Trottelfalle: Naivität



Eine ganze Reihe von Zeitgenossen blicken aus braunen, grünen oder grauen Augen blauäugig auf die Welt. Naiv zu sein, bedarf es für solche treuherzigen Menschen wenig; fehlende Einsicht in Ursachen, Wirkungen und Auswirkungen ihres Verhaltens reichen völlig. Gepaart mit etwas Unwissenheit über Abläufe, Regeln und Rahmenbedingungen tölpeln sie dann oft wie ein kleiner Elefant durchs teure Geschirr und sind völlig erstaunt über das Geschepper und die Scherben, die da plötzlich und unerwartet überall rumliegen. Um dann unschuldig und mit großen Augen erstaunt in die Runde zu schauen – war das wirklich ich? Hab ich da auf meiner Rückseite tatsächlich einen dicken Hintern, der zuvor mühsam Aufgebautes mit einer kleinen Pirouette über den Haufen wirft?

Da sich der harmlose, oft mindestens partiell einfältige Naivling gar nicht bewusst ist, dass sein Verbesserungspotential im Hinblick auf Wissen, Verhalten und Wirkung für den Radau und die suboptimalen Resultate gesorgt hat, fehlt auch häufig die Bemühung um eine Verbesserung/Lösung. Tatsächlich entstehen allerdings an dieser Stelle Vermutungen darüber, was das Desaster wohl ausgelöst hat und Dolchstoßlegenden mit Schuldigen.

Diese arglose Unwissenheit, auch unbewusste Inkompetenz genannt, entwickelt sich mit der Zeit nicht selten weiter und reift zur Ignoranz und Identifikation. Aber dazu später mehr, bleiben wir vorerst bei dem harmlosen Anfangsstadium, der Trottelfalle der Naivität.
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