Pioniere der Zukunftsforschung


Im aktuellen Trend-Update, dem Monatsmagazin des Zukunftsinstituts in Kelkheim, stellen die Autoren sechsundzwanzig Visionäre vor, die als Pioniere ihrer Zeit das Feld der Zukunftsforschung prägen oder geprägt haben. Unter dem Titel „Zukunftspioniere“ werden die wichtigsten Vordenker der Jetztzeit mit ihren verschiedenen Ansätzen porträtiert. Die Zukunftsforschung steht vor dem Hintergrund von Big Data vor einem radikalen Wandel und läutet den Beginn einer neuen Ära der Prognostik ein. Im aktuellen Trend-Update wird der aktuelle Diskussionsstand sowie das interdisziplinäre Spektrum der wissenschaftlich betriebenen Zukunftsforschung vorgestellt.Das neue Magazin beinhaltet insgesamt sechsundzwanzig Kurzporträts. Der Leser erhält in chronologischer Abfolge einen schnellen Überblick zu den bedeutendsten Denkern aus dem Feld der Zukunftsforschung. Im Fokus stehen die zentrale These des Zukunftsforschers und seine bekanntesten Werke. Die wichtigsten Methoden und Anwendungsgebiete werden dabei ebenso thematisiert wie aktuelle Forschungsergebnisse, die maßgeblich Einfluss auf Wirtschaft, Politik und Gesellschaft haben. Es werden Antworten auf oft gestellte Fragen gegeben wie zum Beispiel: Was kann die Zukunftsforschung überhaupt leisten? Wo liegen ihre Stärken und Schwächen? Wo liegen die Grenzen der Vorhersagbarkeit?Zukunftspioniere zeigen uns einen Weg, mit dem vorhandenen Wissen, aber auch dem Unwissen, konstruktiv umzugehen. Einig sind sich die Forscher in dem Punkt, dass zum Zukunftsprozess unweigerlich der Zufall hinzugehört und dessen Leugnung dazu führt, dass unsere Anpassungsfähigkeit verloren geht. Es geht in der neuen Prognostik um eine Neubewertung von Unsicherheit. Zukunftsfähige Unternehmen verfügen über eine „robuste Fragilität“. Ihre Adaptivität erhöhen sie nicht durch starre Formeln, sondern dadurch, dass sie offen für Neues bleiben. Zukunft kann nicht vorherbestimmt sein, weil sie durch evolutionäre und gerade nicht durch kausal-mechanische Prozesse bestimmt ist. Evolution ist ergebnisoffen. Die wichtigste Aufgabe der Prognostik ist daher ein gewisses Maß an produktiver Irritation.Lineare Standardmodelle gilt es, durch komplexere Modellbildung zu verbessern. Der Schlüssel liegt in der Interdisziplinarität der Wissenschaften. Zukunftsforschung wird künftig einerseits mathematischer und gleichzeitig psychologischer und diskursiver. Sie wird zu einer reflexiven Disziplin des Wandels. Exemplarisch sei hier Prof. Dirk Helbig genannt. Er studierte Mathematik und Physik und unterrichtet derzeit Soziologie an der Eidgenössischen Technischen Hochschule (ETH) Zürich. Er ist überzeugt davon, dass wir Komplexität durch Big-Data-Modelle bewältigen können und dadurch Zivilisationssysteme besser steuern lernen.Helbig hat es sich zum Ziel gemacht, die „ganze Welt“ in einer Simulation abzubilden. Im Rahmen des FuturICT-Projekts an der ETH will Helbig einen Supercomputer bauen. Dieser „Living Earth Simulator“ soll mit Hilfe eines gigantischen Datensatzes komplexe soziale und ökonomische Prozesse auf der Welt darstellen, um Krisen besser vorhersagen und managen zu können. Das Zukunftsinstitut freut sich, Prof. Helbig am 11. Juni 2013 auf dem Zukunftskongress im Palmengarten/Frankfurt begrüßen zu dürfen. Mehr Einblicke über visionäre Denker erhält der Leser im aktuellen Heft oder auf dem Zukunftskongress 2013.



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