François Hollande glaubt an den Klapperstorch



(Bild: François Hollande, in Wikimedia, by Ludovic Lepeltier, CC 3.0)

Frankreichs Präsident wurde von einer Mehrheit dafür gewählt, dass er "die Reichen" enteignen wollte, die er nach eigenem Bekunden nicht "leiden" kann. Damit hat er Gutverdiener wie den Filmstar Gerard Depardieu aus dem Land getrieben. Frankreichs Wirtschaft und Staatswesen hat der linke Kahlschlag wenig genutzt. Das Land zittert stagnierend vor sich hin, immer knapp an der Rezession vorbei, aber von einem Aufschwung meilenweit entfernt.

Jetzt hat Präsident François Hollande neben den Reichen andere Schuldige an der Misere ausgemacht:
In einem Fernsehinterview erklärte er am Sonntagabend, dass die hohe Kinderzahl französischer Frauen eine Rolle spiele. Er beschwere sich zwar nicht darüber, dass die durchschnittliche Kinderzahl je Frau bei 2,03 liege, während sie in Deutschland bei 1.36 liegt.. Doch das bedeute, dass die französische Volkswirtschaft deshalb "mehr Wachstum generieren" müsse, weil mehr junge Menschen auf den Arbeitsmarkt kämen als in Staaten mit geringeren Geburtenraten.

Auf solche Ideen kann nur ein Sozialist kommen. Das genaue Gegenteil ist richtig: Je mehr junge Menschen in den Arbeitsmarkt drängen, um so mehr "Wirtschaft" entsteht. Es ist immer die junge Generation, die die nötigen Veränderungen antreibt. Es ist die junge Generation, die innovativ ist. Man muss sie nur lassen! Jeder Arbeitsplatz kostet zwischen 30.000 und 150.000 Euro. Die muss jemand aufbringen. Wenn der Staat der Wirtschaft das dafür notwendige Kapital wegsteuert, dann bleiben selbst willige junge Leute auf der Straße statt Ausbildung und Arbeit zu finden.

In Deutschland herrscht gerade das Gegenproblem: Die Zahl junger Leute - deren Arbeit man besteuern kann - ist in den nächsten Jahren zu gering, um die wachsende Zahl älterer Menschen, die vom Staat per Rente alimentiert werden müssen, zu ernähren.

Offenbar ist Frankreich weit davon entfernt, die Grundlagen einer Mittelstands-Ökonomie zu verstehen. Mit frommen Wünschen nach dem Weihnachtsmann und hilflosen Erklärungen mit Geburtenraten a' la "Klapperstorch" wird sich jedenfalls nichts ändern können.




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