Leserbrief zu „Spiel mit Katastrophen“ von Jasper von Altenbockum, FAZ v. 12.11.2013



Frankfurter Allgemeine Zeitung
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FAZ v. 12.11.2013: „Spiel mit Katastrophen“ von Jasper von Altenbockum

Sehr geehrte Damen und Herren,

gestatten Sie zu dem Kommentar einige Anmerkungen:

„Bei aller Trauer um die Opfer des Taifuns „Haiyan“, der über die Philippinen hinwegbrauste und eine Schneise der Verwüstung hinterließ, die „Politik soll nicht mit Ängsten spielen, schon gar nicht mit Katastrophen“. Ist der Gefühlsausbruch des Delegierten der Philippinen „Stoppt diesen Wahnsinn“ aus persönlichem Schmerz heraus erklärbar, so ist er völlig ohne Sinn und Verstand. Kein Mensch kann die Gestalt der Erde und ihre Bewegungen ändern, den Erdbeben, Vulkanen wie dem Wetter Einhalt gebieten. Der nun weltweit künstlich bei der UN-Klimakonferenz entfachte Tsunami an Emotionen nutzt niemandem, im Gegenteil er wirft neue, tiefe Gräben auf. Weder West, Ost, Nord oder Süd tragen Schuld am Wetter, auch nicht an extremen Wetterereignissen. Sind die Hurrikans Selbstmordversuche der USA? Gerade jetzt ist es wichtig, nicht unter den Wogen der Angst im Meer der Gefühle zu versinken, sondern als Vernunftwesen zu reagieren. Der Vorwurf an den „Westen“, er würde aus Egoismus nach dem Motto „Nach mir die Sintflut“ leben, ist völlig substanzlos.

Wenn der Mensch die Naturgewalten nicht verhindern kann, dann muss er sich vor ihnen schützen oder alle Regionen der Erde meiden, bei denen er „Opfer der Natur“ werden könnte. Zählt man wie der Weltklimarat alle potentiellen Wetterkatastrophen auf und behauptet zudem, diese würden immer größere Dimensionen annehmen, dann müsste der Mensch die Erde schleunigst verlassen und sich einen neuen Planeten suchen. Doch trotz aller Katastrophen ist die Menschheit nicht untergegangen und setzt sich dank des technisch-zivilisatorischen Fortschritts Wetterrisiken aus, die früher absolut tödlich gewesen wären. Wetterschutz, der optimale Schutz vor dem Wetter ist das Gebot, das uns unser Verstand lehren sollte. Ein Weg dahin sind auch bessere Wettervorhersagen. Hieran hapert es weltweit, wie „Haiyan“ erneut belegt, trotz der klimaschlauen Computer. Wenn es heißt, dass Vietnam Glück hatte, weil der Sturm kurzfristig seine Richtung änderte, dann ist das einfach Unsinn! Nein, Vietnam hatte Glück, weil die Wetter-Prognose falsch war.

Statt sich in Klimaphantasien bis zum Jahr 2100 zu ergehen, sollte auf der Klimakonferenz in Warschau überlegt werden, wie man weltweit die Wettervorhersagen verbessern kann. Das war schon die Forderung auf der 1. Klimakonferenz 1979 in Genf! Der überall auf der Erde nahezu gleiche Gehalt der Luft an CO2 hat weder etwas mit der Temperatur- noch der Wettervielfalt der Erde zu tun. Die Angst- und Panikmache vor dem klimakillenden Kohlenstoffdioxid-Molekül sollte geächtet werden, denn die nutzt niemand auf der Welt. Eine Reduktion des CO2 von 0,04 auf 0,00 Prozent würde am globalen Wettergeschehen nichts ändern. Damit wäre aber nicht nur das Ende aller grünen Pflanzen eingeläutet, wie ein Blick auf die Fotosynthesegleichung zeigt, sondern allen Lebens auf Erden. Ist das der erstrebte grüne „Schöpfungsschutz“?“

Mit der Bitte um Abdruck und freundlichen Grüßen
Dr. Wolfgang Thüne, Oppenheim



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