gruppe und provozierte den Yogi. Der Yogi saß nur da und lächelte. Daraufhin versuchte der junge Mann, ihn noch mehr zu provozieren. Er sprach Beleidigungen aus, er beschimpfte ihn, er versuchte, ihn zu demütigen. Der Yogi jedoch saß nur da und lächelte. Als der junge Mann immer weiter mit seinen Provokationen fortfuhr, erkannte er schließlich, dass er bei dem Yogi damit nichts erreichte, und verließ frustriert die Runde. Die Schüler des Yogis hatten dem Schauspiel ungläubig beigewohnt und fragten ihn nun: »Sagt Meister, warum habt Ihr Euch nicht gewehrt? Warum habt Ihr zugelassen, dass er Euch so beschimpft?« »Nun, meine lieben Schüler«, sagte der Yogi, »wie ist es denn, wenn euch jemand ein Geschenk machen will und ihr nehmt es nicht an? Wer hat dann das Geschenk?« »Natürlich immer noch derjenige, der es schenken wollte«, antworteten seine Schüler. »Seht ihr«, lächelte der Yogi, »und genau so verhält es sich mit Wut, Groll, Neid und Hass. Wenn wir diese Geschenke nicht annehmen, verbleiben sie bei dem anderen und er muss damit fortan leben.«In der schwersten Zeit meiner Krise fühlte ich viel Groll und Wut, teilweise vielleicht sogar Hass gegen manch andere. Ich hegte diese negativen Gefühle gegenüber den Bankern, die beim ersten Regentropfen den Schirm zuklappten. Ich hegte diese negativen Gefühle gegenüber Investoren, die zu- und wieder absagten, und dies gleich zweimal. Ich hegte diese negativen Gefühle gegenüber Mitarbeitern, vor allem in Führungsetagen, die bereits zu Beginn der Krise das Weite suchten und wie Ratten das sinkende Schiff verließen. Ich hegte Groll gegenüber Trainerkollegen, die nun hämisch auf mich herabschauten und teilweise in der Öffentlichkeit zum Besten gaben, dass meine Pläne utopisch gewesen seien und ich mich selbst überschätzt hätte. Ich hegte Groll auch gegenüber so manchem Journalisten, bei dem ich nicht verstand, warum er in unglaublich polemischer Art und Weise auf mir herumtrampelte, als ich schon geschlagen am Boden lag.Als ich dieses Buch schrieb, rechnete ich auch mit etlichen Personen ab, die mir sehr wehgetan hatten, und dann passierte Folgendes: Ich verspürte Lust, in der Bibel zu lesen, so wie ich es immer wieder gern tue. Ich gab dem Gefühl nach und bat, wie stets, wenn ich in der Bibel lese, Gott vorher darum, dass ich durch die Lektüre etwas erkennen, etwas erfahren oder seine Stimme hören möge. Ich hatte kaum zu lesen begonnen, als ich plötzlich vernahm: Verzeihen! Ich hörte irgendeine Stimme, die mir das sagte. Meine Augen füllten sich langsam mit Tränen und mein Körper bebte und zuckte. Weniger, weil ich diese Antwort bekam, denn immer wieder erhalte ich von Gott Antworten, wenn ich ihn frage, sondern weil ich wusste, was er mir damit sagen wollte, und weil ich spürte, dass sich alles in mir dagegen wehrte. Denn in mir war so viel Verletztheit, so viel Schmerz, aber auch so viel Groll und Hass, dass ich die Vorstellung nicht ertragen konnte, jetzt einfach zu verzeihen und alles loszulassen. Alles in mir wehrte sich dagegen, denn einiges, was mir andere angetan hatten, erschien mir einfach unverzeihlich. Ich hatte unglaublichen Schmerz erlebt – und nun sollte ich einfach so verzeihen?»Verzeihe, denn das ist etwas, was du noch lernen musst«, hörte ich die Stimme wieder, »ich muss ja auch dir so viel verzeihen, nicht wahr?« Ich hoffe, dass ich den Leser mit diesem Erlebnis nicht allzu sehr erschrecke. Aber wer regelmäßig betet, wird feststellen, dass Gott tatsächlich mit ihm spricht – wenn wir ihm zuhören und ihn um Antworten bitten, dann schweigen und warten. Plötzlich wurde mir klar: Natürlich! Wie viel hatte ich in meinem Leben falsch gemacht, wie viele Menschen hatte ich verletzt, wie viele Menschen hatten Grund, auf mich wütend zu sein oder mich gar zu hassen! Und verlangte ich selbst nicht auch von Gott, mir zu verzeihen und mich so zu lieben, wie ich bin, trotz meiner Fehler? Alle mir bekannten Religionen sprechen von der Macht des Verzeihens. Aber jetzt, wo ich selbst verzeihen sollte, bemerkte ich, wie leicht es ist, darüber zu reden, und wie schwer, es dann auch wirklich zu tun. Vergeben und Verzeihen ist nicht leicht! Wenn das stimmt, ist es im Himmel ziemlich leer…

Aber kann man denn wirklich alles verzeihen? Ist nicht manches unverzeihlich? Nun, vor kurzem las ich in einem Zeitungsartikel, in dem es über missbrauchte Kinder ging – also über eines der wohl abscheulichsten Verbrechen, das es gibt –, dass 95 Prozent aller Personen, die Kinder missbrauchen, selber in ihrer Kindheit missbraucht wurden. Kann man also als »guter« Mensch sicher sein, dass man nicht genauso geworden wäre wie diese Verbrecher, wenn man als Kind das Gleiche erlebt hätte?Wir können solche Taten nicht vergessen (und sie müssen auch gesühnt werden!), aber wir können verzeihen. Wer nicht verzeihen und vergeben kann, dem sollte bewusst sein, dass er sich selbst damit das größte Leid antut. Denn Neid, Wut, Hass und Groll sind die größten Energiezerstörer, die es gibt. Nichts wird Erfolg im Sinne von Glück und Zufriedenheit mehr verhindern als das Festhalten an diesen negativen Gefühlen. Und nichts zeigt unsere spirituelle Entwicklung so deutlich auf wie die Fähigkeit zu verzeihen und zu vergeben. Ich arbeite noch daran…Vergeben ist ein Schlüssel zum Glück!Strategie 10:Gib niemals auf!Erst nach dem Umfallen zeigt das Stehaufmännchen, was es kann.
ERNST R. HAUSCHKAEines Nachts brannten die Fabrikgebäude von Thomas A. Edison, dem genialen Erfinder, bis auf die Grundmauern nieder. Als Edison vor den rauchenden Trümmern seines Werkes saß, eine Decke um die Schultern geschlungen, kamen seine Mitarbeiter und versuchten, ihn über den schrecklichen Verlust hinwegzutrösten. Das Gebäude war stark unterversichert, zusätzlich waren alle Unterlagen seiner Forschungen verbrannt. Als sie aber versuchten, ihn aufzurichten, blickte er sie an, lächelte und sagte: »Ihr müsst mich nicht trösten. Es geht mir gut. Seht es doch einmal von der Seite: All unsere Fehler, die wir bisher gemacht haben, sind hier mit verbrannt. Wir haben nun die Möglichkeit, vollkommen neu zu beginnen. « Zirka acht Monate später wurde in der neuen Fabrik das Grammophon erfunden…An diese Geschichte Edisons erinnerte ich mich in meinen dunkelsten Stunden. Meine Familie und ich haben materiell praktisch alles verloren. Das Wesentliche, was wir noch besitzen, ist unser Wissen, unser Glaube und unsere Hoffnungen. Doch von Tag zu Tag verstärkt sich der Glaube in uns, dass wir es wieder schaffen werden. Ich kann mich auf ein Referenzerlebnis – meine erste Krise mit 21 Jahren – stützen, die mir gezeigt hat, dass aus der tiefsten Krise heraus oft der beste Neustart möglich wird. Ich weiß, dass es manchmal sogar notwendig ist, eine solche Zeit zu durchleben, um anschließend noch besser zu sein.Vor einiger Zeit las ich die Geschichte von John McLoughlin. Der Artikel erschien in der Zeitschrift »Welt« am Samstag, den 19. Januar 2002, und trug den Titel: »Gib niemals auf!« John McLoughlin ist Polizist. Polizist in New York. Er ist einer von fünf Menschen, die aus den Trümmern des World Trade Centers lebend geborgen wurden. Fast 3000 Menschen dagegen kamen bei diesem fürchterlichen Terroranschlag ums Leben. McLoughlin überlebte, weil beim Einsturz der 110 Stockwerke Zwischenräume entstanden, die Zuflucht boten. Unter meterdicken Trümmern überlebte er, wenngleich schwer verletzt. Er musste über 20 Operationen an seinen zerquetschten Beinen und an seinem Becken über sich ergehen lassen, zwischendurch fielen die Nieren und die Lungen aus. Doch er hielt durch und schaffte es zu überleben. Als er zum ersten Mal vor die Mikrofone trat und gefragt wurde, welchen Rat er anderen Menschen in einer ähnlichen Situation geben könnte, antwortete er: »Es gibt immer Hoffnung … Gib niemals auf.« Ja, genau darum geht es: Gib niemals auf!In dem Moment, wo man aufhört zu träumen, stirbt man.
DR. ROBERT SCHULLERDu magst hinfallen, aber wenn du aufstehst und weitergehst, wirst du deine Träume leben können. Es gibt nur zwei Dinge, die dich zum Versager werden lassen:1. Nie damit zu beginnen, deine Träume zu leben!
2. Wenn du »unterwegs« hingefallen bist, aufzugeben und liegen zu bleiben!Es ist nicht einfach, eine Krise zu überwinden. Es kostet unsere ganze Kraft, manchmal erscheint es uns, als ob wir es nicht schaffen würden. Und doch geht es immer weiter und weiter – wenn wir es wollen! Wenn wir die Hoffnung nicht aufgeben, wenn wir den Glauben bewahren und durchhalten. Immer wieder durchhalten! Immer weitermachen! Immer aufstehen! Das Leben ist zwar keine Einbahnstraße, aber letztendlich ist alles, was passiert, zu deinem Nutzen, denn du wirst daran wachsen!

Evander Holyfield, 4-facher Weltmeister im Box-Schwergewicht wird von einem Reporter gefragt, was er macht, wenn er in einem Kampf schwer gefroffen wird. Er antwortet: »Ich schüttele mich, kämpfe weiter und gewinne den Kampf.« Daraufhin fragt ihn der Reporter, was aber sei, wenn er zu Boden geht. »Dann stehe ich auf, kämpfe weiter und gewinne den Kampf.« Dann setzt der Reporter triumphierend nach: »Und wenn Sie k.o. gehen?« »Dann stehe ich nach dem Kampf auf, trainiere weiter und und hole mir meinen Weltmeistertitel wieder zurück. Ich gebe niemals auf !«Zurück zu Teil 1Zurück zu Teil 20Vor zu Teil 22



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