Angriffsziel: Deutschland!


In Deutschland entwickelte und produzierte Industrieprodukte sind weltweit sehr begehrt. Für ein echtes „made in germany“ werden auch gute Preise bezahlt. Es ist also verständlich, dass man „made in germany“ gerne kopiert und preiswerter haben möchte. Mit deutschem Know-How kann man überall in der Welt Wirtschaft und Industrie beflügeln und neue Dauerarbeitsplätze schaffen. Deshalb warnt auch der deutsche Verfassungsschutz deutsche Unternehmen vor einer wachsenden Zahl von Cyber-Angriffen aus China. Chinesische Geheimdienste haben nach Ansicht der deutschen Spionageabwehr insbesondere deutsche Mittelständler und deren innovative Produkte ins Visier genommen und betreiben offensichtlich massive Wirtschaftsspionage.Dabei sind deutsche mittelständische Unternehmen zweifelsohne eine leichte Beute für den technischen Nachrichtendienst der Chinesen. Nach groben Schätzungen westlicher Geheimdienste arbeiten dort mindestens 100.000 Aufklärungsspezialisten. Doch dieser Gefahr aus China kann man leicht begegnen, denn den Chinesen fehlt in Deutschland die Unterstützung durch Insider. Ein Peking-Netzwerk, indem auch Deutsche fest eingebunden sind, gibt es noch nicht.Da haben es unsere vermeintlichen Freunde aus den USA wesentlich leichter. Denn aufgrund der extrem ausgeprägten atlantischen Netzwerkstrukturen können amerikanische Organisationen, NGOs und Geheimdienste auf die tatkräftige Unterstützung von deutschen Netzwerkern bauen. Wann immer man hofft und denkt, es könnte kaum noch schlimmer kommen, wird nicht nur Deutschland von den US - Spionageaktivitäten schockiert.CIA und NSA bieten ständig neue ÜberraschungenDabei fällt den USA die systematische Anwerbung von deutschen Spionen nahezu in den Schoß. Über die atlantischen Brückenverbindungen gibt es regelmäßig Schüler- und Studentenaustausch, sodass bereits im Kindes- und Jugendalter bestmögliche Verbindungen geschaffen werden. Man vergisst dadurch sehr schnell, dass die Nationalstaaten keine Freunde haben, sondern lediglich Interessen. Vermutlich der Hauptgrund dafür, dass viele Gutmenschen und Freiheitsträumer die Gefahren von der Anwerbung für Spionagedienste verdrängen. Ein kurzer Blick in das deutsche Strafgesetzbuch könnte sofort Klarheit schaffen. Aber auch diese Möglichkeit wird vermutlich oftmals von den willfährigen Netzwerkern zur Seite geschoben. Spionage für die USA ist aber kein Freundschaftsdienst, sondern eine strafbare Handlung. Im Paragraphen 99 ist eine geheimdienstliche Agententätigkeit genau beschrieben:[1] Wer1. für den Geheimdienst einer fremden Macht eine geheimdienstliche Tätigkeit gegen die Bundesrepublik Deutschland ausübt, die auf die Mitteilung oder Lieferung von Tatsachen, Gegenständen oder Erkenntnissen gerichtet ist, oder2. gegenüber dem Geheimdienst einer fremden Macht oder einem seiner Mittelsmänner sich zu einer solchen Tätigkeit bereit erklärt, wird mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder mit Geldstrafe bestraft, wenn die Tat nicht in § 94 oder § 96 Abs. 1, in § 97a oder in § 97b in Verbindung mit § 94 oder § 96 Abs. 1 mit Strafe bedroht ist.[2] In besonders schweren Fällen ist die Strafe Freiheitsstrafe von einem Jahr bis zu zehn Jahren. Ein besonders schwerer Fall liegt in der Regel vor, wenn der Täter Tatsachen, Gegenstände oder Erkenntnisse, die von einer amtlichen Stelle oder auf deren Veranlassung geheimgehalten werden, mitteilt oder liefert und wenn er1. eine verantwortliche Stellung missbraucht, die ihn zur Wahrung solcher Geheimnisse besonders verpflichtet, oder2. durch die Tat die Gefahr eines schweren Nachteils für die Bundesrepublik Deutschland herbeiführt.[3] § 98 Abs. 2 gilt entsprechend.Deutlicher kann man den Begriff Spionage kaum noch deklarieren. Erst die Massenüberwachung der Deutschen durch die NSA, das Ausspähen des Mobiltelefons der Bundeskanzlerin sowie der gezielte Angriff auf die  Verschlüsselungsinteressierten deutschen Email-Nutzer weckt die Deutschen langsam auf. Die Vorstellungskraft fehlt noch, dass die USA – also unsere vermeintlichen Freunde – unserer Volk derart massiv und brutal ausspähen. Man lebt lieber in einer nicht vorhandenen heilen Parallelwelt, die uns die USA permanent suggerieren. So ist es auch extrem leicht erklärbar, dass die USA in sensiblen Bereichen der Deutschen Politik – Geheimdienste, Militär, Industrie, Banken, Versicherungskonzernen und besonders Verwaltung – keinerlei Schwierigkeiten haben, Agenten, Doppelagenten und Spione anzuwerben.Der aktuelle Fall beim BND ist höchstwahrscheinlich nur die Spitze des EisbergsIm Visier von CIA, NSA sowie anderer US-Geheimdienste stehen auch Mitarbeiter der deutschen Justiz. Mit diesem gigantischen Netzwerk kann man das deutsche Volk locker kontrollieren und steuern. Spionage für den riesengroßen Bruder jenseits des Atlantiks wird so zum gefahrlosen Gesellschaftsspiel mit guter Bezahlung und vielen Vorteilen.  Nun ist man über die Aktivitäten der USA schockiert.Es fehlt plötzlich die Verhältnismäßigkeit. Doch über die diversen Unstimmigkeiten und Risse im transatlantischen Verhältnis hat der DRSB regelmäßig in sachlich belastbarer Form berichtet. Nun ist nicht gleich jedes Mitglied in atlantischen Netzwerken ein amerikanischer Spion. Doch die Schwelle zum Geheimnisverrat wird dadurch erheblich tiefer gelegt. Nicht jeder Schüler- oder Studentenaustausch dient den deutschen Interessen. Nicht jede engere Kooperation zwischen deutschen und amerikanischen Offizieren fördert unsere Sicherheit. Nicht jede Rotation von Mitarbeitern und Managern in deutsch-amerikanischen Wirtschaftsprojekten nützt zur Stabilisierung unserer Gesellschaft oder der Wirtschaft. Die NSA-Affäre bietet immer wieder neue Überraschungen und neue Höhepunkte in einer Parallelwelt, die den Interessen der USA großen Nutzen gebracht hat und noch immer bringt. Möglicherweise ist sogar das Wirken der atlantischen Netzwerke die perfideste Ausbeutung die Deutschland jemals erlebt hat.Der Verdacht jeder Spionage wiegt schwer. So schwer und erdrückend, dass nur die vage Hoffnung eine Trennung von den USA hinauszögert:  dass sich alles irgendwie doch noch als vollkommen falsch  herausstellt. Doch danach sieht es bedauerlicherweise nicht mehr aus.Der Generalbundesanwalt muss nun auf allen Gebieten ermitteln und wahrscheinlich sogar erst die validen Grundlagen für ein konsequentes Vorgehen schaffen. Vielleicht gelingt es ein wenig Licht in die absurde Welt der Geheimdienste zu bringen und unser Volk und unsere Heimat wieder wirkungsvoll zu schützen. Unsere Volksvertreter müssen nun endlich handeln, damit ein Leben in Freiheit und Wohlstand – ohne die anlasslosen US-Überwachungen und brutalen, perfiden Spionageaktionen – wieder für alle deutschen Bürger zu gewährleisten ist!Falsche Rücksichtnahme ist jetzt nicht mehr angebracht. Zum Autor:
Udo Piasetzky / Vorstandsvorsitzender / Deutscher Rentenschutzbund e.V.drsb@deutscher-rentenschutzbund-ev.de
http://www.deutscher-rentenschutzbund-ev.deBild:  DonkeyHotey / flickr.com (CC BY 2.0)



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