POLITISCH KORREKTER UNSINN



AMAZON

Mögen Sie Amazon? Nach dem Wegfall von Quelle und Neckermann ist Amazon Deutschlands Liebling Nr. 1 für alle Versandshopper geworden. Aber plötzlich ging es los. In der Tagespresse, den TV-Nachrichten,
im Radio und im Netz gab es eine fast unendliche Fortsetzungsgeschichte oder „daily soap“ zu Amazon.

Enthüllungsopa

Wallraff prangerte bei Jauch Missstände an, die er vom Hörensagen kannte, ein längst ausgeschiedener
Mitarbeiter fabulierte aus seinen Erinnerungen. Hauptagitator war die Gewerkschaft Verdi, die ein begehrliches Auge auf Amazon geworfen hat. Schließlich beschäftigt der Konzern in Deutschland 9.000 feste und 14.000 Saisonkräfte, da ist ja richtig was zu holen an Gewerkschaftsbeiträgen, Posten und
Pfründen. Nachdem jeder genug auf Amazon herumgehackt hatte und der Weihnachtsstreik von Verdi mangels Masse ins Leere ging, erbarmten sich die Kollegen von FOCUS und ließen unabhängige Beobachter zu Wort kommen, die Arbeitsagenturen. Und siehe da, Amazon ist in deren Augen gar kein unsoziales Raubtier, sondern ein geschätzter Partner der Arbeitsvermittler. Übereinstimmend betonten sie, dass Amazon für die Region ein wichtiger Arbeitgeber sei. Vermitteln lasse sich, wer motiviert, körperlich leistungsfähig und bereit zur Schichtarbeit sei. Dadurch sei es möglich, bisher eher chancenlose Menschen in die Beschäftigung zu holen. Amazon biete eine Perspektive für ungelernte, ältere und lange Zeit arbeitslose Personen, auch mit Migrationshintergrund. Das Jobcenter Augsburg berichtete von der Vermittlung von Bewerbern mit Handicaps, zum Beispiel zweier Gehörloser, für die Amazon eigens einen Gebärdendolmetscher eingesetzt habe. Erstaunt reiben wir uns die Augen, wenn dann noch durchsickert, dass Amazons Stundenlöhne für Hilfskräfte bei knapp 10 Euro liegen sollen. Bleibt noch der Vorwurf, dass das Unternehmen in Deutschland keine Steuern zahle. Da darf man sich aber schon fragen, wer solche Steuergesetze gemacht hat, Amazon sicher nicht.

Pofalla

Der bisherige Kanzleramtsminister wechselt in den Vorstand der Bahn, was für ein Aufreger! Er soll dort auch noch zum Wohl des Staatsunternehmens mit denen kommunizieren, die er von seinem Job her kenne, was für ein Skandal! Gehts nicht auch eine Nummer kleiner? Wenn sein Wissen und sein Netzwerk dem Konzern zugute kommt, dessen Gewinn in den Staatshaushalt fließt, dann tut das doch niemandem Weh, oder? Anders wäre es, wenn er zum Wohl der Aktionäre eines Dax-Konzerns arbeiten würde. Aber, wir wären für die Zukunft schon dafür, eine Karenzzeit von einem Jahr einzuhalten.

Gabriel schafft das Triple!

Nach Bayern München hat auch Sigmar Gabriel das Triple geschafft, er wurde Vizekanzler, Wirtschaftsminister und Chef der Energiewende. Deshalb haben wir ihn einstimmig zum Mann des Jahres gewählt, herzlichen Glückwunsch!



Ihre Sicherheit und Privatsphäre im Internet sind uns wichtig! Es werden mittels des Einsatzes von Cookies keinerlei persönliche Daten gespeichert oder mit Dritten getauscht. Dennoch verwendet diese Website Cookies zur Steigerung von Funktionalität und Leistungsfähigkeit. Falls Sie weiter lesen und unsere Website verwenden, stimmen Sie dem Gebrauch von Cookies zu.

Schließen