Private Equity - Ein Buch mit 7 Siegeln?



Wie ein Lebensretter mit Hilfe eines FOCUS MONEY-Berichts vom 23.11.2011 sein Kapital retten will, wenn richtig mit ihm kommuniziert wird.

Kürzlich sitzt mir ein 40-jähriger Notfallarzt gegenüber und klappt den schweren Ordner auf, in dem seine Finanzdokumente lagern. „Irgendwie habe ich das Gefühl, dass die Sachen, die ich vor 10 Jahren abgeschlossen habe, heute nicht mehr zeitgemäß sind.", sagt er. Und tatsächlich –
auf dem mühsamen Weg durch sein Anlagedickicht,
• schüttelt er verwundert den Kopf, wie ernach Abschluss einer Berufsunfähigkeitsversicherung 5 Jahre später nochmals eine „ergänzende" BU* abschließen konnte, die seine Absicherung kaum verbessert, aber umso mehr das Monatsgehalt schmälert,
• wird er kaltschweißig-bleich angesichts einer Riester-Rente, für die er knapp 130 Jahre alt werden müsste, um seine Beiträge wenigstens mit 5 % Rendite verzinst zu sehen
• kommen ihm beim aktuellen Rückkaufswert seiner beiden kapitalbildenden Lebensversicherungen und auf 43 Jahre Laufzeit abgeschlossenen Policen fast die Tränen.

Mit Galgenhumor meint der Doktor daraufhin: „Da hat mich die Versicherungsagentin ja richtig gut verarztet." Kein Trost war für ihn, dass er wie viele andere womöglich bei einer „Drückerin" gelandet ist, der ihr eigenes Girokonto wichtiger war als sein Wunsch nach solidem Vermögensaufbau. In diese Richtung zielt auch die Bemerkung von Walter Benda, der nach eigener Aussage mit 21 Jahren als sog. Drücker angefangen habe. Er gab im Fernsehen bei Anne Will im November 2011 vor großem Publikum zu: „Rückblickend muss ich aber sagen, dass ich durchaus Verträge an den Mann gebracht habe, deren Nutzen zweifelhaft ist"

„Um mir vor unserem Treffen etwas Orientierung im Labyrinth der Geldanlagen zu verschaffen", erzählt mein Mediziner, „habe ich mir die aktuelle Ausgabe der FOCUS MONEY gekauft!"
Er schlägt die Umschlagseite auf und findet auf S. 3 ein kleines, ins Heft eingeklebtes Büchlein mit dem Titel „Sachwerte gegen die Schuldenkrise – Stabilität kaufen, Vermögen schützen". Er liest sich durch die Aufs und Abs von Investitionen in Immobilien, Schiffen, Flugzeugen und will schon ermüdet-frustriert
den Ratgeber beim letzten Kapitel „Sonstiges" weglegen, als ihm eine Zeile ins Auge sticht:
„Während ältere Privatanleger die Renditechancen eher als Risikoindikator ansehen, sprechen die Renditechancen jüngere Privatanleger und Anleger mit unternehmerischer Identität an. Sie sind offen für Private Equity."

Renditechance für jüngere Anleger? Unternehmerische Identität? Private Equity? Das interessierte den wieder erwachten Arzt und er liest weiter: Laut einer Studie des Forschungsinstituts Q Agentur und der Feri Euro Rating Services AG erzielten 45 % der aufgelegten Private-Equity-Fonds in der
Vergangenheit einen Wertzuwachs von über 50 %; 43,5 % der Fonds schafften eine Rendite von mehr als 10 % pro Jahr, und 8 % der Fonds gelang sogar eine Verdreifachung des Kapitals.

„Wo ist da der Haken?", fragte er sich sofort: „Wenn fast 100% aller Versicherungen Schwierigkeiten mit dem schon lächerlich niedrigen Garantiezins haben, aber die Hälfte aller Private-Equity-Fonds teils satte Gewinne erzielt – warum macht es dann nicht jeder?"
An dieser Stelle seiner Erzählung muss ich schmunzeln und sage: „Ein paar Zeilen weiter oben steht´s doch drin! 'Obgleich Private Equity bewiesenermaßen interessante Investitionschancen bietet, entpuppte sich die Asset-Klasse für viele Privatanleger als Buch mit sieben Siegeln, das zudem negative Assoziationen auslöst.'"

Woher die negativen Assoziationen kommen, ist schnell erklärt (Abgrenzung StartUp-/Wachstumsfinanzierung, Risiko-/Chancen-kapital usw.). Dass Private Equity als Anlagekonzept frappierend simpel ist, aber die Umsetzung des Konzepts ein Buch mit sieben Siegeln sein kann, versteht der Doktor sofort – dafür bräuchte es eben ein kompetentes Management, betone ich. Im weiteren Verlauf des Gesprächs stelle ich ein paar Beteiligungen der Venture Plus-Fonds vor und spreche ausführlich über die Entwicklung unserer Portfolio-Firmen innerhalb der letzten 5 Jahre.

Um den verunsicherten Mann schließlich für Private Equity und V+ zu gewinnen, habe ich mich an einen einfachen Rat gehalten, der in dem FOCUS MONEY-Büchlein gleich mitgeliefert wird, als es über die jungen Privatanleger sagt: „Aber sie wollen keine Katze im Sack kaufen. Um sie zu gewinnen, muss die Branche deshalb das Kommunizieren mit Ihnen lernen.

Impressum: Venture Plus Letter - Jahrgang 2011
Venture Capital & Private Equity
Herausgeber: V+ Beteiligungs 2 GmbH
Löschwitzer Str. 44
01309 Dresden
Telefon 0871 430608-0 Telefax: -49
info@venture-plus.de, www.venture-plus.de
Redaktion: Jens Hestermann, Andreas Ogger (Verfasser)
und Günther Kratz
V+ Beteiligungs 2 GmbH, 2011

--- Ergänzung des Autors --------------------------------------------------------------------------------------------------------

Was ist Private Equity?
Unter Private Equity versteht man eine bestimmte Anlageform, die hauptsächlich für eine Form der Eigenkapitalfinanzierung steht.

Die Beteiligung funktioniert in drei Schritten:
1.) In der Investitionsphase wird das potential verschiedener Firmen erforscht bzw. erkannt und je nach Größe dieses Potentials eine Beteiligung erworben.
2.) Im zweiten Schritt wird durch verschiedene Finanzierungen und Investitionen (z. B. von Expansion, Konsolidierung) eine Steigerung des Unternehmenswertes angestrebt.
3.) Schließlich werden Kaufinteressenten für Unternehmensanteile gesucht, um diese mit Gewinnerzielungsabsicht zu verkaufen.

Vorteile von Private Equity
Schon in den letzten 10 Jahren wurden durch Private Equity Renditen im Durchschnitt von 10 bis 14 %
p. a. erzielt und im Top-Quarter sogar bis 48 %.
Neben den traditionellen Anlageformen, wie Aktien Immobilien, etc. ist Private Equity eine alternative Form der Anlage ( Alternative Investments).
Mit der breiten Streuung des angelegten Kapitals (derzeit 12 Direktbeteiligungen und 110 Zweitmarktbeteiligungen) wird eine größtmögliche Sicherheit angestrebt.

Was ist ein Zweitmarktfonds
der Venture Plus Fonds ist der einzige Fonds in Deutschland, der Zweitmarkt und Direktinvestitionen tätigt. Dieser Zweitmarktfonds investiert in bereits geschlossene Fonds, sodass dadurch bei positivem Geschäftsverlauf überdurchschnittliche Renditen ermöglicht werden können.

Es werden im Zweitmarkt nur Fonds gekauft, die in der Vergangenheit bereits gezeigt haben, dass sie Qualität besitzen. Diese Fonds werden soweit wie möglich zu den alten Einstandspreisen erworben, sodass der Fondsanleger sofort an den bisher entstandenen Wertsteigerungen partizipiert.

Beim Verkauf der Unternehmensanteile fließen die Gewinne sofort und nicht erst am Ende der Fondslaufzeit an die Fondsanleger.

Der Venture Plus Fonds ist konzipiert für mittel- bis langfristige Einmalanleger ab 2.000 €, ohne Agio, oder an Monats-Investoren ab 30,00 €/Monat.

Seit 2007 sind drei "Exits" erfolgt, bei den zwischen 480 % und 1.200 % Rendite ausgeschüttet wurden.

Kommentare
Tot Gesagte leben länger
Verfasst von admin am 19. März 2012 - 20:41.

Private Equity ist im Zuge der Finanzkrise zu Unrecht vernachlässigt worden. Wie die meisten Instrumente ist es in bestimmten Situationen die beste Wahl, aber natürlich nicht in allen. Auch Private Equity liefert keinen "Zauberstab" zur Finanzierung, aber einen idealen Weg zwischen anderen Finanzierungsklippen hindurch.
H.Schmidt



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