Unternehmertum in einer Marktwirtschaft und „Selbstvermarktung“ Teil1



Es gibt immer noch einige Spinner, die in dem Wahn leben, in einer Marktwirtschaft würde nach Leistung bezahlt. Das ist natürlich Quatsch. Wenn dem so wäre, wie könnte es dann sein, dass eine Bäckereifachverkäuferin mit rd. 1.500 € brutto im Monat entlohnt wird und ein Formel 1 Rennfahrer im Durchschnitt rd. 4 Mio. € p.a. nach Hause trägt? Sicher nicht, weil er so schnell im Kreis fahren kann. Oder warum erhalten Angestellte rd. 40T€ p.a. und die Vorstände von deutschen DAX-Unternehmen im Schnitt 4,5 Mio. €? Leistet ein Vorstand tatsächlich 112,5 mal mehr als ein Angestellter? Also quasi rd. 4330 Arbeitsstunden pro Woche, statt 38,5? Selbstredend nicht. Es geht nicht um Leistung in dieser unserer Marktwirtschaft, sondern um den Marktwert der Leistung. Dieser ergibt sich, vorausgesetzt funktionierende, transparente und nicht überreglementierte Märkte bestehen, aus Angebot und Nachfrage . Wenig Angebot – hohe Nachfrage= hoher Preis, viel Angebot – wenig Nachfrage= niedriger Preis.
Ein Beispiel: Ein Feuerwehrmann in Deutschland verdient je nach Alter und persönlichem Einsatzort 30 bis 45T€ im Jahr. Paul „Red“ Adair, ein Unternehmer und Feuerwehrmann aus Amerika, der sich bis in die 90er Jahre auf das Löschen brennender Ölquellen spezialisiert hatte, erhielt rd. 50.000$ pro Einsatztag (zzgl. Materialkosten und Spesen), da er über viele Jahre der Einzige war, der diese Art von Bränden sicher löschen konnte. Wenn es besonders brenzlig wurde, wie z.B. als die Bohrinsel „Piper Alpha“ brannte, verlangte und erhielt er bis zu einer Mio.$ pro Tag Honorar. Oder als 1991 in Kuwait über 100 Ölquellen brannten (hohe Nachfrage) und es weltweit keinen Spezialisten mit so einem guten Ruf gab (wenig Angebot). Red Adair war zwar zu dieser Zeit kein Monopolist mehr wie vordem in den 80ern, aber er war unumstritten die Nummer 1 im Löschgeschäft. Allerdings – es ist nie vorgekommen, daß sein Honorar und seine Spesen höher waren als der Sachschaden, den er verhütet hat; das unterscheidet ihn freilich von manchem Dax-Vorstand.
Jeder von uns ist potentiell ein Unternehmer; selbst ein Angestellter oder Beamter vermarktet ja seine Arbeitskraft in einem mehr oder weniger reglementierten Markt. Wie sollten wir vorgehen, was sollten wir beachten, wenn wir ein dauerhaft erfolgreicher Unternehmer, auch in eigener Sache, werden wollen?
Weiterlesen… http://sglscheuermann.com/2011/11/15/unternehmertum/#more-460



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