Sieben „Kraft-Insel“-Tipps zum Auftanken von Brennstoff – statt Ausbrennen


Als der Gewichtheber Matthias Steiner am 08. August 2012 bei Olympia unter 196 kg Gewicht zusammenbrach, blickte seine Frau im Publikum nach unten und blieb ganz ruhig. Sie wusste, dass sie schwanger war und erkannte, dass sie jetzt nicht in Panik verfallen durfte. Sie entschied sich bewundernswerter Weise für zuversichtliche Gedanken, blieb so gut es ging in ihrer Mitte und sprang nicht auf die Stress-Achterbahn.

Sie gab ein Beispiel für etwas, was jeder trainieren kann. Im letzten Jahr besuchte ich die Messe „Corporate Health Convention„ in Stuttgart. Das hat mich angeregt, Gesundheit und das Betriebliche Gesundheitsmanagement zum Hauptthema dieses Newsletters zu machen. 

In der Gefährdungsbeurteilung nach dem Arbeitsschutzgesetz müssen alle Gesundheitsrisiken berücksichtigt werden. Das bedeutet, dass auch Stress und andere Formen psychischer Überlastung Gegenstand der Gefährdungs-Beurteilung sind. Am 30.12.2012 gingen aktuelle Daten der Deutschen Rentenversicherung (DRV) durch die Medien. Demnach haben 2011 rund 41 Prozent der Antragsteller auf eine Erwerbsminderungsrente Depressionen, Angstzustände oder Burnout als Begründung angegeben. Im Jahr 2000 lag der Anteil noch bei 24 Prozent. 

Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen kündigte daraufhin eine Initiative für besseren psychischen Arbeitsschutz an. Statt auf die Politik zu warten, handeln verantwortungsbewusste Unternehmen schön längst. Der Demographiewandel und die Beeinträchtigungen der Leistungsfähigkeit durch negativen Stress sind im Bewusstsein angekommen. Viele Unternehmen denken jetzt um. Dabei unterstütze ich sie mit Analysen und Maßnahmen. 

Es wird noch immer viel gerätselt, was die individuellen Ursachen des „Ausbrennens“ sind und wie sie zu lösen sind. Das Wort „Burnout“ gibt uns schon einige Hinweise. In meinem Haus habe ich oftmals einen Burnout: 

Wenn mein Ofen keinen Holznachschub mehr hat - dann brennt er aus. So können wir uns fragen, was denn unser innerer Holznachschub sein kann? Was hält unser Feuer am lodern? Das ist eine sehr spannende, individuelle Frage. Auf jeden Fall handelt es sich um eine emotionale Kraftquelle. Wichtig ist daher, sich im Alltag Inseln zu setzen, auf denen unser innerer Brennstoff wieder aufgetankt werden kann. Im Anhang finden Sie sieben „Kraft-Insel“-Tipps, von denen Ihnen sicher einige gefallen.

Hier die sieben „Kraft-Insel“ Tipps. Davon können Sie jeden einzeln praktizieren. Doch eines gilt für jede Insel: Verurteilungen jeglicher Art bleiben draußen! 

Atmen
Nehmen Sie einige bewusste Atemzüge. Ganz ruhig und gelassen, wie der Atem fließen möchte. Sie können ihn in Ihrer Wahrnehmung über Ihren Kopf steigen lassen und bis tief in die Erde absinken lassen. Bei jedem Ausatmen erlauben Sie Muskeln und Gedanken, sich zu entspannen und loszulassen.

Nehmen Sie Ihren Körper wahr, spüren Sie ihn, wie er sich gerade anfühlt. _x0002_ Dankbarkeit: Nehmen Sie sich zwischendurch einige Minuten und denken Sie an etwas, wofür Sie heute dankbar sind. Denken Sie an etwas, was Sie wertschätzen – auch an anderen. Was hat Ihnen heute ein gutes Gefühl gegeben? Mag es noch so klein wie eine Blume am Wegesrand gewesen sein.

Herzintelligenz 
Halten Sie einige Minuten inne. Legen Sie Ihre Hand auf Ihr Herzzentrum (Mitte des Brustbeins) und atmen Sie sanft durch diesen Ort. Lenken Sie Ihre Aufmerksamkeit dorthin und spüren Sie einfach, was Sie dort wahrnehmen. Spüren Sie sich selbst.

Kommunikation 
Fragen Sie andere, was ihnen heute gut getan hat, was sie heute erfreut hat, was sie motiviert oder inspiriert. Hören Sie einfach zu, ohne Diskussion oder Kommentare. Nehmen Sie die positiven Impulse des anderen empfänglich wahr.

Nichtstun 
Tun Sie zwischendurch einfach mal fünf Minuten gar nichts. Lassen Sie die Gedanken ruhig in ihrem eigenen Fluss weiter laufen - doch steigen Sie einfach nicht ein.

Spielen
Stoppen Sie zwischendurch einmal in Ihrem Arbeitsfluss und spielen Sie für fünf Minuten mit etwas, was sich in ihrer Umgebung befindet. Machen Sie einfach etwas scheinbar Sinnloses. Nehmen Sie sich selbst dabei wahr.

Träumen 
Ein kurzer Tagtraum, bei dem Sie sich vorstellen, auf was Sie sich heute freuen, kann Batterien aufladen. Sie können sich auch Ihre nächste Aktion vorstellen als eine gelingende Handlung und sie mit positiven Gefühlen aufladen. Anschließend nehmen Sie einen tiefen Atemzug und spüren Ihre Füße im Kontakt mit dem Boden.

Wenn Sie diese kleinen Auszeiten dosiert und bei Bedarf am Arbeitsplatz einsetzen, kann das regenerieren und Ihre Leistungskraft erhöhen. Eine kleine Auszeit bringt durch die Erholung oftmals mehr, als angestrengtes Durchziehen von Aufgaben. Je nachdem, wie ihr Arbeitsplatz gestaltet ist, macht es Sinn, das mit Kollegen und Vorgesetzten abzusprechen. Damit es keine Missverständnisse und stattdessen dafür Unterstützung gibt. Oder Sie verlegen diese Einheiten in Ihre Pausen. Raucher dürfen Zigarettenpausen machen – und Nichtraucher? Dürfen Sie zwischendurch mal kurz auf eine „Kraft-Insel“?

Sollten Sie jedoch im Flow sein, dann werden Sie völlig von Ihrer inneren Motivation bewegt und brauchen diese Inseln nicht. Dann befinden Sie sich sozusagen auf der großen Insel. 

_________________________________________________________________
Aus dem Newsletter "Dünger für Ihren Erfolg" von Kundermann Consulting & Training.



Anmeldung hier: http://www.kundermann-consult.de/2.newsletter.html




Ihre Sicherheit und Privatsphäre im Internet sind uns wichtig! Es werden mittels des Einsatzes von Cookies keinerlei persönliche Daten gespeichert oder mit Dritten getauscht. Dennoch verwendet diese Website Cookies zur Steigerung von Funktionalität und Leistungsfähigkeit. Falls Sie weiter lesen und unsere Website verwenden, stimmen Sie dem Gebrauch von Cookies zu.

Schließen