Blogs / 2014 / Mai

Guten Tag, Herr Professorin – Verarsche oder Verkrampfung?


Der Feministinnen-Sprachkomplex führt entweder zur Volksverdummung oder macht die Deutschen zu Giganten des intellektuellen HumorsKämpferinnen für Frauenrechte haben viel Positives bewirkt und Anliegen vertreten, die der Modernisierung unserer Gesellschaft dienlich waren. Auch „Femen“, die barbusig gegen Frauenhandel und –ausbeutung kämpfen, verdienen Bewunderung. Aber jetzt gibt es eine Gruppe, die feminin-linguistischen Terror ausübt und die Frauenbewegung lächerlich machen kann.Als die Nachricht veröffentlicht wurde, dass die Universität Leipzig in ihrer neuen Verfassung verfügt hätte, Herr Doktorin und Herr Professorin für männliche Mitarbeiter als offizielle Anrede zu verwenden, dachte man ja erst einmal an den 1. April. Nix da, die meinten das todernst. Die zuständige feministische Autorin der Verfassung Luise Pusch rühmte sich, dass sie diese „überfällige Regelung“ durchgesetzt hätte. Ja, Herrschaften und Frauschaftinnen, was nach Spaßvögeln klingt, ist ein verbissener Kampf, angezettelt von hyperaktiven Frauenrechtlerinnen mit Sprachkomplex. Inzwischen haben vier Universitäten diese durchgeknallten Formeln bereits übernommen. Das waren mal die Eliteschulen der Dichter und Denker. Wenn man (auch dieses Wort soll geächtet werden) das neue „Brandenburgische Hochschulgesetz“ liest, schaut der Wissbegierige unweigerlich nach links und rechts über seine Schultern und sucht nach der versteckten Kamera. Schon kursieren Ratgeber im Bundesjustizministerium um bisher gebräuchliche Gesetzes-Formulierungen dem Diktat der neuen Blaustrümpfe zu unterwerfen. Wie ernst es den Frontkämpferinnen ist, zeigt das Beispiel von Birgit Brouer, Pädagogin an der Universität Kiel. Sie zwingt ihre Studenten mit unverhohlenen Drohungen, den schrägen Trend mitzumachen. Seminararbeiten, die nicht „geschlechtersensibel“ nach Anweisung verfasst sind, finden vor ihr keine Gnade. Irgendwie erinnert das schon an die Versuche im dritten Reich, Fremdwörter einzudeutschen. Da wollte man beispielsweise aus dem Vierzylindermotor den „Viertopf-Zerknalltreibling“ machen. Aber diese Bemühungen sind ja dankenswerterweise mit dem Reich untergegangen. Wo aber sind die Mannsbilder und Männinnen, die sich dem ganzen Blödsinn entgegenstellen?Ministerpräsident Erwin Sellering von Mecklenburg-Vorpommern geht schon mal in Deckung und mahnt Verständnis an, politischer Mut sieht anders aus. Heißt es dann künftig in den Nachrichten „Der Bundespräsidentin Gauck hat den türkischen Premierministerin Erdogan getroffen“? Und stehen künftig im Wirtshaus Hinweisschilder „Zu den Toilett und Toilettinnen“? Wo so viel Blödsinn gemacht wird, ist die EU nicht weit. Tatsächlich arbeitet man in Brüssel daran, eine Behörde für „Überwachung von Toleranz“ zu schaffen. Sie soll zum Beispiel Feministinnen-Witze ächten. Bevor das passiert, sei noch schnell einer zitiert: Was passiert, wenn eine Klapperschlange eine Radikal- Feministin beißt? Die Schlange stirbt!

Bild: agustibrr / flickr.com (CC BY-NC-SA 2.0)



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