APPELL ZUM JAHRESWECHSEL



Ist schon fünf vor Crash?

Dass Deutschland sich, wie das Deutsche Institut für Wirtschaft (DIW) gerade ermittelt hat, inzwischen unter die fünf attraktivsten Wirtschaftsstandorte hochgearbeitet hat – sehr schön. Wir sind alle stolz darauf, aber die europäische Großwetterlage ändert sich trotzdem. Einige Zeichen stehen weiterhin auf Sturm. Deshalb sollten wir uns nicht auf vermeintlichen Triumphen wundliegen, denn wer auf Lorbeeren ruht, dem droht ein hartes Erwachen. Die vielzitierte Volatilität der globalen Märkte betrifft unmittelbar die global agierenden Unternehmen – mittelbar aber auch ihre Zulieferer und Dienstleister, am Ende uns alle. So gesehen spielen die Qualitäten des Standorts Deutschland nicht mehr die allein entscheidende Rolle.

Diese Erkenntnis darf uns nicht lähmen, sie sollte uns vielmehr befeuern. Denn wer heute seine Strategie, Organisation und Prozesse vorausblickend auf volatile Märkte einstellt, wird morgen – garantiert! – klare Wettbewerbsvorteile haben.

Und wie stellt man sich darauf ein?

Wir tun es, indem wir eigene Niederlassungen an strategisch wichtigen Standorten in aller Welt gründen, um unseren Kunden stets direkt vor Ort beratend zur Verfügung zu stehen. Nur ein Beispiel: Für die Automobilbranche hat sich Mexiko zu einem Hochpotenzialstandort entwickelt (übrigens ein Beleg dafür, dass nie überall gleichzeitig Krise ist). Die Marktteilnehmer, die in langfristigen Szenarien denken und flexibel genug auf die Volatilität der Märkte reagieren, sind schon da. Wir sind auch da.

In volatilen Märkten mehr Absatz zu generieren – dazu bedarf es nicht des Steins der Weisen. Dafür gibt es klare, nachvollziehbare Strategien. Wer etwa darauf setzt, die Prozesse im Auftragsdurchlauf so auszurichten, dass mehr Absatz durch mehr Effizienz und schnellere Lieferung entsteht, macht schon vieles richtig: Damit können Marktanteile gewonnen, Kosten gesenkt und Marktpreise bzw. Profit beeinflusst werden.

Was sind die entscheidenden – sozusagen die Erfolg auslösenden – Ansätze? Veränderungen finden in den Köpfen statt, standardisierte Prozesse sind das eine, letztlich entscheidend jedoch sind die Menschen. Weil eine Mannschaft nur so gut wie ihre Führung sein kann, setzt nachhaltiger Erfolg eine konsequente, transparente Führung voraus: Lean-Prinzipien müssen verstanden und mit Überzeugung in die Praxis umgesetzt, Verschwendung vermieden und die Wertschöpfung optimiert werden.

Als flexibles Führungsinstrument vernetzt ein stringentes Shopfloor-Management Führungskräfte und Basis, optimiert Abläufe und Prozesse und sichert den Erfolg am Ort der Wertschöpfung in der Produktion und in den indirekten Bereichen.

Was wir also brauchen, ist eine nachhaltige Verbesserungskultur über alle Unternehmensebenen. Dann sollten uns die volatilen Märkte nicht mehr schrecken können.

Jörg Herkommer, Oliver Herkommer



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