Union will Schönheits-OPs bei Jugendlichen verbieten



Laut FAZ wollen CDU und CSU Schönheitsoperationen an Minderjährigen verbieten, wenn sie medizinisch nicht notwendig sind. Dazu existiert ein "Positionspapier" zur Aufnahme einer solchen Regelung ins neue Patientenrechtegesetz. Weiterhin wird die Einrichtung eines millionenschweren Entschädigungsfonds für Opfer ärztlicher „Kunstfehler“ gefordert.

Die geforderten besseren Aufklärungs- und Dokumentationspflichten sind okay. Aber muss man wieder alles übertreiben? Bei „groben Behandlungsfehlern“ soll schon die Beweislast umgekehrt werden. Das heißt, die Klage genügt. Der Arzt muss dann nachweisen, dass der Schaden auch ohne seinen Fehler eingetreten wäre. Das wird selten gelingen. Wir werden wohl amerikanische Schadensersatzexzesse mit allen Folgen bekommen.

Bereits seit Jahren wird diskutiert, Brustwarzenpiercing zu "erlauben", Brustvergrößerungen oder -verkleinerungen aber zu verbieten, wenn sie nicht medizinisch empfohlen sind. Jeder zehnte schönheitschirurgische Eingriff wird an Patienten unter 20 Jahren vorgenommen.

Aus dem Papier: „Selbst bei einer ordnungsgemäßen Aufklärung ist nicht sichergestellt, dass sich der Jugendliche der Reichweite seines Entschlusses bewusst ist ...“.

Nun: Das gilt doch generell im Leben! Die "Reichweite" der Entschlüsse zu Schulbesuchen, Berufswünschen, Sportbetätigungen, Diäten, Freundesbeziehungen und so weiter und so fort ist zum Zeitpunkt der Entscheidung meistens nicht klar.

Will man künftig wirklich alles kontrollieren und alles für den Bürger entscheiden?



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