Spooner: Warum Straßenräuber ehrlicher sind als der Staat



Leserbrief in DIE WELT am 17.4.2013 zu "Lasst sie ziehen" vom 16.April

Reinhard K. Sprenger trifft den Nagel auf den Kopf. Wir leben schon in einer irrealen Welt, nämlich in
einem Sozialstaat, der ein Steuerstaat ist und seinen Bürgern suggeriert, je mehr Steuern dieser Staat bei denen eintreibt, die Geld erwirtschaften, desto besser steht es um das Allgemeinwohl. Sicher gibt es auch eine Verschwendung von Steuergeldern, aber der Umgang mit dem Geld der Bürger gelangt nicht auf den Prüfstand, weil jene, die per Einnahmezwang den Staat mit dem Geld der Bürger versorgen, sich selbst für die wahren Wohltäter der Gesellschaft halten und fest davon überzeugt sind, sie müssen die Leistungsträger der Gesellschaft, besonders wohlhabend gewordene Bürger, polizeilich verfolgen und mit immer höheren Abgaben an den Staat belasten.

Irgendwie stimmt es schon, wenn der amerikanische Jurist Lysander Spooner anmerkte, von einem Straßenräuber unterscheidet sich der Staat am Ende nur noch dadurch: Der Straßenräuber ist ehrlicher als der Staat und gibt nicht vor, ihm läge das Wohl der Bestohlenen am Herzen.

Uwe Timm, Neu Wulmstorf



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