Kioskzahlen und Qualitätsjournalismus



Laut http://de.wikipedia.org/wiki/Presse_Grosso gibt es 66 Pressegrossofirmen, die durchschnittlich 1.800 Verkaufsstellen betreuen. Macht zusammen rund 100.000 Kioske, in denen Zeitungen und Zeitschriften um die Gunst der Käufer buhlen.

Diese Woche hat der Focus 41/2013 mit dem Titel "Projekt Kind: Mit High-Tech-Medizin zum Baby - Aber kann man Glück planen?" nur 58.740 Käufer gefunden. Der niedrigste Wert in der Focus-Geschichte. 1999 wurde regelmäßig rund 300.000 Hefte am Kiosk verkauft. Auch der Spiegel mit dem exklusiven Interview mit dem syrischen Diktator Assad: "Wie leben Sie mit dieser Schuld, Herr Assad?" interessierte nur 253.400 Kiosk-Käufer schreibt www.meedia.de Im Verhältnis zu 100.000 Verkaufsstellen ist das keine große Leistung des Flagschiffs deutschen Qualitätsjournalismus.

Offenbar wollen wesentlich weniger Käufer für Qualitätsjournalismus bezahlen, als den Journalisten und Medienhäusern lieb ist. Und offenbar werden Kioske überschätzt.

Zur Verbreitung von Themen, Meinungen und Bewertungen ist RTL immer noch besser geeignet als der durchschnittliche Pressekiosk.



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