Was versteht man unter Projektmanagement?


Mit dem Begriff Projektmanagement wird die Planung, die Steuerung, die Überwachung und auch der Abschluss eines Projekts bezeichnet. Projektmanagementsysteme beschreiben, wie diese Tätigkeiten konkret durchzuführen sind. Was genau bedeutet nun Projektmanagement (PM) für das KMU?

Projektmanagement ist eine zertifizierte Ergänzungsausbildung



Projektmanagement wird in der Fachwelt als „Gesamtheit von Führungsaufgaben, organisation, -techniken und -mitteln für die Initiierung, Definition, Planung, Steuerung und den Abschluss von Projekten." definiert. Im Unterschied zum Management, bei dem zumeist eine einzelne Person im Blickpunkt steht, wird mit dem Projektmanagement auch gleichzeitig das Fach und Methodenwissen bezeichnet.

Dazu sind umfangreiche Fachkenntnisse erforderlich, die durch verschiedene Institute, wie beispielsweise APMG, IPMA oder PMI, zertifiziert werden.

Ein Projektmanagementsystem besteht aus:

  • Prozessbeschreibungen
  • Wissensgebieten
  • Rollenbeschreibunge
  • Methoden
  • Vorlagen



An den Hochschulen und Fachhochschulen wird Projektmanagement in dem Bereich der Betriebswirtschaftslehre abgehandelt. Bislang wird Projektmanagement ausschließlich als Ergänzungs- oder Aufbauausbildung angeboten. Dabei sind verschiedene Fachrichtungen wählbar, wie beispielsweise Psychologie, Kybernetik oder auch erneuerbare Energien.

Die Schritte für ein erfolgreiches Projektmanagement



In der Regel beginnt ein Projekt mit der Beauftragung des Projekts. Zu den wesentlichen Entscheidungsträgern zählen der Projektleiter, die Unternehmensleitung sowie das Programmmanagement. Der erste Schritt für ein erfolgreiches Projekt ist die klare Definition des Projektziels sowie die Planung und Risikoanalyse.

Die Planung des Projekts ist neben der Überwachung und Steuerung die wichtigste Aufgabe des Projektleiters. Dafür sind ein gutes Reporting und die Verfügbarkeit von Informationen in Echtzeit enorm wichtig, was durch den Einsatz von entsprechender Software gewährleistet wird. Für die Planung stehen verschiedene Methoden zur Verfügung, zum Beispiel die Netzplantechnik oder Projektstrukturplanung.

Um das Projekt gut überwachen zu können, muss der Projektleiter ständig die Soll- und Istdaten vergleichen. Ebenso sind der Fortschritt, die Termintreue sowie die Kosten ständig zu überprüfen. Weitere wichtige Schritte sind die Erstellung von Prognosen, die Leistungsbewertung sowie die Entscheidung über zu ergreifende Maßnahmen. Dafür wird beispielsweise die Earned Value Analyse verwendet.

Für den Projektabschluss wird eine Abnahme der Unternehmensleitung oder des Auftraggebers benötigt. Ebenso muss eine Nachkalkulation erstellt und die aus dem Projekt gewonnenen Erkenntnisse gesichert werden.

Da jedes Projekt verschiedene Interessengruppen vereint, muss der Projektleiter aktives Stakeholdermanagement betreiben. Hierzu zählen die Kommunikation mit den Beteiligten und eine termingerechte Übermittlung der relevanten Informationen.

Jedes Managementprojekt bringt auch Risiken mit sich. Beispielsweise kann eine Lieferung zu spät eintreffen oder ein Mitarbeiter erkranken. Deshalb müssen sich Projektmanager auch mit der Risikoidentifikation, -Analyse, -Bewertung, -Vorsorge sowie Überwachung und Risikosteuerung beschäftigen.



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