Das Ende des glücklichen Gleichgewichts



Franz Alt, ein begnadeter Fabulierer, beglückt jede Woche die staunende Öffentlichkeitmit seinem 'Sonnenseiten Newsletter'. Im letzten Letter - vom 13 Januar '13, ist mir ein Bericht ins Auge gefallen, den ich nicht unkommentiert lassen möchte.

Auszug aus dem Artikel

Eicke R. Weber erinnert an die Entstehung der Erde und mahnt, sie vor der Erwärmung zu schützen. Im Anfang war das Wort...! Wort als Energie verstanden, versöhnt die Bibel mit dem Big-Bang. Acht Milliarden Jahre nach dem Urknall bildete sich ein neuer Stern, darum rotierender Staub wurde zu Planeten. Einer hatte die richtige Entfernung zur Sonne, um bei Ausbildung einer stabilen Atmosphäre Wasser zu bilden. Tatsächlich entstand eine schützende Luftschicht, aber die Zusammensetzung zeigte nach weiteren 4500 Millionen Jahren, 500 Millionen Jahren vor unserer Zeitrechnung, einen Anteil an CO2 mehr als dreimal so hoch wie heute.

In den vergangenen Jahrmillionen bewegten sich die Erdtemperatur und der Gehalt an CO2 der Atmosphäre im Takt. Ein hoher CO2-Gehalt bedeutete: Warmzeit; ein niedriger Gehalt bedeutete: Eiszeit. Dabei schwankte die CO2-Konzentration nur wenig: Von 0,022 Prozent oder 220 ppm (parts per Millionen) in Eiszeiten und zu 280 ppm in Warmzeiten.

Oha, wurde der Erde gar ein Ständchen dargebracht, so dass sie sich im Takt bewegen konnte? Und was soll das heißen: Ein „hoher“ CO2-Gehalt von 0,028 % und ein „niedriger“ von 0,022 %? Eine wahrlich erschröckliche Spreizung von 0,006 % - da konnte die Erde schon mal aus den „Takt“ kommen! Wer legt eigentlich die MIK-Werte fest, unsere Klima-Kanzlerin, ihr Klimaberater Schellnhuber, das IPCC oder gar der Papst?

„Seit 1850 aber werden als Preis für die fortschreitende Industrialisierung immer mehr fossile Stoffe verbrannt. Die Folge: Die Zusammensetzung der Atmosphäre hat den Stabilitätsbereich des Holozän weit überschritten. Heute sind bereits 0,04% (390 ppm) CO2 in der Luft und bald werden wir 500 ppm erreichen – ohne drastische Maßnahmen auch 700 beziehungsweise 1000 ppm. Wir sprechen über die Gefahr einer allmählichen, globalen Erwärmung, die bei jeder Verdopplung des CO2-Gehaltes etwa drei Grad betragen dürfte. Wie sind aber die Folgen dieser drastischen Änderung der Atmosphäre für die Stabilität des Erdklimasystems?“

Interessant, das Holozän hatte einen „Stabilitätsbereich“ und wofür galt er? Hatten alle Erdzeitalter einen zugeordneten „Stabilitätsbereich“? Wenn ich mich richtige erinnere, gibt es bei dem CO2-Gehalt der Luft eine Sättigungsgrenze – oder?

„Das bisherige Erdklima entsprach einem glücklichen Gleichgewicht zwischen externen Einflüssen, wie Veränderungen der Erdbahn, und Entwicklungen auf der Erde, wie der Änderung des CO2-Gehalts der Atmosphäre durch fossile Pflanzen. Nun setzen wir die in mehreren hundert Millionen Jahren gespeicherte Menge an CO2 wieder frei. Die Folgen für die Stabilität des Klimasystems könnten noch viel unangenehmer werden als die Folgen durch den langsamen Anstieg der Temperatur.“

So so, „das bisherige Erdklima entsprach also einem glücklichen Gleichgewicht“. Zwei grobe Schnitzer, denn es gibt DAS Erdklima nicht, wir haben auf der Erde nur ein „globales System von Klimazonen“ mit unterschiedlichsten Klimaten – humide und aride, maritime und kontinentale, polare und tropische usw. Und es gibt auch keine "Stabilität des Klimasystems" so wie es keine "Klimasensitivität" gibt - KLIMA ist der langjährige statistische Mittelwert des Wetters und das verhält sich dynamisch-chaotisch! Ich habe auch ernsthafte Zweifel, dass es dabei ein „ glückliches Gleichgewicht“ gegeben hat.

Was könnte die Erde denn „happy“ machen? Gleichgewichte bestimmt nicht, da es in der Dynamik der Atmosphäre keine Gleichgewichte gibt: Es gibt, wie in der gesamten Natur - laut Prof. Josef Reichholf - nur 'Fließgewichte', denn das einzige Beständige auf der Erde ist die Veränderung und die nennt sich EVOLUTION!
Vor so viel naturwissenscftlicher Fabulierkunst kann man nur den Hut ziehen

Hier bitte weiterlesen:
http://www.sonnenseite.com/Eine+Welt,Das+Ende+des+gluecklichen+Gleichgewichts,18,a24283.html


Burckhard H. Adam
Energieberatung - Projektentwicklung - Öffentlichkeitsarbeit
12555 Berlin




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