Blogs / 2014 / Mai

Herr Lehrerin und die Groko-Rentenbombe


Nachlese zu zwei brisanten Themen, wobei eines furchtbar blöd klingt und das andere Millionen Bürger vorsätzlich schädigen wird.Er hat viele Reaktionen ausgelöst, unser Artikel in der Ausgabe 20/2014 (siehe Archiv) über die durchgeknallten Sprach-Feministinnen mit der Forderung nach Anreden wie z.B. „Herr Professorin“ und so weiter. Viele haben geglaubt, das dies ein Gag unserer Redaktion sei. Auf diesen Gag wären wir stolz, leider bleibt die bittere Erkenntnis, dass es so einen hanebüchenen Quatsch wirklich gibt. Wir nehmen Wetten an, dass die deutsche Damen-Fußballmannschaft demnächst in Fußballfrauschaft umgetauft wird. Noch hat niemand gefordert, die Bibel umzuschreiben und „die Gott“ zu fordern. Offenbar getraut sich die linguistische Kampftruppe nicht, sich mit der mächtigen Kirche anzulegen. Auch die Universitätsklinik Zürich nutzt nach einer gemailten Info inzwischen „Herr Doktorin“ als offizielle Anrede.Im Rahmen des angezettelten Sprachgeschwurbels und Korrektheitsfimmels gibt es schon heute in Personalanzeigen Formulierungen wie „…Beratung des/der Kunde/n/In…“, für Komiker ein Genuss, ansonsten eine grauenhafte Sprachdeformierung! Befürworterinnen der neuen Anreden lehnen übrigens auch die Schreibweise „BürgerInnen“ ab, da das „I“ ein Phallussymbol sei. Wieder was dazugelernt von euch krankhaften WeltverbesserInnen, meine liebe Frau Gesangsverein! Da trinke ich doch gleich einen Schluck aus meinem Flachfrau. Erfreulicherweise hat man mich in keinem Leserbrief mit „Herr Herausgeberin“ angeschrieben, sondern die allgemein verständliche Form beibehalten, dafür ganz herzlichen Dank!Leider brachte auch die umfangreiche und fundierte Experten-Kritik am Rentenpaket der Großen Koalition unsere Regierung nicht davon ab, am heutigen Freitag die Verabschiedung des größenwahnsinnigen Rentenpakets auf die Tagesordnung im Bundestag zu setzen. Die wenigen kosmetischen Korrekturen hatte die SPD sicher von vorne herein einkalkuliert. Substantiell bleibt das Paket eine finanzielle Zeitbombe, hilft nicht gegen die Altersarmut, schädigt bis auf ein paar Günstlinge alle heutigen und künftigen Rentner und betrügt die junge Generation, die neben dem Schuldenberg eine von diesem Raubzug dezimierte Rentenkasse erben wird. Es bewahrheitet sich, was Altbundespräsident Herzog bereits vor Jahren prophezeit hat: „Die Älteren werden die Jüngeren ausplündern“.Liebe Frau Bundeskanzlerin, ich habe von Ihnen erwartet, dass Sie endlich einmal mit dem Populismus auf Kosten der jungen Generation Schluss machen, Wahlversprechen sind schließlich nicht im Grundgesetz verankert und verzichtbar, wenn sich herausstellt, dass sie Milliardenschäden auslösen. Unverzichtbar ist Ihr Amtseid, in dem Sie geschworen haben, Schaden von den Deutschen abzuwenden. Wenn man die junge Generation, alle Rentenzahler und fast alle Rentenempfänger kräftig schädigt, verstößt dies nach meinem Verständnis gegen Ihren Amtseid. Auf diesem Weg und in einem persönlichen Brief übermittle ich Ihnen meine tiefe Enttäuschung.



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