Sparen Sie ab sofort Zeit und Nerven: Hören Sie auf, über Meinungen zu streiten!



Ja nun, werden Sie jetzt vielleicht denken, was ist das denn wieder für ein abgedrehter Quatsch? Und da simmer widder! Uns über Meinungen auseinanderzusetzen. Statt es zu lassen und einfach zuzuhören.

Wasser ist nass, Knüppel auf den Kopf gibt ‘ne Beule, 100 Euro sind 100 Euro – das sind faktische Realitäten, darüber brauchen wir nicht zu diskutieren.

Aber ob der Chef Recht hat oder keine Ahnung vom Alltagsgeschäft, der Kollege arrogant ist oder einfach nur introvertiert, die Kollegin eine dumme Gans oder nur konzentriert auf ihre Aufgabe, der Kunde zu anstrengend ist oder berechtigte Wünsche hat, die Krawatte chic oder zu auffällig ist … alles Geschmacksfragen, keine Realität sondern individuelle Wirklichkeit, subjektive Wahrnehmung über die sich ein Diskurs nicht lohnt. Immer wenn Menschen sich deswegen in die Haare geraten, ist die Frage nicht: “Wer hat recht?”, sondern: “Wie lange wollen die Beteiligten diese hoch interessante, zu absolut nichts führende Diskussion noch betreiben?”.

“Erfahrung ist die Ursache, die Welt die Folge.”
Grundprinzip des Konstruktivismus nach H. von Foersters

Über selbst konstruierte Wirklichkeiten zu diskutieren oder gar zu streiten bringt niemanden und nichts in seiner Entwicklung weiter. Und die Situation, dass eine(r) der Beteiligten sagt: “Du hast recht und ich bin blöd” ist relativ selten. Manchmal könnte gar der Eindruck entstehen, dass der Überlebenstrieb heute durch eine schwerwiegende Rechthabesucht ersetzt wird.

Wir können immer fragen, auf welcher Information aus welcher Quelle oder aus welcher Erfahrung eine bestimmte Meinung resultiert, oder, wenn wir bestimmte Annahmen treffen, welche Auswirkungen dies für unser zukünftiges Handeln hat. Nur sollte nicht über die Meinung selbst diskutiert werden.

In ziel- und zweckdienlichen Gesprächsrunden wie z.B. Arbeitssitzungen empfehle ich regelmäßig folgende Vorgehensweise:

1. Jeder stellt zu einem Themenpunkt seine Meinung vorbereitet, in einer vorher definierten Form und einem vorher festgelegten Zeitrahmen vor. Dann werden noch etwaige Verständnisfragen der anderen Teilnehmer geklärt.

2. Danach wird abgestimmt, entschieden. Im Idealfall wurden alle Meinungen geäußert, gehört und verstanden. Alles was darüber hinaus geht, nach dem Motto: “Ja, aber Sie müssen das mal so sehen …”, wird weggelassen.

Noch ein Tipp für derartige Gespräche, privat wie beruflich: Wir können ja auch , nachdem beide Seiten angehört und verstanden worden sind, uns darüber einig sein, unterschiedliche Meinungen zu haben. Sozusagen Einigkeit erzielen über die Zweinigkeit.

Selbstverständlich kann jedermann und -frau rein zur Unterhaltung und zum Zeitvertreib diskutieren und sich trefflich streiten – wenn er und alle anderen das möchten. Aber sie müssen nicht. Und sparen dann jede Menge Zeit und Nerven.
http://www.hirnschrittmacher.eu/



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