Wie Betriebe Standortfaktoren für sich nutzen können


Bei der Wahl des Standortes für ein Unternehmen handelt es sich vielleicht um eine der wichtigsten Entscheidungen in der Betriebsgeschichte. Der Standort bestimmt nämlich unmittelbar über Erfolg und Misserfolg. Aus diesem Grund sollte stets eine genaue Standortanalyse erfolgen, bevor man sich mit seinem Unternehmen niederlässt.

Harte und weiche Standortfaktoren



Wie attraktiv ein potenzieller Standort ist, bestimmen die sogenannten Standortfaktoren. Diese lassen sich in harte und weiche Faktoren untergliedern, wobei Letztere immer bedeutsamer werden. Das Schwierige daran: Während harte Faktoren quantifizierbar sind und somit gut kalkuliert werden können, können weiche Standortfaktoren nicht berechnet werden.

  • Harte Standortfaktoren sind etwa die Infrastruktur, die Wettbewerbsintensität oder auch die Nähe zu Zuliefererbetrieben. Über eine Standortanalyse lässt sich vergleichsweise einfach feststellen, welche Vor- und Nachteile die einzelnen Bereiche bieten.
  • Zu den weichen Standortfaktoren gehören dagegen zum Beispiel das Image des Standortes oder das Kultur- und Freizeitangebot vor Ort. Bei ihnen geht es nicht nur darum, dass das Unternehmen für Geschäftspartner und Kunden, sondern auch für Mitarbeiter interessant ist.



Tatsächlich versuchen manche Städte und Gemeinden mit gezielten Kampagnen, den Standort für Betriebe und auch für Arbeitnehmer attraktiver zu machen.

Ein Beispiel aus der Praxis



Es gibt viele gute Gründe dafür, dass Bauteile wie Abstandsbolzen oder Elektronikgehäuse von Axxatronic im baden-württembergischen Heimsheim hergestellt werden. Sie haben noch nie von Heimsheim gehört? Das macht nichts. Für die Axxatronic GmbH, die elektromechanische Bauteile produziert, ist die Stadt mit ihren rund 5.000 Einwohnern jedenfalls der perfekte Standort. So liegt sie nicht nur direkt an einer Autobahnausfahrt der A 8 zwischen Karlsruhe und der Landeshauptstadt Stuttgart, sondern gehört zudem zu Baden-Württemberg, welches das Bundesland mit dem höchsten Industrieanteil am Bruttoinlandsprodukt darstellt. Besonders prominent sind in Baden-Württemberg Unternehmen der Automobilindustrie und des Maschinenbaus – und genau diese Betriebe sind es, die Axxatronic mit seinen Bauteilen beliefert.



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