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Ingenieure gesucht? Warum Unternehmen es sich nicht leisten können Potential zu verschenken


Global Snapshot Studie von Antal International zeigt, dass der beklagte Mangel an Ingenieuren auch an einer mangelhaften Kommunikation zwischen Bewerber und Arbeitgeber begründet istNach Angaben des Vereins Deutscher Ingenieure (VDI) sind in Deutschland 27.200 Ingenieure im Dezember 2013 als arbeitssuchend gemeldet, während gleichzeitig 63.200 offene Stellen zu besetzen sind. Viele der betroffenen Kandidaten sind durch die kontinuierliche aber erfolgslose Suche enorm frustriert. Hier stellt sich die Frage, wieso viele Industrie- und Wirtschaftsverbände einen Mangel an Ingenieurkräften beklagen, es jedoch Tausende qualifizierte Fachkräfte gibt die Absage auf Absage erhalten?Georg Hoekstra, Managing Director des Wiesbadener Büros aus dem Netzwerk des Recruitingspezialisten Antal International und Experte für das Personalwesen im Ingenieursbereich, erklärt die Situation: „Die Gründe für die Diskrepanz sind vielschichtig. So suchen die meisten Unternehmen selbstverständlich einen Ingenieur aus der Gruppe der Top-Perfomer. Dass beide Parteien oft nicht zueinander finden und somit der Eindruck eines Mangels noch verstärkt wird, liegt auch an einem kommunikativen Problem zwischen Arbeitgeber und Arbeitssuchenden, sowie manchmal auch an der mangelnden Flexibilität der Arbeitgeber sich auf gut geeignete Alternativen zu ihrem Wunschbewerber einzulassen.“Mit einem direkt erwirtschafteten Beitrag von mindestens 211 Milliarden Euro am Bruttoinlandsprodukt (BIP) sind Ingenieure der Motor des Technologie- und Innovationsstandorts Deutschland. Rund 1,66 Millionen erwerbstätige Ingenieure gibt es nach jüngsten Zahlen des VDI hierzulande. Dank der guten Konjunkturerwartungen und des demografischen Wandels wird der Bedarf an ingenieurwissenschaftlichem Know-How durch das verfügbare Potential mittelfristig nicht gedeckt werden können. Schätzungen zufolge stehen 80.000 benötigten Ingenieuren pro Jahr lediglich 61.000 Absolventen gegenüber, die jährlich die Hochschulen verlassen. Gleichzeitig jedoch haben viele Ingenieure Schwierigkeiten, freie Stellen zu finden und neue Beschäftigungsverhältnisse einzugehen.Häufig bewerben sich auf freie Stellen zwar qualifizierte, aber nicht auf das jeweilige Stellenprofil passende Ingenieure. Der Mangel liegt somit nicht unbedingt in der fachlichen Kompetenz der Bewerber, sondern das Problem besteht darin, dass die Stellenausschreibung nicht sorgfältig genug formuliert ist und den Job mitunter nicht adäquat beschreibt. Dies trifft besonders häufig auf kleine und mittelständische Unternehmen zu. Die Lösung hierzu ist ebenso einfach wie wirkungsvoll: Beide Seiten brauchen einen Vermittlungspartner.Egal also ob die Fehler vom Unternehmen selbst ausgehen, oder aber auch von den sich bewerbenden Ingenieuren. Häufig handelt es sich um Missverständnisse in der Vermittlung zwischen den beiden Parteien, da es in diesem Bereich des Arbeitsmarkts auf sehr fachspezifische Details ankommt. Ein Vermittler, der in der Lage ist, beide Seiten zu verstehen und sich auf dem Markt auskennt, kann hier helfen Wunsch und Wirklichkeit der Beteiligten in Einklang zu bringen.Der Antal Global Snapshot, eine halbjährlich erscheinende Studie zur Entwicklung am Arbeitsmarkt, bestätigt, dass für Ingenieure eigentlich sehr gute Job-Aussichten bestehen. In Bereichen wie der Fahrzeugherstellung oder den erneuerbaren Energien planen zum Beispiel jeweils 43 Prozent oder 50 Prozent der von Antal befragten Unternehmen Neueinstellungen. In Zeiten des Mangels ist es wichtig, das komplette Potential an Arbeitskräften optimal auszunutzen.Die globale Antal Wirtschaftsstudie AGS15 (Antal Global Snapshot) jetzt hier zum Download.Bildquelle: мdяСояd / flickr.com (CC BY-NC-SA 2.0)



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