Social Media Shopping im Internet


Wer heute noch einen Online-Shop mit Mainstream-Ware auf die Beine stellen will, braucht ein außerordentliches Gimmick, um sich aus der Masse abzuheben. Manche Branchen sind bereits durch einige wenige Branchenriesen komplett gesättigt worden, in anderen Branchen steht diese Entwicklung kurz vor dem Abschluss. Ist die Social-Media-Vernetzung ein Weg aus dem Dilemma?

Der Einfluss der Masse



Es ist der Traum jedes Marketingtreibenden: Ein Bild, Werbeclip oder eine Seite des eigenen Portals wird zum Selbstläufer im Internet. "It went viral", wie man auf Englisch so schön sagt. Ein bekanntes Beispiel der letzten Monate war der zunächst nur in den USA ausgestrahlte Werbespot von Volkswagen mit dem Mini Darth Vader, dem Papi mit dem Autoschlüssel auf die Sprünge hilft. Der Clip verbreitete sich in wenigen Tagen rund um die Welt und wurde schließlich auch in anderen Ländern ausgestrahlt. In den USA schossen die Verkaufszahlen von Volkswagen um 40% in die Höhe.
Auch in kleinerem Umfang funktioniert dieses Konzept immer wieder. Junge Modeportale wie smatch.com setzen ganz bewusst auf den Einfluss der Masse im Internet, in dem sie die Angebote ihrer Website eng mit Social-Media-Netzwerken wie Facebook, Google+, Twitter und Pinterest verbinden. In der Hoffnung, dass junge modeinteressierte Frauen tolle Schuhe bei smatch.com entdecken, das Foto der Schuhe über ihre Netzwerke verbreiten und so wiederum andere auf die Seite locken. Zusammenstellungen von den beliebtesten oder meistgekauften Kleidungsstücken und Schuhen sollen zusätzlich helfen: Wenn alle auf einmal tolle Bikerjacken aus farbigem Leder kaufen, will die modische junge Frau ja schließlich nicht zurückstehen.

Ist der Gipfel des Hypes schon vorbei?



Es könnte jedoch die letzte Chance für junge Online-Händler sein, sich über Social Media die Aufmerksamkeit der Internetgemeinde zu sichern: Die große Hype scheint allmählich vorüber zu sein: Branchenriesen wie Facebook und Twitter stagnieren, nicht zuletzt durch die immer neuen Querelen um den Datenschutz und durch Meldungen über hunderttausende falsche Accounts und gekaufte Follower. Für Nachfolger wie Tumblr und Pinterest war die Halbwertzeit sogar noch kürzer: Die Zeit, in der das Sammeln von bunten Bildchen für eine virtuelle Pinnwand wirklich Spaß macht, ist nun mal begrenzt.

Stattdessen geht der Trend allmählich wieder zu stichhaltiger sinnvoller Information. Ein professioneller Modejournalist mit Büro in New York weiß letztendlich besser Bescheid über die Trends der Modemetropolen als Userin Sissy89, die vielleicht tatsächlich als Modestudentin aus einem Berliner Loft bloggt, vielleicht aber auch als übergewichtige 14-Jährige auf der schwäbischen Alb vom Duft der großen weiten Welt träumt.



Ihre Sicherheit und Privatsphäre im Internet sind uns wichtig! Es werden mittels des Einsatzes von Cookies keinerlei persönliche Daten gespeichert oder mit Dritten getauscht. Dennoch verwendet diese Website Cookies zur Steigerung von Funktionalität und Leistungsfähigkeit. Falls Sie weiter lesen und unsere Website verwenden, stimmen Sie dem Gebrauch von Cookies zu.

Schließen