Wie man glücklich werden kann


Es gibt zwei verschiedene Arten "Glück" zu erleben. Das eine Glück können auch Marienkäfer in der Sonne, Paradiesfische im Riff, Kaninchen beim Füttern, Kinder beim Schlittenfahren, Konzertbesucher, Männer bei Autofahren und Frauen beim Schuhekaufen erleben: Es ist das Glück, das eigentlich immer da ist, und das man nur ZULASSEN muss. Oder anders gesagt:
Wer seine Ohren zustöpselt, kann das Leben nicht hören. Wer mit einem Brett vorm Kopf rumläuft, steht immer im Schatten, egal woher die Sonne scheint.
Worauf man sich konzentriert, das wird verstärkt. Junge Männer, die Vater werden, sehen auf einmal überall Kinderwagen, die ihnen als Junggeselle egal waren und daher nie auffielen. Wer einmal weiß, in welchen Situationen er sich schlecht fühlt oder Angst hat oder down ist, kann diese Situation immer wieder herstellen. Auf Knopfdruck. Er braucht nur daran zu denken. Und schon ist resigniert, oder voller Zorn, oder hilflos, oder was auch immer.
Dasselbe Prinzip kann er zur eigenen Heilung verwenden: Er muss sich dann natürlich dafür hüten dasselbe wie bisher denken zu WOLLEN. Er muss sich entscheiden, das Gute, das Positive, das Aufbauende, das Befreiende denken zu WOLLEN.
Viktor Frankl, Überlebender des Holocausts, Begründer der Logotherapie und Existenzanalyse (Dritte Wiener Schule der Psychotherapie) baute sein wissenschaftliches und therapeutisches Lebenswerk auf drei grundsätzlichen Axiomen auf:
1. Mensch sein ist Freiheit. Jeder Mensch hat grundsätzlich einen freien Willen.
2. Du hast immer die Wahl.  (We (   Denn der Mensch "ist stets auf der Suche nach Sinn - und kann diesen grundsätzlich auf "3 Hauptstraßen" erreichen. Er kann ein Werk schaffen, bzw. sich einer Aufgabe annehmen, die seinem Dasein Sinn verleiht (Verwirklichung von Schöpfungswerten), er kann sich liebend seinen Mitmenschen hingeben, "sich liebend verschenken" (Erlebniswerte), oder er kann - im Falle in dem die Verwirklichung von Erlebnis- und Schöpfungswerten nicht mehr oder nicht mehr lange möglich ist (z.B. im Falle unheilbarer Krankheit) seine Einstellung zum Schicksal in einer Weise gestalten, das er selbst sein Leid noch als sinnvoll erleben kann. Grundsätzlich gilt: Der Mensch ist bereit auch schmerzliche Situationen durchzustehen, Entbehrungen zu leisten, Verzicht zu erbringen, wenn es denn in den Augen des Einzelnen nur Sinn hat! Hier setzt auch die Hauptkritik Frankls an den Thesen Freuds an. Denn wenn der Mensch primär lustorientiert wäre, warum sollten dann sich Menschen noch für ihre Mitmenschen einsetzen? Warum sollten sich Hochleistungssportler jahrelang für minimale Verbesserungen in ihren Leistungen durch tausende brutale Trainingseinheiten quälen, statt ihr "Lustbedürfnis" bei einer Kneipentour zu befriedigen? Warum sollte auch nur ein Wissenschaftler jahrzehntelang studieren und arbeiten und forschen, wenn es ihm primär um Lust gehen würde? Weil es eben nicht so ist. Er, genau wie der Sportler, genau wie die 5-fache Mutter die oft 20-Stunden auf den Beinen ist, statt mit einer Dose Prosecco in die nächste Disco zu stöckeln, sehen einen Sinn in dem was sie tun. Und nur aufgrund dieses Sinnes handeln sie tagtäglich. Wer keinen Sinn sieht handelt nicht. Und die unzufriedensten Menschen sind die (und das sehe ich tagtäglich), die sich nur nach dem richten, zu dem sie gerade "Lust haben" und die sofort weglaufen, wenn es gilt, etwas zu tun, wozu sie "keinen Bock" haben. Das führt uns schließlich zum 3. Axiom der Frankl'schen Logotherapie" (Langzitat von http://www.johannes-nathschlaeger.de/7.html)
3. Die Konsequenzen sind die Kinder der Wahl. "Der Sinn des Lebens. Jeder Mensch, von ganz wenigen - meist geistig stark gehandicapten - Menschen abgesehen, fragen sich früher oder später in ihrem Leben nach dem Sinn des Lebens. Nach den Sinn im allgemeinen und dem Sinn in ihrem persönlichen Dasein im besonderen. Menschen verlangen nach einer persönlichen Aufgabe, nach einer persönlichen Verantwortung (und hier schließt sich u.a. wieder der Kreis zum 1. Axiom). Wer solch eine Aufgabe hat, und einen Sinn darin sieht, der hat auch einen Grund glücklich zu sein. Wer dagegen sein Glück rein in der Befriedigung seiner Lust sucht, wird den "Sinn seines Lebens" verfehlen und landet in der Sackgasse des Willens zur Lust: Der Promiskuität, der Sucht usw., was schließlich früher oder später zum psychischen und/oder physischen Zusammenbruch führt." (Langzitat von http://www.johannes-nathschlaeger.de/7.html)
Siehe auch:
http://www.pt-magazin.de/gesellschaft/kultur-lifestyle/artikel/machen-sie-sich-bitte-frei-entdecken-sie-ihre-furchtlosigkeit
http://www.pt-magazin.de/gesellschaft/aufgespiesst/artikel/freiheit-freiheit-201310651
http://www.pt-magazin.de/gesellschaft/kultur-lifestyle/artikel/unmoegliches-moeglich-machen-201313589
 
Bild (c) Tanja Föhr, CC2.0, http://www.flickr.com/photos/57983877@N05, http://tanjafoehr.com/



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