Blogs / 2014 / Mai

Reponsive Design - die neue Zauberformel für den Erfolg Ihrer Website?


Webseiten ohne Responsive Design machen keinen guten Eindruck: Jeder Internetauftritt muss heute auf jedem Endgerät dieselbe optimale Wirkung entfalten. Allerdings: Responsive Design alleine bringt überhaupt nichts. Worauf es wirklich ankommt, wenn sich Unternehmen im World Wide Web präsentieren.
Gerade habe ich mir mal wieder ein neues Smartphone gekauft. Das Gerät hat eine erstaunlich hohe Auflösung. Zu Hause habe ich allerdings noch einen alten Bildschirm, der das klassische Seitenverhältnis von 4:3 hat. Im Büro nutzen wir längst "Widescreen"-Monitore mit dem Format 16:9 und einer Auflösung von 1600 x 900 Pixel. Für die mobile Präsentation beim Kunden gibt es außerdem noch das Tablet. Und der Laptop hat wieder eine andere Auflösung mit dem Format 8:5. Damit nicht genug: Die großen Monitore funktionieren mit Maus und Tastatur; Smartphone und Tablet lassen sich mit den Fingern über den Touchscreen steuern.
Auch wenn vielleicht nicht jeder Nutzer oder "User" über ganz so viele Endgeräte verfügt: Die Zahl der Wiedergabegeräte, mit denen man sich im Internet bewegt, scheint inzwischen ins Unendliche gestiegen zu sein. Wer nachzählt, kommt auf über 100 Varianten an unterschiedlichen - und unterschiedlich häufig verwendeten - Seitenverhältnissen, Formaten und Auflösungen.
Wozu das führt, kennen Sie nur zu gut: Sie sind unterwegs, haben nur Ihr Smartphone zur Hand und brauchen schnell Informationen zu einem Unternehmen, einer Organisation, einem Produkt oder einer Dienstleistung. Nur: Die Website zum Thema funktioniert auf Ihrem Endgerät nicht. Wenn Sie die Wahl zwischen diesem Anbieter und einem mit einer funktionierenden Netz-Auftritt haben, für wen entscheiden Sie sich? Eine rhetorische Frage.
Die neue Herausforderung eines guten Internetauftritts liegt heute darin, dafür zu sorgen, dass dieser in jedem Format gleichermaßen gut wirkt - ob auf dem Riesenbildschirm oder dem Smartphone. Die Voraussetzung: ein sogenanntes "Responsive Design". Dahinter steckt die innovative technische Antwort (CSS3/Media Queries) auf die immens gestiegenen Anforderungen einer medialen Gesellschaft. Nur so wird gewährleistet, dass jede Seite auf jedem Bildschirm optimal aussieht.
Allerdings: So wichtig Responsive Design heute geworden ist, es reicht nicht aus.
Responsive Design ist nur ein Werkzeug unter zahlreichen anderen. Wer die weiteren Kriterien ignoriert, die maßgeblich die Qualität einer Website mitbestimmen, dem wird auch ein exzellentes Responsive Design nicht helfen. Worauf es ankommt:
  • Das Erscheinungsbild beziehungsweise Corporate Design (Logo, Farben, Schriften, Bilder) des Unternehmens muss im Layout der Internetseite so umgesetzt sein, dass der User es sofort wiedererkennt.
  • Die Struktur der Website (Seitenbaum beziehungsweise Sitemap, Benennung der Menüpunkte, Webarchitektur, Textstruktur) muss den Schwerpunkten der Arbeit des Unternehmens und dessen Produkten entsprechen
  • Die Benutzerfreundlichkeit (Usability) muss gewährleistet sein, beispielsweise durch eine gut funktionierende Menüstruktur, die Vermeidung von Redundanzen etc.
  • Der Inhalt (Content) muss aussagekräftig und für den Besucher relevant sein.
  • Die Pflege der Internetseite sollte einfach und übersichtlich möglich sein. Hierfür wird dazu im „Backend“, also im Hintergrund, ein sogenanntes Content Management System (CMS) benötigt, also eine Software-Anwendung, die es dem Kunden beziehungsweise Eigentümer der Website ermöglicht, eigenständig die Inhalte auf seiner Website zu pflegen. Welches System das richtige ist, ist von vielen Faktoren abhängig: etwa von Sprachversionen, Multi-Domain-Fähigkeit, Shopanwendung, komplexe Anwendungen, Einbindung von Medien und vielem anderen mehr
  • Die richtige Darstellung in allen gängigen Browsern muss sichergestellt sein. Besonders ältere Versionen des Internet Explorers bereiten immer wieder Probleme.
  • Suchmaschinen müssen die Seite leicht finden können. Dazu müssen Programmierung und Inhalte entsprechend optimiert sein (SEO). Mit Schlüsselwörtern allein ist es dabei nicht getan.
  • Das Image Ihres Unternehmens ist mit einer schlechten Website schnell angekratzt. Selbst wenn Ihr Unternehmen zu einer Branche gehört, für die der Internetauftritt lange Zeit nicht marktentscheidend war: Der Bedarf unserer Informationsgesellschaft zu jeder Zeit an jedem Ort auf jede Information zugreifen zu können, trifft inzwischen jeden.


Dennoch ist die Scheu vor dem Aufwand eines Relaunches weiterhin weit verbreitet - und ohne einen verlässlichen Partner ist eine solche Anpassung an die neuen Anforderungen auch nur schwer umzusetzen. Viele Firmen haben schon schlechte Erfahrungen mit Dienstleistern gemacht, die "mit Kanonen auf Spatzen schießen", mit dem einzigen Ziel, ihre eigenen Gewinnmargen zu optimieren. Dabei ist die Kostenspanne bei der Erstellung von Internetseiten extrem variabel. Die Kosten können - je nach Voraussetzungen und Anforderungen - durchaus überschaubar bleiben.
Achten Sie also auf folgendes, wenn Sie ein Angebot einholen:
  • Lassen Sie zunächst Ihren Bedarf genau ermitteln. Entscheidend sind dabei besonders die technischen Anforderungen - wie die Komplexität des CMS, integrierte Shopsysteme, die Einbettung von Daten aus externen Datenbanken über deren Schnittstellen, interaktive Tools wie Blogs, die Umsetzung aufwändiger grafischer Raffinessen, die Übersetzungen der Website in fremde Sprachen, komplexe Redaktionssysteme mit Arbeitsmodi und Freigabesystemen etc.  beeinflussen den Aufwand und somit die Kosten.
  • Bei umfangreichen Projekten sollte schon im Angebot zwischen Frontend- und. Backendumsetzung unterschieden werden. Im Frontend wird die Gestaltung technisch umgesetzt und im Backend das CMS aufgesetzt und verknüpft. Das erfordert unterschiedliche Kompetenzen. Selten gibt es Programmierer, die beides optimal beherrschen.
  • Klären Sie, ob die Gestaltung und Programmierung Ihrer Webseite auf Basis bestehender Templates erfolgen soll, oder ob eine individuelle und neue Entwicklung geplant ist. Es ist völlig legitim, auf bestehenden Systemen aufzubauen. Aber nur, wenn Ihr Dienstleister das auch  transparent kommuniziert und sich auch in entsprechend niedrigeren Kosten niederschlägt.
  • Denken Sie daran, dass Sie eine Einführung in Ihr neues CMS und zumindest zu Beginn Unterstützung bei der Pflege der Inhalte benötigen. Das sollte Ihr Anbieter gleich mit im Angebot berücksichtigen. Falls Sie die Pflege der Webseite abgeben möchten, fragen Sie nach einem Supportangebot. Falls Sie das erst später machen, laufen Sie Gefahr, dass Sie sich bereits auf einen Anbieter eingelassen haben und auf den angewiesen sind, der auf Dauer für Sie zu teuer wird. Dasselbe gilt für den technischen Support, der schon allein aufgrund regelmäßig nötiger  CMS-Updates aus Sicherheitsgründen unverzichtbar ist.
  • Mit Pauschalpreisen lassen sich Angebote schwer vergleichen. Besser ist es, sich die Aufwände für die einzelnen Leistungen in Stunden oder Tagen ausweisen zu lassen. Dann können Sie besser nachfragen und nachvollziehen, warum der eine Anbieter vielleicht für dieselbe Leistung andere Preise berechnet.
  • Das zwischenmenschliche Verständnis ist für beide Seiten ebenso wichtig wie die harten Fakten. Deswegen kann es ratsam sein, einen Anbieter zu suchen, der mit Ihnen erste Schritte geht, ohne dass Sie sich gleich für das ganze Projekt auf ihn festlegen müssen. Gerade am Anfang können Sie feststellen, ob Sie den richtigen Partner gefunden haben - nämlich einen, der ihnen zuhört.




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