Wachsende Zuversicht der Anleger bei den Prognosen für US-Märkte


Das wachsende Vertrauen der Anleger in die Prognosen für US-Dollar und US-Aktien bildet einen Ausgleich für die neuerlichen Befürchtungen um die Situation in China, so die Ergebnisse der Fondsmanager-Umfrage von BofA Merrill Lynch im Monat März.Der Monat März ergab die stärksten Erwartungen für eine positive Kursentwicklung des US-Dollar in der Geschichte der Umfrage. 72 Prozent der Befragten erwarten derzeit, dass die US-Währung im kommenden Jahr zulegen wird. Damit ist die Zuversicht innerhalb eines Monats um 30 Punkte gestiegen. Die pessimistische Stimmung in Bezug auf US-Aktien ist ebenfalls umgeschlagen. Fünf Prozent der Teilnehmer identifizierten die USA als den regionalen Markt, den sie am liebsten übergewichten wollen, während noch im Januar 19 Prozent zur Untergewichtung tendierten. Nach Einschätzung der Anleger bieten die USA im Vergleich zu anderen Regionen bei weitem die besten Perspektiven in Bezug auf Unternehmensentwicklungen.Vor diesem Hintergrund hat sich das Vertrauen der Anleger auf eine Erholung der Weltwirtschaft gefestigt, und sie heben ihre Aktiengewichtung an. 61 Prozent der Befragten erwarten, dass sich die makoökonomische Leistung der Weltwirtschaft im Verlauf des nächsten Jahres verbessern wird. Im Vergleich zu den Ergebnissen des vergangenen Monats ist dies eine leichte Verbesserung. 57 Prozent der Anleger halten derzeit eine Übergewichtung von Aktien, verglichen mit nur 51 Prozent in den vorherigen zwei Monaten.Diese positive Haltung bietet einen Ausgleich zu den trüben Aussichten für China. Nur 14 Prozent der regionalen Anleger erwarten derzeit, dass die chinesische Wirtschaft sich im kommenden Jahr erholen wird. Dies ist einer der stärksten Rückgänge in dieser Frage seit Beginn der Umfrage. Die Verlagerung von Engagements in den Aktienmärkten von Schwellenländern hin zu entwickelten Märkten weist darauf hin, dass die Befürchtungen um eine „harte Landung” in China deutlich gestiegen sind (vornehmlich in den USA und Japan).„Die relativen Höchstleistungen der US-Wirtschaft infolge des stetigen Aufschwungs im Immobilienmarkt werden, gepaart mit der angestrebten Energieunabhängigkeit, den Antrieb für eine außergewöhnliche Aufwärtsbewegung des Dollars liefern. Die Führungsposition der US-Aktien in der „großen Umschichtung“ weist darauf hin, dass Aktien in entwickelten Märkten in diesem Szenario die wahrscheinlichsten Gewinner sind“, so Michael Hartnett, Chef-Investmentstratege bei BofA Merrill Lynch Global Research. „Auch die Kluft zwischen dem steigenden Optimismus europäischer Anleger und der anhaltenden Zurückhaltung globaler Investoren in Bezug auf Europa wird in der Umfrage offensichtlich“, fügte John Bilton hinzu, ein Investmentstratege für Europa.Aufkommender Enthusiasmus in EuropaEuropäische Fondsmanager haben sehr viel positivere Erwartungen für die Wirtschaft ihrer Region. 40 Prozent der Befragten erwarten derzeit, sie werde im Verlauf des kommenden Jahres wachsen, verglichen mit nur acht Prozent zwei Monate zuvor.Diese Haltung spiegelt sich auch in den Erwartungen für Unternehmensergebnisse wider. Während noch im Januar 73 Prozent der Befragten angaben, die allgemeinen Ertragsprognosen für europäische Unternehmen seien zu hoch, hat sich diese Zahl inzwischen auf nur 34 Prozent halbiert. Die größte übereinstimmende Gruppe (40 Prozent) glaubt, die Prognosen lägen in etwa richtig, während 17 Prozent erwarten, dass die Unternehmensergebnisse in der Region sich in den nächsten 12 Monaten verbessern werden. Ende des vergangenen Jahres war dieser Wert durchweg negativ.Die größere Zurückhaltung der globalen Anleger zeigt sich in sinkenden europäischen Aktienpositionen. Sie halten derzeit eine Übergewichtung von vier Prozent in der Region.Risikobereitschaft hat leicht abgenommenWährend die Haltung der globalen Anleger zu Aktien konstruktiv bleibt, hat sich ihre Risikobereitschaft in diesem Monat leicht verringert. Der ML Risk & Liquidity Composite Indicator sank im Vergleich zum Vorjahresmonat um einen Prozentpunkt, ein erster Rückgang in neun Monaten. Dennoch liegt dieser Wert immer noch über dem Durchschnitt der letzten zehn Jahre.  Zudem sind Anleger jetzt eher geneigt, zukünftige Aktienankäufe durch eine Reduzierung der Barbestände zu finanzieren, die bei positiven 3,8 Prozent liegen. In der Märzumfrage gaben 28 Prozent der Befragten an, sie würden Barbestände dafür einsetzen. Im Februar waren es nur 22 Prozent. Die Mehrheit ist jedoch eher geneigt, Staatsanleihen zu reduzieren, um neue Aktienankäufe zu ermöglichen.  Sektorale Verlagerung unterstützt BankenDie Umfrage zeigt zudem, dass die Haltung der Anleger gegenüber Banken jetzt positiver ist als in allen Umfrageergebnissen seit Dezember 2006. 14 Prozent haben sich in diesem Monat auf eine Übergewichtung verlegt – eine Verbesserung um acht Prozentpunkte im Vergleich zum Vorjahresmonat.Diese Umschichtung wird durch die Reduzierung der Positionen in Rohstoffwerten (ein Ersatz für China, der, wie an anderer Stelle in der Umfrage deutlich wurde, von sinkender Zuversicht betroffen ist) finanziert, die bei 17 Prozent der Befragten derzeit untergewichtet sind. Zudem haben sie die Untergewichtung ihrer Telekom-Positionen auf 28 Prozent verstärkt. Damit befindet sich das Anlegerinteresse für diesen Sektor auf dem tiefsten Punkt seit sieben Jahren.  Die Umfrageergebnisse zeigen zudem ein frisches Interesse an Technologieaktien. Die Übergewichtungen sind in diesem Sektor auf 35 Prozent gestiegen und haben damit eine Umkehr von der stetigen Reduzierung der Telekomaktien im Verlauf des vergangenen Jahres eingeläutet.



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