Digitales Wissen - analog genutzt



Seit kurzem beschäftige ich mich endlich auch mit den Statistiken unserer Facebook fan pages. Dort sehe ich doch untermauert, was ich seit geraumer Zeit bereits geahnt habe. Unsere Kundenklientel wird immer jünger.

Nicht dass ich mich nicht darüber freuen würde, jedoch was bedeutet das für unser Unternehmen. Positiv gesehen, der Kundennachwuchs scheint auf unsere Produkte und Dienstleistungen anzusprechen, jedoch wo sind die sogenannten Best ager?
Wir sind doch teilweise im gleichen Alter, warum kommen die so selten?
Welche Auswirkungen hat das auf unseren Umsatz, wenn man die Demographie zugrunde legt?
Was bedeutet das langfristig für unsere Preise?

Umsatzstagnation als Erfolg

Bei vielen Selbstständigen, Kleinunternehmern und mittelständischen Unternehmen wird mittlerweile eine Umsatzstagnation bereits als Erfolg angesehen. Ein Grund dafür, warum einige betriebsam ihr Angebot verbreitern (anstatt zu vertiefen), oder die Preise senken, oder, oder - jeder auf seine individuelle Weise.
Alle jedoch bemerken wir eine Veränderung des Marktes, nicht nur in Hoch- und Niedrigpreissektor sondern auch in „die Alten“ und „die Jungen“ Kunden.

Best ager

In dem heutigen Artikel möchte ich mich, da ich selber dieses Jahr meinen 50sten feiere, um „die Alten“ kümmern. Wenn man den Medien und Fachleuten glauben darf, braucht man bloß ein paar Artikel die dem Kunden zwischen 35 und 55 gefällt und schon ist man wieder im Rennen.

Meine Meinung dazu – falsch, oder als Lottogewinn zu verbuchen.
Um sich zuerst die Sympathie dieser Zielgruppe zu sichern und später dann auch die Umsätze, spielt das Alter erst einmal eine untergeordnete Rolle, viel wichtiger ist zuerst eine individuelle Ansprache.

Diese Kundenklientel der „best ager“ zeigt nicht nur eine große Konsumbereitschaft, ist eben auch eine Kundschaft mit ganz speziellen Ansprüchen. Ein Din-A5-Flyer in bunt und ein Gutschein von 5 Euro beim nächsten Einkauf wird eher selten die Kundschaft beeindrucken, die im Hochpreissegment einkauft. Hier müssen wir neue Wege beschreiten, neue Marketing-Impulse her, Synergien finden, Kooperationen ausmachen.

Beispiel aus der eigenen Praxis

Ich möchte ihnen ein Beispiel aus der eigenen Praxis geben. Für viele sind Fotografen erst einmal Künstler, auch wenn das die Handwerkskammer anders sieht. Man könnte natürlich über einen Event in Form einer Fotoausstellung nachdenken, hätten die meisten spontan gedacht, doch genau da ist das Problem, genauso schnell ist das auch vergessen, zu einfach, uninteressant.

Was kann man denn mit bildhafter Kunst verbinden?
Musik, genau! Solange sie jedoch kein begnadeter Musiker sind müssen sie sich was einfallen lassen.
Nach etwas Recherche im Internet stellen sie fest, klassische Musik, wird vermehrt im Alter ab 35 Jahren gehört und immer noch konsumiert.
Nehmen wir nun die klassische Musik als Grundlage unserer neuen Marketing Idee und überlegen welche Synergien und Kooperationen möglich sind. Da haben wir das Hotel in der Nachbarschaft mit dem großen Saal, das Taxi- und Busunternehmen, die Brauerei usw.
Nun braucht es noch die Musiker, fragen sie doch ihre Freunde und Bekannten in den Sozialen Netzwerken.

Individualität einplanen

Soweit ist alles gut, nur der entscheidende Punkt ist, die Individualität ihrer potentiellen Kunden mit einzuplanen. Es gibt fantasievolle, impulsive, zurückhaltende, aktive, passive ...

Nun liegt an ihnen zu entscheiden, welchen dieser potentiellen Kunden sie für diese Musik begeistern möchten, wen sie so auf sich aufmerksam machen möchten, mit wem sie ins Gespräch kommen möchten.

Der Zurückhaltende mag eventuell ein klassisches Klavierkonzert, der Aktive dagegen bevorzugt etwas schwungvolleres auf der Orgel und der Impulsive mag lieber ein paar lustige Operettenmelodien.
Für was sie sich auch immer entscheiden, es wird anders sein als sonst, nutzen sie die „Verwirrung“ und kommunizieren sie. Ganz nebenbei stehen sie auch noch bei den Stadtvätern-/müttern gut da.

Sie werden feststellen, wenn anstelle eines verkrampften Verkaufsgespräches ein entspannter Small Talk beginnt und das in entspannter Atmosphäre, haben sie im handumdrehen neue Kunden, anspruchsvolle und konsumbereite Kunden.

Wir sind da etwas weiter gegangen und machen einen ganzen Kultursommer daraus, wir lieben es, ganz viele anspruchsvolle und konsumbereite Kunden von uns und unseren Möglichkeiten zu überzeugen.

http://fghkultursommer.wordpress.com







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