Soldaten bekommen komplette "Übungsstadt" in der Altmark für 100 Millionen Euro



Der Truppenübungsplatz Altmark soll das größte Übungszentrum in Europa werden. Der bisherige Leiter des Gefechtsübungszentrums Letzlingen, Oberst Michael Matz, sagte der Mitteldeutschen Zeitung, die Truppe bekomme dort eine komplette Übungsstadt. In einer ersten Phase sollen rund 60 Millionen Euro investiert werden. Insgesamt könnten es knapp 100 Millionen werden. Die Planungen für die künstliche Stadt laufen seit rund sechs Jahren, Baubeginn soll noch 2012 sein. Es soll ein kulturelles, ein politisches und ein industrielles Zentrum geben, "auch wenn dort kein Schornstein raucht".

Die komplette zivile Infrastruktur inklusive eines Stücks Autobahn und 520 verschiedenen Gebäude wird aufgebaut werden. Vor der Wende war das Gelände ein sowjetischer Truppenübungsplatz, der 1994 von der Bundeswehr übernommen wurde und heute 1 200 militärische und zivile Arbeitsplätze bereithält. Neben dem Wirtschaftsfaktor Bundeswehr gibt es seit Jahren auch Proteste gegen die militärische Nutzung der Colbitz-Letzlinger Heide. Manche Kritiker und Verschwörungstheoretiker befürchten zudem, die Ausbildung käme nicht nur bei Auslandseinsätzen der Bundeswehr in Krisengebieten zum Einsatz, sondern letztlich beim "kommenden Aufstand" im Inland - gegen Deutsche.



Ihre Sicherheit und Privatsphäre im Internet sind uns wichtig! Es werden mittels des Einsatzes von Cookies keinerlei persönliche Daten gespeichert oder mit Dritten getauscht. Dennoch verwendet diese Website Cookies zur Steigerung von Funktionalität und Leistungsfähigkeit. Falls Sie weiter lesen und unsere Website verwenden, stimmen Sie dem Gebrauch von Cookies zu.

Schließen