Demotivationsfaktor Mitarbeiter: Delegation, Vermeidung der Rückdelegation



Wie erziehen wir unsere Mitarbeiter dazu, uns als Vorgesetzte nicht auszunutzen? Es gibt eine Spezies Mitarbeiter, die den Nerv und das Blut ihrer Vorgesetzten gnadenlos aussaugt. Allerdings ist diese meist geprägt von einer langen Sozialisation durch ihre früheren, schlechten Führungskräfte. Das sind Mitarbeiter, die entdeckt haben, dass das Leben viel bequemer ist, wenn man auf die Hilfsbereitschaft, den Sachverstand und die feuerwehrmännischen Heldengefühle der Chefs setzt. Sie delegieren ihre Probleme zur Lösung an ihre Vorgesetzten, lassen sich die Antworten auf auftauchende Fragen von ihrem Chef beschaffen und geben jegliche Verantwortung an ihn ab. Sollte der Mitarbeiter nicht noch in der Einarbeitungsphase sein, heißt das im Klartext – er lässt den Boss seine Arbeit machen, kassiert die Bezahlung dafür und hat sich wunderbar mit seiner Unselbstständigkeit arrangiert.

Beginnen wir mit der Vermeidung der klassischen Rückdelegation -
Situation - unser Mitarbeiter hat bei einem seiner Jobs ein Problem oder eine Frage, dessen Lösung, resp. deren Beantwortung in seiner Verantwortung liegt und trägt uns das vor. Achten wir darauf, dass jetzt nicht nur die Arbeit delegiert wird, sondern auch die Verantwortung. Geht es mit der von uns genannten Lösung oder Antwort schief, sind wir „schuld“.

Wir reagieren am besten mit Interesse, prüfen aber gleichzeitig, ob der Mitarbeiter die Arbeit nur abwälzen will oder sich bereits Gedanken gemacht hat und jetzt wirklich Hilfe braucht – „Was haben Sie bisher überlegt?“ „Was sprach aus Ihrer Sicht gegen diese Lösung?“ „Welche Aspekte sind aus Ihrer Sicht noch nicht dabei berücksichtigt?“
Mit dieser Konkretisierung und der initiierten Abwägung von Möglichkeiten oder Antworten können wir jetzt entweder entscheiden ob und wie wir direkt helfen wollen, oder wir fragen sogar wieder den Mitarbeiter „Wo können Sie sich diese Information beschaffen?“ oder „Welche Unterstützung wünschen Sie sich?“
Wir konkretisieren gemeinsam die nächsten Schritte, bitten ihn ggf. noch um eine kurze, schriftliche Bestätigung der Vereinbarung, damit etwaige Missverständnisse noch ausgeräumt werden können, fertig.
Variante: Während eines Delegationsgesprächs versucht der Mitarbeiter, gleich so konkrete Anweisungen und Lösungen zu erhalten, dass er selbst nicht mehr denken muss. Vielleicht hat er auch mit früheren Chefs die Erfahrung gemacht, dass diese sowieso nur ihre eigenen Ideen haben gelten lassen (Vorsicht, hier bitte auch die eigene Nase unter Beobachtung halten, damit wir uns ggf. daran fassen können).

Der Verlauf eines Delegationsgesprächs, um einer Rückdelegation vorzubeugen, ist sinnvoller Weise …
http://sglscheuermann.com/2011/12/29/demotivationsfaktor-mitarbeiter/#more-822



Ihre Sicherheit und Privatsphäre im Internet sind uns wichtig! Es werden mittels des Einsatzes von Cookies keinerlei persönliche Daten gespeichert oder mit Dritten getauscht. Dennoch verwendet diese Website Cookies zur Steigerung von Funktionalität und Leistungsfähigkeit. Falls Sie weiter lesen und unsere Website verwenden, stimmen Sie dem Gebrauch von Cookies zu.

Schließen